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Regionen, Städte, Bevölkerung

Wo wird überall Spanisch gesprochen? Welche kulturellen Besonderheiten zeichnen den hispanophonen Sprachrraum aus?

Spanien und die spanische Sprache

Warum begeisterst du dich für das Spanische? Weißt du bereits viel über die spanische Sprache, die Kultur, die Menschen? Bist du bereits ein richtiger Spanien-Fan und möchtest nun auch die Sprache lernen? Oder bist du allgemein neugierig und immer offen dafür, Neues zu erfahren? Egal, warum du dich für die spanische Sprache interessierst und wieviel du bereits weißt, hier erfährst du bestimmt noch einiges Unbekanntes und Interessantes. Viel Spaß!

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Wo auf der Welt spricht man Spanisch?

Spanisch wird natürlich in Spanien gesprochen! Klar, oder? Diese Antwort ist zwar erst einmal richtig, aber bei Weitem nicht ausreichend. Denn die spanische Sprache wird weltweit von etwa 528 Millionen Menschen gesprochen, von denen ca. 420 bis 460 Millionen Muttersprachler sind. Spanien hat hingegen nur etwa 47 Millionen Einwohner und ist damit gerade einmal auf Platz vier der Länder mit den meisten Spanischsprechern. Die romanische Sprache, welche sich aus dem Latein entwickelt hat, kam nämlich mit den Spaniern während der Kolonialisierung ab 1492 auch nach Lateinamerika. Insbesondere dort hat sich die Sprache ausgebreitet, aber auch in andere Regionen der Welt ist sie vorgestoßen. Heute ist Spanisch in der Welt in 22 Ländern als Amtssprache vertreten. Mach dich also bereit für unsere kleine Reise!

Länder mit Spanisch als Amtssprache

Neben Spanien bleiben uns also noch 21 weitere Länder. Schauen wir sie uns einmal gemeinsam an! Fangen wir mit Südamerika an. Hier wird Spanisch in den folgenden Ländern gesprochen:

  • Uruguay
  • Chile
  • Argentinien
  • Paraguay
  • Bolivien
  • Peru
  • Ecuador
  • Kolumbien
  • Venezuela

In all diesen Ländern hat die spanische Sprache einen offiziellen Status. In einigen Fällen ist sie jedoch nicht das einzige Mittel der Verständigung, da die Menschen ebenso indigene Sprachen sprechen. Dies ist in Paraguay, Bolivien und Peru der Fall, wo entsprechend auch Guaraní, Aimara oder Quechua gesprochen wird. In Zentralamerika kannst du dem Spanischen in den folgenden Ländern begegnen:

  • Kuba
  • Puerto Rico
  • Dominikanische Republik
  • Panama
  • Costa Rica
  • El Salvador
  • Honduras
  • Nicaragua
  • Guatemala
  • Mexiko

Kuba, Puerto Rico und die Dominikanische Republik gehören zu den Karibischen Inseln. Mexiko wird geographisch bereits zu Nordamerika gezählt und ist aufgrund seiner Größe das Land mit den weltweit meisten Spanischsprechern, obwohl dort ebenfalls zahlreiche indigene Sprachen gesprochen werden. An zweiter Stelle stehen kurioserweise die Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Sprache einen kooffiziellen Status hat. Sogar in Afrika wird mancherorts Spanisch gesprochen. Dazu gehören Äquatorial Guinea und die Demokratische Arabische Republik Sahara. Außerdem gehören die Städte Ceuta und Melilla, welche auf dem afrikanischen Kontinent liegen, zu Spanien. Bis 1987 war das Spanische übrigens auch die offizielle Sprache der Philippinen.

Wo wird sonst noch Spanisch gesprochen?

Neben den 23 Ländern mit Spanisch als Amtssprache gibt es jedoch noch weitere Verwendungen des Spanischen. Hierzu zählen zunächst einmal all jene Regionen der Welt, in die Muttersprachler migriert sind. Hierdurch schaffen es wie bereits erwähnt die USA auf Platz zwei der Länder mit den meisten Spanischsprechern. Neben den Muttersprachlern gibt es natürlich auch noch zahlreiche Menschen, die das Spanische lernen. Nach Englisch ist die Sprache sogar die am häufigsten erlernte Fremdsprache. Somit gibt es allein in Deutschland etwa zweieinhalb Millionen Menschen, die Spanisch sprechen. Doch auch in verschiedenen wichtigen Organisationen hat das Spanische einen offiziellen Status, so zum Beispiel in der UNO oder der EU.

Spanien und seine Kultur

Kommen wir nun aber einmal auf das Land zurück, welches die meisten Europäer wohl zuerst mit der spanischen Sprache assoziieren. In Spanien hat das español oder castellano seinen Ursprung. Und neben dieser schönen Sprache hat das Land noch viele weitere interessante Kulturgüter zu bieten. Hierzu gehört etwa der Flamenco, ein auch außerhalb Spaniens sehr beliebter Tanz. Außerdem gibt es viele landestypische Speisen, die du dir nicht entgehen lassen solltest, wenn du einmal in Spanien sein solltest. Um möglichst viel zu probieren, bieten sich vor allem Tapas an. Das sind ganz verschiedene Dinge, die als Appetithäppchen gereicht werden. Wenn du jedoch eine größere Portion von nur einem Gericht bevorzugst, dann wirst du mit Sicherheit auch fündig. Typisch sind beispielsweise die Tortilla, eine Spezialität mit Kartoffeln und Eiern, oder die Paella, eine ursprünglich aus Valencia stammende Reispfanne. Für den heißen Sommer ideal ist auch eine kalte Gemüsesuppe, die Gazpacho. Zum Frühstück mögen es die Spanier sehr süß. Vielleicht hast du ja auf einem Jahrmarkt schon einmal Churros probiert. Dieses frittierte Gebäck ist in Spanien und Lateinamerika sehr beliebt. Dazu wird beispielsweise die Horchata getrunken, ein Erfrischungsgetränk mit Früchten, Nüssen oder Samen, welches regional sehr unterschiedlich zubereitet werden kann. An alkoholischen Getränken lieben die Spanier vor allem Bier (la cerveza) und Rotwein (el vino tinto). Für letzteren ist insbesondere die Stadt La Rioja im Norden Spaniens bekannt.

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Doch auch über typische Speisen und Getränke hinaus gibt es in Spanien viel zu erkunden. Wusstest du zum Beispiel, dass Spanisch gar nicht die einzige Sprache ist, die dort als Muttersprache gesprochen wird? Je nach Region gibt es noch weitere Sprachen, die neben Spanisch verwendet werden. Hierzu solltest du zunächst einmal wissen, dass Spanien aus siebzehn autonomen Regionen, den Comunidades Autónomas, besteht. Zum einen wird das Spanische überall etwas anders ausgesprochen, zum anderen gibt es in einigen dieser autonomen Regionen noch eine weitere Sprache:

  • En Cataluña se habla catalán. (In Katalonien spricht man Katalanisch.)
  • En Galicia hay también el gallego. (In Galicien gibt es auch das Galicische.)
  • El vasco/ euskera es una lengua del País Vasco/ Euskadi. (Das Baskische ist eine Sprache des Baskenlands.)
  • El bable pertenece a Asturias. (Das Asturische gehört zu Asturien.)

Somit wirst du also auch Menschen Katalanisch sprechen hörst, wenn du in Barcelona unterwegs bist, der zweitgrößten Stadt Spaniens. Die Haupstadt und größte Stadt des Landes ist allerdings Madrid.

Die Hauptstadt Madrid und die spanischen Bräuche

eine Tour durch Madrid

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Wenn du dich für Kunst interessierst, dann kommst du in Madrid mit Sicherheit auf deine Kosten. Hier findest du zum Beispiel das Museo del Prado, das Museo Reina Sofía und das Museo Thyssen. Du kannst dir verschiedene Gemälde und Kunstobjekte ansehen, darunter etwa bedeutende Werke von Pablo Picasso oder Salvador Dalí. Wenn du anschließend noch ein wenig durch die Stadt schlendern und ein paar Souvenirs kaufen möchtest, bist du mit „El Rastro“, dem wichtigsten Markt der Stadt, gut beraten. Dabei solltest du jedoch auf die Zeit achten, denn geöffnet ist der Markt nur bis nachmittags um drei. Danach findet in Spanien nämlich insbesondere in den heißen Sommermonaten die Siesta statt, eine Mittagsruhe, die für gewöhnlich bis etwa um fünf oder um sechs anhält. In den Monaten Juli und August haben sogar alle Schülerinnen und Schüler frei, da man sich sonst in der Hitze kaum konzentrieren könnte. Möchtest du dennoch an die frische Luft, dann ist der Parque de Retiro eine gute Wahl. In dieser grünen Oase kann man sich wunderbar entspannen und verschiedenen Musiker bestaunen. Die Plaza Mayor, wo früher unter anderem die corridas de toros (Stierkämpfe) veranstaltet wurden, lockt heute mit zahlreichen Cafés, Geschäften und Straßenkünstlern sowie mit der Statue von Felipe III im Zentrum. Übrigens, für all jene, die gern shoppen, ist der Februar die beste Zeit, um nach Madrid zu reisen, da dann der Winterschlussverkauf stattfindet.

Veranstaltungen und Feste

In Spanien gibt es genauso wie bei uns viele verschiedene Feiertage. Im September findet in Madrid ein Fest namens La Noche en Blanco (die Nacht in weiß) statt. Die Nacht hat ihren Namen daher, dass viele Straßen hell erleuchtet werden und sie zeichnet sich dadurch aus, dass viele kulturelle Einrichtungen geöffnet sind und keinen Eintritt verlangen. Ergänzt wird diese Nacht von der "Noche de los Teatros" (Theaternacht) im März. Im April findet dann ein ganz besonderes Osterspektakel statt, die Semana Santa (Karwoche). Im ganzen Land werden dann große Umzüge veranstaltet, bei denen Menschen in Büßergewändern sowie Musikkapellen durch die Straßen ziehen. Immerhin ist Spanien ein sehr katholisches Land und für viele spielt Religion eine große Rolle. Daher ist den Spaniern auch Weihnachten wichtig, allerdings feiern sie es etwas anders als wir. In Madrid gibt es in der Weihnachtszeit einige Weihnachtsmärkte. Die Noche Buena (Heiligabend) wird ebenfalls in der Familie mit gutem Essen gefeiert. Dazu gehört unbedingt der Turrón, eine Süßigkeit mit Mandeln und Honig. Außerdem kommt die Urne des Schicksals auf den Tisch, aus der alle kleine Geschenke ziehen können. In die Kirche gehen die Spanier an diesem Abend auch, nämlich zur "Misa del Gallo" (Messe des Hahns). Den Höhepunkt des Festes bilden jedoch erst Los Reyes Magos (Die Heiligen Drei Könige) am sechsten Januar. So lange müssen die spanischen Kinder auch auf ihre Geschenke warten. Zwischen diesen Feiertagen liegt noch die Nochevieja (Silvester). Die Spanier treffen sich in dieser Nacht gern auf Madrids Plaza de Sol (Platz der Sonne), wo sie insgesamt zwölf Trauben verspeisen, eine mit jedem Glockenschlag.

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Die Bevölkerung Spaniens

Die Bevölkerung Spaniens ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen. Heute sind es über 47 Millionen Menschen, von denen 77% in den großen Städten leben. Wie bereits erwähnt, sind die Spanier sehr gläubig - über neunzig Prozent bezeichnen sich als katholisch. Ein Grund für den großen Bevölkerungsanstieg ist die Immigration nach Spanien. Über sechs Millionen der Menschen, die in Spanien leben, wurden nicht dort geboren. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus Iberoamérica (den ehemaligen Kolonien Spaniens und Portugals), aus der EU und aus Nordafrika. Allerdings verlassen auch viele Spanier ihre Heimat. Aktuell leben fast 2 Millionen Spanier im Ausland, davon über die Hälfte in Amerika und ca. 35% in anderen Ländern Europas.