30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Eine Gedichtinterpretation schreiben – Hauptteil

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

sofatutor kostenlos testen
Bewertung

Ø 4.6 / 19 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team Digital
Eine Gedichtinterpretation schreiben – Hauptteil
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Eine Gedichtinterpretation schreiben – Hauptteil

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, den Hauptteil einer Gedichtinterpretation zu schreiben.

Zunächst lernst du, was du in der Vorarbeit mit einem Gedicht bereits erledigt haben solltest. Schaue dir dazu auch unser Video “Gedichtinterpretation Schritt für Schritt” an. Anschließend erklären wir dir, was im Hauptteil einer Gedichtinterpretation geschrieben werden sollte. Abschließend zeigen wir dir an Beispielen, wie du den Inhalt, den formalen Aufbau und die sprachlichen Gestaltungsmittel analysierst.

Lerne, wie du den Hauptteil einer Gedichtinterpretation schreibst, indem du Ira bei seiner Therapiesitzung mit einem Panther besuchst. Die UPSI-Therapie soll wahre Wunder bewirken.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Gedichtinterpretation, Gedicht, Rilke, Inhaltsangabe, formaler Aufbau, sprachliche Gestaltungsmittel, Metrum, Vers, Strophe.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie man die Einleitung einer Gedichtinterpretation schreibt und wie man ein Gedicht untersucht und es auf eine schriftliche Interpretation vorbereitet.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, den Schluss einer Gedichtinterpretation zu schreiben.

Transkript Eine Gedichtinterpretation schreiben – Hauptteil

„Mon dieu... diese ganze Gefühle machen misch ganz malade! Sacre bleu!! Isch fühle misch wie in eine Käfig...“ „Gut, dass wir bei Schritt 2 meiner bewährter UPSI-Therapie angelangt sind: „P“ wie „Pommes essen“!“ „Denn ein sensibles Gedicht braucht jetzt ein frittiertes Kartoffelgericht!“ Ob Iras Ansatz Früchte trägt? Wir schauen uns lieber mal eine klassische Methode an und lernen, ... wie man den Hauptteil einer Gedichtinterpretation schreibt. Bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du dich bereits ausführlich mit dem zu interpretierenden Gedicht auseinandergesetzt haben. Falls du das noch nicht gemacht hast, schau dir unser Video „Gedichtinterpretation Schritt für Schritt“ an! Wir haben uns das Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke etwas genauer angeschaut. Auch eine Einleitung haben wir bereits verfasst. Im anschließenden Hauptteil der Gedichtinterpretation geht es nun darum, die wichtigsten Ergebnisse deiner zuvor vorgenommenen Analyse in einer geordneten Reihenfolge zusammenzufassen. Nimm dir dafür deine Notizen zur Hand, die du während der Vorarbeit mit dem Text gemacht hast. Dort hast du dir vielleicht auch schon Stichpunkte zum Inhalt gemacht. Die können jetzt nützlich werden! Du beginnst den Hauptteil mit einer kurzen Inhaltsangabe. Gehe dabei am besten strophenweise vor. Eine Inhaltsangabe könnte z.B. so lauten: In der ersten Strophe des Gedichts beschreibt die sprechende Person den müden Blick des Panthers, der in seinem Käfig gefangen ist. Hinter den Gitterstäben kann das Tier kaum noch etwas wahrnehmen. In der zweiten Strophe wird der geschmeidige Gang des gefangenen Tieres beschrieben. Obwohl der Panther eigentlich ein starkes Tier ist, wird seine Willenskraft durch die Enge des Käfigs so betäubt, dass er nichts anderes mehr tun kann, als im Kreis zu gehen. Die dritte Strophe widmet sich dem Innenleben des Tieres. Durch die Gefangenschaft ist der Panther träge geworden und er nimmt kaum noch etwas von der Außenwelt wahr. Beschreibe anschließend den formalen Aufbau des Gedichts. Gehe dabei auf Strophen, Verse, Reimform und Metrum ein. Aufgepasst! Erläutere die Funktion und Wirkung der formalen Merkmale und stelle immer wieder einen Bezug zum Inhalt und zur Aussage des Gedichts her! Nenne also nicht einfach nur Merkmale, wie z.B. das Versmaß, sondern interpretiere und deute, warum genau dieses Versmaß verwendet wurde. Für Rilkes Gedicht könnte dazu auszugsweise Folgendes interpretiert werden: „Der Panther“ besteht aus drei Strophen mit jeweils vier Verszeilen. Insgesamt erstrecken sich die zwölf Verszeilen ... über fünf Sätze. Das Versmaß des Gedichts ist ein fünfhebiger Jambus. Eine Ausnahme bildet der letzte Vers, der nur aus einem vierhebigen Jambus besteht. Dadurch wird das beschriebene Bild des resignierten Panthers verstärkt. So wie das vorher regelmäßige Versmaß aufhört, so verschwindet auch der Sinneseindruck des Tieres. Die Abfolge von unbetonten und betonten Silben unterstreicht die konstante Bewegung des Hin-und Hergehens des Panthers im Käfig. Auch der durchgehende Kreuzreim (abab, cdcd, efef) unterstreicht die Schritte des Tieres. Solltest du in deiner Gedichtinterpretation auch auf die Kadenz - also das Ende eines Verses - eingehen, merke dir Folgendes: Endet ein Vers auf einer Betonten Silbe, spricht man von einer „männlichen Kadenz“. Manchmal sagt man dann auch „stumpfer Reim“. Stumpfe Reime sind einsilbige Reime, wie z.B. „hält-Welt“. Endet der Vers auf einer Unbetonten Silbe, ist die Kadenz „weiblich“. Das wird auch „klingender Reim“ genannt. Klingende Reime sind zweisilbige Reime, wie z.B. „Stäbe-gäbe.“ In „Der Panther“ unterstreicht also auch die Kadenz, die abwechselnd stumpf und klingend ist, die unablässige Bewegung des Tieres in seinem Gefängnis. Als nächstes solltest du etwas über die sprachlichen Gestaltungsmittel schreiben. Dazu zählen neben sprachlichen Bildern auch das lyrische Ich, die Wortwahl und der Satzbau. Die Sprache eines Gedichts soll bei den Lesenden bestimmte Gefühle, Vorstellungen und Stimmungen auslösen. Hast du schon herausgefunden, ob es in deinem vorliegenden Gedicht ein lyrisches Ich gibt? Gibt es vielleicht sogar mehrere Sprecher oder Sprecherinnen? Wird ein fiktives „Du“ angesprochen? Aus welcher räumlichen und zeitlichen Perspektive betrachtet er oder sie das Thema des Gedichts? Warum glaubst du, hat der Autor oder die Autorin sich für diese bestimmte Art des lyrischen Ichs entschieden? In „Der Panther“ tritt das lyrische Ich z. B. völlig in den Hintergrund, um die objektive Beschreibung des Tieres in den Vordergrund zu stellen. Vielleicht hast du während der Vorarbeit mit dem Gedicht bereits ein paar Stilmittel entdeckt und dir dazu Notizen gemacht. Häufig verwendete Stilmittel sind z.B. Vergleiche, Personifikationen und Metaphern. Versuche jetzt zu interpretieren, Warum diese Stilmittel verwendet wurden und wie sie den Inhalt bzw. das Thema des Gedichts beeinflussen. Das könnte auszugsweise z.B. so lauten: „Der Vorhang der Pupille” (Vers 9) ist eine Metapher für das Augenlid, die die Abgestumpftheit und das fehlende Bewusstsein des Panthers verdeutlicht. Durch die Augen werden Eindrücke wahrgenommen, doch die Pupillen des Tieres sind durch einen Vorhang verhängt. Dieser Vorhang macht es für den Panther unmöglich, hinauszublicken und seine Umwelt wahrzunehmen. Allerdings macht es der Vorhang auch schwierig für die Betrachtenden, in die Augen des Panthers zu blicken und das Innenleben des Tieres zu ergründen. Achte immer auf Textbelege durch Versverweise! Viele Autoren und Autorinnen schaffen es durch sorgfältig ausgewählte Worte, mit Sprache zu „malen“ und Stimmungen zu erzeugen. Zur Wortwahl in Rilkes „Der Panther“ könnte man z.B. Folgendes interpretieren: Auffallend ist, dass das Wort „Panther“ nur in der Überschrift auftaucht. Im Laufe des Gedichts werden dann nur noch Pronomen oder Beschreibungen des Tieres („Sein Blick“ Vers 1; „Ihm ist“ Vers 3) verwendet. Die dreimalige Wiederholung von „Stäbe” (Vers 1, 3 und 4) verstärkt außerdem den Eindruck der Eintönigkeit der Gefangenschaft des Panthers. Rilke verwendet in Vers drei den Binnenreim „Stäbe gäbe”. Das unterstreicht die Monotonie des Kreisens und wirkt fast wie eine Wiederholung. In Vers fünf „Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte”, sorgt die Alliteration von „Gang” und „geschmeidig” für einen verstärkten Kontrast. Die elegante Bewegung des Panthers steht im Kontrast zur Gefangenschaft im beengten Käfig. Auf diese Art und Weise analysierst und interpretierst du nun alles, was dir an deinem vorliegenden Gedicht auffällt. Im Anschluss an den Hauptteil folgt der Schluss deiner Gedichtinterpretation, indem du die wichtigsten Ergebnisse zusammenfasst oder Stellung zum Gedicht beziehst. Aber bevor wir dir das zeigen, schauen wir mal, wie Iras Therapie so läuft. „Jetzt fühlen Sie sich doch bestimmt schon viel besser!“ „Non.“ Ob der nächste Schritt der UPSI-Therapie besser funktioniert, zeigen wir dir im nächsten Video zum Schluss der Gedichtinterpretation.

5 Kommentare

5 Kommentare
  1. Ps ich meinte übermorgen

    Von Lul, vor etwa einem Monat
  2. Ich schreibe morgen eine Klassenarbeit über Gedichte und dieses Video hat mir sehr geholfen Danke

    Von Lul, vor etwa einem Monat
  3. Hallo Luzmarina,
    das Video zum Schlussteil ist bereits in der Erstellung und wird ganz bald veröffentlicht. Bitte habe noch etwas Geduld.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor etwa einem Monat
  4. Wann kommt denn das Video zum Schlussteil?

    Von Luzmarina, vor etwa einem Monat
  5. Wahrscheinlich ist das s Seifenblasen

    Von Lul, vor 2 Monaten
30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

2.230

sofaheld-Level

3.746

vorgefertigte
Vokabeln

10.811

Lernvideos

44.101

Übungen

38.759

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Klassenstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden