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Alphabet, Akzente und Sonderzeichen

Akzente und Sonderzeichen sind eine Besonderheit der französischen Sprache, die dir die Aussprache erleichtern.

Alphabet, Akzente und Sonderzeichen

Kannst du dich noch daran erinnern, als du das erste Mal einen französischen Text gelesen hast? Da sind dir bestimmt als erstes die für das Französische typischen Sonderzeichen und Akzente aufgefallen. Was diese kleinen Zeichen bedeuten und wie sie dir helfen, schauen wir uns jetzt etwas genauer an.

Das Alphabet

Das französische Alphabet besteht aus 26 Buchstaben und einigen Sonderzeichen. Im Deutschen kommen noch die Umlaute (au, eu, ö, ü und ä) dazu. Diese gibt es im Französchen nicht, dafür aber eine Reihe von orthographischen Zeichen wie die Akzente, die Cédille (ç), das Trema (ï, ë, ü) und die Ligatur (æ,œ). Diese Zeichen verwendest du meist in Verbindung mit Vokalen, aber auch mit einigen Konsonanten. Hier ein Überblick für dich:

  • a: â, à, æ
  • e: ê, è, é, ë
  • i: î, ï
  • o: ô, ò, œ
  • u: û, ù, ü
  • c: ç

In diesem kleinen Text findest du eine ganze Reihe von Sonderzeichen versteckt:

  • Naïma, sa sœur et son père veulent sortir ce soir. Mais où ? Ils ont déjà quelques idées. Le père veut aller au théâtre, mais les filles préfèrent aller au cinéma. Le père dit : Ça va, mes filles, ce soir, on va aller au cinéma, mais pour être sûr : La prochaine fois, c'est le théâtre !
  • Naïma, ihre Schwester und ihr Papa wollen heute Abend ausgehen. Aber wohin? Sie haben schon einige Ideen. Der Papa will ins Theater, aber die Mädchen wollen lieber ins Kino gehen. Der Papa sagt: Alles klar, meine Töchter, heute Abend gehen wir ins Kino, aber um sicher zu sein: Nächstes Mal wird es das Theater!

le_cinéma.jpg

Die Akzente

Im Französischen begegnen dir drei Akzente, der Accent grave (`), der Accent aigu (´) und der Accent circonflexe (^). Der Accent grave steht über dem e, a, o und u. Er ist nach links oben gerichtet. Auf dem e bewirkt er, dass du das e offen ausgesprichst, etwa wie das deutsche Wort „Bär“.

  • J'ai un père, une mère et un frère. (Ich habe einen Vater, eine Mutter und einen Bruder.)

Der Akzent auf den Buchstaben a und u dient lediglich zur Unterscheidung von Homonymen, also gleichlautenden Wörtern, wie la (sie) und (dort) oder ou (oder) und (wo). Dazu gibt es eine nette Eselsbrücke: Auf der Oder schwimmt kein Graf! Dieser Merkspruch besagt, dass das ou, wenn es „oder“ bedeutet, ohne Akzent geschrieben wird.

Auf_der_Oder_schwimmt_kein_Graf.jpg

Der Accent aigu steht nur über dem e. Er ist nach rechts oben gerichtet. Er bewirkt, dass das e geschlossen und lang ausgesprochen wird, wie das e in „Kamel“ oder im Französischen été (Sommer) oder égalité (Gleichheit).

Der Accent circonflexe kann über allen Vokalen stehen und sieht wie ein kleines Dach aus. Die Vokale werden in ihrer Aussprache nicht beeinflusst. Kleine Ausnahme: Steht der Accent circonflexe über dem e, wird die Aussprache wie durch den Accent grave in ein offeneres e verändert.

Das ^ ersetzt ein s aus dem lateinischen Ursprungswort, das im Laufe der Sprachgeschichte verschwunden ist, z. B.: lat. fenestra → fenêtre (Fenster). Außerdem dient der Accent circonflexe ebenfalls zur Unterscheidung von Homonymen, wie sur (auf) und sûr (sicher).

Die Cédille

Die Cédille ist ein kleiner s-förmiger Haken unter dem c. Bei der Aussprache des c solltest du im Französischen einiges beachten. Folgt auf ein c ein e, i oder y, also ein heller Vokal, so wird das c wie ein [s] ausgesprochen: cinéma (Kino). Folgt auf ein c ein a, o, u oder ein anderer dunkler Laut, so wird das c wie ein [k] ausgesprochen: cuisine (Küche). Steht das c mit Cédille, also ç, so wird das ç ebenfalls wie ein [s] ausgesprochen: leçon (Lektion).

Das Apostroph

Das Apostroph verwendest du meist bei Artikeln, um das Aufeinandertreffen zweier Vokale zu vermeiden. Es ersetzt den Vokal am Ende des ersten Wortes, wenn das Folgewort mit Vokal oder h muet beginnt, wie bei le ordinateur → l’ordinateur.

Das Trema

Das Trema kommt auf den Vokalen i, u, e und selten auf dem y vor. Es zeigt an, dass zwei aufeinander folgende Vokale getrennt voneinander ausgesprochen werden, wie Noël (Weihnachten) oder égoïste (Egoist). Du kennst es sicher aus dem Namen der Automarke Citroën.

Die Ligatur

Ligatur bedeutet, dass zwei Vokale zusammengezogen werden und wie ö oder ä ausgesprochen werden, nämlich œ und æ. Am häufigsten begegnet sie dir im Wort sœur (Schwester) oder auch in curriculum vitæ (Lebenslauf).

Die Liaison

Von einer Liaison spricht man, wenn ein Wort mit einem s, n, r oder t endet und mit dem Vokal oder dem h muet des Folgewortes verschmilzt, wie bei un‿homme oder avant‿hier. Du sprichst hier also einen Konsonanten aus, der normalerweise stumm ist. Die Liaison ist in manchen Wörter verpflichtend, in anderen nur fakultativ und dann Merkmal eines gehobenen Sprachniveaus.

Nasalvokale

Besonders typisch für das Französische sind die Nasalvokale. Dies sind Vokale, die durch die Nase ausgesprochen werden, wenn hinter ihnen ein n oder m steht. Versuche doch einfach mal den folgenden Satz mit zugehaltener Nase auszusprechen - so hast du gleich alle Vokale des Französischen richtig ausgesprochen:

  • Un bon vin blanc. (Ein guter Weißwein)

Und nun: Bon courage, probiere dich einfach mal in der französischen Aussprache aus!