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Deutsche Teilung

Deutschland hatte 1945 den Zweiten Weltkrieg verloren. Die Alliierten wollten ein erneutes Erstarken Deutschlands und Kriegsgefahr verhindern. Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Sowjetunion und USA, Frankreich und Großbritannien ließen schon bald den Ost-West-Konflikt seinen Anfang nehmen.

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Das Ende des 2. Weltkrieges

Im Mai 1945 endete der schlimmste Krieg, den die Menschheit je gesehen hatte. Unvorstellbare 65 Millionen Tote, unzählige Kriegsverbrechen und ein bis ins Mark zerstörtes Europa standen an seinem Ende. Das nationalsozialistische Deutsche Reich - auch „Drittes Reich“ genannt - war geschlagen und in den Nürnberger Prozessen wurden Hauptkriegsverbrecher und führende Repräsentanten des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus vor das Internationale Militärgericht gestellt. Trotzdem wollten die Alliierten - Großbritannien, Frankreich, die Sowjetunion und die USA - eine erneute Kriegsgefahr von deutschem Boden aus für immer unterbinden und übernahmen deshalb im Alliierten Kontrollrat die oberste Regierungsgewalt über Deutschland.

Deutschland wird aufgeteilt in vier Besatzungszonen

Die vier Siegermächte begannen nun das Land in vier Besatzungszonen zu unterteilen. Berlin, das mitten in der sowjetischen Besatzungszone lag, erhielt als ehemalige Hauptstadt einen Sonderstatus und wurde selbst in vier Sektoren eingeteilt. Während die drei westlichen Mächte mit dem Aufbau von demokratischen Strukturen begannen, schlug man im Osten den Weg des Sozialismus ein. Man hatte Deutschland vielleicht gemeinsam in die Knie gezwungen, doch die ideologischen Gräben zwischen Ost und West schienen schier unmöglich zu überbrücken.

Deutschlands Besatzungszonen

Die Deutsche Teilung

Die ideologischen Gräben machten leider auch ein einheitliches Deutschland immer unwahrscheinlicher. Als die Sowjetunion zu der sogenannten Londoner Sechsmächtekonferenz - auf der die Gründung des westdeutschen Staates beschlossen wurde - schlichtweg nicht eingeladen wurde, stellte sie im März 1948 ihre Mitarbeit im Alliierten Kontrollrat ein. Die deutsche Teilung war besiegelt. Im Jahr 1949 gründeten die Westmächte in der Trizone die BRD und die Sowjetunion im Osten die DDR.

Die BRD

Die BRD orientierte sich unter Bundeskanzler Konrad Adenauer schnell an der Politik des Westens, unter ihrer Schutzmacht USA. Durch eine Währungsreform und den Marshallplan wurden die Reparationen abgemildert und der junge Staat konnte schnell im System der globalen Marktwirtschaft Fuß fassen. Dies hatte in den 1950er Jahren das so oft beschworene Wirtschaftswunder zur Folge.

Die DDR

Die DDR hatte es dabei um einiges schwerer. Nach Vorbild der Sowjetunion wurde hier der Sozialismus die offizielle Staatsform, was sie in direkte Konkurrenz zum Westen setzte. Die harte Politik ihrer Schutzmacht ließ sie wirtschaftlich nur wenig gedeihen und die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) sorgte zudem für höchst undemokratische Verhältnisse, was das Leben in der DDR zusehend beeinträchtigte.

BRD und DDR

Die Deutsche Frage im Ost-West-Konflikt

Der immer offener zu Tage getragene Ost-West-Konflikt, der sich mehr und mehr zum Kalten Krieg entwickelte, prägte die Deutsche Frage nachhaltig. Durch die Containment-Politik und Truman-Doktrin wollten die USA den Einfluss der Sowjetunion über Europa eindämmen. Dazu waren beide deutsche Staaten mit der NATO und dem Warschauer Pakt in gegenseitigen Militärbündnissen. Die Deutsche Frage interessierte die beide Supermächte dieser Zeit nur am Rande und dies wurde mit dem Berliner Mauerbau 1961 tragischerweise auch zementiert.