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Gedichtinterpretation Schritt für Schritt

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Team Digital
Gedichtinterpretation Schritt für Schritt
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Gedichtinterpretation Schritt für Schritt

Gedichtinterpretation – Aufbau und Gliederung

Bei der Interpretation eines Gedichts geht es darum, seine Bestandteile herauszuarbeiten und diese in Beziehung zueinander zu setzen. Zu den einzelnen Teilen gehören der Inhalt, der formale Aufbau und die sprachliche Gestaltung des Gedichts.

Oftmals wird zwischen Gedichtanalyse und Gedichtinterpretation unterschieden: Bei der Analyse wird das Gedicht in seine formalen Einzelteile zerlegt und es werden dessen sprachliche Merkmale benannt. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden dann in einer daran anschließenden Interpretation gedeutet.

Doch wie ist eine Gedichtinterpretation bzw. -analyse aufgebaut? Einfach erklärt entspricht der Aufbau einer Gedichtinterpretation bzw. Gedichtanalyse im Deutschen dem Schreiben allgemeiner Textanalysen und Textinterpretationen mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schlussteil.

Was ist wichtig für eine Gedichtinterpretation?

Bevor wir die Frage Wie schreibe ich eine Gedichtinterpretation? beantworten, zeigen wir dir, was alles in eine Gedichtinterpretation gehört. Lass uns am Beispiel des Gedichts Der Panther (1903) von Rainer Maria Rilke die einzelnen Schritte sowie den Aufbau einer Gedichtinterpretation erläutern.

Gedichtinterpretation Der Panther von Rilke

Gedichtinterpretation Aufbau: 1. Dem Gedicht begegnen

Gedichte sind Texte, die bei Lesenden oft einen besonderen Eindruck hinterlassen. Deshalb ist es wichtig, dass du das Gedicht erst einmal unvoreingenommen und aufmerksam liest.

Halte danach deinen ersten Eindruck fest. Vielleicht kannst du auch schon einige Ideen dazu sammeln, was der Text aussagen will, also eine sogenannte Deutungshypothese vornehmen. Stelle dir dazu folgende Fragen:

  • Mit welchem Thema beschäftigt sich das Gedicht?
  • Welche Wirkung hat der Text?
  • Was fällt besonders auf und warum?
  • Wie kann man den Text deuten?

Bei dem Gedicht Der Panther könnte eine erste Deutungshypothese wie folgt lauten:
→ Das Gedicht könnte den Alltagstrott der Menschen beschreiben. In diesem Schritt kannst du auch bereits weitere Auffälligkeiten markieren oder Randnotizen eintragen.
→ So kommt beispielsweise der Begriff Stäbe sehr oft vor. Solche Wortwiederholungen werden in Gedichten übrigens gerne als sprachliches Gestaltungsmittel eingesetzt.

Es bietet sich an, zum Abschluss dieses ersten Schritts die Verse und Strophen zu nummerieren, um dich im Gedicht später gut zurechtzufinden.

Gedichtinterpretation Aufbau: 2. Das Gedicht untersuchen

Hierzu betrachtest du die drei Bestandteile eines Gedichts: den Inhalt, die Form und die sprachliche Gestaltung. Bei Gedichten sind diese drei Teile stets in Beziehung zueinander zu setzen.

Inhalt
Beginne hier mit einer kurzen Zusammenfassung des Inhalts der einzelnen Strophen. Verfasse dies in Stichpunkten oder schon in Sätzen ausformuliert – das Ergebnis kannst du später beim Schreiben direkt einfügen. Achte darauf, dass dir bei diesem Schritt spätestens klar werden sollte, welches Thema das Gedicht aufgreift.
→ In unserem Beispiel geht es um einen gefangenen Panther und dessen Existenz in einem Käfig.

Finde nach der inhaltlichen Zusammenfassung den Bezug zum Titel des Gedichts heraus.
→ Im Gedicht Der Panther taucht das Wort Panther nur im Titel auf, im Gedicht wird der Begriff nicht mehr aufgegriffen. Der Titel zeigt, dass es sich um ein sogenanntes Dinggedicht handelt, eine Gedichtform, bei der Objekte oder Lebewesen im Mittelpunkt stehen.

Danach folgt die Bestimmung der Sprecherin oder des Sprechers. Oft gibt es das sogenannte lyrische Ich, die Sprecherin oder der Sprecher, die oder der das Gedicht in direkter Form erzählt.
→ In unserem Beispiel tritt das lyrische Ich jedoch in den Hintergrund, da hier ein Lebewesen, der Panther, distanziert beschrieben wird.

Formaler Aufbau
Beim formalen Aufbau untersuchst du die Anzahl der Verse und Strophen des Gedichts, das Reimschema sowie das Metrum des Gedichts. In dem Video Gedicht: Merkmale und formale Mittel kannst du dein Wissen diesbezüglich vertiefen.
→ Das Gedicht Der Panther besteht aus drei Strophen mit jeweils vier Versen. Das Reimschema ist der Kreuzreim (abab, cdcd, efef) und als Metrum gilt der fünfhebige Jambus mit einer Ausnahme (letzter Vers mit vierhebigem Jambus).

Daneben wird meist auch die Klangfarbe des Gedichts genauer betrachtet: Was ist der Klang eines Gedichts?, Welche Stimmung kann ein Gedicht haben?, Was ist in einer Gedichtinterpretation die Klangfarbe?. In dem genannten Video erhältst du eine umfassende Erklärung zu diesem Thema. Außerdem findest du dort und auch im nächsten Abschnitt Antworten auf die Frage Was ist in einer Gedichtinterpretation der bildliche Ausdruck?.

Sprachliche Gestaltungsmittel
Hierbei untersuchst du mögliche sprachliche Bilder sowie die spezifische Wortwahl des Gedichts und benennst die Stilmittel. Kläre dabei stets ihre Wirkung bzw. ihre Funktion im Gedicht. Lege dir dafür eine Tabelle an, um beim Schreiben darauf zurückgreifen zu können.

Textbeleg mit Verszeile Stilmittel Wirkung
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. (Vers 1–2) Personifikation → Passivität des Panthers/Abhängigkeit von seiner Umwelt
... ... ...

In der Beispieltabelle siehst du die Struktur solch einer Untersuchung der Stilmittel: Halte zuerst den jeweiligen Ausschnitt aus dem Gedicht fest und notiere dir die Verszeilen dazu. Ordne dann eines der Stilmittel zu und beschreibe dessen Wirkung und Funktion. Neben der Personifikation gibt es viele weitere Stilmittel, zum Beispiel die Metapher oder die Alliteration.

Hinsichtlich der Wortwahl kannst du beispielsweise auf die Wiederholung von Wörtern und Wortgruppen achten (Stäbe) oder auf bewusst gesetzte Gegensätze (geschmeidig als Kontrast zur dargestellten Gefangenschaft).

Zusammenfassung: Wie ist eine Gedichtinterpretation aufgebaut?

In der folgenden Tabelle werden die bisher gezeigten beiden ersten Schritte im Überblick dargestellt. Der dritte Schritt, das eigentliche Schreiben der Gedichtinterpretation, ist in drei Teile aufgeteilt (Einleitung, Hauptteil, Schluss). Zu jedem Teil findest du bei sofatutor ein eigenständiges Video.


Schritt 1:
Dem Gedicht begegnen
Schritt 2:
Das Gedicht untersuchen
Schritt 3:
Die Gedichtinterpretation schreiben
a) Gedicht aufmerksam lesen

b) Ersten Eindruck/Deutungshypothese festhalten

c) Verse und Strophen nummerieren
a) Inhalt der einzelnen Strophen zusammenfassen

b) Bezug von Titel zum Gedicht herausfinden

c) Sprecherin oder Sprecher untersuchen

d) Formalen Aufbau analysieren

e) Sprachliche Gestaltungsmittel untersuchen
a) Gedichtinterpretation Einleitung

b) Gedichtinterpretation Hauptteil

c) Gedichtinterpretation Schluss

Im Anschluss an dieses Video findest du Übungen und Arbeitsblätter zum Aufbau der Gedichtinterpretation.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Gedichtinterpretation

Was gehört alles in eine Gedichtinterpretation?
Wie schreibe ich eine Gedichtinterpretation? Wie ist die Gliederung der Gedichtinterpretation?
Quellenangabe zum Gedicht Der Panther
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Vorschaubild einer Übung

Transkript Gedichtinterpretation Schritt für Schritt

„Mon dieu, diese ganzen Gefühle machen mich ganz malade! Sacre bleu!! Ich fühle mich wie in eine Käfig„ "Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf, wir werden sie gemeinsam interpretieren und besser verstehen!" Ira ist nicht nur Bibliothekshüter, sondern auch Seelenklempner für seine Bücher und deren Figuren. In diesem Video hilft er mit einer "Gedichtinterpretation". In einem ersten Schritt solltest du dem Gedicht zunächst ganz unvoreingenommen begegnen. Das bedeutet, das vorliegende Gedicht aufmerksam zu lesen. Dabei kann es helfen, sich bildlich vorzustellen, was im Gedicht erzählt wird und was das Gedicht aussagen könnte. Hör dir folgendes Gedicht an und lass die Eindrücke auf dich wirken! Der Panther. Im Jardin des Plantes, Paris. Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht. Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille – und hört im Herzen auf zu sein. Nach dem Lesen kannst du deinen ersten Eindruck festhalten. Manchmal kann es auch helfen, eine sogenannte "Deutungshypothese" zu formulieren. Du bündelst also deine ersten Gedanken nach dem Lesen und versuchst festzulegen, was der Text grundsätzlich aussagen will. Diese Fragen können dir dabei helfen: Mit welchem Thema beschäftigt sich das Gedicht? Wie wirkt der Text auf mich? Was fällt besonders auf und warum? Wie kann man den Text deuten? Notiere dir Stichpunkte! Markiere zusätzlich Auffälligkeiten IM Gedicht oder mache dir Randnotizen. Es bietet sich zudem an, die einzelnen Verse und - bei längeren Gedichten - Strophen des Gedichts zu nummerieren, damit du dich später schneller zurecht findest. In einem zweiten Schritt untersuchst du das Gedicht dann genauer und zwar auf Inhalt, Form und sprachliche Gestaltung. Diese drei Elemente sind bei Gedichten immer in Bezug zueinander zu betrachten. Am besten machst du dir zu den folgenden Punkten Notizen, dann geht dir die schriftliche Gedichtinterpretation im Nachhinein leichter von der Hand. Um das Gedicht verstehen zu können, schaust du dir zunächst den Inhalt der einzelnen Strophen genauer an. Halte ein paar Stichpunkte fest, um später bei der Inhaltsangabe Anhaltspunkte zu haben. Spätestens jetzt sollte dir das Thema des Gedichts klar werden. Hast du schon herausgefunden, ob eine Handlung, eine Situation oder Gefühle und Gedanken beschrieben werden? Oder wird vielleicht eine Stimmung dargestellt? In unserem Gedicht geht es z.B. um einen gefangenen Panther und dessen Existenz in einem Käfig. Überlege dir AUCH, was der Titel bedeutet und welchen Bezug er zum Gedicht hat. Wir können z. B. feststellen, dass das Wort „Panther“ nur in der Überschrift auftaucht. Außerdem deutet bereits der Titel auf ein Dinggedicht hin, eine Gedichtform, bei der Objekte oder Lebewesen im Mittelpunkt stehen. Anschließend solltest du Sprecherin bzw. Sprecher des Gedichts genauer untersuchen. Tritt ein lyrisches Ich in Erscheinung? Da "Der Panther" ein Dinggedicht ist, in dem ein Lebewesen distanziert und objektiv erfasst und beschrieben wird, tritt das lyrische Ich völlig in den Hintergrund. Untersuche dann den formalen Aufbau des Gedichts. Damit sind Verse und Strophen, Reim und Metrum gemeint. Du kannst dir wieder stichpunktartig Notizen machen. Wie viele Strophen und Verse sind zu finden? Welches Reimschema kannst du erkennen? Welches Metrum ist zu finden? Untersuche daraufhin die sprachlichen Gestaltungsmittel, also sprachliche Bilder und Wortwahl im Gedicht. Bestimme, welche Stilmittel verwendet werden und überlege, welche Wirkung bzw. Funktion sie an dieser Stelle haben. Wichtig ist, dass du Stilmittel nicht nur benennst, sondern immer versuchst, ihre Wirkung und Bedeutung im Zusammenhang zum Gedicht zu klären. Eine Tabelle auf deinem Notizzettel kann dir dabei helfen. Dort kannst du bestimmte Textstellen festhalten z.B. "Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält." und diese mit einer Versangabe belegen: "Vers 1-2". Dann schreibst du dir auf, um was für eine Art Stilmittel es sich handelt, z.B. "Personifikation". Schließlich kannst du kurz die Wirkung bzw. Deutung notieren: Der Panther ist z.B. so sehr von seiner Außenwelt bestimmt, dass es so wirkt, als ob sich die Stäbe - und nicht er selbst - bewegen. Eine Tabelle gibt dir nicht nur einen guten Überblick, sondern erspart dir später auch viel Zeit beim Schreiben. Behalte auch die Wortwahl im Blick. Ein auffälliges Merkmal von Gedichten sind z.B. Wiederholungen von Wörtern, Wortgruppen, oder Lauten. Achte auch hier auf die WIRKUNG und mache dir ein paar Stichpunkte auf deinem Notizzettel: Wenn du Schritt eins und Schritt zwei gemacht hast, folgt Schritt drei, die schriftliche Gedichtinterpretation auf Grundlage deiner Analyseergebnisse. Diese besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Aber wie das genau geht, zeigen wir dir in den jeweiligen Videos zur Gedichtinterpretation. Und wie geht es unserem Patienten? "Keine Sorge! Ich habe schon eine Lösung parat! Mit der patentierten UPSI-Therapie sind Sie in Nullkommanix wieder ganz der Alte" "Oh, là, là " Und wie die UPSI-Therapie genau aussieht, zeigen wir dir im nächsten Video zur Einleitung der schriftlichen Gedichtinterpretation.

18 Kommentare
18 Kommentare
  1. sehr Informativ und toll gestaltet

    Von Melzi, vor 2 Monaten
  2. Sehr informatives und lustig gestaltetes Video.

    Von Anjaprause, vor 4 Monaten
  3. hilfreich

    Von Alpay, vor 5 Monaten
  4. Sehr gut geklärt 👍👍👍

    Von Amelie, vor mehr als einem Jahr
  5. 👍👍

    Von JM, vor mehr als einem Jahr
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Gedichtinterpretation Schritt für Schritt Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Gedichtinterpretation Schritt für Schritt kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme das Vorgehen bei einer Gedichtinterpretation.

    Tipps

    Falls nötig, lies den Text mehrere Male.

    Du hältst deinen ersten Eindruck fest und überprüfst beim weiteren Untersuchen, ob dieser zutrifft oder ob du dich geirrt hast.

    Lösung

    Die Schritte vor dem Schreiben sind sehr wichtig. Je mehr Vorarbeit du leistest, desto leichter wird dir das Schreiben fallen. Also:

    • Markiere!
    • Notiere!
    • Nummeriere!
  • Zeige verschiedene Aspekte der Gedichtinterpretation auf.

    Tipps

    Nummeriere vor der Textarbeit jeden einzelnen Vers, damit du nicht durcheinanderkommst und später alles genau belegen kannst.

    Analysiere das Reimschema:

    • Paarreim?
    • Kreuzreim?
    • Umarmender Reim?

    Wiederholungen gehören zu den sprachlichen Mitteln.

    Lösung

    Nach deinen Notizen zur ersten Deutungshypothese beginnst du mit der genauen Textarbeit. Markiere dafür im Text alles, was dir auffällt zu

    • Inhalt: einzelne Strophen,
    • Form: Verse, Strophen, Reim, Metrum und
    • sprachliche Gestaltung: Wiederholungen, Metaphern, Vergleiche etc.
  • Arbeite die unterschiedlichen Untersuchungspunkte heraus.

    Tipps

    Bei der sprachlichen Gestaltung geht es um Stilmittel. Welche kennst du?

    Die Metapher ist ein Stilmittel.

    Bei Gedichten gibt es wegen ihrer besonderen äußeren Form besonders viele formale Kriterien. Was unterscheidet Gedichte von einem Sachtext?

    Lösung

    Das sind die drei großen Untersuchungsaspekte bei Gedichten:

    • Inhalt (Worum geht es in dem Gedicht?)
    • Form/formaler Aufbau (Wie sieht das Gedicht aus? Wie ist es aufgebaut?)
    • Sprachliche Gestaltung (Wie wird der Inhalt sprachlich umgesetzt? Welche sprachlichen Besonderheiten gibt es?)
    Auch wenn du sie beim Schreiben nach diesen drei Punkten gliederst, solltest du alle drei immer in Bezug zueinander setzen.

  • Analysiere die Strophen des Gedichts nach bestimmten Aspekten.

    Tipps

    Lies auf der linken Seite die Strophen des Gedichts „September“ von Hermann Hesse. Rechts findest du Notizen zur genauen Untersuchung.

    Jeweils eine Strophe wurde untersucht nach:

    • Inhalt,
    • Form und
    • sprachlicher Gestaltung.

    Der Gar-ten trau-ert (x X x X x)
    → Zweihebiger Jambus
    → Jambus: unbetonte – betonte Silbe

    Lösung

    In einer Gedichtinterpretation untersuchst du jede Strophe nach den drei Aspekten:

    • Inhalt,
    • Form und
    • sprachliche Gestaltung.
    Achte aber darauf, dass du alle drei Punkte in Bezug zueinander setzt.

    Quelle des Gedichts: Hermann Hesse: „Die Gedichte 1892–1962“. Hrsg. von Volker Michels. Suhrkamp Verlag, Berlin 2007.

  • Gib die Fragen an, die dir bei der ersten Deutung helfen.

    Tipps

    Stelle eine Frage zum Thema des Gedichts.

    Deute die Wirkung und achte auf besondere Auffälligkeiten.

    Lösung

    Du kannst schon beim ersten Lesen im Text markieren und danach für deine Deutungshypothese zu den folgenden Fragen Notizen machen:

    • Mit welchem Thema beschäftigt sich das Gedicht?
    • Wie wirkt der Text auf mich?
    • Was fällt besonders auf und warum?
    • Wie kann man den Text deuten?

  • Bestimme, welche Aspekte einer Gedichtinterpretation in den folgenden Notizen bearbeitet werden.

    Tipps

    Bei der sprachlichen Gestaltung untersuchst du Stilmittel wie:

    • Vergleich
    • Metapher
    • Wiederholung

    Zum formalen Aufbau gehören:

    • Strophenanzahl
    • Versanzahl
    • Reim
    • Metrum

    Tritt eine Sprecherin oder ein Sprecher in Form eines „Ichs“ in Erscheinung, so nennt man das lyrisches Ich.

    Lösung

    Beim Untersuchen eines Gedichts solltest du

    • den Inhalt der einzelnen Strophen zusammenfassen,
    • den Bezug vom Titel zum Gedicht herausfinden,
    • die Sprecherin oder den Sprecher untersuchen,
    • den formalen Aufbau untersuchen (Verse, Strophen, Reim, Metrum) und
    • die sprachlichen Gestaltungsmittel untersuchen (sprachliche Bilder und Wortwahl).