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1909 - Stimmrecht für Frauen!

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Team Zeitreise
1909 - Stimmrecht für Frauen!
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema 1909 - Stimmrecht für Frauen!

Im Wahlkampf 1905 begehren Suffragetten auf: Kämpferische Aktivistinnen gehen ins Gefängnis und in den Hungerstreik, um das Frauenwahlrecht zu erzwingen. Doch bis zum Ende des 1. Weltkriegs schottet sich die Männerwelt der Politik schroff ab. Erst der 1. Weltkrieg bringt den ersehnten Durchbruch.

Transkript 1909 - Stimmrecht für Frauen!

In England beginnt der Kampf gegen den Mann. Massenkundgebung in London. Seit über 40 Jahren fordern Frauen ihr Stimmrecht ohne Reaktion im Männerparlament, das nicht einmal Notiz von einer landesweiten Petition nimmt. Jetzt gehen sie auf die Straße. „Man kann sich nicht vorstellen, wie furchtbar es war, für weniger wert gehalten zu werden, wie der eigene Bruder oder der eigene Ehemann, nur weil man eine Frau war. Nicht etwa weil man dumm war oder faul. Nur weil man weiblich war, wurde einem aller Respekt verweigert.“ Die Frau um die Jahrhundertwende: Sie soll schön sein und dem Manne Untertan. Erfüllung findet sie erst in der Ehe. Zum Wählen viel zu schade. Politik ist schlüpfrig und verdirbt die Anmut. Ihren Lebensraum ist Frau so eingebunden wie in ihr Korsett geschnürt: Auf 48 Zentimeter Taille. Als sie es ablegt, holt sie erstmal Luft, woher sie will. Der Prototyp der neuen Frau hebt ab. Ist auf dem neuesten Stand der Technik. Und beginnt zu demonstrieren für ihr Wahlrecht. Zunächst freundlich, sittsam mit weiblichen Mitteln. „Frauenkämpferinnen sind ja meistens schöner als der Durchschnitt der Frauen. Darüber habe ich eine Thesis, ganz einfach. Da kann man gleich die Klappe halten, ja, ist so. Luxemburg kann sich nicht erlauben, was zu Frauenrechten zu sagen, weil dann gleich jeder sagte, gucke da. Also, und speziell ja diese, Pankhurst-Familien ist ja strahlend schön.“, Emmeline Pankhurst, die Leitfigur der Suffragetten. Sie beschwört nun, nicht mehr nur die Frauen zu bitten, sondern zu verlangen. Symbol der neuen Bewegung: der nach oben gerichtete Pfeil. „Die Anhängerinnen der Pankhurst waren militant. Die brachten zum Beispiel im Hyde-Park Pferde zum Stolpern oder warfen Scheiben ein. Doch sie waren nur so lange militant, bis sie das Wahlrecht bekamen.“ Emily gründet die Women's Social and Political Union als Keimzelle des Widerstands, der bestens organisiert wird. Werbeparollen, Ort und Zeit der Massendemonstrationen, werden auf Gehwege geschrieben. Die Kommunikation zwischen den Mitstreiterinnen funktioniert optimal. Um sich zu schützen, vermummen sich diese Fregatten. „Es scheint so, dass sie zu Beginn dieses Jahrhundert die Originellsten waren im Widerstand. Die Mutigsten, die Originellsten. Und wahrscheinlich die Protestform dieses Jahrhunderts. Auch der Linken weltweit mitgeprägt haben. Aber das weiß niemand mehr und das sagt niemand mehr. Also man tut noch nicht einmal den Frauen in ihrem Kampf und ihre Revolte die Ehre an, die ihr gebührt.“ Flammen für die Frauenrechte, der Kampf eskaliert, als die Männer in einem Parlament die Forderungen blockieren. In ganz England brennen sie Fregattenhäuser und Kirchen nieder, doch sie achten darauf, dass niemand verletzt wird. Die Staatsmacht reagiert brutal. Hunderte werden verhaftet, darunter Emmeline Pankhurst. Dramatische Aktion bleibt ihre einzige Wahl: tagelang kettet sie sich in Gitter vor dem Parlament um auf ihre Sache hinzuweisen. Aufmerksamkeit um jeden Preis. Doch erst eine Tragödie bringt den Suffragetten den ersehnten Durchbruch. 1913 während eines Pferderennens. Emily Davison wars, sie ging zum Rennen in Absam und warf sich vor das Pferd des König. Es war ein Opfer, um den Suffragetten Gehör zu verschaffen. Die Frauenrechtlerin liegt schwer verwundet auf der Pferderennbahn. Fünf Tage später stirbt die Lehrerin an inneren Verletzungen. Der Tod der Suffragette sorgt für Anteilnahme. Im gesamten Empire: Frauen und Männer in Trauer vereint. Jetzt fordern Frauen immer radikaler ihre Rechte. Fast täglich werden Suffragetten abgeführt und vorgeführt. In ihren Mitteln glauben sie, keine Wahl zu haben, wollen sie ihr Ziel erreichen. Notfalls über das Gefängnis. „Diese Frauen kamen speziell zwar zum Teil aus privilegierten Verhältnissen, das heißt, der Vater war privilegiert, der Bruder, der Ehemann. Aber sie selber waren ja als Frauen völlig rechtlos. Besitzlos, rechtlos. Die Männer hatten ein Prügelrecht und der Vaterstaat nahm sich das nun auch.“ Mit dem ersten Weltkrieg brechen solche Fronten auf. Frauen schmücken ihre Männer für die Schlacht. Frieden zwischen den Geschlechtern. Über den Stimmrecht steht auch für die Suffragetten Englands vor allem die Nation. Frauen an der Heimatfront. Zunächst nur akzeptiert als Pflegepersonal, doch bald schon kommt die Rüstung ohne sie nicht aus. Frauen bauen Bomben und Granaten, von denen sich die Männer an den Fronten versuchten umzubringen. Nie zuvor in einem Krieg waren Männer so von Frauen abhängig. Das Morden ist zu Ende und die Sieger feiern. Sieg auch für die Frauen. England 1919: sie gingen zum ersten Mal in ihrem Leben wählen. Misstrauisch beäugt. Im Land der Suffragetten aber bleibt ein Wermutstropfen. Zuerst mal konnten Frauen nur wählen, wenn sie über 30 waren oder wenn sie eigenen Besitz hatten. Das war natürlich Unsinn, nur bei eigenem Besitz. Für Deutschland endete der Krieg mit einer Niederlage. Der Umbruch von der Monarchie zur Republik, er bringt den Frauen dennoch einen Sieg. Das freie, gleiche und geheime Wahlrecht für alle.

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