30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Alfred Nobel und das Dynamit 03:08 min

Textversion des Videos

Transkript Alfred Nobel und das Dynamit

Alfred Nobel wurde im Jahr 1833 in Schweden geboren. Am bekanntesten ist er als Stifter der wichtigsten Ehrung, mit der Fortschritte in Wissenschaft und Frieden ausgezeichnet werden: des Nobelpreises. Aber ironischerweise war er auch der Erfinder des Dynamits. Bis 1846 war Schwarzpulver der einzige bekannte Sprengstoff. Dann erfand ein junger italienischer Chemiker, Ascanio Sobrero, einen weit mächtigeren, aber unkontrollierbaren Sprengstoff: Nitroglycerin. Das war eine hochgradig instabile Flüssigkeit, die durch kleinste Veränderungen des Drucks explodieren konnte. Dadurch war sie viel zu unberechenbar, um sie praktisch einsetzen zu können. Als junger Mann ermutigte Alfred Nobels Vater Immanuel seinen Sohn dazu, in seine Fußstapfen als Ingenieur zu treten. Nach dem Studium reiste Alfred durch die Welt und traf in Paris auf Sobrero und seine explosive Flüssigkeit. Nobels Neugier war geweckt und er fragte sich, ob er diesen neuen Sprengstoff für Bauarbeiten nutzbar machen könnte. Zuerst aber musste Nobel ihn sicherer und kontrollierbarer machen. Er fand heraus, dass man das instabile Nitroglycerin mit einem absorbierenden Mineral mischen konnte, wodurch eine breiige Masse entsteht, die es stabiler macht. Im Jahr 1867 ließ er diese Substanz unter dem Namen „Dynamit“ patentieren. Als Paste konnte man Dynamit so formen, dass es in Bohrlöcher passte, und es konnte auch seine bekannteste Form als länglicher Stab annehmen. Nobel erfand schließlich einen Fernzünder für sein Dynamit, damit man es aus sicherer Entfernung zur Explosion bringen konnte. Nun war es bereit für den alltäglichen Einsatz und reduzierte die Kosten für Felssprengungen, Tunnelbohrungen und den Kanalbau. Nobel war aber auch an sozialen Fragen und an Fragen des Friedens interessiert. Er wollte nicht nur für die zerstörerische Macht seines Dynamits in Erinnerung bleiben, also änderte er sein Testament und gründete eine Stiftung. Seit 1901 werden in Nobels Namen herausragende Leistungen in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensstiftung geehrt.