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Bau der Insekten 07:26 min

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Transkript Bau der Insekten

Hallo, mein Name ist Denise. In meinem heutigen Tutorium geht es um den Bau der Insekten. Dabei werde ich zunächst auf den äußeren Bau eingehen und dann auf den inneren Bau. Die Insekten sind mit 900.000 Arten auf der Welt die am meisten verbreitete Tiergruppe. Doch trotz ihrer Vielfalt ist der Bau recht einheitlich. Im Folgenden wird der Bau anhand einer Biene erläutert. Kommen wir nun zum äußeren Bau. Insekten gehören zum Stamm der Gliederfüßer. Diese Gruppe von Tieren zeichnet sich dadurch aus, dass ihr Körper und ihre Beine aus vielen einzelnen, miteinander verbundenen Gliedern bestehen, die Segmente genannt werden. Der Körper der Insekten gliedert sich in Kopf, Brust und Hinterleib. Am Kopf des Insektes befinden sich ein paar Antennen und ein paar Komplexaugen, die dem Tier beim Wahrnehmen seiner Umwelt helfen. Die Komplexaugen, oder auch Facettenaugen genannt, bestehen aus vielen, nebeneinander angeordneten Einzelaugen. Diese ermöglichen dem Tier ein sehr scharfes Sehen und das Erkennen von Farben. Des Weiteren besitzen Insekten sehr komplizierte Mundwerkzeuge am Kopf. Diese Mundwerkzeuge können von Insekt zu Insekt sehr unterschiedlich ausgebildet sein. So besitzen beispielsweise Schmetterlinge einen Saugrüssel zum Saugen von Nektar aus einer Blüte und Mücken einen Stechrüssel zum Saugen von Blut. Die Brust der Insekten besteht aus drei Segmenten. An jedem Segment befindet sich ein Beinpaar. Somit haben Insekten insgesamt sechs Beine. Auch die Beine zwischen den verschiedenen Insektenarten sind vielfach umgestaltet. Bienen haben zum Beispiel ein Sammelbein, um beim Besuch einer Blüte die Pollen mitzunehmen. Bei Heuschrecken ist wiederum das Hinterbein zu einem großen Sprungbein umgebaut, welches dem Tier ermöglicht, ein vielfaches seiner Körperlänge weit zu springen. Am zweiten und dritten Brustsegment befindet sich jeweils ein Flügelpaar, die es dem Tier ermöglichen, zu fliegen. Auch hier liegen wieder Unterschiede zwischen den verschiedenen Insektenarten vor. Die meisten bekannten Arten besitzen zwei Flügelpaare, wie Libellen und Schmetterlinge. Aber es gibt auch Insekten mit einem Flügelpaar, wie beispielsweise die Küchenfliege. Bei ihnen ist das hintere Flügelpaar nicht vollständig ausgebildet. Es dient nur noch der Flugsteuerung und wird als Schwingkölbchen bezeichnet. Und dann gibt es auch noch Arten, die keine Flügel haben, wie die Silberfischchen, die ihr vielleicht schon einmal bei euch Zuhause im Badezimmer gesehen habt. Kommen wir nun zum inneren Bau der Insekten. Auf der Bauchseite befindet sich ein Strickleiternervensystem. Dieses Nervensystem entspricht unserem Rückenmark und ist hier grün dargestellt. Warum dieses Nervensystem als Strickleiter bezeichnet wird, erkennt man sehr gut, wenn man sich eine Aufsicht anschaut. Man sieht, dass vom Kopf bis zum Hinterleib rechts und links neben einer gedachten Mittellinie des Körpers zwei Hauptnervenstränge verlaufen. Diese Nervenstränge besitzen in jedem Segment eine Querverbindung. Diese Querverbindungen verleihen dem Nervensystem das Aussehen einer Strickleiter. Im vorderen Bereich des Kopfes ist dieses Nervensystem verdickt. Diese Verdickung ist eine Anhäufung von Nervenzellen und wird Oberschlundganglion genannt. Dies ist ein einfach gebautes Gehirn. Zur Atmung benutzen die Insekten nicht wie wir Menschen eine Lunge, sondern ein Tracheensystem. Dies ist hier in blau zu sehen. Ein Tracheensystem ist ein System aus vielen verzweigten Röhren, die durch den ganzen Körper verlaufen. Auf der Körperoberseite liegen die Atemlöcher dieser Röhren, die als Stigmen bezeichnet werden. An den Stigmen findet der Atemgasaustausch statt: Verbrauchte Luft geht hinaus und frische Luft strömt rein. Die Luft gelangt durch das Röhrensystem in den ganzen Körper und kann die einzelnen Organe und Muskeln direkt mit Sauerstoff versorgen. Des Weiteren besitzen die Insekten ein offenes Blutgefäßsystem. Das Blut fließt dabei nicht durch Adern wie bei uns Menschen, sondern frei durch den ganzen Körper. Es wird nur durch ein auf der Rückenseite gelegenes Herz durch den Körper gepumpt. Hier ist es in rot dargestellt. Das Blut muss den Körper mit Nährstoffen versorgen und nicht mit Sauerstoff wie bei unserem Blut, da die Sauerstoffversorgung ja durch das Tracheensystem stattfindet. Da das Blut keinen Sauerstoff über den Blutfarbstoff binden muss, um ihn zu transportieren, ist das Blut farblos und wird als Hämolymphe bezeichnet. In der Mitte des Körpers liegt das Verdauungssystem mit dem Magen-Darm-Trakt in grün und den Ausscheidungsorganen in blau, die der Verdauung der Nahrung und dem Ausscheiden von Unverdaulichem dienen. Das Verdauungssystem beginnt beim Mund und endet mit der Afteröffnung im letzten Segment des Hinterleibes. Im vorletzten Segment des Hinterleibes liegt die Öffnung der Geschlechtsorgane, hier in rot zu sehen. Die Geschlechtsorgane dienen der Fortpflanzung. Man kann bei den meisten Insekten, wie bei uns Menschen, zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtsteilen unterscheiden. Fassen wir noch einmal alles zusammen: Insekten sind in Kopf, Brust und Hinterleib gegliedert. Sie besitzen am Kopf ein paar Antennen und Komplexaugen sowie die Mundwerkzeuge. An der Brust liegen drei paar Beine und bis zu zwei Flügelpaare. Im Körperinneren befindet sich ein Strickleiternervensystem, ein Tracheensystem, ein offenes Blutgefäßsystem und das Verdauungssystem sowie die Geschlechtsorgane. Ich hoffe, dass ihr nun alle über den Bau der Insekten Bescheid wisst und bedanke mich für euer Zuhören. Tschüss.

21 Kommentare
  1. komische Stimme ein bisschen hoch manchmal

    Von Scheibnerandrea, vor 5 Monaten
  2. Es WaR oK

    Von Mesner, vor 5 Monaten
  3. Es hat mir sehr geholfen! Danke.

    Von Max P., vor mehr als einem Jahr
  4. Ich fand es superduper

    Von Vbauzhadze, vor mehr als einem Jahr
  5. Cool

    Von Mummel31, vor mehr als einem Jahr
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Bau der Insekten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bau der Insekten kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschrifte den äußeren Körperaufbau einer Biene.

    Tipps

    Die Bienen besitzen saugende Mundwerkzeuge.

    Lösung

    Der Körper der Insekten ist in Kopf, Brust und Hinterleib gegliedert.

    Im Kopfbereich finden wir die Komplexaugen, Fühler bzw. Antennen und die Mundöffnung mit den Mundwerkzeugen.

    Im Brustbereich befinden sich Beinpaare und häufig zwei Flügelpaare.

    Am Hinterleib befinden sich bei einigen Insekten weitere Beinpaare. Viele Insekten besitzen hier auch keine Beine, diese befinden sich dann alle im Brustbereich.

  • Beschreibe den inneren Aufbau der Insekten.

    Tipps

    Die Form des Nervensystems erinnert an eine Strickleiter.

    Lösung

    Das Verdauungssystem der Insekten beginnt am Kopf mit den nach außen gerichteten Mundwerkzeugen und endet am After. Das Verdauungssystem befindet sich mittig im Körper der Insekten

    Das Nervensystem befindet sich bei den Gliederfüßern auf der Bauchseite. Dabei besitzt jedes Segment zwei Nervenknoten (Ganglien), die durch durch quer verlaufende Nervenstränge miteinander verbunden sind. Aufgrund der besonderen Anordnung als Doppelstrang bezeichnet man dieses System auch als Strickleiternervensystem. Das Oberschlundganglion ist ein einfach gebautes Gehirn.

    Das Tracheensystem dient der Atmung. Durch Stigmen erfolgt der Gasaustausch.

  • Benenne die passenden Vertreter der Tierklassen.

    Tipps

    Insekten besitzen immer drei Laufbeinpaare, also insgesamt sechs Beine.

    Spinnentiere besitzen immer acht Laufbeine. Scheren oder andere Körperteile werden dabei nicht mitgezählt.

    Bei Krebstieren kommen häufig Scheren vor. Die Anzahl ihrer Beine variiert stark zwischen den Arten.

    Lösung

    Der Stamm der Gliederfüßer ist sehr groß. Einige Merkmale helfen dir bei der Einteilung der Tiere in die richtige Klasse:

    • Insekten sind eingeteilt in die drei Körperabschnitte Kopf, Brust und Hinterleib. Echte Spinnen hingegen weisen nur zwei voneinander abgesetzte Körperteile auf. Bei anderen Spinnentieren kommt diese Absetzung nicht vor. Bei den Krebstieren finden sich verschiedenen Körperteilungen in den verschiedenen Arten.
    • Insekten besitzen sechs Beine, Spinnentiere in der Regel acht. Krebstiere haben oft noch Beine am After.
    • Insekten besitzen zumeist Fühler und Flügel, Spinnentiere haben keines von beiden. Manchmal haben sie aber, so wie die Krebstiere auch, Scheren (z.B. der Skorpion).
  • Benenne die passenden Beinpaare der Tiere.

    Tipps

    Maulwurfsgrillen graben gerne.

    Heuschrecken können sehr gut springen.

    Lösung

    Insektenbeine sind an verschiedene Fortbewegungsarten und Tätigkeiten angepasst. Daher können sie recht unterschiedlich aussehen.

    Die Bienen besitzen ein Sammelbein. An diesem befinden sich feine Härchen, um möglichst viele Pollen einzusammeln.

    Die Heuschrecken können sehr gut springen. Sie besitzen ein Sprungbein. Dies ist deutlich verlängert und teilweise auch verdickt.

    Die Maulwurfsgrille besitzt ein kräftiges Grabbein. Bei diesem sind die ersten beiden Fußglieder zu schaufelartigen Grabwerkzeugen umgestaltet.

    Der Laufkäfer besitzt Laufbeine. Diese zeichnen sich durch lange, schlanke Beinglieder aus.

    Die Kopflaus besitzt einen Klammerfuß. Mit diesem kann sie sich gut festhalten.

  • Benenne die zentralen Fakten zur Beschreibung der Klasse der Insekten.

    Tipps

    Insekten werden auch als Hexapoda bezeichnet. Hexa bedeutet sechs und podes steht für Füße.

    Bevor Mücken Blut saugen, müssen sie erstmal durch die Haut des Menschen stechen.

    Lösung

    Laura hat in einigem Recht, doch ein paar Fakten stimmen auch nicht ganz, nämlich:

    • Mücken besitzen keinen Saugrüssel, sondern einen Stechrüssel. Einen Saugrüssel findest du zum Beispiel bei den Schmetterlingen.
    • Insekten besitzen sechs Beine.
  • Erkläre die Mundwerkzeuge der Insekten.

    Tipps

    Bienen sammeln Nektar.

    Lösung

    Ein typisches Merkmal der Gliederfüßer sind ihre gegliederten Mundwerkzeuge. Bei den Insekten ist die Nahrung sehr unterschiedlich. Einige ernähren sich von Pollen, andere von Pflanzen und andere sind Aasfresser. Diese unterschiedlichen Nahrungsquellen brauchen spezielle Mundwerkzeuge.

    Die beißend-kauenden Mundwerkzeuge finden wir bei Käfern und Heuschrecken. Sie haben einen starken Oberkiefer, beißen zum Beispiel ein Stück Blatt heraus und zermahlen es dann mit ihrem Unterkiefer.

    Anders ist dies bei den Bienen und Schmetterlingen. Sie besitzen saugende Mundwerkzeuge. Ihren langen Saugrüssel rollen sie bei einer leckeren Blüte einfach aus.

    Die Stechmücken, die uns oft ärgern, besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge. An den Kiefern sind kleine Stechborsten. Der Oberkiefer ist gezähnt und mit diesem bohren sie ein Loch in unsere Haut. Der Unterkiefer besitzt Widerhaken und treibt den Kanal in das unterliegende Gewebe.