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Wasserverschmutzung – Eutrophierung 03:14 min

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Transkript Wasserverschmutzung – Eutrophierung

70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt. Es ist eine Grundlage allen Lebens und seine Verschmutzung ist ein globales Problem. Wenn schädliche Substanzen ihren Weg in Flüsse, Seen und Meere finden, verringert sich die Wasserqualität. Das gefährdet das Leben von Wasserbewohnern ebenso wie die Gesundheit der Menschen. Viele Arten können in verschmutztem Wasser nicht überleben, deswegen kann man die Verschmutzung von Gewässern anhand der darin anzutreffenden Tiere und Pflanzen bestimmen. Die größte Quelle der Wasserverschmutzung ist der Mensch. In der Landwirtschaft genutzte Chemikalien sind eine der Hauptursachen der Wasserverschmutzung. Landwirte besprühen ihre Feldfrüchte mit Düngern und Pestiziden, um die Produktivität und den Ertrag zu steigern. Durch Niederschlag werden diese Chemikalien von der Oberfläche in Gewässer gespült, wo sie zur Eutrophierung führen können. Eutrophierung findet statt, wenn zusätzliche Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphor aus Düngemitteln das Gleichgewicht eines Wasserökosystems stören. Phytoplankton besteht aus mikroskopisch-kleinen, pflanzenähnlichen Lebewesen. Sie nutzen diese Nährstoffe für die Vermehrung und breiten sich deswegen rasch und zahlreich aus. Das führt zu einer Algenblüte. Die Algen verbrauchen Kohlendioxid und ihre dichte Oberfläche kann das Sonnenlicht abschirmen – was andere Pflanzen tötet oder ihr Wachstum hindert. Wenn diese Pflanzen vergehen, werden sie von Bakterien zersetzt, die dabei den im Wasser gelösten Sauerstoff aufbrauchen. Das Gewässer kippt um und ist für viele Lebewesen nicht mehr geeignet. Auch Abwässer können in Gewässer gelangen, das Nährstoffniveau anheben und zur Eutrophierung führen. Diese Schmutzstoffe sind vor allem in Entwicklungsländern ein Problem, da hier sanitäre Anlagen oft nur unzureichend ausgebaut sind. Schadstoffe in den Abwässern können Wasserbewohner töten und Krankheiten auf Menschen übertragen, die von diesem Wasser trinken. Industrieabfälle enthalten häufig giftige Bestandteile, die ihren Weg in nahegelegene Gewässer finden können. Das ist gefährlich für das Leben in den Gewässern und kann Menschen gefährden, die belasteten Fisch essen. Und es gibt noch viele andere Schadstoffe im Wasser, wie Ölteppiche, sauren Regen oder radioaktive Abfälle. Wasserverschmutzung ist ein weltweites Problem und internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich, wenn wir die wertvolle Ressource Wasser schützen wollen.