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Fermentation 02:42 min

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Transkript Fermentation

Aus Milch macht sie Käse, aus Trauben Wein und zusammen mit Gerste aus Wasser Bier. Diese Veränderungen mögen wie Magie klingen, aber sie gehen auf einen natürlichen Vorgang zurück, durch den die Eigenschaften eines Stoffes mit der Hilfe von Mikroorganismen verändert werden. Man nennt diesen Vorgang Fermentation. Die genaue Art der Fermentation hängt von der Nahrung oder dem Getränk ab, mit dem man beginnt, aber in den meisten Fällen geht es dabei um die Umwandlung von Zucker in andere Produkte. Drei Arten von Mikroorganismen können für diese Reaktion genutzt werden: Bakterien, Hefen und Schimmel. Hefe und Schimmel sind beide Pilze. Hefen sind einzellige Pilze, während Schimmel eine mehrzellige, verzweigte Struktur aufweisen. Diese Mikroorganismen klingen vielleicht nicht so, als könnten sie köstliche Leckereien auf den Tisch zaubern, aber ohne sie könnten viele beliebte Nahrungsmittel nicht hergestellt werden. Wein entsteht zum Beispiel, indem man Traubensaft Hefe unter Ausschluss von Sauerstoff zusetzt. Unter diesen Bedingungen setzt die Hefe Enzyme frei, die natürlichen Zucker in Ethanol und Kohlendioxid aufspalten. Das so entstehende Kohlendioxid kann genutzt werden, um Blasen im Getränk zu erzeugen, so wie in Champagner, oder es kann in die Luft abgelassen werden. Manchmal ist Kohlendioxid das wichtigste Produkt der Fermentation, zum Beispiel beim Brotbacken. Die Hefe wandelt die Stärke im Mehl in Ethanol um, das während des Backvorgangs verdampft, und das freigesetzte Kohlendioxid lässt das Brot aufgehen. Dieses Nebenprodukt, Ethanol, kann auch als Treibstoff mit dem Namen Bioethanol genutzt werden. Da es von lebenden Organismen erzeugt wird, ist es erneuerbar – anders als fossile Brennstoffe, die irgendwann zur Neige gehen werden. Fermentation ist also nicht nur unverzichtbar für die Lebensmittelindustrie – es könnte auch entscheidend für unsere Energieindustrie werden.