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Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen 11:51 min

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Transkript Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen

Hallo, ich bin Martina! Und in diesem Video wird es wieder märchenhaft. Du hast sicherlich schon einiges über Märchen gelernt oder zumindest kennst du einige Märchen. Heute soll es mal um die Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen gehen. Ich stelle dir zunächst noch mal einige Merkmale von Volksmärchen vor, die wir dann mit denen des Kunstmärchens vergleichen, um die Unterschiede zwischen den beiden Märchentypen festzuhalten. Es gibt aber nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten. Und natürlich sehen wir uns die Unterschiede sowie die Gemeinsamkeiten an Beispielen an. Du brauchst auch keine besonderen Vorkenntnisse, außer dass du einige Volksmärchen wie zum Beispiel „Hänsel und Gretel“ oder das „Rotkäppchen und der böse Wolf“ und das Kunstmärchen „Der kleine Prinz“ kennen solltest. Und wenn du soweit bist, treten wir ein in die Welt der Volksmärchen. Du kennst sicherlich einige Märchen wie zum Beispiel „Der Froschkönig“, „Schneewittchen“, „Hänsel und Gretel“ und oft werden sie zusammengefasst unter der Bezeichnung “Grimms Märchen”. Die Gebrüder Grimm waren aber nicht die Autoren, sondern die Sammler dieser Märchen. Denn Volksmärchen haben keinen bestimmten Autor oder Verfasser. Es sind mündliche Überlieferungen, die irgendwann aufgeschrieben und dann von den Gebrüdern Grimm und anderen gesammelt und als Buch herausgegeben wurden. Ein Volksmärchen beginnt üblicherweise mit „Es war einmal…“. Es war einmal irgendwann in der Vergangenheit, aber wann das genau war, vor wie vielen Jahren oder Jahrhunderten, wird nicht erwähnt. Was fällt dir denn zum Ort ein, wenn du zum Beispiel an das “Rotkäppchen“ denkst? Oder an „Hänsel und Gretel“? Es gibt da einen Wald und bei Hänsel und Gretel auch ein Knusperhäuschen. Aber das ist alles, was wir über den Ort erfahren. Es gibt also im Volksmärchen weder eine bestimmte Orts-, noch eine bestimmte Zeitangabe. Das heißt, wir wissen nicht genau, wo und wann das Märchen spielt. Der Ort der Handlung wiederholt sich dafür häufig und es gibt gewisse Schauplätze, die typisch sind für das Märchen, zum Beispiel eben der Wald oder ein Schloss beziehungsweise eine Burg. Die Sprache im Märchen ist einfach, aber dafür gibt es sprechende Tiere und Pflanzen. Wie sieht es denn mit der Handlung aus, zum Beispiel in „Rotkäppchen und der böse Wolf“? Das Rotkäppchen macht sich auf den Weg zur Großmutter, trifft den Wolf, der überredet sie, noch ein paar Blumen zu pflücken, um sich Zeit zu verschaffen, die Großmutter zu fressen. Anschließend verschlingt er das Rotkäppchen und dann kommt der Jäger und rettet alle. Die Handlung besteht also aus einem einzigen Handlungsstrang und es gibt keinen weiteren Handlungsstrang, indem wir zum Beispiel erfahren, was der Jäger macht, bevor er zum Haus der Großmutter kommt. Volksmärchen haben meist nur einen Handlungsstrang und dieser hat auch meist einen typischen Verlauf, wie zum Beispiel im „Rotkäppchen“: Das Rotkäppchen macht sich auf den Weg zur Großmutter, dann kommt der Wolf, der die Gefahr symbolisiert. Er bringt das Rotkäppchen vom rechten Weg ab und so kommt es zum Unglück, denn der Wolf frisst die Großmutter und das Rotkäppchen. Am Ende gibt es aber zum Glück wieder ein Happy End. Oft ist die Ausgangslage im Märchen aber auch eine Notsituation, wie bei „Hänsel und Gretel“ oder beim „Schneewittchen“. Die ungeliebten Stiefkinder werden weggeschickt und ihr Leben ist in Gefahr. Es gelingt ihnen jedoch, alleine oder mit der Hilfe anderer, sich aus dieser Situation zu befreien und am Ende werden sie mit Glück belohnt. Typisch für das Volksmärchen ist deshalb auch, dass der Held eine Prüfung zu bestehen oder eine schwere Aufgabe zu erfüllen hat. Mit dieser Aufgabe verbunden ist häufig die magische Zahl drei. Der Held hat zum Beispiel drei Wünsche frei oder muss drei Prüfungen bestehen. Wenn du an die Charaktereigenschaften der Figuren denkst, was fällt dir dann ein? Was kannst du über sie sagen? Es gibt eine grundsätzliche Unterteilung in gute und böse Figuren, was man aus dem Handlungsverlauf schließt. Aber es gibt keine sogenannte Psychologisierung der Figuren, das heißt, wir erfahren nichts über den Charakter des Rotkäppchens. Wir wissen nicht, ob es vielleicht schüchtern ist, oder ängstlich, oder aufgeschlossen und mutig. Wir erfahren nichts über die Charaktereigenschaften der Märchenfiguren. Ebenso einfach wie die Figuren ist auch die Märchenwelt. Sie beschränkt sich auf das Umfeld der Figuren und am Ende soll die Idylle wiederhergestellt werden. Und wenn du jetzt an den Anfang des Märchens denkst, fällt dir bestimmt auch das typische Ende des Märchens ein: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Volksmärchen haben also einen typischen, formelhaften Anfang und Schluss, an dem du gleich erkennst, dass es sich um ein Märchen handelt. Aber was ist denn nun ein Kunstmärchen? Kunstmärchen hat nichts mit Kunst in Form von Gemälden oder Ähnlichem zu tun. Kunst bedeutet hier, dass das Märchen von einer Person geschaffen wurde, also einem Autor, der das Märchen geschrieben hat und das ist der wesentliche Unterschied zum Volksmärchen, das keinen bestimmten Autor hat, sondern eine mündliche Überlieferung ist. Das Kunstmärchen hat auch keine Anfangs- und Schlussformel wie das Volksmärchen. Es fängt also nicht mit dem berühmten „Es war einmal…“ an, dafür haben wir im Kunstmärchen oft Hinweise oder sogar genaue Angaben über den Ort und die Zeit der Handlung. Denk mal an das Kunstmärchen „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Der Erzähler ist in der Sahara notgelandet und dort trifft er den kleinen Prinzen. Der Ort der Handlung ist also erstmal die Sahara und über die Zeit der Handlung erfahren wir zumindest, dass es zu einer Zeit spielt, als es schon Flugzeuge gab, denn der Erzähler ist ja mit seinem Flugzeug notgelandet. Die Sprache ist bei dieser Art von Märchen auch anspruchsvoller als im Volksmärchen. Es gibt zum Beispiel häufig Wortspiele, das heißt, der Autor spielt mit der unterschiedlichen Bedeutung von Wörtern. Außerdem ist die Handlung mehrsträngig. Denke nochmal an das Märchen „Der kleine Prinz“. Da ist einerseits der Handlungsverlauf des Erzählers, der in der Sahara mit seinem Flugzeug notgelandet ist und andererseits erzählt er von dem kleinen Prinzen und dessen Besuchen auf den verschiedenen Planeten. Das sind zwei Handlungsstränge. Beim Kunstmärchen ist der Handlungsverlauf also mehrsträngig. Zudem ist die Handlung origineller als im Volksmärchen und folgt nicht einem typischen Muster. Ebenso sind die Orte der Handlung nicht die typischen Orte, wie der Wald oder das Schloss, sondern sehr unterschiedlich, aber vor allem auch charakteristisch für das jeweilige Märchen, also zum Beispiel der Asteroid, von dem der kleine Prinz stammt, denn er verbirgt viele Anspielungen, die für das Verständnis des Märchens wichtig sind. Was kannst Du hier über die Charaktereigenschaften der Figuren sagen? Gibt es eine strenge Unterteilung in gut und böse? Nein, diese strenge Teilung wird durchbrochen. Dafür werden die Figuren stärker psychologisiert, das heißt, wir erfahren mehr über ihren Charakter, also zum Beispiel, dass der kleine Prinz sich von der Eitelkeit der Rose gedemütigt fühlte. Wie würdest du denn das Ende des Märchens bewerten? Gibt es ein eindeutiges Happy End? Ich würde sagen: Nein. Und tatsächlich haben Kunstmärchen oft nicht das für das Volksmärchen typische Happy End. Dafür ist das Weltbild im Kunstmärchen viel komplexer als im Volksmärchen, zum Beispiel die verschiedenen Planeten, die der kleine Prinz besucht und die Probleme, die er dort vorfindet. Es sind Anspielungen auf die Probleme in der realen Welt. Aber es gibt nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten. In beiden Märchentypen muss der Held eine Aufgabe lösen oder eine Prüfung bestehen oder die Probleme des Alltags bewältigen. Außerdem haben die Helden im Volks- und im Kunstmärchen manchmal magische Dinge, wie zum Beispiel einen Zauberstab. Oder sie besitzen magische Fähigkeiten. Die Zahlen, aber auch die Natur, haben eine bestimmte Symbolik, zum Beispiel die magische Zahl drei und der Wald, aber auch die Rose in „Der kleine Prinz“. Tiere können im Märchen sprechen, im „Rotkäppchen" zum Beispiel der Wolf oder in „Der kleine Prinz“ die kluge Schlange. Beide Märchentypen sind mit Erzählungen verbunden, die das Weltverständnis der Menschen zum Ausdruck bringen. So nun haben wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Volks- und Kunstmärchen, aber ich fasse nochmal alles zusammen. Zuerst die Unterschiede: Das Volksmärchen ist eine mündliche Überlieferung, das Kunstmärchen wurde von einem bestimmten Autor verfasst. Das Volksmärchen hat einen formelhaften Anfang und Schluss, das Kunstmärchen nicht. Im Kunstmärchen werden im Gegensatz zum Volksmärchen zumindest Hinweise auf Ort und Zeit der Handlung gegeben. Das Volksmärchen hat eine einsträngige, das Kunstmärchen eine mehrsträngige Handlung. Die Sprache ist im Volksmärchen einfach und im Kunstmärchen anspruchsvoll. Die Handlung beruht im Volksmärchen auf einem typischen Verlauf, während sie im Kunstmärchen origineller ist. Ebenso ist der Ort der Handlung im Volksmärchen der typische Wald oder das Schloss und im Kunstmärchen ist er charakteristisch für das jeweilige Märchen. Im Volksmärchen sind die Figuren einfach und es gibt keine Hinweise auf ihren Charakter. Es gibt nur eine grundsätzliche Unterteilung in Gut und Böse, die im Kunstmärchen aber aufgelöst wird. Dafür sind die Figuren vielseitiger. Im Volksmärchen ist das Weltbild einfach und es gibt ein Happy End. Im Kunstmärchen ist das Weltbild vielseitig und es gibt auch nicht immer ein Happy End. Es gibt jedoch auch viele Gemeinsamkeiten, denn in beiden Märchentypen muss der Held eine Aufgabe lösen und die alltäglichen Probleme bewältigen. Dabei helfen ihm seine magischen Fähigkeiten oder magische Dinge, wie zum Beispiel der Zauberstab. Zahlen und auch die Natur haben eine bestimmte Symbolik. Und typisch für beide Märchenformen sind die sprechenden Tiere. Und beide sind verbunden mit Erzählungen, die das Weltverständnis der Menschen zum Ausdruck bringen. So, nun sind wir aber wirklich am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe, es hat dir gefallen! Bis zum nächsten Mal! Martina!

44 Kommentare
  1. Danke ich habe alles gut verstande

    Von Catiacardoso000, vor 2 Monaten
  2. Hallo Cq20030506,
    ich verstehe deine Frage nicht ganz. Kannst du bitte noch einmal genauer formulieren, was du meinst?
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 9 Monaten
  3. Welche ist es? Der Film oder die VD? Der Film mit der alten mann und das Mädchen oder den VDs mit nur der kleine Prince und der Fuchs und der Schlange?

    Von Cq20030506, vor 9 Monaten
  4. Hallo Natalie,
    der kleine Prinz ist eine Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry, die 1943 erschienen und weltweit berühmt geworden ist.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor mehr als einem Jahr
  5. der kleine Prinz? kenn ich nicht XC

    Von Natalie16 01, vor mehr als einem Jahr
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Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Merkmale des Volksmärchens.

    Tipps

    Die Märchen der Gebrüder Grimm sind bekannte Beispiele für Volksmärchen.

    Lösung

    Volksmärchen sind überlieferte Märchen, die mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Märchensammler wie die Gebrüder Grimm haben diese dann schriftlich fixiert. Zu den bekanntesten Volksmärchen, die die Gebrüder Grimm aufgeschrieben haben, gehören folgende Märchen:

    • „Rotkäppchen und der böse Wolf“
    • „Schneewittchen und die sieben Zwerge“
    • „Frau Holle“
    Volksmärchen sind:
    • in einer einfachen Sprache geschrieben,
    • haben keinen Autor,
    • enden meistens glücklich,
    • haben einen formelhaften Anfang und Schluss,
    • haben eine einsträngige Handlung,
    • und spielen an typischen Orten.

  • Nenne die Merkmale des Kunstmärchens.

    Tipps

    Beispiele für Kunstmärchen sind zum Beispiel „Die kleine Meerjungfrau“ oder „Däumelinchen“ von Hans Christian Andersen.

    Lösung

    Kunstmärchen haben einen bestimmten Autor, sie enthalten Hinweise auf Zeit und Ort, sind mehrsträngig und in einer anspruchsvolleren Sprache verfasst. Des Weiteren spielen sie an charakteristischen Orten und transportieren ein komplexeres Weltbild. Kunstmärchen haben nicht immer ein Happy End.

    Beispiele für bekannte Kunstmärchen sind die Werke von Hans Christian Andersen. Der dänische Autor, der von 1805 bis 1875 lebte, schuf so weltbekannte Märchen wie:

    • „Die kleine Meerjungfrau“
    • „Däumelinchen“
    • „Die wilden Schwäne“
    • „Die Schneekönigin“.

  • Untersuche die Handlung des Märchens „Die Sterntaler“.

    Tipps

    Märchen, insbesondere Volksmärchen, haben oft einen formelhaften Anfang.

    Lösung

    Das Märchen „Die Sterntaler“ wurde von den Brüdern Grimm aufgeschrieben. Es handelt sich hierbei um ein Volksmärchen. Das Märchen hat einen Handlungsstrang mit typischem Verlauf:

    • Anfang: Es beginnt mit den formelhaften Worten: „Es war einmal...“. Das arme Mädchen, das keine Eltern mehr hat, zieht in die Welt hinaus.
    • Mitte: Die Protagonistin, das arme Mädchen, stellt ihre Güte unter Beweis. Sie wird von verschiedenen Figuren angesprochen und gibt, obwohl sie selbst eigentlich nichts hat, ihren letzten Besitz ab und verteilt ihn unter den Armen.
    • Ende: Das Mädchen wird für ihre Güte durch ein Wunder - Sterne werden zu Geld - belohnt.
    Quelle: Ein Märchen der Brüder Grimm: Die Sterntaler. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_sterntaler [Zugriff: 19.02.2016]

  • Entscheide, ob es sich um ein Volksmärchen oder um ein Kunstmärchen handelt.

    Tipps

    Kunstmärchen haben einen Autor, Volksmärchen wurden mündlich weitergegeben.

    Lösung

    Der Text „Der süße Brei“ ist ein Volksmärchen. Er erfüllt alle klassischen Merkmale dieser mündlich überlieferten Märchenform:

    • Der Text hat einen formelhaften Anfang: Es war einmal...
    • Es gibt keinen Hinweis auf den Ort oder die Zeit der Handlung.
    • Die Handlung ist einsträngig.
    • Die Sprache und die Figuren sind einfach gestaltet.
    • Das Märchen endet mit einem Happy End.
    Das Märchen „Der süße Brei“ wurde von den Brüdern Grimm gesammelt und in den „Kinder- und Hausmärchen“ veröffentlicht. Das Motiv des Märchens ist der Hunger, der lange zu den täglichen Sorgen des einfachen Volkes zählte. Nur ein Wunder - der Topf, der alleine süßen Brei kochen konnte - konnte helfen und damit trösten. In dem Märchen kann nur das unschuldige Kind den Topf beherrschen. Nicht einmal die Mutter des Kindes sollte sich dieses Geschenks einfach so bedienen. Das führt zu der skurrilen Situation mit einer Stadt voller Brei, die dadurch von der Außenwelt abgeschnitten ist.

    Quelle: Ein Märchen der Gebrüder Grimm: Der süße Brei. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_susse_brei [Zugriff: 09.02.2016]

  • Bestimme typische Märchenorte des Volksmärchens und des Kunstmärchens.

    Tipps

    Denk an „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. An welchen Orten spielt das Märchen?

    Lösung

    Im Volksmärchen tauchen typische Märchenorte auf. Beispiele hierfür sind.

    • der Wald wie bei „Hänsel und Gretel“
    • die Burg wie bei „Dornröschen“
    • das Schloss wie bei „Schneewittchen“
    Kunstmärchen hingegen können zwar auch an typischen Märchenorten spielen, allerdings sind hier auch andere Gestaltungen möglich, beispielsweise:
    • die Wüste Sahara wie bei „Der kleine Prinz“ oder
    • ein Asteroid, der ebenfalls im Kunstmärchen „Der kleine Prinz“ auftaucht.

  • Entscheide anhand der Märchenanfänge, ob es sich um ein Volksmärchen oder ein Kunstmärchen handelt.

    Tipps

    Volksmärchen beginnen oft mit einer formelhaften Formulierung.

    Lösung

    Volksmärchen haben keinen Autor, sondern wurden von Generation zu Generation mündlich erzählt. Märchensammler wie die Gebrüder Grimm haben sie dann aufgeschrieben. Volksmärchen erkennt man häufig an formelhaften Anfangssätzen, wie beispielsweise Es war einmal... oder Es begab sich... Auch am Schluss kann man Volksmärchen gut erkennen. Sie enden beispielsweise mit dem Satz: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

    Allerdings können auch Kunstmärchen durchaus formelhaft beginnen. Beispielsweise beginnt Hans Christian Andersens Kunstmärchen „Däumelinchen“ ebenfalls mit den Worten: „Es war einmal...“. Für eine genaue Unterscheidung hilft es daher oftmals weitere Merkmale von Volksmärchen und Kunstmärchen im jeweiligen Text zu suchen und diesen daraufhin zu analysieren.

    Bei den Beispieltexten sieht die Lösung folgendermaßen aus:

    • Text 1: Volksmärchen. Hierbei handelt es sich um „Schneewittchen“, aufgeschrieben von den Gebrüdern Grimm.
    • Text 2: Volksmärchen. Hierbei handelt es sich um „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich“, aufgeschrieben von den Gebrüdern Grimm.
    • Text 3: Kunstmärchen. Hierbei handelt es sich um *„Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen.
    • Text 4: Volksmärchen. Hierbei handelt es sich um „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“, aufgeschrieben von den Gebrüdern Grimm.
    • Text 5: Kunstmärchen. Hierbei handelt es such um „Der Buchweizen“ von Hans Christian Andersen.
    Quellen:
    • Text 1: Ein Märchen der Brüder Grimm: Schneewittchen. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/sneewittchen_schneewittchen [Zugriff: 10.02.2016]
    • Text 2: Ein Märchen der Brüder Grimm: Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_froschkonig_oder_der_eiserne_heinrich [Zugriff: 10.02.2016]
    • Text 3: Andersen, Hans Christian: Die kleine Meerjungfrau. URL: http://www.labbe.de/lesekorb/index.asp?themaid=75&titelid=405 [Zugriff: 10.02.2016]
    • Text 4: Ein Märchen der Brüder Grimm: Der Wolf und die sieben jungen Geißlein. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_wolf_und_die_sieben_jungen_geisslein [Zugriff: 10.02.2016]
    • Text 5: Andersen, Hans Christian: Der Buchweizen. URL: http://www.labbe.de/lesekorb/index.asp?themakatid=11&themaid=107 [Zugriff: 10.02.2016]