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Weltwirtschaftskrise und Ende der Weimarer Republik

Die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 stürzte die Weimarer Republik in eine tiefe Krise. Durch den Aufstieg der NSDAP wird die wirtschaftliche Notlage auch zu einer politischen und führt letztendlich zum Ende der Weimarer Republik und die Machtübernahme der Nationalsozialisten.

Vielleicht stellst du dir die Frage, an welchen Ursachen eine augenscheinlich so fortschrittliche Verfassung und mit ihr die Weimarer Republik zerbrechen konnte. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Die monarchistisch geprägten Bürger waren an ein demokratisches System nicht gewöhnt und Verwaltungswesen, Militär und Wissenschaft blieben überwiegend kaisertreu, wie beispielsweise Reichspräsident Paul von Hindenburg. Erschwerend kam hinzu, dass in der Republik verfassungsfeindliche Parteien wie die NSDAP Fuß fassen konnten und auch zwischen demokratischen Parteien wie der SPD oder USPD Uneinigkeit herrschte. Starke finanzielle Belastungen wie die Reparationszahlungen des Ersten Weltkriegs oder die Folgen der Weltwirtschaftskrise führten zu einer hohen Verschuldung und Massenarbeitslosigkeit. In den Jahren von 1930 bis 1933 regierten die Reichskanzler Brüning, Papen und Schleicher jeweils unabhängig vom Reichstag – die Zeit der sogenannten Präsidialkabinette. Das demokratische System wurde immer weiter geschwächt. All diese Faktoren in Verknüpfung mit den strukturellen Fehlern der Verfassung führten dazu, dass Adolf Hitler auf scheinbar legale Weise der Weg zur Machtübernahme geebnet wurde.