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Die Chausseestraße - Berliner Mauer und Woodstock des Ostens

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Team History
Die Chausseestraße - Berliner Mauer und Woodstock des Ostens
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Chausseestraße - Berliner Mauer und Woodstock des Ostens

Die Chausseestraße ist nicht nur für die Friedhöfe und den Grenzübergang nach dem Bau der Berliner Mauer bekannt. In diesem Video wirst du erfahren, welches große Stadion die DDR-Regierung hier nach dem Zweiten Weltkrieg bauen ließ. Und hast du schon einmal was vom Woodstock-Festival in den USA gehört? Hier lernst du mit historischem Filmmaterial das sozialistische Gegenstück, das „Woodstock des Ostens“, kennen.

Transkript Die Chausseestraße - Berliner Mauer und Woodstock des Ostens

Der Abschnitt der Chausseestraße zwischen den Kreuzungen mit der Habersaath und der Liesenstraße lag während der Zeit der Mauer im Grenzgebiet. Hier sieht man den Ort des Grenzübergangs an der Kreuzung mit der Liesenstraße. An der Kreuzung mit der Habersaathstraße wurde 1950 in Rekordzeit das Walter-Ulbricht-Stadion gebaut. Die DDR-Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend, FDJ, schob Sonderschichten. Der Anlass – im Sommer 1951 fanden die Weltjugendfestspiele zum ersten Mal in der DDR statt. 26.000 Delegierte aus 104 Ländern nahmen teil. DDR-Präsident Wilhelm Pieck und der italienische Kommunistenführer Enrico Berlinguer eröffneten die einwöchigen Spiele. Der Krieg war noch nicht lange vorbei, der neue deutsche Staat konnte sich als friedliebend präsentieren. Die Völkerverständigung und der Aufbau des Sozialismus standen im Mittelpunkt aller Veranstaltungen. Während der Spiele reisten FDJler nach Westberlin und verteilten kommunistische Flugblätter. Die Westberliner Polizei schlug diese kommunistische Demonstration mit Gummiknüppel erbarmungslos nieder. Es gab viele Verletzte. Eine extreme Reaktion im Zeichen des Kalten Krieges. 1961 wurde die Mauer gebaut. An der Chausseestraße entstand ein Grenzübergang. Hier öffnete sich die Mauer nach zwei Jahren zum ersten Mal wieder einen Spalt breit. Zunächst warteten die Westberliner stundenlang auf ihren Passierschein. „Wie lange stehen Sie hier schon?“ „29 Stunden. Gestern sieben Stunden und heute von nachts um 12 bis mittags um 12.“ Dann konnten Hunderttausende Westberliner ihre Familien im Osten zum ersten Mal seit dem Mauerbau kurz besuchen. Ab 1973 hieß das Walter-Ulbricht-Stadion Stadion der Weltjugend. Die Weltfestspiele der Jugend fanden nun zum zweiten Mal in der DDR statt. Eine Woche lang feierten 25.000 junge Menschen im Geiste des Sozialismus rund um die Uhr. Teilnehmer sprachen rückblickend vom Woodstock des Ostens. Gerade hatte in den USA das legendäre Woodstock-Festival stattgefunden, außerdem herrschte seit dem Amtsantritt von Erich Honecker Aufbruchstimmung in der DDR. Bei den Weltjugendspielen gab es viel Musik und politische Diskussionen. Im Mittelpunkt standen Solidaritätsbekundungen mit den Nordvietnamesen, die noch gegen die USA kämpften und für das damals sozialistische Chile unter Präsident Salvador Allende. Eine westdeutsche sozialistische Jugendorganisation überreichte einen Scheck über 100.000 Dollar für ein Kinderkrankenhaus in Vietnam. Während der Weltjugendspiele fand man Aushänge wie „Suche Kontakt zu einem Mädchen aus Chile, sie kann ruhig hübsch sein.“. Ironie der Geschichte - heute liegt an der Stelle des Stadions die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes. Anfang 1989 beobachtete eine Kamera aus dem Westen zufällig, wie ein Mann aus Ostberlin über den Grenzübergang Chausseestraße zu fliehen versuchte. Von der Chausseestraße biegt die Liesenstraße ab. Über die Friedhöfe an der Straße verlief die Grenze. 1961 wurde das Friedhofsgelände, auf dem auch Fontane begraben ist, abgeriegelt. Heute noch sind die beiden Engelsfiguren im Hintergrund zu sehen. Westberliner ermunterten einen DDR-Polizisten zu fliehen. Nach langem Zögern stieg er über den Friedhofszaun in den Westen.

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