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Luigi Facta

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Team Zeitreise
Luigi Facta
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Grundlagen zum Thema Luigi Facta

Am 16. November 1861 wurde in Pinerolo, Piemont der italienische Politiker Luigi Facta geboren. Er war der letzte Premierminister Italiens vor der gewaltsamen Übernahme der Regierung durch die Faschisten unter Mussolini. 1911 bis 1920 war er italienischer Finazminister. Facta widersetzte sich Mussolini nicht offen und wurde 1924 Senator.

Transkript Luigi Facta

November 1930. In Pinerolo, wo er auch geboren ist, stirbt Luigi Facta. Er war der letzte demokratische Ministerpräsident Italiens vor der Epoche des Faschismus. Facta stammt aus Piemont, befasst sich schon in früher Jugend mit der Politik und wird 1892 Abgeordneter im italienischen Parlament. Er ist ein Anhänger des liberalen Ministerpräsidenten Giovanni Giolitti. Bald wird er Staatssekretär, steigt von Amt zu Amt auf und wird schließlich 1911 Finanzminister. Nach dem Krieg im Jahr 1921 wird er neuerlich zum Finanzminister ernannt. Nun nähert sich dem zurückhaltenden Politiker die Geschichte mit großen Schritten. Im April 1921 löst Giolitti mit Reform Absichten das Parlament auf. Er tut dies, weil er festes Vertrauen in die demokratischen Institutionen hat. Er will einen neuen historischen Abschnitt beginnen und denkt dabei gar nicht an die neue Bewegung des Faschismus. Nur eine neue Legislaturperiode soll beginnen. Doch die Dinge entwickeln sich nicht in der Art, wie Giolitti sie wünscht und vorherzusehen glaubt. Die Wahlen des Jahres 1921 bringen 36 faschistische Abgeordnete ins Parlament. Diese verhältnismäßig kleine Zahl spricht zwar für die politische Reife der italienischen Wähler, verleitet aber das Parlament neuerlich dazu, die Situation im Land falsch einzuschätzen. Die Faschisten bemächtigen sich von Tag zu Tag durch Gewalt und Demagogie eines immer größeren Einflusses in Italien. Der Versuch, die Autorität des Staates wiederherzustellen misslingt, nachdem man vergebens versucht hat, die extremen politischen Kräfte von Faschisten und Sozialisten gegeneinander auszuspielen. Giolitti, der inzwischen die Führung des Staates abgegeben hat, lenkt nun aus den Kulissen und schlägt 1922 König Viktor Emanuel III vor, die Regierungsbildung Luigi Facta zu übertragen. Zufällig ist dieser während der Regierungskrise, ganz gegen seine Gewohnheit, mit Frau und Kind in Rom geblieben und nimmt an. Von Seiten der Faschisten unter Mussolini wird seine Nominierung mit Ironie aufgenommen. Für die Liberalen hingegen soll Factas Kabinett ein Zwischenstadium auf dem Weg zu einer neuen und stabilen Regierung werden. Am 19. Juli 1922 gerät die Regierung Facta bei einer Abstimmung in die Minderheit. Die Situation im Inneren des Landes ist unruhig und gefährlich. Gewalttaten, Lynchjustiz und Morde werden in immer größerer Zahl gemeldet. Im Gegensatz zum Optimismus des Ministerpräsidenten steht die brutal diabolische Entschlossenheit Mussolinis, der die Macht an sich reißen will, bevor die Sympathiewelle, die ihm zu dieser Zeit entgegen brandet, wieder abflaut. Am 30. Juli bildet Facta eine neue Regierung und lädt im Herbst den nationalistischen Dichter D’Annunzio ein, bei den Feiern zum Kriegsende den Erinnerungsmarsch der ehemaligen Kriegsteilnehmer anzuführen. Bei Mussolini, der erfolglos um eine Regierungsbeteiligung verhandelt hat, wird dies zum auslösenden Moment für schnelles zielstrebiges Handeln. Der Marsch auf Rom soll von 40.000 seiner Schwarzhemden durchgeführt werden, wenn man ihn nicht sofort die Regierung übertrage. Sicher, die Faschisten auf demokratische Weise zurückhalten zu können, telegrafiert Facta dem auswärts weilenden König, er brauche erst am 26. Oktober nach Rom zurückzukehren. Militärisch gesehen droht keine Gefahr, da Rom von 28.000 Soldaten gesichert wird. Als hunderte Telegramme den Regierungschef warnen, dass Mussolini sich tatsächlich auf den Marsch nach Rom vorbereite, beschließt der Ministerrat die Ausrufung des Ausnahmezustandes. Als Facta im Königspalast ankommt, um die Unterschrift des Königs unter das Dekret zu verlangen, werden schon faschistische Manifeste und Plakate in den Straßen angeschlagen. Doch der König, der wütend die Notstandsmaßnahmen missbilligt und außerdem den Bürgerkrieg fürchtet, sagt zum Regierungschef, es scheint nötig, dass einer von uns beiden geht. Facta antwortet, Majestät müssen nicht aussprechen, wer gemeint ist. Er verlässt den König, beendet seine politische Karriere und öffnet dem Faschismus den Weg, der Italien in den Krieg führt.

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