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Lebensmittelkennzeichnung – Was heißt das? 03:26 min

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Transkript Lebensmittelkennzeichnung – Was heißt das?

Lebensmittelkennzeichnung - was heißt das? Überall in Europa müssen verpackte Lebensmittel auf dieselbe Art und Weise gekennzeichnet werden, denn der Verbraucher soll sich über die Lebensmittel genau informieren können. In Deutschland richten sich die Hersteller nach der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, kurz LMKV. Auf jeder Packung müssen bestimmte Angaben stehen. Das ist zum einen die sogenannte Verkehrsbezeichnung. Der Name des Produktes muss so gewählt sein, dass der Verbraucher sich unter seinem Inhalt etwas vorstellen kann. Fantasienamen, wie Red Power, reichen also allein nicht aus. Sie können zwar verwendet, müssen aber in einem Untertitel erklärt werden. Die Zutatenliste gibt die Reihenfolge an, in der die Zutaten mengenmäßig vorkommen. Das Lebensmittel, das an erster Stelle aufgelistet ist, ist am meisten vorhanden. Wenn eine Zutat in der Produktbezeichnung angegeben ist, wie zum Beispiel Erdbeermüsli, muss ihr Anteil in Prozent genau aufgelistet werden. In unserem Fall sind es 13% Erdbeeren. Auch die Menge muss auf jeder Packung stehen. Mengenangaben können in Liter, Stück oder, wie hier, in Gramm erfolgen. Das Haltbarkeitsdatum: Da gibt es zwei unterschiedliche Angaben. Zum einen das Mindesthaltbarkeitsdatum. "Mindestens haltbar bis" steht auf Lebensmitteln, die längere Zeit haltbar sind, unser Müsli zum Beispiel, oder Reis oder Gewürze. Auch nach Überschreitung des angegebenen Datums können diese Produkte meist noch eine Zeitlang verzehrt werden. Allerdings können sie an Geschmack und Form verlieren. Und sie dürfen sogar nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums noch verkauft werden. Allerdings muss die Ware genau gekennzeichnet werden und sie darf nicht verdorben sein. Anders ist es bei leichtverderblichen Lebensmitteln wie Fisch oder Fleisch. Sie dürfen nur bis zum Ablaufdatum verkauft werden, also keinesfalls umgepackt und neu gekennzeichnet werden. Wenn sie abgelaufen sind, müssen sie vernichtet werden. Eine wichtige Angabe ist auch die Adresse. Stamm das Produkt aus der Europäischen Union, muss der Name und der Herstellungsort angegeben sein, damit sich Konsumenten gegebenenfalls über das Produkt beschweren können. Bei Produkten, die nicht aus dem EU-Raum kommen, muss das Herkunftsland angegeben sein. Häufig werden Nährwertangaben auf Packungen gedruckt. Diese Angaben sind bisher noch freiwillig. Das sind Angaben zum Energiegehalt, also wie viele Kalorien das Produkt hat, wie viel Fett, auch gesättigte Fettsäuren, es enthält und wie viel Zucker drinsteckt. Fassen wir noch mal zusammen: Verpackte Lebensmittel müssen mit bestimmten Angaben gekennzeichnet sein. Das sind die Verkehrsbezeichnungen, Angaben zur Menge, Herkunft, das Mindesthaltbarkeits- oder Ablaufdatum, die Zutatenliste und die Nährwertangaben.