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Mendelsche Regeln – Anwendung (Basiswissen) 08:28 min

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Transkript Mendelsche Regeln – Anwendung (Basiswissen)

Hallo, heute befassen wir uns mit der Vererbung von Merkmalen und wir werden dabei die mendelschen Regeln in Anwendung bringen müssen. Im Internet stieß ich auf eine Grundkurs Aufgabe. Ich will euch heute zeigen, wie man sie lösen kann. Als Vorwissen solltet ihr die erste und zweite Mendelsche Regel kennen: Die Uniformitäts- und die Spaltungsregel. Außerdem wisst ihr, dass die Phänotypen die Erscheinungsbilder und die Genotypen die Erbbilder der Lebewesen sind. Die Uniformitätsregel drückt aus, dass die Nachkommen reinerbiger Individuen einheitlichen Bezug auf das betrachtete Merkmal sind. Es wird also hierbei nur das Erscheinungsbild erfasst. Kreuzt man nun die uniformen Nachkommen der ersten Tochtergeneration untereinander weiter, spaltet die zweite Tochtergeneration in bestimmten Zahlenverhältnissen auf. Es entstehen dabei verschiedene Phänotypen. So, genug der Vorrede. Ich komme jetzt zur Aufgabe: Die Blüten einer bestimmten Pflanzenart unterscheiden sich in der Blütenfarbe und der Blütengröße. Die Kreuzung zweier reinerbiger Pflanzen dieser Pflanzenart ergibt nur mittelgroße, rote Blüten. Kreuz man diese unter sich, so entdeckt man die Phänotypen mit den Merkmalspaaren: groß-blau, groß-rot, mittelgroß und blau, mittelgroß und rot, klein und blau, sechstens: klein und rot. Wie ihr gemerkt habt, habe ich gleich die Merkmale, die zu beachten sind zuvor unterstrichen. Wir kommen jetzt zu den einzelnen Aufgaben: Wie werden die Merkmale vererbt? Erstellen Sie für beide Kreuzungen ein Erbschema unter Angabe der entsprechenden Genotypen und leiten Sie aus der letzten Kreuzung das Zahlenverhältnis der genannten Phänotypen ab. Nachdem die Aufgaben klar sind, machen wir uns einige Notizen. Wir konnten dem Informationstext entnehmen, dass die Parentalgeneration, das heißt also die Elterngeneration, reinerbig ist. Die Filialgeneration, also die erste Tochtergeneration, ist uniform. Alle sind einheitlich rot und mittelgroß in ihrer Blüte. Weiterhin konnten wir entnehmen, dass die zweite Tochtergeneration in bestimmten Verhältnissen aufspaltet. Natürlich kommen die erste und die zweite Mendelsche Regel zur Anwendung. Es gibt zwei Merkmalspaare: für die Farbe - rot und blau und für die Größe - groß und klein. Jetzt versuchen wir die Erbgänge zu ergründen. Die Blütengröße wird intermediär, also zwischenelterlich, vererbt. Hingegen ist für die Blütenfarbe zu sagen, dass es sich um einen dominant-rezessiven Erbgang handeln muss. Es gibt keine Zwischenform. Wir legen jetzt die Symbole für die Anlagen der Merkmale fest. Für das dominante Rot, wähle ich groß R, und das rezessive blau nennen wir klein r. Für die Größe wähle ich klein g und für das Merkmal klein, klein k. Es empfiehlt sich bei intermediärer Vererbung immer kleine Buchstabensymbole zu verwenden. Kommen wir jetzt zu den Kreuzungen und den Erbschemata. Ich gehe von einer Annahme aus: Die Eltern sind reinerbig und ich lege für den einen Elter zweimal groß R und zweimal klein g fest, und für den anderen Elter zweimal klein r und zweimal klein k. Die reinerbigen Eltern können immer nur einen Gametentyp bilden. Also es kann nur kombiniert werden: groß R - klein g, groß R- klein g, klein r - klein k und klein r- klein k. Das Kombinationsquadrat für die F1 soll uns zeigen, welche Typen nach der Befruchtung entstehen können. Wir erhalten immer nur einen Phänotyp. Alle Nachkommen der F1 haben rote Blüten und die Blüten sind mittelgroß. Alle Individuen sind mischerbig, das heißt also spalterbig. Wir kreuzen jetzt die Individuen aus der F1 untereinander weiter. Da die Vertreter mischerbig sind, können sie vier Gametentypen bilden. Ich erstelle jetzt das Kombinationsquadrat für die F2.Es ergeben sich 16 Kästchen, die ich ausfüllen muss. Ist eigentlich ganz logisch, Vier mal Vier ist bekanntermaßen 16. Jetzt trage ich die Kombinationsmöglichkeiten der Anlagen ein. Gleich bin ich fertig. Ich will hoffen, dass alles richtig ist. Insgesamt finden wir sechs verschiedene Phänotypen vor. Ich habe sie anhand ihrer Erbbilder einzeln ausgezählt. Es ergab sich ein phänotypisches Spaltungsverhältnis von sechs zu drei zu drei zu zwei zu eins zu eins (6:3:3:2:1:1). Lest einfach, was sich ergeben hat. Mit der Angabe der einzelnen Phänotypen, wäre unsere Aufgabe zum großen Teil gelöst. Doch wie sehen die Spaltungsverhältnisse für beide Merkmale im Einzelnen aus? Zwölf Blüten sind rot und vier blau. Gekürzt ergibt sich ein Spaltungsverhältnis von Drei zu Eins. Zählt man die Nachkommen nach der Blütengröße aus, ergibt sich ein Zahlenverhältnis von 4:8:4 und gekürzt von 1:2:1. Das ist typisch für einen intermediären Erbgang. Kommen wir zur Zusammenfassung: Was konntest du heute lernen? Ich glaube du konntest heute lernen, wie man einem Informationstext die wichtigsten Begriffe entnimmt. Weiterhin konntest du erleben wie man die erste und zweite Mendelsche Regel anwendet. Du konntest nachvollziehen, wie man einen dihybriden Erbgang, das ist ein Erbgang mit zwei Merkmalspaaren, darstellt. Und zu guter Letzt, haben wir die Spaltungsverhältnisse herausgefunden. So, das war's für heute. Ich sage Tschüss, wie immer bis zum nächsten Mal. Euer Oktavus.

11 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo Jule,
    an der Parentalgeneration siehst du, welche Gametentypen die reinerbigen Eltern aufweisen. Es wird gesagt, dass davon ausgegangen wird, dass beide Eltern homozygot sind. Daher haben sie zwei Allele für dasselbe Merkmal, wie z.B. RR und gg. Das ergibt für beide Eltern die Gameten 2x Rg und 2x rk.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als einem Jahr
  2. Img 0215

    Wie kommt man auf die 4 Gametentypen?

    Von Jule P., vor mehr als einem Jahr
  3. Serpil

    Hallo Farah,
    in diesem Video werden konkrete Anwendungsaufgaben erarbeitet, daher ist es vom Niveau her anspruchsvoller. Schau dir doch die anderen Videos zu den Mendelschen Regeln an. Vielleicht helfen sie weiter. Wenn du trotzdem noch Fragen hast, kannst du sie gerne hier oder im Hausaufgabenchat stellen.
    Viele Grüße aus der Redaktion!

    Von Serpil Kilic, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    hat alles kompliziert erzählt

    Von farah k., vor fast 2 Jahren
  5. Himmelsscheibe nebra

    Hallo, Du musst wissen, wie man vom Genotyp auf den Phänotyp schließt, also die Symbolik übersetzt. Da deine Frage nicht präzise ist, empfehle ich das letzte Kombinationsquadrat genauer zu betrachten und die Phänotypen auszuzählen. Ich hoffe, das hilft dir weiter und du kommst zum gleichen Ergebnis..

    Von Roland Hesse, vor etwa 2 Jahren
  1. Default

    Ich verstehe die Spaltungsverhältnisse nicht wie man darauf kommt.

    Von Sieglinde 3, vor etwa 2 Jahren
  2. Himmelsscheibe nebra

    Vielen Dank für die Wertung..

    Von Roland Hesse, vor mehr als 3 Jahren
  3. Img 20151011 002133

    woooow! das haut mich gerade fast vom Hocker. Ich hatte das Thema schonmal in der 10. und hab gerade eine so ruhige und gute Erkärung erhalten wie noch nie. Vielen Dank dafür :) Perfektes Video

    Von Juliane G., vor mehr als 3 Jahren
  4. Marcel

    Hallo :)

    Kannst du deine Frage noch etwas genauer formulieren?
    Die dritte Mendelsche Regel besagt, dass sich (bei mehreren Merkmalen) Merkmale unabhängig voneinander vererben. Diese sind dann untereinander frei kombinierbar. Die Vererbung an sich folgt natürlich einem ähnlichen Kreuzungsschema, entspechend der ersten Regeln.

    Von Marcel Schenke, vor fast 4 Jahren
  5. Default

    Wenn zwei Merkmale vererbt werden ist es dann nicht die 3 mendelsche Regel?

    Von Saramaggi, vor fast 4 Jahren
  6. Default

    sehr hilfreiches Video.
    danke!

    Von Jutschu, vor fast 4 Jahren
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