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Radioaktive Strahlung 02:27 min

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Transkript Radioaktive Strahlung

Wir sind im Helmholtz-Zentrum in München. Hier gibt es eine Nebelkammer, mit der man Radioaktivität sichtbar machen kann. Wir haben in der Kammer selber ein Alkohol-Luft-Gemisch. Wenn Strahlung jetzt durch diese Kammer geht und wir sehen, dass diese kleinen Tröpfchen, diese Wasser-Alkohol-Tröpfchen, wie ein Kondensstreifen sich bildlich hier darstellen. Alpha-Strahlung zeigt sich durch wurmartige Gebilde, die Spinnenwebfäden dazwischen deuten auf Beta-Strahlen hin. Der Mensch hat kein Sinnesorgan, um Radioaktivität wahrzunehmen. Er wird verstrahlt und merkt es nicht einmal. Man kann eine tödliche Dosis bekommen, bevor man das merkbar ist. Die Blutgefäße im Körper werden leck. Das heißt, dass das Blut nicht mehr in die Blutbahn fließt, sondern in den Körper hinaus fortsetzt, was dann schwere Symptome verursacht. Deshalb sind Arbeiter in Atomkraftwerken, wie hier im zerstörten japanischen Fukushima, ganz und gar auf ihre Dosismessgeräte angewiesen. Akute Schäden treten ab einer Schwellendosis von etwa 200 Millisievert auf. Doch auch niedrigere Dosen können zu Spätschäden führen. Da ist vom epidemiologischen Studium her ganz klarer Beweis, dass diese Dosen einen Langzeitschaden mit sich bringen können. Allerdings nicht jede Person, die 200 Millisievert bekommen hat, wird eine Krankheit entwickeln. Radioaktive Strahlung wird über den Staub in der Luft aufgenommen. Sie belastet Lunge und Schilddrüse. Und auch mit verstrahltem Wasser kann man sich, so seltsam es auch klingt, stark verbrennen. Alpha-Strahlung ist weniger aggressiv, sie wird schon durch ein Blatt Papier abgeschwächt. Für Beta-Strahlung bräuchte man ein Metallblech. Um sich vor Gamma-Strahlung zu schützen, sind dicke Schichten eines festen Materials wie Blei nötig. Bei einem Gau kommt neben der akuten Strahlendosis auch die jahrelange Belastung durch verstrahlte Nahrungsmittel hinzu. Ein Grenzwert von 200 Millisievert suggeriert eine Sicherheit, die keiner garantieren kann.