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Moderne Konflikte

Der 11. September 2001 veränderte die Welt: Ein Anschlag des Terrornetzwerks al-Quaida auf die USA läutete den sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“ ein und verursachte eine Reihe globaler Konflikte.

Konflikte und Terror

Seit Anbeginn der Menschheit kommt es immer wieder zur Einschüchterung, Bekämpfung, Ermordung Andersdenkender und Andersgläubiger, Terror oder Freiheitskämpfen. Die Motive, die hinter diesen Taten stehen, können dabei grundverschieden ausfallen. Denkst du an den Begriff Terror, kommen dir vielleicht unterschiedlichste Ereignisse wie beispielsweise die Terrorherrschaft Robespierres während der Französischen Revolution, die Herrschaft der Nationalsozialisten oder öffentliche Anschläge in den Sinn. Hieran kannst du erkennen, dass solche Gewalttaten mit unterschiedlichsten Motiven gerechtfertigt werden. Die Täter, die gewöhnlich in Gruppierungen auftreten, geben oft an, ihre Handlungen beispielsweise für die Unabhängigkeit eines Landes oder einer Region, aufgrund einer anderen politischen oder religiösen Ordnung oder für die Überlegenheit eines Landes oder einer Gruppierung zu begehen. Als Beispiel für Terror in Deutschland kannst du dir die Rote Armee Fraktion (RAF) vor Augen führen, die in den 70er und 80er Jahren Attentate auf Politiker und Wirtschaftsbosse durchführte. Internationale Beispiele der letzten Jahre bieten beispielsweise Anschläge, die von al Quaida oder dem IS (Islamischen Staat) verübt wurden.

9/11: Ein Tag verändert die Welt

Besonders religiös motivierte Anschläge sind vor allem seit Anfang des 21. Jahrhunderts immer häufiger zu beobachten. Ein besonders einschneidendes Datum, von dem du bestimmt schon einmal gehört hast, war der 11. September 2001, auch bekannt als 9/11. Vier Passagierflugzeuge wurden von 19 muslimischen Terroristen entführt und als Waffe gegen die Vereinigten Staaten von Amerika genutzt. Zwei der Flugzeuge flogen ins New Yorker World Trade Center, dessen als Twin Towers bekannte Türme im Anschluss an das Attentat einstürzten. Das dritte Flugzeug schlug ins Pentagon ein und die vierte Maschine stürzte auf einem Feld in der Nähe der Stadt Pittsburgh ab.

9/11

Zu den Anschlägen bekannte sich das islamistische Terrornetzwerk al-Quaida. Dessen Anführer Osama bin Laden hatte zuvor zum Dschihad, dem heiligen Krieg gegen die Ungläubigen, aufgerufen. Bin Laden bekannte sich allerdings erst 2004 als Initiator hinter den Attentaten in den USA. Die Anschläge verursachten den Tod von beinahe 3.000 Menschen.

Flug

George W. Bush und der Krieg gegen den Terror

Die Anschläge des 11. Septembers ließen nicht lange auf eine Gegenreaktion warten. Am 20.09.2001 rief der damalige US-amerikanische Präsident George W. Bush zum Krieg gegen den Terror auf und erklärte Afghanistan den Krieg. Als Begründung wurde genannt, man wolle al-Quaida zerschlagen, Osama bin Laden fassen oder töten und das mit bin Laden verbündete Regime der Taliban entmachten. Der „Krieg gegen den Terror“ führte zu Einsätzen internationaler Streitkräfte in den unterschiedlichsten Ländern, unter anderem auch einem Einsatz der deutschen Bundeswehr in Afghanistan. Dieser Einsatz verursachte in der deutschen Öffentlichkeit eine heftige Debatte, ob Deutschland sich hiermit an einem Krieg oder einem bewaffneten Konflikt beteilige. Aus denselben Gründen wie zuvor erklärten die USA 2003 auch dem Irak den Krieg. Die vorgegebene Motivation für die geführten Kriege wurde allerdings weltweit immer wieder in Frage gestellt. Hier kannst du dir vorstellen, dass viele auch vermuteten, dass die unter dem Deckmantel des „Krieges gegen den Terror“ geführten Einsätze für die USA ebenfalls profitabel waren, um an wertvolle Mineralien wie Öl zu gelangen. Viele nahmen den USA ihre humanitären Beweggründe und ihren Krieg ausschließlich gegen Terroristen nicht ab, zumal sie einige Jahre zuvor schon einmal in einem Krieg im Nahen Osten verwickelt waren.

Osama bin Ladens Ende und gegenwärtiger Terror

Erst knapp 10 Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers, am 02. Mai 2011, wurde Osama bin Laden unter der Präsidentschaft Barack Obamas in einer pakistanischen Villa ausfindig gemacht. Im Rahmen der sogenannten Operation Neptune’s Spear wurde der al-Quaida-Anführer von US-Soldaten ausgeschaltet. Der Fundort bin Ladens brachte Pakistan in Erklärungsnot.

Doch auch mit der Tötung des zeitweise meist gesuchten Mannes der Welt ist das Kapitel Terrorismus längst nicht abgeschlossen. Gruppierung wie der IS verlieren zwar derzeit stark an Bedeutung, begehen aber immer wieder Anschläge unter religiösen Vorwänden. Da diese Attentate allerdings weltweit ausgeführt werden und vor keiner religiösen oder ethnischen Gruppe haltmachen, wird klar ersichtlich, wie fadenscheinig diese Vorwände sind. Dennoch hat der Krieg gegen den Terror letztendlich auch statistisch gesehen nichts bewirkt. Es gibt immer noch unzählige Terrorzellen weltweit und die neuen Generationen fühlen sich nicht weniger zu radikalen Gruppierungen hingezogen wie zu Beginn der amerikanischen Offensive, ganz zu schweigen vom Leid und Elend der Zivilbevölkerung in den betreffenden Regionen.