30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Die Sozialgesetzgebung

Nach der deutschen Reichsgründung 1871 entwickelte sich Deutschland zum Industriestaat, wodurch sich die soziale Lage der Arbeiter verschlechterte. Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete Bismarck die Sozialgesetzgebung.

Bismarcks Sozialgesetzgebung

Was waren Bismarcks politische Grundprinzipien und wie wurde mit der sozialen Spannung und dem Dreiklassenwahlrecht umgegangen? Der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck reagierte mit den sogenannten Sozialistengesetzen auf die durch die Industrialisierung entstandene soziale Not der Arbeiter am Ende des 19. Jahrhunderts. So sollten die Lebensbedingungen der Arbeiter verbessert werden. Durch diese Bestrebungen Bismarcks sollte einerseits erreicht werden, dass sich die Arbeiter von den sozialistischen Ideen und Organisationen abwenden würden, andererseits sollten die Menschen dadurch Vertrauen zum neu gegründeten Staat fassen. So führte Bismarck folgende Versicherungen ein:

  • die Krankenversicherung für Arbeiter und ihre Angehörigen im Jahr 1883,
  • die Unfallversicherung für Arbeiter im Jahr 1884 und
  • 1889 die Alters- und Invalidenversicherung für Arbeiter und Landarbeiter, die wir heute als staatliche Rentenversicherung kennen.

Diese Gesetze führten tatsächlich zu einer Verbesserung der Lage der Arbeiter. Die Arbeiterschaft wandte sich dadurch jedoch nicht von der Sozialdemokratie ab. Bismarcks Sozialgesetze bildeten die Basis für weitere Gesetze und waren damit Wegbereiter für einen modernen Sozialstaat.