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Jäger und Sammler der Altsteinzeit

Das alltägliche Leben unserer Vorfahren in der Altsteinzeit als Selbstversorger

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Die Altsteinzeit

Sicherlich hast du diesen Begriff schon einmal gehört. Aber warum heißt die Steinzeit überhaupt Steinzeit? Wann fand sie statt? Und vor allem: wie lebten unsere Vorfahren zu dieser Zeit? Wie kannst du dir das alltägliche Leben vorstellen?

Die Epoche der Altsteinzeit (fachsprachlich Paläolithikum) erstreckt sich über den Zeitraum von vor 2 Millionen Jahren – 10.000 v. Chr. Die wichtigste menschliche Entwicklung zu dieser Zeit war der aufrechte Gang und die geographische Ausbreitung unserer Vorfahren von Afrika nach Asien und Europa. Die Menschen betrieben eine sog. Subsistenzwirtschaft, das heißt, sie lebten von der Selbstversorgung als Jäger und Sammler.

Quellenlage

Über das Zeitalter der Altsteinzeit sind keine schriftlichen Zeugnisse überliefert. Unser heutiges Wissen haben Geschichtsforscher und Archäologen überwiegend mithilfe von Höhlenmalereien und Fundstücken aus Stein rekonstruiert. Daher hat die Epoche auch ihren Namen.

Erste Spuren des Menschen

Bei diesen Fundstücken handelt es sich um erste einfache Werkzeuge. Steinzeitmenschen nutzten sie beispielsweise als Messer zum Zerkleinern von Nahrung, als Beile zum Holzhacken oder als Faustkeile und Speerspitzen für die Jagd. Werkzeuge aus Metall, wie du sie heute kennst, entstanden erst viele Jahrtausende später.

08_hand_mit_werkzeug.jpg

Versorgung und Lebensunterhalt

Die Menschen versorgten sich zunächst durch das Sammeln von Früchten und Wildpflanzen, Kleintieren und Hülsenfrüchten wie Samen oder Bohnen. Sie ernährten sich außerdem von übriggebliebenen Fleisch von Raubtierbeuten. Im Prinzip wurde vieles verzehrt und verwertet, was die Natur hergab und dort zu finden war. Unsere Vorfahren entwickelten bereits in der Steinzeit ein Gespür dafür, was essbar war. Ein Reflex, der sich über die Jahrtausende weiterentwickelt hat. Dein Instinkt warnt dich auch heute noch vor unverträglichem oder gar giftigem Essen.

Wie du dir vorstellen kannst, bist du fast jedem Raubtier körperlich unterlegen. Aus diesem Grund benutzt du häufig deine im Gegensatz zu Tieren höheren Intelligenz, um dich durchzusetzen. Auch heute haben wir immer noch den Drang, unsere Werkzeuge und Technik weiterzuentwickeln. Genauso handelten schon die Steinzeitmenschen. Durch die ständige Verbesserung ihrer Werkzeuge war es den Menschen bald möglich, selbst auf Jagd zu gehen. Sie wurden im Jagen immer erfolgreicher und konnten sogar große Säugetiere wie Elefanten, Nashörner oder Hirsche erbeuten. Die Jagd war Dreh- und Angelpunkt im Leben der Altsteinzeitmenschen. Das ist daran zu erkennen, dass sie als sog. Nomaden Tierherden hinterherzogen. Sie waren also noch nicht sesshaft und lebten dort, wo es sich gut jagen und sammeln ließ. Außerdem schlossen sich die Menschen in sog. Horden von etwa 25-30 Personen zusammen. Gemeinsam ließ es sich besser jagen, man teilte sich die Aufgaben untereinander auf. So gingen beispielsweise Männer zusammen jagen. Frauen und Kinder sammeln. Obwohl diese Zeit schon lange vergangen ist, finden sich zum Teil immer noch Prägungen aus dieser Zeit in unseren heutigen Verhaltensweisen.

Neben den Werkzeugen aus Stein war Feuer der wichtigste Entwicklungsschritt vor 300.000 Jahren. Es spendet Licht und Wärme und ermöglichte eine bessere Nahrungszubereitung.

Steinzeitmenschen_Gruppe_neugierig_Ast_brennt.jpg

Übergang zur Jungsteinzeit

Die Altsteinzeit endet mit dem Übergang zur Jungsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren. Hier begannen die Menschen, wilde Tiere zu zähmen und diese als Haustiere zu halten. So wurden unsere Vorfahren sesshaft, reisten also nicht mehr aufgrund der Jagd als Nomaden umher und entwickelten sich auf diese Weise vom Jäger und Sammler zum Vieh- und Ackerbauern.

Eine der ersten Regionen, in welchen Menschen sesshaft wurden, war der sog. Fruchtbare Halbmond, ein sehr fruchtbares – und deshalb gut bebaubares – halbkreisförmiges Gebiet von Mesopotamien bis zum Mittelmeer.