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Chinas Eunuchen

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Chinas Eunuchen
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Grundlagen zum Thema Chinas Eunuchen

Wie Cixi den Drachenthron bestieg, welche Rolle Eunuchen in Chinas Geschichte spielten und was es für die Psyche eines Mannes bedeutet, Eunuch zu sein.

Transkript Chinas Eunuchen

China 1861: Der Kaiser ist tot. Es lebe der neue Kaiser. Der aber ist erst sechs Jahre alt. Ein Kind sitzt auf dem Drachenthron und seine Mutter entscheidet darüber, was es beschließen soll. Cixi heißt die mächtigste Frau Chinas, die Regentin im Reich der Mitte. Mit dem kaiserlichen Siegel hat sie die Macht über Leben und Tod zu entscheiden. „Sie hatte einen starken Willen und das erforderliche Maß an Rücksichtslosigkeit. Nur eines hatte sie nicht: Die klare Idee vom Weg, den China zu gehen hatte.“ Eine klare Vorstellung hatten aber andere: Die Schattenwesen des Hofstaats, die Eunuchen. Auch die mächtigsten Herrscher sind von anderen abhängig. Sie brauchen Personal, dem sie blind vertrauen können. Kaiserin Cixi setzt auf Bewährtes. Ihre Leibwache sind kastrierte Männer. Die Kastration hatte eine Jahrtausende alte Tradition am chinesischen Hof und folgte einem strengen Ritual. Meistens wurde der Eingriff schon bei den Kindern vorgenommen, quasi als Investition in die zukünftige Karriere. Alle sozialen Bindungen wurden mit dem Schnitt des Kultmessers durchtrennt. Der Eunuch teilte die Einsamkeit mit dem Herrscher. Er wurde zu seinem Instrument und Schatten. In der verbotenen Stadt teilten tausende Kastraten das Schicksal der totalen Isolation. „Die psychologische Situation von Eunuchen ist durch drei Faktoren gekennzeichnet: Identitätskonflikte, hormonelle Veränderungen, soziale Ausgrenzung. Für die Persönlichkeit bedeutet dies auf der einen Seite eine Tendenz, eine Neigung zur Unterwerfung, zur Loyalität, auf der anderen Seite aber auch Aggression, Wut und besondere Grausamkeit.“ Wer selbst viel leidet, fügt auch anderen Leid zu. Bedingungslose Herrschaft über alle Untergebenen ist das Ziel. Die Eunuchen werden zu einer verschworenen, mächtigen Gemeinschaft. Wer bei Hof den Chefeunuchen gegen sich hat, dessen Tage sind gezählt. Nicht nur Verbrechern geht es an den Kragen. Die Eunuchen haben ganze Dynastien auf dem Gewissen. Die Schattenwesen ziehen die unsichtbaren Fäden im Palast. Auch bei Kaiserin Cixi brodelt es längst hinter den Kulissen. Die Eunuchen servieren der Kaiserin täglich 18 Gänge und erfahren dabei mehr Geheimnisse als nur die Speisefolge der Regentin. Und: Sie wollen ihren Anteil am ausufernden Luxus, mit dem sich Cixi umgibt. Die Jahre vergehen, der Neid wird immer größer. Als sich die Kaiserin zu ihrem 60. Geburtstag einen Sommerpalast errichten lässt, obwohl das Reich finanzielle Probleme hat, ist das der Anfang der Katastrophe. Denn die Eunuchen suchen nach einer Schwachstelle und finden sie. Der Sohn Cixi, Zaichun ist schwach und dem Opium sehr zugetan. Die Eunuchen machen den zukünftigen Herrscher von sich abhängig. Das Imperium steht am Rande des Ruins.

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