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Entwicklung von Insekten – vom Ei zur Imago 07:16 min

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Transkript Entwicklung von Insekten – vom Ei zur Imago

Hallo. Bestimmt hast Du schonmal von Eintagsfliegen gehört oder sogar eine gesehen. Wie lange leben Eintagsfliegen eigentlich? Genau einen Tag, nur einige Stunden oder ein bis zwei Jahre? In diesem Video geht es um die Entwicklung von Insekten. Du wirst anschließend die vollständige und unvollständige Verwandlung unterscheiden können und die Larvenvielfalt der Insekten entdecken. Jedes Insekt beginnt als Ei. Aus diesem Ei schlüpft anschließend die Larve. Diese entwickelt sich dann zur Imago, einem erwachsenen, geschlechtsreifen Tier. Doch besonders die Entwicklung von der Larve zur Imago ist nicht bei allen Insekten gleich. Die Eier von Insekten kannst Du überall finden. Schauen wir uns zum Beispiel mal diese Brennnessel an. Im Mai legt der Kleine Fuchs, so heißt der Schmetterling, seine Eier unter den Blättern ab. 14 Tage brauchen die Larven zum Schlüpfen. Diese Larven heißen Raupen. Hier siehst Du die Raupe mit ihren drei Segmenten: Kopf, Brustabschnitt und Hinterleib. Wie der ausgewachsene Schmetterling hat bereits die Larve drei Beinpaare am Brustabschnitt. Die Beine am Hinterleib sind Ausstülpungen des Chitinskeletts, dem Außenskelett des Insekts. Sie heißen Bauchfüße. Am Körperende hat die Raupe Haftorgane, sogenannte Nachschieber. Der ganze Körper ist mit Haarbüscheln bedeckt, die die Raupe vor Fressfeinden schützen sollen. Das besondere an Raupen ist, dass sie noch keine Geschlechtsorgane, keine Augen und keine Fühler, aber beißende Mundwerkzeuge haben. Um zu wachsen müssen sie die feste Chitinhülle vier bis fünfmal abstreifen. Sie häuten sich. Hat die Larve genug Brennnesselblätter gefressen, bildet die Raupe einen Faden und hängt sich als Puppe an einem Blatt auf. Kopfüber ruht sie 20 Tage ohne zu fressen. In dieser Zeit findet in der Puppenhülle die Verwandlung von der Larve zum erwachsenen, geschlechtsreifen Insekt, die Metamorphose statt. Schließlich schlüpft ein wunderschöner Schmetterling als Imago. Der braucht noch einmal vier bis fünf Stunden, bis seine entfalteten Flügel ausgehärtet sind und er davonfliegen kann. Er hat nun Geschlechtsorgane, saugende Mundwerkzeuge und ernährt sich von Nektar. Diese Entwicklung vom Ei über mehrere Larvenstadien zur Puppe, aus der nach der Metamorphose die Imago schlüpft, heißt vollständige Verwandlung. Demgegenüber steht die unvollständige Verwandlung, eine Verwandlung ohne Puppenstadium und ohne Metamorphose. Hier gibt es nur das Ei, mehrere Larvenstadien und die Imago. Schauen wir uns mal das Grüne Heupferd an. Das ist eine Larve des Heupferds. Sie sieht fast aus, wie eine ausgewachsene Heuschrecke. Sie ernährt sich genauso und nutzt den gleichen Lebensraum. Wie die Schmetterlingsraupen häutet sie sich, um zu wachsen und wird dabei der Imago immer ähnlicher. Die Flügelanlagen werden sichtbar, die Fühler werden länger und bei den Weibchen wächst ein Legestachel. Der Legestachel dient dem Ablegen von Eiern im Boden. Nach fünf Häutungen ist eine geschlechtsreife Imago entstanden. Noch öfter häuten sich zum Beispiel Libellenlarven. Sie brauchen sieben bis zehn Häutungen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie im Wasser leben und sogar kleine Fische und Kaulquappen fangen. Dafür nutzen sie einen Teil ihrer Unterlippe, eine blitzschnell hervorschnellende Fangmaske mit Fanghaken. Doch welche Insekten verwandeln sich nun vollständig und welche unvollständig? Wer macht eine vollständige Verwandlung von der Larve über das Puppenstadium zum erwachsenen, geschlechtsreifen Insekt, eine Metamorphose, durch? Hier siehst Du ein paar Beispiele. Käfer, Mücken, Bienen, Wespen, Ameisen, Flöhe und natürlich Schmetterlinge. Keine Metamorphose brauchen Insekten, die eine unvollständige Verwandlung durchlaufen. Das sind zum Beispiel Ohrwürmer, Termiten, Wanzen, Schaben, Läuse, Grillen und Heuschrecken. Ihre Larven sehen schon fast wie die Imago aus, das erwachsene, geschlechtsreife Tier. Gemeinsam haben alle Insekten, dass die Larven hauptsächlich fressen und wachsen, während die Imago sich in meist sehr kurzer Zeit fortpflanzen. Doch kommen wir nochmal zurück zu unseren Eintagsfliegen. Wie lange leben Sie? Einen Tag, ein paar Stunden oder ein bis zwei Jahre? Tatsächlich lebt sie ein bis zwei Jahre. So lange braucht sie als Larve in sauberen Fließgewässern, um zu wachsen. Sie macht eine unvollständige Verwandlung durch und klettert als Imago an Land. Das erwachsene Tier frisst nicht mehr und lebt nur noch einige Stunden bis Tage, um sich fortzupflanzen und seine Eier über dem Wasser abzuwerfen. Wegen der kurzen Lebenszeit als Imago hat sie den Namen Eintagsfliege bekommen. Jetzt weißt Du Bescheid über die Entwicklung von Insekten. Bei der vollständigen Verwandlung entwickeln sich die Insekten vom Ei zur Larve über ein Puppenstadium zur geschlechtsreifen Imago. Bei der unvollständigen Verwandlung durchlaufen die Insekten kein Puppenstadium. Sie entwickeln sich vom Ei zur Larve und über mehrere Häutungen zur Imago. Und die Eintagsfliege lebt als Imago nur wenige Stunden bis Tage, aber als Larve ein bis zwei Jahre. Ich hoffe, es hat Dir gefallen. Bis zum nächsten Mal.

15 Kommentare
  1. Danke wird mir im Unterricht weiter helfen.

    Von Anja Klatt, vor 7 Monaten
  2. TOLL

    Von Nicole Rudler, vor 12 Monaten
  3. ich habe es auch gemerkt

    Von Internet 7, vor mehr als einem Jahr
  4. Hallo klitzkleiner Stern. Von allgemeinen der Bedeutung des Wortes her stimme ich dir voll zu. Als zoologischer Fachbegriff sieht die Lage so aus: Kontinuierliche/unvollständige und kathastrophale/vollständige Metamorphose werden oft voneinander abgegrenzt. Manchmal wird dabei der reine Begriff "Metamorphose" mit der vollständigen Metamorphose gleichgesetzt - manchmal aber auch nicht. Und in der Botanik bedeutet es wieder etwas ganz anderes.. Sorry, die Wissenschaftswelt ist manchmal so.

    Von Deleted User 381349, vor mehr als einem Jahr
  5. leider ist hier ein kleiner Fehler im Video: die unvollständige Verwandlung eines Insekts ist auch eine Metamorphose, allerdings eben eine unvollständige!

    Von Klitzekleiner Stern, vor mehr als einem Jahr
  1. Hey Romy die Meisten davon sind Lehrer

    Von Mike S., vor mehr als einem Jahr
  2. Toll

    Von Waschkekerstin, vor mehr als 2 Jahren
  3. Super erklärt! Sogar unser Lehrer hat dieses Video mit uns geschaut!:)Echt toll gemacht<3

    Von Annika Dietmar, vor fast 3 Jahren
  4. Bin so froh, dass ich das video gesehen habe .Hat mich gelehrt.

    Von 1601grace, vor mehr als 3 Jahren
  5. ich stimme blankeennergie voll und ganz zu. werd doch Lehrer!!!

    Von Romy Saks, vor etwa 4 Jahren
  6. Tolle Erklärung! Danke! So muss Unterricht sein.

    Von Blankeenergie, vor mehr als 4 Jahren
  7. Das lernen fällt jetzt leichter und ist nicht so stressig, da Du es einfach gut erklärt hast. TAUSEND Dank. Lola

    Von Threesome, vor fast 5 Jahren
  8. dachte das Eintagsfliegen nur einen tag leben. Ich wurde eines besseren belehrt : ).

    Danki

    Von Antjekoszarek, vor fast 5 Jahren
  9. Spitze

    Von Jolin, vor mehr als 5 Jahren
  10. supi!

    Von Deleted User 58342, vor mehr als 5 Jahren
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Entwicklung von Insekten – vom Ei zur Imago Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Entwicklung von Insekten – vom Ei zur Imago kannst du es wiederholen und üben.

  • Schildere die Lebensdauer von Eintagsfliegen.

    Tipps

    Erinnere dich an die gesamte Entwicklung der Eintagsfliege, beginnend beim Ei.

    Nach dem Schlüpfen häutet sich die Larve mehrmals, bis die letzte Häutung die Imago hervorbringt.

    Die Partnersuche dauert bei den Eintagsfliegen nur einige Stunden bis Tage.

    Lösung

    Eintagsfliegen verdienen ihren Namen durch ihr kurzes Leben im ausgewachsenen Zustand, der Imago. Das Schlüpfen der Imago bei der letzten Häutung ist jedoch nicht der Lebensbeginn. Denn schon in den vorausgehenden Larvenstadien führen sie ein aktives Leben voller Bewegung, Nahrungssuche und Wachstum. Zählt man das Leben als Larve mit, kommen zu dem wenige Tage dauernden Leben als Imago noch 1-2 Jahre hinzu.

  • Beschrifte den Körperbau der Larve des kleinen Fuchses.

    Tipps

    Schmetterlingsraupen schlüpfen direkt auf der Futterpflanze und brauchen beim Fressen nur geringe Sinnesleistungen.

    Einige Imagoorgane aus der Liste sind den Larven der Insekten mit unvollständiger Verwandlung vorbehalten, die der Imago schon mehr ähneln.

    In der vollständigen Verwandlung entstehen die Flügel im Puppenstadium komplett neu.

    Lösung

    Vielleicht kennst die Kindergeschichte der kleinen Raupe „Nimmersatt “. Diese ist gar nicht so unrealistisch. Denn der Körperbau der Schmetterlingsraupen ist vor allem auf Fressen ausgelegt. Dazu haben sie beißende Mundwerkzeuge am Kopf, mit denen sie an den Seiten von Brennnesselblättern nagen. Um selbst nicht gefressen zu werden, besitzt die Raupe des kleinen Fuchses an allen Segmenten, die sich an den Kopf anschließen, schützende Haare. Zur Fortbewegung befinden sich im Brustabschnitt die typischen drei Beinpaare der Insekten. Am Hinterleib folgen sechs Bauchfüße und am Körperende der ähnliche Nachschieber. Diese Pseudo-Füße haften gut an Pflanzenoberflächen und unterstützen die Raupe bei ihrer typischen raupenartigen Fortbewegungsart. Die kurzen Beine sind dazu alleine nicht ausreichend. Mit ihnen alleine würde die Raube wohl vom Blatt fallen.

    Fühler, Augen und Flügelanlagen spart sich der kleine Fuchs als Raupe. Diese Organe braucht sie nicht. Sie sind nur typisch für Insektenlarven, die eine unvollständige Verwandlung durchlaufen, da diese einer Imago in Körperbau und Lebensweise ähneln. Die Schmetterlingsraupe lebt anders als ihre Imago, was sich z.B. daran zeigt, dass sie an Blättern knabbert und nicht wie die Imago Nektar saugt.

  • Beschreibe die Entwicklung des kleinen Fuchses.

    Tipps

    Beginnend mit dem Ei durchlebt der kleine Fuchs vier Entwicklungsstadien.

    In der Puppe verwandeln sich die Raupen allmählich in eine Imago. Dies kostet viel Energie, die sich die Raupen zuvor anfuttern müssen.

    Beim Schlüpfen der Imago sind die Schmetterlingsflügel zunächst noch weich. Dies ist notwendig, da sie sich entfalten müssen.

    Lösung

    Jeder schöne Schmetterling oder graue Nachtfalter, den du bisher gesehen hast, durchlebt vier Entwicklungsstadien: Das Ei, die Raupe, die Puppe und die Imago. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei ist die Raupe des kleinen Fuchses noch sehr klein. Sie beginnt zu fressen und nutzt die Stärkung, um zu wachsen. Ihre Chitinhülle, die nicht mitwachsen kann, streift sie in den Häutungen ab. Vor der letzten Häutung ist die Raupe groß genug und bereit zur Imago zu werden. Dazu verwandelt sie sich zunächst in eine Puppe, in deren Hülle sie binnen 20 Tagen ihren Körperbau radikal umwandelt. Wie immer nach den Häutungen ist die neue Chitinhülle der frisch geschlüpften Imago, die auch die Flügel bildet, noch weich. Sie benötigt einige Stunden zum Aushärten.

  • Vergleiche die Lebensweise der Raupe und der Imago des Schmetterlings.

    Tipps

    Im Winter zieht sich die Imago des Marienkäfers gerne in geschützte Räume zurück und verharrt dort reglos bis zum Frühling.

    Augen und Fühler helfen bei der Partnersuche.

    Lösung

    Imagines und Raupen der Marienkäfer leben eine andere ökologische Nische aus. Die Larven haben einen viel größeren Bedarf an Nahrung, um ihr schnelles Wachstum zu ermöglichen, das sie im Sommer abschließen. Sie bewegen sich mit den Beinen fort, während sich die Imagines auch fliegend praktisch überall hinbewegen können. Mit ihren Augen und Fühlern können sie sich gut orientieren. Das ist für Larven, die überwiegend mit dem Fressen beschäftigt sind, nicht nötig. Die Imago nutzt ihre Beweglichkeit und Orientierungsfähigkeit ebenfalls zur Partnersuche, die von Larven komplett vernachlässigt wird. Die Larven hingegen kommen deshalb ohne Komplexaugen und Fühler zurecht, was nicht bedeutet, dass sie gar keine Sinnesorgane haben. Sie vollziehen ihre Entwicklung in einem Sommer. Den Winter überleben Marienkäfer als Imago.

  • Entscheide, welche Art der Verwandlung die Insektenart durchläuft.

    Tipps

    Die Käfer sind eine Untergruppe der holometabolen Insekten. Und alle Heuschrecken sind hemimetabol. Auch wenn du die genaue Art nicht kennst, kannst du so die Verwandlungsweisen dementsprechend über die Verwandtschaft zuordnen.

    Larve eines Marienkäfers

    Alle Insekten, von denen du eine Larve kennst, die ganz anders aussieht als die Imago, durchlaufen die vollständige Verwandlung. Bei den Hemimetabola sehen die Larven der Imago sehr ähnlich.

    Lösung

    Alle Käferarten haben Larvenstadien. Im Spätsommer findet man oft die blattlausfressenden Marienkäferlarven. Nur in der Farbe ähneln sie der Imago – aber auch das muss nicht sein. Schmetterlingsraupen sind zumeist anders gefärbt als die Imago. Die Larven der Bienen werden von den Arbeiterinnen in den Waben herangezogen. Die Larven dieser drei Tiere unterscheiden sich enorm von der vollständig entwickelten Imago, in die sie sich über ein Puppenstadium in der vollständigen Verwandlung entwickelt. Die Insekten mit unvollständiger Verwandlung entwickeln sich aus einer Larve, die der Imago schon sehr ähnlich sieht. Darum wird diese auch Nymphe genannt. Beobachten kannst du das bei Schaben, Heuschrecken, Ohrwürmern und Wanzen. Die Geschlechtsorgane und eventuell vorhandene Flügel bilden sich bei den Nymphen mit jeder Häutung allmählich aus.

  • Erkläre, wieso nur einem Teil der Insekten die vollständige Verwandlung zugeschrieben wird, obwohl alle sich letztendlich zur Imago entwickeln.

    Tipps

    Der Begriff vollständige Verwandlung bezieht sich auf die Art und Weise der Verwandlung, die die Larve auf dem Weg zur Imago durchlebt.

    Lösung

    Die ausgewachsenen Insekten nennt man Vollinsekten oder Imago. Sie bilden das geschlechtsreife Entwicklungsstadium. So paaren sich z.B. bei den Schmetterlingen nur die Falter und nicht die Raupen. Die vollständige Verwandlung in die Puppe erlaubt es, sich im Larvenstadium stärker zu spezialisieren, da ihr Larvenkörper nicht mehr schrittweise zur fortpflanzungsfähigen Imago heranreifen muss. Daher sind Schmetterlingsraupen und allerart Maden regelrechte Fressmaschinen. Ihre Körperfunktionen sind mehr auf das schnelle Wachstum optimiert. Denn sämtliche Eigenschaften, die für die Imago unpraktisch wären, wie z.B. die Unbeweglichkeit der Raupe, werden durch die vollständige Verwandlung in der Puppe veränderbar. Dabei können ganze Organe auf- und abgebaut werden. Ein Beispiel dafür sind die Bauchfüße der Raupe, die die Imago nicht mehr besitzt. Dafür hat sie längere Beine sowie neu entstandene Flügel und Antennen. Die braucht sie unter anderem zur Partnersuche.