30 Tage risikofrei testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte im Basis- oder Premium-Paket.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage risikofrei testen

Der Wiener Kongress 06:32 min

Textversion des Videos

Transkript Der Wiener Kongress

Hallo liebe Freude, hier ist eine neue Folge von Kapitän Geschi.

Heute erzähle ich euch vom Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattgefunden hat. Nach diesem Video wisst ihr Bescheid, über die wichtigsten Ziele, die bestimmenden Prinzipien und die Ergebnisse des Wiener Kongresses. Es wäre sehr praktisch, wenn ihr schon die Napoleonischen Kriege, die Ausdehnung der Herrschaft Napoleons in Europa und deren Auswirkung und die Niederlage Napoleons kennt. Und wenn nicht, ist auch nicht so schlimm.

Der Wiener Kongress

Nachdem Napoleon besiegt und auf die Insel Elba verbannt wurde, trafen sich die Repräsentanten von etwa 200 Staaten und Städten in Wien, um Europa neu zu ordnen. Der Vorsitzende des Wiener Kongresses war Fürst Metternich aus Österreich. Die Großmächte waren vertreten durch Metternich für Österreich, Lord Castlereagh für Großbritannien, Talleygrand für Frankreich, Zar Alexander der Erste für Russland und Hardenberg für Preußen. Der Wiener Kongress tagte 9 Monate lang. Seine Teilnehmer ließen es sich so lange ganz gut gehen. Ein Teilnehmer des Kongresses empörte sich darüber einmal mit den Worten: Der Kongress tanzt, aber er kommt nicht vorwärts.

Die Ziele des Wiener Kongresses

Aber kommen wir nun zur Sache. Die Ziele des Wiener Kongresses waren die folgenden: Die Schaffung eines dauerhaften Friedens in Europa. Die alten Rivalitäten zwischen den Staaten sollten dabei auch durch eine territoriale Neuordnung der Staaten abgebaut werden. Dazu musste das Napoleonisch Europa ausgelöscht und neu gegliedert werden. Das war natürlich eine heikle Angelegenheit. Die Vertreter der verschiedenen Staaten versuchten jeder, ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen, wie diese Karikatur zeigt. Außerdem musste nach Napoleons Verbannung das Verhältnis der europäischen Staaten zu Frankreich neu geregelt werden. Ein wichtiges Ziel, das so gut wie alle Teilnehmer am Wiener Kongress teilten, war der Kampf gegen Schaffung der heiligen Allianz. Die Idee der Aufklärung.

Die bestimmenden Prinzipien des Wiener Kongress

Womit wir zu den bestimmenden Prinzipien des Wiener Kongresses kommen, die im Wesentlichen konservativ, monarchische Leitideen waren. Das erste bestimmende Prinzip des Wiener Kongresses war die Restauration. Mit Restauration ist hier die Wiederherstellung der Verhältnisse von vor der französischen Revolution gemeint. Die alten Herscherfamilien sollten in den jeweiligen Ländern wieder eingesetzt werden.

Das 2. bestimmende Prinzip, die Legitimation. Nur die alteingesessenen Dynastien sollten herrschen. Dadurch wurde die Herrschaft durch Gottes Gnadentum legitimiert. Das Widerstandsrecht gegenüber den Herrschern wurde abgelehnt. Das fanden die alten Herrschaften natürlich super. Für sie war es doch klar wie Kloßbrühe, dass sie das uneingeschränkte Sagen in ihren Ländern haben sollten. Die Bürger der jeweiligen Länder waren aber gar nicht so froh darüber. Unter Napoleons Herrschaft hatten sie die Ideen der Aufklärung und der französischen Revolution kennen gelernt. Die Bürger haben von Wiener Kongress mehr politische Mitbestimmungsrechte für ihre Länder erhofft.

Das 3. bestimmende Prinzip des Wiener Kongresses war deshalb auch die Solidarität der Mächte untereinander. Sie wollten sich gegenseitig dabei unterstützen, gegen revolutionäre Untriebe der Bürger vor zu gehen. Russland, Preußen und Österreich schlossen dich deshalb zur heiliger Allianz zusammen.

Die Hauptergebnisse des Wiener Kongresses

Kommen wir jetzt noch schließlich zu den Hauptergebnissen des Wiener Kongresses. Die Pentarchie war ein Ergebnis des Wiener Kongresses. Damit ist die Herstellung des Gleichgewichts der 5 Großmächte gemeint. Dies bedeutete, dass Frankreich seine annektierten Gebiete verlor. Dafür gab es Gebietsgewinne für Preußen, Russland, England und Österreich. Ein weiteres Ergebnis war die Teilung Polens, Gebietsgewinne für Schweden, die Vereinigten Niederlande und Sardinien-Piemont.

Das 2. Hauptergebnis des Wiener Kongresses war die Schaffung der heiligen Allianz. Preußen, Russland und Österreich sprachen sich gegenseitig Solidarität zu versprachen stets gegen alle nationalen und liberalen Bestrebungen zu intervenieren. Und für Deutschland war das 3. wichtige Hauptergebnis des Wiener Kongresses, die deutsche Bundesakte. Die deutsche Bundesakte wurde am 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress verabschiedet und bildete das Grundgesetz des deutschen Bundes.

So liebe Freunde, jetzt wisst ihr Bescheid und bis zum nächsten Mal. Haltet die Ohren steif, euer Kapitän Geschi