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Ursachen von Emigration

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Team Wissenswelt
Ursachen von Emigration
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Grundlagen zum Thema Ursachen von Emigration

Menschen, die auswandern möchten, tun dies aus bestimmten Gründen heraus. Ob nun im Nachbarland ein ertragreicher Job winkt, man im Ausland Geld für die Familie im Heimatland verdienen will oder man aus dem eigenen Land aufgrund von Religion oder Ethnie vertrieben wird - Emigration bietet eine realistische Alternative für viele. Wie ein extremes Beispiel für Migrationspolitik aussieht, wieso Menschen ihren Lebensstandard und -Ort wechseln und wie Länder die Aufnahme von Immigranten regeln, kannst du in diesem Video erfahren.

Transkript Ursachen von Emigration

Die Ursachen für Migration werden in Push- und Pullfaktoren eingeteilt. “Also da gibt es gewisse Push- und Pullfaktoren. Pullfaktoren sind zum Beispiel, dass es in einem anderen Land zum Beispiel mehr Wohlstand gibt und dann Menschen dorthin ziehen, um teilzuhaben an diesem Wohlstand.” Andere Pullfaktoren sind gute Bildungsmöglichkeiten in den anderen Ländern. Aber auch Frieden, Sicherheit oder auch religiöse und sexuelle Toleranz. “Dann gibt es natürlich auch die Pushfaktoren, dass sie zum Beispiel im eigenen Land politisch verfolgt werden, was weiß ich, umgebracht werden. Oder dort Krieg herrscht. Und dann wollen sie natürlich auch dort weg.” Auch Arbeitslosigkeit, Armut und Naturkatastrophen können Pushfaktoren sein. Die Push- und Pullfaktoren liefern wichtige Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Untersuchungen zeigen, dass nicht zwangsweise Menschen aus armen Ländern in die reichsten Länder emigrieren. Wie geografisch nah das Zielland an der alten Heimat ist und ob dort Verwandte wohnen, sind wichtige Kriterien bei der Auswanderungsentscheidung. Extreme Armut ist zwar ein Pushfaktor, die sogenannten Ärmsten der Armen haben aber oft gar keine finanziellen Möglichkeiten, ihre Heimat zu verlassen. Der Großteil der Menschen, die auswandern, sind junge gut ausgebildete Frauen und Männer der Mittelschicht. Sie sehen in ihren Heimatländern oft keinerlei Perspektive, nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium, Arbeit zu finden. Aber welche Auswirkungen hat die Migration von Menschen auf deren Herkunftsländer? Einerseits entlasten die Menschen, die ins Ausland gehen, auch die Arbeitsmärkte ihrer Heimat. Hinzu kommt, dass die meisten Migranten Geld an ihre zurückgelassenen Familien überweisen. Viele Familien wären ohne diese sogenannten Devisen gar nicht überlebensfähig. Außerdem gründen viele Rückkehrer eigene Existenzen. Deswegen spricht man von Brain-Gain. Das kommt von den englischen Wörtern „brain“ für „Gehirn, Intelligenz“ und „gain“ für „Gewinn“. Die negativen Auswirkungen auf die Herkunftsländer nennt man Brain-Drain, also vom Abfluss oder Verlust von Intelligenz. Viele der jungen und gut ausgebildeten Menschen kehren nicht in die Heimat zurück. Dieses Wissen fehlt, um die dringend erforderliche Entwicklung voranzutreiben. Und welche Auswirkungen hat die Migration auf die Menschen, die auswandern? Viele von ihnen haben große psychosoziale Probleme in der Fremde. Sie sind dort oft in schlecht bezahlten Berufen tätig und arbeiten weit unter ihrer Qualifikation. Häufig haben sie unter versteckter oder offener Diskriminierung und Rassismus zu leiden. Untersuchungen zeigen, dass nicht zwangsweise Menschen aus armen Ländern in die reichsten Länder emigrieren. Wie geografisch nah das Zielland an der alten Heimat ist und ob dort Verwandte wohnen, sind wichtige Kriterien bei der Auswanderungsentscheidung. Extreme Armut ist zwar ein Pushfaktor. Die sogenannten Ärmsten der Armen haben aber oft gar keine finanziellen Möglichkeiten, ihre Heimat zu verlassen. Der Großteil der Menschen, die auswandern, sind junge gut ausgebildete Frauen und Männer der Mittelschicht. Sie sehen in ihren Heimatländern oft keinerlei Perspektive, nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium Arbeit zu finden. Aber welche Auswirkungen hat die Migration von Menschen auf deren Herkunftsländer? Einerseits entlasten die Menschen, die ins Ausland gehen, auch die Arbeitsmärkte ihrer Heimat. Hinzu kommt, dass die meisten Migranten Geld an ihre zurückgelassenen Familien überweisen. Viele Familien wären ohne diese sogenannten Devisen gar nicht überlebensfähig. Außerdem gründen viele Rückkehrer eigene Existenzen. Deswegen spricht man von Brain-Gain. Das kommt von den englischen Wörtern „brain“ für „Gehirn, Intelligenz“ und „gain“ für „Gewinn“. Die negativen Auswirkungen auf die Herkunftsländer nennt man Brain-Drain, also vom Abfluss oder Verlust von Intelligenz. Viele der jungen und gut ausgebildeten Menschen kehren nicht in die Heimat zurück. Dieses Wissen fehlt, um die dringend erforderliche Entwicklung voranzutreiben. Und welche Auswirkungen hat die Migration auf die Menschen, die auswandern? Viele von ihnen haben große psychosoziale Probleme in der Fremde. Sie sind dort oft in schlecht bezahlten Berufen tätig und arbeiten weit unter ihrer Qualifikation. Häufig haben sie unter versteckter oder offener Diskriminierung und Rassismus zu leiden. Seit Anfang des 18.Jahrhunderts kam es zu Auswanderungen nach Nordamerika. Die großen Wanderungsbewegungen gingen hauptsächlich von Südwestdeutschland aus. Gründe waren religiöse Unterdrückung, Überbevölkerung und große Hungersnöte. In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts wanderten Menschen wegen landwirtschaftlicher Probleme und wirtschaftlichen Veränderungen aus. Später wurden in den neu entstandenen Industriebetrieben immer mehr Arbeitskräfte geschaffen, die der Auswanderung entgegneten. Nach der Machtübernahme des NSDAP im Deutschen Reich kam es 1933 zur Verfolgung von Juden sowie einer Unterdrückung jeglicher Gegner. Menschen, die die Gefahr erkannten und die finanziellen Mittel hatten, verließen das Land. Zu den Maßnahmen der Nationalpolitik gehörten auch Vertreibungs- und Umsiedlungsprojekte gegen die Sowjetunion. Am Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu Flüchtlingsströmen aus dem Osten des deutschen Reiches und dem Sudetenland. Sie wurden in der späteren BRD, der DDR und Österreich aufgenommen. Dies verlangte eine große Integrationsleistung. So zog ein großer Teil der Flüchtlinge nach Mecklenburg und Oberbayern. 1953 kam es zu einem Arbeitskräftemangel. Folge war ein Abschluss eines Anwerbeabkommens mit Italien. Dann folgten Länder wie zum Beispiel Spanien, Griechenland und die Türkei. Die Ölkrise 1973 und die folgende Wirtschaftsflaute führten zum Anwerbestopp. Heute bilden die Nachkommen den größten Teil der Menschen mit Migrationshintergrund. In der DDR waren es Vertragsarbeitnehmer. Sie kamen überwiegend aus Vietnam. Weitere Länder waren zum Beispiel Kuba, Mozambique und Polen. Seit 1950 wandern Aussiedler ein. Es handelt sich dabei um Deutsche oder Nachfahren von ihnen, die in der Sowjetunion und in anderen Ostblockstaaten beziehungsweise deren Nachfolgestaaten lebten. Seit 1993 werden sie nach dem Gesetz „Spätaussiedler“ genannt. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen nach Deutschland umsiedeln. Ihnen wird bei der Einreise die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen. Das Aufnahmeverfahren wickelt das Bundesverwaltungsamt ab. Deutschland nimmt aufgrund des Asylrechts und humanitären Gründen Flüchtlinge aus anderen Ländern auf. In den Jahren 1991 bis 1994 stiegen die Zahlen der Asylbewerber stark an, über eine Million Menschen beantragten Asyl. Deshalb reagierte die Politik 1993 mit einer Verschärfung des Rechts auf Asyl. Seitdem sind die Zahlen zurückgegangen. 2010 waren die Hauptherkunftsländer Afghanistan, Irak und Serbien. Allerdings erhält nur ein kleiner Teil der Antragsteller einen Schutzstatus. Durch humanitäre Aufnahmeverfahren durften zum Beispiel 1956 Ungarn-Flüchtlinge nach Deutschland einreisen. So wurden 1999 Kriegsflüchtlinge aus dem Kosovo per Luftbrücke eingeflogen. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wandern immer mehr Menschen von Ostdeutschland in den Westen ab. Gründe hierfür sind meist die besseren Berufsaussichten. Vor allem junge und gut ausgebildete Menschen ziehen nach Westdeutschland. Dadurch spitzt sich die Situation zum Beispiel in einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns oder Brandenburgs zu. Der Altersdurchschnitt steigt und ein Fachkräftemangel entsteht. Viele der verbliebenen Betriebe müssen schließen. Somit bildet sich die Infrastruktur in diesen Regionen zurück. Es kommt zu massiven wirtschaftlichen und sozialen Problemen.

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