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Beine von Insekten 05:53 min

Textversion des Videos

Transkript Beine von Insekten

Hallo, mein Name ist Denise. In meinem heutigen Tutorium geht es um die verschiedenen Beine und Mundwerkzeuge der Insekten. Dabei werde ich sowohl auf deren Bau als auch auf ihre speziellen Funktionen eingehen. Kommen wir zunächst zu den Beinen der Insekten. Dazu werde ich im Folgenden den unterschiedlichen Bau der Insektenbeine und deren Funktion je anhand eines Beispiels erklären. Die Beine sind entsprechend der Lebensweise und der Tätigkeit des jeweiligen Insektes gebaut. Befassen wir uns zum Anfang mit dem am einfachsten gebauten Bein, dem Laufbein. Viele Insekten besitzen diesen Beintyp, so auch der Laufkäfer. Das Insektenbein gliedert sich typischerweise in Hüfte, Schenkelring, Oberschenkel, Unterschenkel und einen fünfteiligen Fuß. Beim Laufbein sind die einzelnen Glieder lang und schlank. Diese Bauweise ermöglicht dem Insekt, sich vom Boden abzustemmen und schnell zu laufen. Insekten, die zum Flug befähigt sind, wie beispielsweise die Schmetterlinge, haben sehr leichte und vergleichsweise sehr zarte Beine, um Gewicht beim Fliegen zu sparen. Kommen wir nun zu einem Insekt, welches im Wasser lebt. Dazu gehört beispielsweise der Gelbrandkäfer. Diese Tiere besitzen Schwimmbeine. Das Schwimmbein ist wie das Laufbein in Hüfte, Schenkelring, Oberschenkel, Unterschenkel und einen fünfteiligen Fuß gegliedert. Jedoch nehmen der Unterschenkel und der Fuß oft die Form eines Ruders ein. Diese Form ermöglicht dem Tier, sich schnell durch das Wasser zu bewegen. Häufig sind die Beine auch mit Haaren besetzt. Dadurch ist die Wasserverdrängung höher und die Fortbewegungsgeschwindigkeit erhöht. Oftmals befinden sich am letzten Fußglied Krallen. Diese Krallen ermöglichen dem Insekt, sich beispielsweise an Wasserpflanzen festzukrallen. Dort können sie sich vor Fraßfeinden verstecken und sind nicht einer eventuellen Strömung des Gewässers ausgesetzt. Ein weiteres Bein, welches eine spezielle Funktion übernimmt, ist das Hinterbein einer Heuschrecke. Es wird Sprungbein genannt und ist sehr ähnlich zum Laufbein - Hüfte, Schenkelring, Unterschenkel und Fuß sind fast gleich gestaltet. Der Oberschenkel ist jedoch stark verdickt und enthält kräftige Muskeln, die dem Tier erlauben, mit einem Sprung große Distanzen zu überwinden. Bei Heuschrecken ist dieses Sprungbein im Vergleich zu dem vorderen Laufbein insgesamt auffällig vergrößert. Des Weiteren ist das Sammelbein einer Honigbiene zu erwähnen. Es ist, wie beim Sprungbein, meistens nur am Hinterbein ausgebildet. Im Vergleich zum Laufbein sind Hüfte, Schenkelring und Oberschenkel kaum verändert. Der Unterschenkel und das erste Glied des Fußes sind gleichermaßen verbreitert und besitzen am Rand steife Borsten. Durch diesen Bau entsteht eine Art Körbchen. Wenn nun eine Honigbiene eine Blüte besucht, streift sie mit ihren Hinterbeinen an den Pollen der Blüte vorbei. Die Pollen bleiben dann an den Borsten des Körbchens hängen. Daher wird das Körbchen auch als Pollenkörbchen bezeichnet. Die Biene sammelt dank dieser Struktur an jeder Blüte den Pollen ein. Daher kommt auch der Name Sammelbein. Zuletzt kommen wir zu dem wohl am stärksten abgewandelten Bein, dem Grabbein einer Maulwurfsgrille. Bei ihr sind die Vorderbeine zu diesen Grabbeinen umgebildet. Dabei ist an der Hüfte der Schenkelring, der Oberschenkel, der Unterschenkel und der Fuß stark verändert. Die Beinglieder bilden eine Art Schaufel, mit der sich das Tier in den Boden graben kann. Die Maulwurfsgrille lebt hauptsächlich unterirdisch, da sie dort weniger von Fraßfeinden bedroht wird. Der Unterschenkel ist unter anderem zu Zähnen umgebildet, mit denen sie auch Wurzeln durchschneiden kann. Fassen wir kurz noch einmal alles zusammen, was wir gerade über die verschiedenen Beine von Insekten gelernt haben: Man kann die Beine anhand ihrer Funktion in verschiedene Typen einteilen. Da gibt es einmal das Laufbein, welches dem Tier ermöglicht, schnell auf dem Boden oder auf Pflanzen entlang zu laufen. Dann gibt es das Schwimmbein, welches Insekten haben, die im Wasser leben und sich schwimmend fortbewegen. Des Weiteren besitzen manche Insekten ein Sprungbein, welches ihnen ermöglicht, über weite Distanz zu springen. Ein Sammelbein besitzen Insekten, die mit ihren Hinterbeinen Pollen in Blüten sammeln. Und ein Grabbein wird von Insekten genutzt, die in der Erde leben und sich dort Gänge graben. Der 2. Teil dieses Tutoriums behandelt die verschiedenen Bauweisen der Mundwerkzeuge von Insekten. Ich hoffe, dass ihr einiges gelernt habt und bedanke mich für euer Zuhören - tschüss!

11 Kommentare
  1. Sehr gutes Video gut erklärt, habe alles Verstanden!!

    Von Ilsetraud Bluemmel, vor 6 Monaten
  2. gutes video

    Von Luisa Gehrke, vor 12 Monaten
  3. Hallo Dietlein, es freut uns, dass dir das Video gefallen hat. Um die Unterschiede zwischen Lauf- und Schwimmbeinen bei sehr kleinen Käfern zu erkennen, sollte eine Lupe zur Hilfe genommen werden. Wie im Video beschrieben, ist die Gliederung der Beine gleich. Jedoch nehmen der Unterschenkel und der Fuß bei Schwimmbeinen oft die Form eines Ruders ein. Diese Form ermöglicht dem Tier, sich schnell durch das Wasser zu bewegen. Häufig sind die Beine auch mit Haaren besetzt. Dadurch ist die Wasserverdrängung höher und die Fortbewegungsgeschwindigkeit erhöht. Oftmals befinden sich am letzten Fußglied Krallen. Diese Krallen ermöglichen dem Insekt, sich beispielsweise an Wasserpflanzen festzukrallen. Wenn du also diese Merkmale (Ruderform, Haare, Krallen) vorfindest, so handelt es sich um einen vorwiegend schwimmenden Käfer.
    Beste Grüße aus der Biologie Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
  4. Gut gemacht. Nur ich hab nicht so verstanden woran ich jetzt erkennen kann das ein kleiner Käfer Schwimm bzp. Laufbein besitzt

    Von Dietlein Rauschenbach, vor mehr als einem Jahr
  5. Tolles Video, leider kommen ergänzende Inhalte erst in der Übung vor.

    Von Juliane Viola D., vor mehr als 2 Jahren
  1. geht wenig ihnhalt

    Von Angelsofbeauty, vor mehr als 2 Jahren
  2. cool

    Von Wenyan Zhong, vor mehr als 2 Jahren
  3. nice

    Von Paul R., vor etwa 3 Jahren
  4. Die Videos sind einfach klasse, weiter ssssssssssoooooooooo!!!!!!!!!!!!!!

    Von Lippiherzog, vor mehr als 3 Jahren
  5. Klasse

    Von Majestetix, vor etwa 6 Jahren
  6. Super

    Von Majestetix, vor etwa 6 Jahren
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Beine von Insekten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Beine von Insekten kannst du es wiederholen und üben.

  • Erkläre, welches Insekt Sammelbeine besitzt.

    Tipps

    Auf den Bildern sind von links nach rechts zu sehen: Heuschrecke, Maulwurfsgrille, Gelbrandkäfer, Laufkäfer, Honigbiene.

    Lösung

    Die Honigbiene hat sogenannte Sammelbeine als Hinterbeine.

    Der Unterschenkel und das erste Glied des Fußes sind verbreitert. Am Rand befinden sich steife Borsten. Die dadurch entstehende Form ähnelt einem Körbchen. Dieses wird Pollenkörbchen genannt, da der Pollen der Blüten sich dort fängt. So sammeln die Honigbienen den Pollen.

  • Beschrifte den grundsätzlichen Aufbau eines Insektenbeins.

    Tipps

    Die Bezeichnung der Teile des Insektenbeins ähnelt der des menschlichen Beines.

    Lösung

    Alle Insekten besitzen 6 Beine. Die Beine der Insekten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut. Deshalb zeigt das hier abgebildete Laufbein den gleichen Grundaufbau wie andere Insektenbeine. Die Beine sitzen an den Brustsegmenten der Insekten. Von da beginnend sind folgende Teile zu unterscheiden:

    Hüfte, Schenkelring, Schenkel, Unterschenkel (auch Schiene genannt), Fuß und Kralle.

  • Bestimme, welche Insekten welche spezielle Beinform besitzen.

    Tipps

    Die Maulwurfsgrille lebt unter der Erde.

    Der Gelbrandkäfer schwimmt im Wasser.

    Lösung

    Bei Insekten haben sich, je nach Lebensweise, Beine mit speziellen Funktionen entwickelt:

    • Insekten, die viel laufen (z.B. der Laufkäfer), haben Laufbeine.
    • Bei Insekten, die sich im Wasser fortbewegen, haben sich Schwimmbeine entwickelt (z.B. Gelbrandkäfer). Sie werden auch als Schwimmkäfer bezeichnet.
    • Insekten, die sich springend fortbewegen (z.B. Heuschrecke), besitzen Sprungbeine als Hinterbeine. Diese ermöglichen weite Sprünge.
    • Insekten, die Pollen sammeln (z.B. Honigbiene), haben Sammelbeine, an denen sich der Pollen sammeln kann.
    • Insekten, die sich unter der Erde bewegen, haben Grabbeine ausgebildet (z.B. Maulwurfsgrille).
  • Vergleiche den Bau von Bein und Körper der Insekten mit denen der Wirbeltiere.

    Tipps

    Wenn das Skelett nicht mitwächst, muss eine Häutung erfolgen, damit das Tier weiter wachsen kann.

    Bei Wirbeltieren können die Gliedmaßen sehr unterschiedlich ausgebildet sein.

    Lösung

    Insekten gehören zu den wirbellosen Tieren. Sie unterscheiden sich im Körperbau von den Wirbeltieren.

    Insekten sind von einem Chitinpanzer umgeben, den man als Außenskelett bezeichnet. Wirbeltiere besitzen ein Innenskelett, das mitwachsen kann. Das Außenskelett kann nicht wachsen. Deshalb sind bei den Insekten mehrfache Häutungen notwendig, um ein Wachstum zu ermöglichen. Der vorhandene Chitinpanzer wird so durch einen größeren ersetzt.

    Alle Insekten besitzen 6 Beinpaare, die sich paarig an den Brustsegmenten befinden. Wirbeltiere besitzen 4 Gliedmaßen. Diese können sehr unterschiedlich ausgebildet sein, z.B. Fische: Flossen, Vögel: Flügel, Menschen: Arme und Beine.

  • Entscheide, welche der Insekten Fangbein, Sprungbein bzw. Laufbein besitzen.

    Tipps

    Der Wasserskorpion ist kein Skorpion. Er gehört zu den Wanzen und schnappt mit seinen Vorderbeinen z.B. Wasserflöhe oder sogar kleine Jungfische.

    Die Gottesanbeterin ist eine Fangschrecke.

    Lösung

    Wie die Heuschrecke besitzt auch der Floh Sprungbeine als Hinterbeine. Diese sind kräftig ausgebildet und ermöglichen dadurch weite und hohe Sprünge. Sie sind deutlich größer als die anderen Beine. Der Floh kann bis zu einem Meter weit springen. Die Sprungbeine ermöglichen eine sehr hohe Schnellkraft.

    Viele Insekten besitzen Laufbeine. Dazu gehören viele verschiedene Käfer, Fliegen und auch die Schmetterlinge. Diese haben sehr kleine, leichte Beine, um Gewicht für den Flug zu sparen.

    Die Gottesanbeterin (Fangschrecke) und der Wasserskorpion besitzen Fangbeine. Es sind Vorderbeine, die zum Beutefang umgebildet wurden. Sie ermöglichen es den räuberisch lebenden Insekten, ihre Beute zu fangen und festzuhalten. Der Wasserskorpion ist kein Skorpion. Er gehört zu den Wanzen und obwohl er nur 1,5 bis 2,5 cm groß wird, schnappt er sich mit seinen Vorderbeinen sogar mal kleine Jungfische.

  • Ermittle weitere spezielle Beinformen bei Insekten.

    Tipps

    Die Kopflaus befällt auch Menschen und ist schwer aus den Haaren zu entfernen.

    Lösung

    Außer den bereits bekannten Beinformen wie Laufbein, Schwimmbein, Sprungbein, Sammelbein und Grabbein gibt es noch viele weitere Spezialisierungen.

    Läuse, unter ihnen auch die Kopflaus und die Kleiderlaus, die auch Menschen befallen, besitzen so genannte Klammerbeine. Sie sind kurz und gekrümmt. Die starke Kralle bildet mit dem Fortsatz der Schiene (Unterschenkel) eine Zange. Mit ihr krallt sie sich in den Haaren ihres Wirtes fest, um dessen Blut zu saugen.

    Fliegen nutzen die Anziehungskräfte (Van-der-Waals-Kräfte) zwischen der Oberfläche und ihren Beinen, um an glatten Flächen, wie Fensterscheiben, hochzulaufen. Sie besitzen Haftläppchen zwischen den Krallen, die Flüssigkeit abgeben, die zur Haftung beiträgt.

    Libellen besitzen Dornen an den Beinen, die dem Beutefang dienen. Sie nutzen ihre Beine fast nie zum Laufen.