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Märchen 10:08 min

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Transkript Märchen

Hallo, ich bin es, Luise. Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Video. "Es war einmal",... "Es war einmal in einem unbekannten Land..", "Es war einmal an einem wunderschönen Ort". Na, erinnern euch diese Worte an etwas? Genau, heute soll es um Märchen gehen. Ich weiß nicht, ob ihr auch so gute Erinnerungen habt an Märchenstunden mit euren Großeltern oder Eltern. Ich durfte einige schöne Märchen hören. Ich fange an mit ein paar wichtigen Informationen zum Märchen. Das Wort "Märchen" kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet so viel wie "Bericht" oder "Nachricht". Außerdem gehört es zur Prosaerzählung. Es ist eine sehr alte Textgattung und wurde damals mündlich überliefert. Das heißt, wenn die Menschen am Feuer saßen oder in ihren Häusern, haben sie sich gegenseitig Märchen erzählt. Heute wurden sie für uns aufgeschrieben, sodass wir sie uns weiter vorlesen können. Okay, woran erkennt man Märchen? Also, was für Merkmale hat ein Märchen? Ganz wichtig bei einem Märchen ist, dass immer Gut gegen Böse kämpft. Dabei wird das Gute im Endeffekt belohnt und das Böse bestraft. Im Mittelpunkt eines Märchen steht immer ein Held oder eine Heldin. Manchmal sind es auch mehrere Helden. Oft sind es Personen, die auf den ersten Blick sehr unscheinbar und schwach sind, die aber im Endeffekt gegen das Böse gewinnen. Meist kann man die Helden auch daran erkennen, dass sie gute Eigenschaften in sich tragen. Dass sie zum Beispiel sehr fleißig sind oder dass sie sehr gerne anderen Menschen helfen. Wichtige Merkmale vom Märchen außerdem sind, dass es keine konkreten Orts- und Zeitangaben gibt. Das ist ein ganz wichtiges Merkmal, denn genau das unterscheidet das Märchen von der Sage. In einer Sage gibt es einen konkreten Ort oder eine konkrete Zeit oder sogar eine konkrete Begebenheit. Ein weiteres Merkmal von einem Märchen ist, dass es immer ein gutes Ende hat. Das Gute besiegt das Böse. Wir können uns zum Beispiel an die Worte erinnern "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie glücklich und froh". Außerdem werden Adlige und Bürgerliche gleichgestellt. Es gibt verschiedene Märchen. Es gibt zum Beispiel Kunstmärchen, Volksmärchen oder Zaubermärchen. Außerdem hat fast jeder Kulturkreis eigene Märchen. Zum Beispiel gibt es viele russische Märchen oder orientalische Märchen, vielleicht kennt ihr 1001 Nacht. Ich werde euch 3 Beispiele vorstellen: Einmal das Kunstmärchen. Das Besondere an einem Kunstmärchen ist, dass der Autor bekannt ist. Meist ist es eine bewusste Schöpfung von einem Dichter oder Schriftsteller. Meist wollen sie das Wunderbare in den Alltag hineinholen. Ein beliebter Dichter ist zum Beispiel Hans Christian Andersen. Er hat von 1805 bis1875 gelebt und er hat vor allem Kindermärchen geschrieben. Für Volksmärchen ist typisch, dass der Autor unbekannt ist. Meist wurden sie mündlich überliefert. Wie der Name schon sagt, "Volksmärchen", wurden die Märchen wahrscheinlich von Familie zu Familie weitergegeben. Und wahrscheinlich haben sie sich im Laufe der Zeit immer mehr verändert. Hinter den Zaubermärchen steht immer die Vorstellung, dass man durch magische Praktiken die Wirklichkeit beeinflussen kann. Dass zum Beispiel Zaubersprüche helfen usw. Märchen sind frei erfunden und genau das unterscheidet sie ja von der Sage. Außerdem gibt es wundersame Begebenheiten oder fantastische Elemente in einem Märchen, wie zum Beispiel Hexen oder Riesen und Zwerge oder sprechende Tiere. Es gibt viele Märchensammler, wie zum Beispiel die Brüder Grimm. Wahrscheinlich fallen euch zu Märchen sofort die Brüder Grimm ein, denn sie haben sehr viele Märchen gesammelt und aufgeschrieben, wie zum Beispiel die Kinder und Hausmärchen von 1812. Sehr bekannt sind auch "Grimms Märchen". Wahrscheinlich fallen euch sofort "Der Froschkönig" ein oder "Hänsel und Gretel", "Frau Holle", "Rotkäppchen", "Schneewittchen", "Rapunzel" und noch einige mehr. Denn die Märchen von den Brüder Grimm sind sehr sehr bekannt. Aber Achtung, es gibt sehr viele Irrtümer über Märchen. Nur 40% der Märchen von den Grimm's beginnen mit "es war einmal..." und auch das Lebkuchenhaus von Hänsel und Gretel war nicht aus Lebkuchen, sondern es war aus Brot, Kuchen und Zucker und es war wahrscheinlich auch nicht so bunt, wie wir es uns vorstellen. Und Schneewittchen hieß eigentlich gar nicht Schneewittchen sondern Sneewittchen. Vielleicht habt ihr jetzt Lust bekommen, ein paar Märchen zu lesen. Dann lest sich doch einmal im Original und schaut, was ihr für Irrtümer aufdecken könnt. Jetzt kommen wir zum schönsten Teil, und zwar ein paar Beispielen. Erinnert ihr euch noch an Schneewittchen, die ja eigentlich Sneewittchen heißt und die 7 Zwerge? Genau, dass war die, mit dem schwarzen Haar und der weißen Haut und den roten Lippen. Und da war ja die böse Königin, die nicht wollte, dass Schneewittchen schöner ist als sie. Und die ihr einen Apfel zu essen gab und Schneewittchen einschlief und erst der Prinz kam, um sie zu retten. Sicher erinnert ihr euch an Rotkäppchen. An Rotkäppchen und den bösen Wolf. Rotkäppchen wollte bloß zu ihrer Oma gehen und Kuchen und Wein vorbei bringen, als sie durch den dunklen Wald musste. Da traf sie den Wolf, und der Wolf hat doch die Oma aufgefressen und was ist dann passiert? Mein Lieblingsmärchen ist das von Frau Holle. Wisst ihr, wie es anfängt? Genau, es war eine Witwe, die hatte zwei Töchter. Eine war schön und fleißig, die andere war hässlich und faul. Sie hatte aber diese hässliche und faule Tochter viel, viel lieber und die Schöne und Fleißige, musste viel arbeiten. Sie war das Aschenputtel zu Hause. Die fleißige Tochter musste den ganzen Tag arbeiten, sie saß am Brunnen und musste spinnen. Eines Tages fiel ihr die Spule in den Brunnen. Als sie sie herausholen musste, landete sie statt auf dem harten Brunnenboden, auf einer wunderschönen Wiese. Auf dieser Wiese stand ein Backofen. In dem Backofen war Brot drin und dieses Brot rief ihr zu: "Holt mich heraus, holt mich heraus, wir sind fertig gebacken". Die fleißige und schöne Tochter holte das Brot aus dem Backofen. Dann kam sie zu einer Wiese, wo ein großer Baum stand. An dem Baum hingen viele Äpfel. Das fleißige Mädchen schüttelte den Baum, sammelte die Äpfel auf und ging weiter. Da kam es an ein kleines Haus. In dem Haus lebte Frau Holle. Frau Holle bat sie, bei ihr zu bleiben und ihr zu helfen ihre Betten auszuschütteln. Denn wenn sie die Betten ausschüttelte, würde es in dem kleinen Dorf schneien. Das fleißige Mädchen blieb einige Zeit dort, doch irgendwann bekam es Heimweh und sagte zu Frau Holle: "Ich würde gerne nach Hause gehen". Frau Holle war ihr sehr dankbar und sagt ihr: "Wenn du nach Hause gehst, geh durch den Torbogen". Das fleissige Mädchen ging durch den Torbogen, und als sie darunter stand, fiel ein Goldregen auf sie herab. Als sie zuhause ankam, freute die Mutter sich sehr. Sie sah das ganze Gold und war überglücklich. Sie schichte auch ihre faule Tochter in den Brunnen hinunter, um auch so viel Gold zu bekommen.

Die faule Tochter kam auch auf diese Wiese und der Backofen rief sie, ihm zu helfen und das Brot herauszuholen. Doch die faule Tochter hatte keine Lust dazu und ging weiter. Sie kam auch an den Baum, dessen Äpfel reif waren und der geschüttelt werden sollte. Doch auch dazu hatte sie keine Lust und ging weiter. Sie kam zu Frau Holle und Frau Holle bat sie ihr zu helfen ihre Betten auszuschütteln. Doch auch dazu hatte sie keine Lust. Frau Holle wollte sie nicht mehr länger behalten und sagte: "Ich schicke dich jetzt nach Hause. Du wirst sehen, was ich dir als Dank mitgebe. Geh durch den Torbogen". Die faule Tochter freute sich, denn sie wusste, jetzt würde sie sehr viel Gold bekommen. Doch anstatt dass es Gold regnete, regnete es Pech. Das faule Mädchen war über und über mit schwarzem Pech bedeckt. Und das blieb an ihr haften, solange sie lebte. Ich hoffe ihr habt Lust bekommen, noch weitere Märchen zu lesen. Ihr wisst jetzt, was für Merkmale ein Märchen hat und wer die Brüder Grimm sind und was sie mit Märchen zu tun haben. Ihr kennt einige Irrtümer über Märchen und ihr wisst, dass es verschiedene Märchen gibt. Macht's gut und bis zum nächsten Mal, eure Luise.

55 Kommentare
  1. Hallo Diana,
    vielen Dank für dein Feedback. Unscheinbar bedeutet nicht in den Vordergrund drängend oder unauffällig. Ein unscheinbarer Schüler ist einer, der leicht zu übersehen ist, weil er sehr zurückhaltend oder leise ist.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 7 Monaten
  2. cooles video aber was bedeutet unscheinbar

    Von Diana V., vor 7 Monaten
  3. Hallo Aol Umwelttechnik,
    es ist schön, dass dir dieses Video gefallen hat. Kennst du schon dieses Video https://www.sofatutor.com/deutsch/videos/erzaehlung-weiterschreiben-von-erzaehlanfaengen ?
    Hier lernst du etwas über das Weiterschreiben von Erzählanfängen. Ich denke, das ist das Video, was du suchst. Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 8 Monaten
  4. ich schreibe neste woche einen test ich soll eine geschichte zu ende schreiben es hat mir nicht geholfen für den test aber das video war toll

    Von Aol Umwelttechnik, vor 8 Monaten
  5. geiles video

    Von Asil S., vor 9 Monaten
  1. Cooles Video

    Von LEO G., vor 9 Monaten
  2. schönes widio

    Von Hisham4naw, vor 10 Monaten
  3. ich schreibe am Mittwoch eine Arbeit und das hilft mir sehr.

    Von Jennyhan Nguyen, vor 10 Monaten
  4. Ich schreibe morgen einen Test und es hat mir sehr geholfen danke

    Von Inke Gelfert, vor 12 Monaten
  5. Ein Mergmal ist auch das es immer in der vergangenenheit geschrieben ist

    Von Inke Gelfert, vor 12 Monaten
  6. Super

    Von Minako Chan, vor etwa einem Jahr
  7. Sehr gut

    Von Tom Zebug, vor etwa einem Jahr
  8. Bestes Video das ich bis jetzt sah

    Von Foodcrew, vor mehr als einem Jahr
  9. Danke für die Information. Ich schreibe nämlich bald Schulaufgabe

    Von Herbert 6, vor mehr als einem Jahr
  10. sehr gut erklärt

    Von Stier180, vor mehr als einem Jahr
  11. Das Video war sehr hilfreich und gut erklärt. Danke

    Von Hah112, vor mehr als einem Jahr
  12. ich hoffe mit diesem video bekomme ich in der arbeit eine 1 oder 2 aber sehr gut erklährt

    Von Evelyn R., vor mehr als einem Jahr
  13. Ich fände es gut schö erklart

    Von Robin R., vor fast 2 Jahren
  14. :-) DAS IST SEHR HILFREICH

    Von Trippie Boi, vor etwa 2 Jahren
  15. heißt es nicht wenn sie nicht gestorben sind dan leben sie noch heute das was du gesagt hast stimmt nicht wenn sie nicht gestorben sind dan leben sie glücklich und froh(:=

    Von Hakimaboubkar, vor etwa 2 Jahren
  16. hai louise

    Von jursch l., vor mehr als 2 Jahren
  17. sonst ganz gut

    Von jursch l., vor mehr als 2 Jahren
  18. nicht immer so viel auf einmal

    Von jursch l., vor mehr als 2 Jahren
  19. Hallo,
    auch im Märchen Rumpelstilzchen kämpft das Gute gegen das Böse. Das Gute wird durch die Müllerstochter verkörpert. Sie ist die zunächst unscheinbar, wird jedoch durch ihren großen Fleiß später des Königs Frau und kann die List des Rumpelstilzchens am Ende durch Klugheit überwinden. Sie ist deshalb die Heldin der Geschichte und wird vom Schicksal belohnt.
    Das Rumpelstilzchen dagegen verkörpert das Böse. Er erweckt zunächst den Anschein, der Heldin helfen zu wollen, will aber eigentlich nur ihr Kind stehlen. Er wird am Ende für sein Handeln bestraft.
    Viele Grüße

    Von Vreni Striggow, vor fast 3 Jahren
  20. Bei der Übung steht: -In einem Märchen wird immer das Gute belohnt und das Schlechte bestraft. Das stimmt aber nicht den bei Rumpelstilzien ist der König der Böse wird aber belohnt und das Rumpelstilzien das Gute und wird bestraft.
    LG Bea

    Von Davinia P., vor fast 3 Jahren
  21. TOLL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!<3

    Von Painstation97, vor etwa 3 Jahren
  22. Dad Video war sehr hilfreich danke. ich glaube ich habe es jetzt verstanden

    Von Ayseeroez, vor etwa 3 Jahren
  23. Danke :-) es hat mir sehr geholfen

    Von Maxima2224, vor mehr als 3 Jahren
  24. war sehr cool und hilft mir bei der arbeit... denke ich

    Von Jonas B., vor mehr als 3 Jahren
  25. Es ist gut aber heisst es eigentlich nicht wenn sie nicht gestorben sind,dann leben sie bis heute. =)

    Von Eric290594, vor mehr als 3 Jahren
  26. Super Video !!!! Danke:D

    Von Bruno B., vor mehr als 4 Jahren
  27. Jetzt kann ich im DeutscEndlich alles verstehenhunter

    Von Mikech Mein Kater, vor mehr als 4 Jahren
  28. danke hat mir echt geholfen!

    Von Raphi04, vor mehr als 4 Jahren
  29. thank you ich bin neu in Deutschland meiin deutsch isst ganz schlecht aber iich versttehe deutscch und ich kommme mmit dieesem videeo sehr guut zurecht danke!

    Von Kathrinmy, vor mehr als 4 Jahren
  30. Vielen Dank für euer Feedback. Wir freuen uns immer über eure Kritik, im positiven wie im negativen Sinne.

    Um mehr über die Unterschiede zwischen Volks- und Kunstmärchen zu erfahren, könnt ihr euch dieses Video anschauen: http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/merkmale-von-volks-und-kunstmaerchen

    Andere Textsorten, die dem Märchen ähnlich sind, findet ihr auf der rechten Seite unter "Alle Videos im Thema" (Legende, Sage). Dort sind auch Videos zu verschiedenen Märchentexten aufgeführt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor fast 5 Jahren
  31. sehr gut eine 1 schreib ich jetzt bestimmt im test :) :-) danke

    Von Fatbardh, vor fast 5 Jahren
  32. ich mag deine stimme manche stimmen hören sich komisch an aber deine ist cool

    Von Tequila Hacienda, vor fast 5 Jahren
  33. hat mir geholfen

    Von Esmira72, vor fast 5 Jahren
  34. Hat mir geholfen Luise hat das gut erklärt

    Von S Blinn, vor fast 5 Jahren
  35. es war sehr cool

    Von Maria Pia , vor etwa 5 Jahren
  36. Leider stotterte dieses Video so sehr, dass man es nach 2 Minuten abstellen musste :-(

    Von Tiggy, vor mehr als 5 Jahren
  37. War sehr okay nur man sollt mehr auf die
    Merkmale eingehen &)

    Von Marlene 2, vor mehr als 5 Jahren
  38. Suuuper erklärt!!!

    Von Nina Susen, vor fast 6 Jahren
  39. ich sehe nur schwarz :(

    Von Deleted User 68375, vor fast 6 Jahren
  40. hallo,wie gehts dir du machts videos die helfen

    Von Nolio 2, vor etwa 6 Jahren
  41. Sehr schön

    Von K Brandmueller, vor etwa 6 Jahren
  42. Gut gemacht, gute Luise!

    Von Uteschwaerzler, vor mehr als 6 Jahren
  43. Hallo Luise,
    es waren sehr viele tolle Farben und du hast mir sehr geholfen. Es war gut zu verstehen und jetzt wird meine Deutscharbeit gut gelingen. Es war noch mehr als das aus der Schule ;-)
    Danke!

    Von Braun4, vor mehr als 6 Jahren
  44. Find ich auch

    Von Abdel O., vor mehr als 6 Jahren
  45. manchmal gestottert aber das video hat mir trotzdem gefallen ;)

    Von Arber Haxhija, vor mehr als 6 Jahren
  46. schön erklärt:)

    Von Sou1982, vor fast 7 Jahren
  47. danke hat mir seh gehollfen

    Von Sou1982, vor fast 7 Jahren
  48. Es ist sehr sehr schön dargestelt.1+ mit*!

    Von Leon P, vor etwa 7 Jahren
  49. auf jeden fall ist es cool sehr guter beitrag

    Von Aleyna, vor mehr als 7 Jahren
  50. Super!

    Von Harun A., vor fast 8 Jahren
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Märchen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Märchen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Wortbedeutung von „Märchen“

    Tipps

    Früher wurden sich Märchen von Generation zu Generation weitererzählt.

    Lösung

    Die Textgattung Märchen zählt zu den Prosaerzählungen. Das Wort stammt vom mittelhochdeutschen Wort „maere" ab, was so viel wie Bericht oder Nachricht bedeutet. Diese Textgattung ist sehr alt und wurde früher mündlich von Generation zu Generation überliefert. Heute gibt es sie jedoch in geschriebener Form. Häufig gibt es Märchenbücher mit mehreren Märchen. Die berühmtesten Märchensammler sind die Brüder Grimm.

  • Definiere den Begriff „Märchen".

    Tipps

    Versuche dich an ein Märchen zu erinnern, das dir ganz besonders gut gefällt. Nun kannst du die Aussagen oben mit dem Märchen vergleichen. Was trifft zu, was nicht?

    Märchen sind frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt.

    Lösung

    Viele Märchen hören wir schon als Kinder. Doch was macht ein Märchen aus? Vor allem die Tatsache, dass das Gute immer das Böse besiegt scheint ein sehr interessanter Punkt zu sein. Außerdem gibt es in Märchen immer einen Helden oder eine Heldin, manchmal auch mehrere Helden. Bei Dornröschen zum Beispiel ist der Prinz, der sie mit einem Kuss aus dem Schlaf erweckt, der Held der Geschichte bzw. des Märchens. Zudem gibt es keine konkreten Ort- oder Zeitangaben und der Fantasie ist somit keine Grenze gesetzt. Das Schöne ist auch, dass Märchen immer gut enden, das ergibt sich aber zwangsläufig, da ja bekanntlich das Gute immer das Böse besiegt.

  • Erläutere die Irrtümer im Bezug auf Märchen.

    Tipps

    Die Zahl der Märchen, die mit „Es war einmal..." ist kleiner als die meisten denken.

    Das Haus aus dem Märchen „Hänsel und Gretel" wird als Lebkuchenhaus beschrieben.

    Lösung

    Es gibt viele Märchen, die auch aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen können. Viele Märchen im Deutschen beginnen mit den Wörtern „Es war einmal...", dies trifft jedoch nur auf 40% der Märchen zu. Die ersten Sätze können ganz unterschiedlich ausfallen. Hier ein paar Beispiele:

    • „Vor Zeiten war ein König und eine Königin..."
    • „Einem reichen Mann, dem wurde seine Frau krank..."
    • „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König..."
    • „Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker..."
    Ein weiterer Irrtum ist das Lebkuchenhaus aus dem Märchen „Hänsel und Gretel". Im Märchen heißt es: „...so sahen sie, dass das Häuschen aus Brot gebaut war und mit Kuchen gedeckt, aber die Fenster waren von hellem Zucker."

    Der ursprüngliche Name des Märchens „Schneewittchen" ist Snewittchen.

  • Ordne den folgenden Märchenzusammenfassungen den richtigen Titel zu.

    Tipps

    Lies dir die kurzen Zusammenfassungen genau durch.

    Kannst du in den Überschriften Hinweise zum Märchen finden?

    Lösung
    1. Märchen sind etwas Schönes. In ihnen kommen viele sprechende Tiere und Wesen vor. Vor allem aber findet man in Märchen Gegensätze. Bei dem Märchen Rotkäppchen sind die Gegensätze eindeutig gut und böse bzw. jung und alt.
    2. Ein Merkmal von Märchen ist, dass häufig Helden auftauchen. In dem Märchen Schneewittchen ist der Held der Prinz. Aber auch die sieben Zwerge können diesen Titel für sich beanspruchen, denn sie nehmen Schneewittchen bei sich auf und schützen sie so eine Zeit lang vor der bösen Stiefmutter.
    3. Die Heldin des Märchens Frau Holle ist die Goldmarie - gut und böse bzw. fleißig und faul treffen auch hier aufeinander.
    4. Das Märchen Hänsel und Gretel zeichnet sich ebenfalls durch die Gegensätze von gut (Kinder) und böse (Hexe) aus.
    5. Beim Froschkönig ist es nicht ganz so eindeutig, denn die Königstochter willigt schließlich ein, den Frosch als ihren Gesellen zu nehmen. Hier treffen Mensch und Tier aufeinander. Das Böse findet man in Gestalt einer Hexe, die den Prinzen verzaubert hat.
  • Erschließe die Begriffe, die häufig in Märchen vorkommen.

    Tipps

    Versuche die Wörter in einen Zusammenhang zu bringen, dann kannst du den Sinn einfacher erfassen.

    Auf der Spule wird im Märchen Frau Holle der Wollfaden aufgewickelt.

    Lösung

    Märchen sind Erzählungen, in denen viele wundersame Menschen oder auch Wesen vorkommen können. Es gibt Zauberer, Feen, Prinzen, Prinzessinnen, Hexen, Könige usw., die meist einen Kampf austragen und sich vielen Prüfungen stellen müssen. Ein wichtiger Bestandteil des Märchens ist, dass immer das Gute gegen das Böse kämpft und das Gute letzten Endes gewinnt. Das Böse hingegen wird bestraft. Märchen zeigen eine wunderbare, unwirkliche Welt, die Glück, unerfüllte Wünsche, Ängste oder auch Probleme darstellt.

    Die Märchen der Brüder Grimm sind sehr bekannt. Sie enthalten häufig Wörter, die wir in unserem mündlichen Sprachgebrauch heute so nicht verwenden. Im folgenden Satz siehst du Wörter, die wir nicht so häufig verwenden: „Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen, sie sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab."

    In diesem Ausschnitt aus dem Märchen „Frau Holle“ wird z. B. mit dem Ausdruck nun trug es sich zu, gesagt, dass etwas passiert ist. Im „Normalfall“ würde man so nicht sprechen. Auch der Satzbau ist nicht so, wie in unserer mündlichen Sprache. Vieles, was in den Märchen geschrieben wird, versteht man aber durch den Zusammenhang und gibt dem Märchen zudem einen anderen Klang und etwas Besonderes.

  • Arbeite die richtige Reihenfolge heraus.

    Tipps

    Lies dir die Abschnitte genau durch und überlege dir dann, wie das Märchen beginnen könnte.

    Erinnere dich an einen typischen Ausdruck, der zu Beginn eines Märchens stehen kann.

    Versuche, dich an das Märchen von Frau Holle zu erinnern.

    Lösung

    Es gibt viele Märchen, die die Gebrüder Grimm zusammengetragen haben. Ein sehr bekanntes Märchen ist das von „Frau Holle“. In dem Märchen geht es um die zwei Töchter einer Witwe, wobei die eine Tochter ihre Stieftochter ist. Die Stieftochter ist hübsch und fleißig, die leibliche hässlich und faul. Nachdem das hübsche und fleißige Mädchen, an einem Brunnen die blutige Spindel säubern möchte, fällt diese hinein. Sie kommt, nachdem sie einen Weg gegangen ist, auf dem sie verschiedene Aufgaben erledigt, am Haus von Frau Holle an. Dort arbeitet sie eine Zeit lang fleißig und wird, am Ende ihrer Dienste, zum Dank mit einem Goldregen belohnt. Als das fleißige und hübsche Mädchen zu Hause ankommt, wird auch das hässliche und faule zu Frau Holle geschickt. Doch diese erledigt keine der ihr gestellten Aufgaben und wird letztendlich mit Pech überschüttet.

    In diesem Beispiel kann man typische Merkmale von Märchen finden. Es gibt die Gegensätze hübsch und hässlich und fleißig und faul. Auch eine Heldin ist vorhanden. In diesem Fall ist das die Goldmarie. Der Leser weiß zudem nicht, wo das Märchen spielt, Ort und Zeit sind unbekannt.

    Quelle: Gebrüder Grimm: Frau Holle. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/frau_holle [Abgerufen am 22.01.2015].