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Die Evolution des Menschen

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Team Wissenswelt
Die Evolution des Menschen
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Evolution des Menschen

Neanderthaler und Homo Sapiens Sapiens - Der moderne Mensch - existierten 50 Jahrtausende mehr oder weniger friedfertig nebeneinander. Neanderthaler hatten deutliche körperliche Vorteile. Mit einem sehr hohen Muskelanteil, einem gedrungenen Körperbau und einem größeren Gehirn als der Homo Sapiens Sapiens hatten sie gute Chancen, unseren Vorfahren Konkurrenz zu machen. Schlussendlich jedoch verschwanden sie von der Bildfläche - Warum? Dies erfährst du hier im Video.

Transkript Die Evolution des Menschen

Vor 100.000 Jahren trat der Homo sapiens neanderthalensis, der Neandertaler, zeitgleich mit dem Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, in Europa auf. Der Neandertaler war schon länger in Europa ansässig und hatte sich vermutlich aus dem Homo heidelbergensis entwickelt. Der Neandertaler war ein sehr weit verbreiteter Vormensch. Gelebt hat er vor allem in Europa, aber auch im Nahen Osten findet man seine Überreste. Vielleicht sind die ersten modernen Menschen den Neandertalern begegnet. Dann könnte ihnen die kleine, aber kräftige Statur des Neandertalers aufgefallen sein. Die Körpergröße betrug circa einen Meter sechzig und er konnte zwischen 75 und 100 Kilogramm wiegen. Die Knochen waren sehr schwer und sein Muskelanteil hoch. Im Gesicht hatte er markante Überaugenwülste. Er besaß große Augen und eine große Nase. Der Hirnschädel war länglich und enthielt ein Gehirn von bis zu 1600 Kubikzentimeter Volumen. Damit hatte der Neandertaler ein größeres Gehirn als der Homo sapiens sapiens. Die biologischen Merkmale scheinen optimal an das kalte Klima der Eiszeit angepasst. Seine große Nase erwärmte die Atemluft und die vielen Muskeln erzeugten zusätzliche Wärme. 50.000 Jahre lang existierten Homo sapiens sapiens und der Homo neanderthalensis nebeneinander auf der Erde, bevor der Neandertaler verschwand. Offenbar machten ihm die sinkenden Temperaturen einer neuen Eiszeit doch Schwierigkeiten. Die spätesten gefundenen Exemplare finden sich weiter südlich und könnten auf eine Kälteflucht hindeuten. Der Neandertaler war dem modernen Menschen in vielem durchaus ebenbürtig. Er konnte sich durch Sprache verständigen und beerdigte seine Toten. Ansatzweise verfügte er auch über Kunstverständnis. Wissenschaftler vermuten heute, dass ihm der hohe Kalorienbedarf seines Körpers im Wege stand. Er hatte einen wesentlich höheren Nahrungsbedarf als der moderne Mensch. So war er ständig mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt, während der Homo sapiens sapiens Zeit hatte, sich mit der Entwicklung von besseren Werkzeugen und Jagdgeräten, aber auch mit Kunst, Religion und der Überlieferung von Wissen zu beschäftigen. Das verschaffte dem Homo sapiens sapiens nach der heutigen Meinung der Forschung einen so gewaltigen Entwicklungsvorsprung, dass der Neandertaler schlichtweg verdrängt wurde. Es gab auch einzelne Meinungen, die eine Vermischung der beiden Arten für möglich hielten. Das gilt aber durch moderne DNA–Analysen als widerlegt. Der moderne Mensch wird einen enormen Druck auf den Neandertaler ausgeübt haben, da er ihm in vielem überlegen war. Er konnte bessere Werkzeuge herstellen, konnte seine Ressourcen effektiver nutzen, hatte eine bessere soziale Organisation, weniger Risiko zu erkranken oder sich zu verletzen. Er war fruchtbarer, die Kindersterblichkeit war niedriger und die Individuen wurden älter.

Die Evolution des Menschen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Evolution des Menschen kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die optischen Merkmale des Neandertalers.

    Tipps

    Die Neandertaler lebten in eisigen Temperaturen. Ihre Nase musste in der Lage sein, die Atemluft ausreichend zu erwärmen.

    Der Hirnschädel der Neandertaler war länglich, was ihren Kopf größer als unseren machte.

    Lösung

    Der Neandertaler war optimal an die kalten Temperaturen der Eiszeit angepasst. Seine große Nase erwärmte die Atemluft ausreichend und die großen Überaugenwülste hatten wahrscheinlich eine Schutzfunktion für die Augen. Das Gehirn des Neandertalers war sogar größer als das des Jetztmenschen (homo sapiens sapiens), weshalb der Kopf auch etwas größer war.

  • Bestimme, welche Aussagen über den Neandertaler korrekt sind.

    Tipps

    Die Neandertaler waren ca. 1,60 m groß und wogen 75 bis 100 kg.

    Der moderne Mensch konnte seine Ressourcen besser nutzen. Er wurde älter, war fruchtbarer und die Kindersterblichkeit war niedriger.

    Lösung

    Der Neandertaler war von der Statur her, im Vergleich zum modernen Menschen, eher klein und kräftig. Er hatte schwere Knochen und einen hohen Muskelanteil. Um seinen Körper mit Energie zu versorgen, war er eigentlich ständig auf Nahrungssuche. Zum Glück galt der Neandertaler als ausgesprochen guter Jäger.
    Der moderne Mensch hatte von seiner Körperbeschaffenheit her allerdings den Vorteil, seine Zeit nicht nur der Nahrungsbeschaffung und -aufnahme widmen zu müssen. Er konnte diese Zeit nutzen, um sich und seine Werkzeuge weiterzuentwickeln.
    Zwar war der Neandertaler dem modernen Menschen in einigen Dingen ähnlich. Er beerdigte beispielsweise seine Toten und konnte sich auch verständigen (vermutlich konnte er sogar sprechen). Aber der moderne Mensch hatte einfach die bessere soziale Organisation und konnte bessere Werkzeuge herstellen.
    Wahrscheinlich war es dieser Entwicklungsvorsprung, der dazu führte, dass der Neandertaler vom modernen Menschen verdrängt wurde, obwohl er schon viel früher als der Homo sapiens sapiens in Europa heimisch war.

  • Vergleiche den Neandertaler mit dem modernen Menschen.

    Tipps

    Überlege, wo der heutige/moderne Mensch überall lebt.

    Der Neandertaler war eher klein und kräftig.

    Lösung

    Es war der Neandertaler, der zuerst Europa besiedelte. Der moderne Mensch, auch Jetztmensch genannt, war zunächst in Ostafrika heimisch und besiedelte von dort aus alle weiteren Kontinente.
    Was die biologischen Merkmale betrifft, war der Neandertaler optimal an die damaligen klimatischen Gegebenheiten angepasst. Er war eher klein, aber dafür kräftig und hatte viele Muskeln. Dennoch war der moderne Mensch dem Neandertaler in vielen Dingen überlegen, weshalb er ihn verdrängte.

  • Ordne den Neandertaler in den Stammbau der Entwicklung des Menschen ein.

    Tipps

    Der Australopithecus war ein Vormensch, der dem Affen noch sehr ähnlich war.

    Der Mensch entwickelte sich auf allen Ebenen weiter. So auch bei der Werkzeugherstellung, die mit einfachen Werkzeugen begann, welche dann immer komplexer wurden.

    Lösung

    In der Grafik ist der Stammbaum der Menschheitsentwicklung zu sehen. Dabei fallen zwei Dinge auf:

    1. Der Homo ergaster wurde in der Aufgabe nicht erwähnt.
    2. Der Neandertaler ist nach aktuellem Stand der Forschung kein direkter Vorläufer des modernen Menschen, sondern existierte parallel zu ihm und wurde schließlich vom Homo sapiens sapiens verdrängt.
    Nicht nur optisch kam es zu Veränderungen während der Evolution des Menschen, sondern auch auf sozio-kultureller Ebene. So entwickelten sich zusammen mit den Menschen auch ihre Werkzeuge und ihre Fähigkeiten weiter.

  • Gib die Informationen zur Entwicklung des Neandertalers und des modernen Menschen wieder.

    Tipps

    Bei den meisten Begriffen verrät ein Großbuchstabe in Klammern den Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes.

    Der Neandertaler ernährte sich von Pflanzen und Fleisch.

    Lösung

    Der Homo neanderthalensis (Neandertaler) und der Homo sapiens sapiens lebten vor etwa 100.000 Jahren zeitgleich in Europa.
    Optisch war der Neandertaler gut an die kalten Temperaturen der Eiszeit angepasst. Doch seine körperliche Beschaffenheit verbrauchte viel Energie, weshalb er häufig mit der Nahrungsbeschaffung und -aufnahme beschäftigt war. Der Neandertaler war ein guter Jäger und entwickelte seine Werkzeuge für diesen Zweck weiter. Er war auch schon in der Lage, Kleidung aus Tierhäuten herzustellen. Dennoch war ihm der moderne Mensch bei der Weiterentwicklung der Werkzeuge und in vielen anderen Bereichen überlegen.

  • Beschreibe das Leben der Neandertaler.

    Tipps

    Mit Evolution bezeichnet man die allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen.

    Vier Auswahlmöglichkeiten bleiben übrig.

    Lösung

    1856 wurde im Neanderthal der Schädel eines Urmenschen gefunden. Dieser und die weiteren dort gemachten Funde sind etwa 40.000 Jahre alt.
    Inzwischen ist der Neandertaler der am besten erforschte Hominide. Er glich in vielen Dingen bereits dem modernen Menschen. So lebte er bereits in Familienverbänden, konnte Hütten errichten und Werkzeuge herstellen.
    Allerdings gilt die Verwandtschaft zum modernen Menschen nach aktueller Meinung der Forschung als widerlegt. Der Neandertaler und der Jetztmensch lebten also nebeneinander in Europa. Ob der Rückzug des Neandertalers Richtung Süden auf klimatische Veränderungen oder die Verdrängung durch den modernen Menschen zurückzuführen ist, ist allerdings noch nicht ganz geklärt. Gesichert ist bisher nur, dass der Neandertaler vor ca. 30.000 Jahren verschwand.

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