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Ludwig XVI.

Ludwig XVI. war ein französischer König, der von 1774 – 1792 regierte und kurz nach Ende seiner Amtszeit hingerichtet wurde.

Wer war Ludwig XVI.?

Ludwig XVI., 1754 in Versailles geboren und verheiratet mit Marie Antoinette, war letzte König des Ancien Régime, der Regierungsform vor der Französischen Revolution. Als alleiniger Herrscher regierte er ab 1774 den absolutistischen Ständestaat in Frankreich. Die Mehrheit seines Volkes lebte in Armut. Sie hatten kaum Rechte und mussten im Gegensatz zum ersten und zweiten Stand Steuern zahlen. Die französische Beteiligung am Siebenjährigen Krieg (1756 -1763) und am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775 -1783) und eine verschwenderische Hofhaltung der Monarchie verschärften die Finanzkrise des Staates. Ein Staatsbankrott drohte, woraufhin Ludwig durchsetzen wollte, dass Adel und Klerus ebenfalls Steuern zahlen. Im Mai 1789 berief er die Generalstände ein. Je 300 Vertreter aus den Ständen nahmen teil, was jedoch den dritten Stand benachteiligte, da deren Mitglieder die Mehrheit stellten. Es kam zu Unruhen. Die Abgeordneten des dritten Standes sowie fortschrittlich denkende Vertreter der ersten Stände erklärten am 17. Juni 1789 den dritten Stand zur Nationalversammlung und schworen, nicht eher auseinanderzugehen, bis Frankreich eine neue Verfassung habe (Ballhausschwur). Die Abschaffung des Ständesystems, politische Mitbestimmung sowie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurden gefordert. Diese Begriffe wurden die Schlagwörter der Französischen Revolution. Nach dem Sturm auf die Bastille am 14.7.1789 und weiteren Aufständen im ganzen Land verabschiedete die Nationalversammlung 1791 eine Verfassung, die Frankreich zu einer konstitutionellen Monarchie und 1792 zur Republik machte. Als einfache Bürger zum Tode verurteilt starben Ludwig und Marie Antoinette 1793 öffentlich durch die Guillotine.