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Textversion des Videos

Transkript Ablativus instrumentalis - Übersicht

Hallo und herzlich willkommen! Ich bin Martin und werde euch in diesem Video eine Übersicht über den Ablativ des Mittels und Werkzeugs oder, wie er lateinisch heißt, den Ablativus instrumentalis geben. Ihr solltet die anderen Fälle im Lateinischen schon kennen und wissen, wie der Ablativ gebildet wird, damit wir uns seine Verwendung anschauen können. Der Ablativ hat - wie auch andere Fälle - verschiedene Gebrauchsweisen. Einige von ihnen werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum Ablativus instrumentalis zusammengefasst. In diesem Video sollen sie vorgestellt und ihre zwei Hauptgruppen erklärt werden. Dafür schauen wir uns eine kleine Geschichte mit dem Sklaven Graecus in der Hauptrolle an. Graecus ist erschöpft. Haec aestas enim aestates pristinas aestu superat - dieser Sommer übertrifft nämlich die früheren Sommer an Hitze. Die Hitze steht hier im Ablativ. Es handelt sich hier um einen Ablativ der Hinsicht bzw. um einen Ablativus respectus. Aestu drückt also aus, woran der Sommer die vorigen übertrifft. Plötzlich sieht Graecus Rauch: Aliquid aestu ardet - irgendetwas brennt wegen der Hitze. Wieder steht die Hitze im Ablativ, diesmal, um einen Grund anzugeben. Diese Verwendung heißt Ablativus causae. Was, wenn er der einzige ist, der etwas mitbekommen hat? Cum virtute ad ignem properat - mit Tapferkeit eilt er zum Feuer. Die Tapferkeit erscheint im Ablativ, um die Art und Weise oder den Begleitumstand des Eilens anzugeben. Wir sprechen von einem Ablativus modi. Das cum ist dabei nicht immer notwendig. Dort sieht er, was brennt. Ardens est currus novus, qui aliquanto melior quam currus vetus est - brennend ist der neue Wagen, der bedeutend besser als der alte Wagen ist. Aliquanto - ein bestimmtes Maß - gibt hier im Ablativ den Unterschied des Vergleiches an. Diese Verwendung heißt Ablativus mensurae. Graecus ist erschrocken, weil er den Wert des Wagens kennt. Dominus currum denariis multis emit - der Herr hat den Wagen für viele Denar gekauft. Denariis multis steht im Ablativ und gibt den Preis an. Es handelt sich um den Ablativus pretii. Was kann getan werden? Cum Claudio ad fluminem it - er geht mit Claudius zum Fluss. Hier bezeichnet der Ablativ eine Begleitung. Dieser Gebrauch wird Ablativus societatis oder comitativus genannt. Vasibus aquam ad ignem portant - mit Gefäßen bringen sie das Wasser zum Feuer. Die Gefäße stehen hier im Ablativus instrumenti und geben das Mittel des Bringens an. Das Feuer ist inzwischen stärker geworden. Subito autem Claudius metu ignis fugit - Claudius aber flieht plötzlich aus Furcht vor dem Feuer. Auch hier ein Ablativus causae, denn metus, also die Furcht, erscheint im Ablativ, um den Beweggrund von Claudius Handlung anzugeben. Graecus hofft, dass Claudius Hilfe holt. Summo studio et magno cum periculo Graecus flammas pugnat - mit höchstem Eifer und in großer Gefahr bekämpft Graecus die Flammen. Gleich zweimal ein Ablativus modi, also der Art und Weise, in - mit höchstem Eifer, bzw. des Begleitumstandes bei - in großer Gefahr. Das cum ist wieder nicht zwingend notwendig. Als Graecus schon fast verzweifelt, hört er Schritte. Dominus omnibus servis ad ignem properat - der Herr eilt mit allen Sklaven zum Feuer. „Alle Sklaven“ steht hier im Ablativ, um die Begleitung des Subjektes anzugeben. Es handelt sich also wieder um einen Ablativus societatis bzw. comitativus. Hier verlassen wir Graecus und das Feuer. Diese Gebrauchsweisen werden nun zu zwei Haupttypen des Ablativus instrumentalis zusammengefasst: Unter dem Ablativ des Mittels und Werkzeugs werden der Ablativus instrumenti, also des Mittels wie bei vasis (mit Gefäßen), der Ablativus causae, also des Grundes wie bei metu (aus Furcht), der Ablativus respectus, also der Hinsicht wie in aestu (an Hitze), der auch limitationis genannt wird, der Ablativus mensurae, des Maßes wie bei aliquanto (bedeutend), der auch discriminis genannt wird, und der Ablativus pretii des Preises gruppiert. Sie alle antworten im Wesentlichen auf die Frage: Wodurch? Zum Ablativ der Gemeinschaft werden zusammengefasst: Der Ablativus modi, der Art und Weise, wie in summo studio (mit höchstem Eifer), und der Ablativus societatis, oder wie er auch heißt, comitativus, also der Gemeinschaft und des Gefolges. Sie antworten im wesentlichen auf die Frage: Womit? Diese beiden Gruppen werden auch Ablativus instrumentalis A und B genannt. Jetzt habt ihr die Gebrauchsweisen des Ablativus instrumentalis kennengelernt. Das war aber nur ein Überblick, denn die Typen werden alle noch in speziellen Videos genauer vorgestellt. Dabei werdet ihr dann auch Graecus und Claudius wieder begegen. Tschüß und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    nicht sehr hilfreich

    Von Luis S., vor 9 Monaten
  2. Default

    Ich bin in der 6sten und dieses Video war förmlich garnicht hilfreich

    Von Kaanvarol, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Gutes video!

    Von Mroesgen, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    SEHR hilfreich
    danke Pudels Kern

    Von Cmueller 1, vor fast 2 Jahren