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Die vier Fälle 05:31 min

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Transkript Die vier Fälle

Die vier Fälle. Beim gemeinsamen Frühstück werden Deri und Smilla von einer ungewöhnlichen Durchsage im Radio überrascht. Ein Krokodil ist in der Stadt gesichtet worden. Die Farbe des wilden Krokodils ist dunkelgrün. Dem Krokodil fehlt ein Zahn. Fassen Sie das Krokodil nicht an, wenn sie es sehen! Ein entlaufendes Krokodil? Das klingt ja furchteinflößend! Das Wort "Krokodil" ist ein Nomen, auch Substantiv genannt. Erinnerst du dich? Nomen bezeichnen LEBEWESEN, also Menschen, Tiere und Pflanzen, KONKRETE GEGENSTANDSWÖRTER, Gattungen, Stoffe und Eigennamen, sowie abstrakte BEGRIFFE. Darunter fallen z. B. Gefühle, Handlungen, oder Zustände. Häufig werden Nomen in einem Satz von anderen Wörtern begleitet und können so leicht erkannt werden. HIER steht vor dem Nomen "Krokodil" der unbestimmte Artikel "ein". Neben Artikel sind auch Adjektive häufige Begleiter von Nomen. Wie bei "ein grünes Korokodil." Im Deutschen können Nomen - wie das Wort "Krokodil" - dekliniert werden. Aufgepasst! Auch Artikel, Adjektive, Pronomen und Numeralien lassen sich deklinieren. Ein Nomen zu deklinieren bedeutet, es an einen Fall, Kasus, anzupassen. Es gibt vier Fälle im Deutschen. Sie heißen: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Welche Informationen haben Smilla und Deri durch die Radiodurchsage genau erhalten? Ein Krokodil ist in der Stadt gesichtet worden. Hier haben wir den Nominativ, den 1. Fall. Er wird auch "Wer-Fall" genannt, denn du erfragst ihn mit "Wer oder Was?" "Wer oder was ist in der Stadt gesichtet worden?" Ein Krokodil. Die beiden Freunde machen sich auf die Suche nach dem Krokodil. wer weiß, vielleicht treibt es sich ja hier im Stadtpark herum. Smilla und Deri wissen bereits Folgendes: Die Farbe des wilden Krokodils ist dunkelgrün. Der zweite Fall wird "Genitiv", oder "Wessen-Fall" genannt. Dieser Name verrät dir bereits, wie du den Genitiv erfragen kannst. "Wessen Farbe ist dunkelgrün?" Die des wilden Krokodils. Der Genitiv gibt z. B. Zugehörigkeit an, also dass es sich um die Farbe eines KROKODILS und nicht etwa einer Schlange handelt. Ein Satz, dessen Bestandteile NICHT an den Kasus angepasst werden, ist zumeist nicht verständlich. "Die Farbe das wilde Krokodil ist dunkelgrün"? Das ist falsch. Daher ist es wichtig, Artikel, Adjektive und Nomen zu deklinieren, da so eine Beziehung von Wörtern zu den anderen Elementen des Satzes verdeutlicht werden kann. Dieses Beispiel zeigt auch, wie sich beim Deklinieren das Nomen gemeinsam mit Artikel und Adjektiv verändert. Aus "DAS WILDE Krokodil" im Nominativ wird "DES wilDEN KrokodilS" im Genitiv. Hm, bisher konnten Deri und Smilla das dunkelgrüne Krokodil nirgends finden. Was wissen sie noch über das entlaufene Tier? Dem Krokodil fehlt ein Zahn. Der dritte Fall ist der "Dativ". Man kann ihn auch "Wem-Fall" nennen, weil er mit "Wem?" erfragt wird. "Wem fehlt ein Zahn?" Dem Krokodil. Der Ausreißer scheint ziemlich gefährlich zu sein. Im Radio wurde nämlich auch eine Warnung ausgesprochen! Fassen Sie das Krokodil nicht an, wenn Sie es sehen! Der vierte und letzte Fall heißt "Akkusativ". Er wird "Wen-Fall" genannt, weil du ihn mit der Frage "Wen oder was?" entdeckst. "Wen oder was soll man nicht anfassen?" Das Krokodil. Aber Smilla und Deri trauen ihren Augen kaum! Ist DAS dort drüben das gesuchte Krokodil? Bevor wir das herausfinden, wollen wir das Gelernte zusammenfassen. Nomen, Artikel, Adjektive, Pronomen und Numeralien werden dekliniert. Das bedeutet, ihre Form nach Numerus, Genus und Kasus, also nach einem bestimmten Fall, zu verändern. Es gibt vier Fälle im Deutschen. Nominativ "Wer oder was?", Genitiv "Wessen?", Dativ "Wem?" und Akkusativ "Wen oder was?". Tatsächlich scheint das ausgebüxte Krokodil ein neues Zuhause im Stadtpark gefunden zu haben und Deri und Smilla somit einen neuen Freund.

6 Kommentare
  1. Cool!!!

    Von Radju, vor 2 Tagen
  2. Mega

    Von Fabian Rudigkeit, vor 11 Tagen
  3. Sehr cool mit dem Krokodil

    Von Msgraja, vor 12 Tagen
  4. sehr gut

    Von Till Ritter, vor 21 Tagen
  5. Hallo C Glocker,
    danke für dein Feedback. An welcher Stelle genau fehlt dir die Beschriftung? Eigentlich haben wir darauf geachtet, dass jedes farbliche Highlight eine direkte Beschriftung über- oder unterhalb des Wortes erhält.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 23 Tagen
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Die vier Fälle Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die vier Fälle kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, was mit Nomen bezeichnet wird.

    Tipps

    Zwei Antwortmöglichkeiten sind falsch.

    Verben sind Tunwörter und beschreiben Handlungen, Vorgänge und Zustände.

    Adjektive beschreiben, wie etwas oder jemand ist.

    Lösung

    Wie du bestimmt schon weißt, werden Nomen auch Substantive genannt. Sie bezeichnen:

    • Lebewesen (Menschen, Tiere, Pflanzen),
    • konkrete Gegenstände, Gattungen, Stoffe, Eigennamen sowie
    • abstrakte Begriffe (z. B. Gefühle, Handlungen, Zustände).
    Die anderen beiden Antwortmöglichkeiten waren daher falsch, denn:
    • Adjektive beschreiben bestimmte Eigenschaften oder Merkmale von Nomen und
    • Verben beschreiben, wer oder was etwas tut.

  • Zeige auf, wie die Fälle heißen und wie du sie erfragst.

    Tipps

    Der Genitiv und der Dativ haben nur ein Fragewort

    Beispiel:

    1. Fall: der Apfel
    2. Fall: des Apfels
    3. Fall: dem Apfel
    4. Fall: den Apfel
    Überlege, wie du jeweils nach dem Fall fragst.

    Mit der Frage: Wer oder was ...? erfragt man den Wer-Fall.

    Mit der Frage: Wessen ...? erfragt man den ... , den man auch Wessen-Fall nennt.

    Lösung

    Es gibt insgesamt vier Fälle im Deutschen:

    • Der 1. Fall ist der Nominativ und du erfragst ihn mit: Wer oder was ...?
    • Der 2. Fall ist der Genitiv und du erfragst ihn mit: Wessen ...?
    • Der 3. Fall ist der Dativ und du erfragst ihn mit: Wem ...?
    • Der 4. Fall ist der Akkusativ und du erfragst ihn mit: Wen oder was ...?
    Präge dir gut ein, wie die vier Fälle genannt werden und wie du sie erfragst.

    Du kannst dir außerdem schon einmal merken, dass Nomen in einem Satz häufig von anderen Wörtern begleitet werden und so leicht erkannt werden können. Neben Artikeln sind auch Adjektive häufige Begleiter von Nomen, welche ebenfalls an den Kasus (Fall) angepasst werden, z. B. Ich genieße meinen freien Tag. (Akkusativ).

  • Ermittle die passende Form des Substantivs.

    Tipps

    Am Satzanfang wird groß geschrieben.

    Wenn du dir nicht sicher bist, welche Form in welche Lücke gehört, überlege, mit welcher Frage du nach der gesuchten Form fragen musst.

    • Nominativ: Wer oder was ...?
    • Genitiv: Wessen ...?
    • Dativ: Wem ...?
    • Akkusativ: Wen oder was ...?

    Achte auf den Artikel. Sie geben dir den Hinweis, um welchen Fall es sich handelt, da neben dem Nomen auch der dazugehörige Artikel dekliniert wird.

    Lösung

    Wenn du dir bei dieser Aufgabe nicht sicher warst, welche Form des jeweiligen Substantivs du in die Lücke einsetzen musst, war es sinnvoll, dir die Fragen nach den 4 Fällen in Erinnerung zu rufen. Wem ist ziemlich erschöpft? hört sich beispielsweise nicht richtig an. Es muss natürlich: Wer oder was ist ziemlich erschöpft? heißen. Die passende Antwort lautet: Der Biber (Nominativ) und ist somit die passende Form, die du hier einsetzen musst. Der Nominativ des anderen Substantivs lautet: der Pirat.

    • Genitiv (Wessen ...?): des Bibers, des Piraten
    • Dativ (Wem ...?): dem Biber, dem Piraten
    • Akkusativ (Wen oder was ...?): den Biber, den Piraten.
    Wie du gemerkt hast, musst du bei der Deklination eines Nomens auch daran denken, den Artikel ebenfalls dem jeweiligen Kasus (Fall) anzupassen. Es ist wichtig, neben dem Nomen auch den Artikel oder das dazugehörige Adjektiv (z. B. der mutige Pirat wird im Dativ zu dem mutigen Piraten) zu deklinieren, da so eine Beziehung von den Wörtern zu den anderen Elementen des Satzes verdeutlicht werden kann.

  • Ermittle den Kasus der zu markierenden Wörter.

    Tipps

    Die Fragen der jeweiligen Fälle helfen dir dabei, den jeweiligen Kasus (Fall) herauszufinden.

    Die Fragen lauten: Wer oder was ...? (Nominativ); Wessen ...? (Genitiv); Wem ...? (Dativ); Wen oder was ...? (Akkusativ).

    Jeder Satz enthält ein Subjekt, das immer im Nominativ steht.

    Im ersten Satz Fritz und Moritz haben ihre gesamte Campingausrüstung eingepackt. fragst du wie folgt:

    • Wer oder was hat die gesamte Campingausrüstung eingepackt?
    • Wen oder was haben Fritz und Moritz eingepackt?
    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du dir dein Wissen über die vier Fälle im Deutschen in Erinnerung rufen. Wichtig und hilfreich war es hierbei vor allem, dass du auf jeden Fall die Fragen beherrschst, mit denen du die Fälle jeweils erfragen kannst:

    • Wer oder was ...?Nominativ
    • Wessen ...?Genitiv
    • Wem ...?Dativ
    • Wen oder was ...?Akkusativ
    Neben Nomen lassen sich außerdem auch Artikel, Adjektive, Pronomen und Numeralien deklinieren. Daher konnten hier in dieser Aufgabe auch die Artikel und Adjektive, die zu dem jeweiligen Nomen gehören, bei der Bestimmung des Falls helfen.

  • Bestimme, mit welcher Frage du die jeweilige Form des Substantivs der Fisch erfragst.

    Tipps

    Beim Nominativ und Akkusativ hast du mehrere Fragewörter.

    Schau dir auch die Artikel genau an. Sie geben dir nämlich ebenfalls einen Hinweis, da diese auch an den Kasus angepasst werden.

    • Wem gehört das Aquarium? Dem Fisch.

    Erinnerst du dich daran, welche Frage zu welchem Fall gehört?

    • der Fisch (Nominativ)
    • des Fisches (Genitiv)
    • dem Fisch (Dativ)
    • den Fisch (Akkusativ)
    Lösung

    Wie du mittlerweile schon weißt, lassen sich Nomen deklinieren, d. h. das Nomen wird an den Fall (Kasus) angepasst. Um diese Aufgabe zu lösen, musstest du überlegen, mit welcher Frage du das jeweilige Substantiv korrekt erfragen kannst.

    • Der Fisch steht im Nominativ (1. Fall), weshalb du mit: Wer oder was ...? fragen musst.
    • Des Fisches steht dagegen im Genitiv (2. Fall) und du erfragst diesen Fall mit: Wessen ...?
    • Der Dativ (3. Fall) lautet: dem Fisch und du fragst danach mit: Wem ...?
    • Der Akkusativ (4. Fall) lautet: den Fisch und du erfragst ihn mit: Wen oder was ...?
    Wie du siehst, verändert sich je nach Kasus auch der Artikel, sodass auch dieser dir in einem Satz einen Hinweis auf den Fall geben kann. Neben Nomen und Artikeln lassen sich außerdem auch Adjektive, Pronomen und Numeralien deklinieren.

  • Ermittle die fehlenden Buchstaben und bestimme die fehlenden Fälle.

    Tipps

    Hier fehlen Teile des Nomens, des Artikels sowie der dazugehörigen Adjektive. Rufe dir die Fragen der Fälle in Erinnerung und überlege, wie die korrekte Antwort lautet und ob/wie sie jeweils angepasst werden müssen.

    Der Nominativ wird auch Wer-Fall genannt, der Genitiv Wessen-Fall, der Dativ Wem-Fall und der Akkusativ Wen-Fall – so kannst du dir leicht die Fragen merken.

    Wenn der Fall nicht angegeben ist, überlege dir, mit welcher Frage du nach ihm fragen musst, z. B.

    • Wen oder was möchte sie machen? Einen Ausflug. (Akkusativ)

    Es gibt immer nur ein Subjekt im Satz. Dieses steht immer im Nominativ.

    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du selbstständig dein Wissen über Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ anwenden und dir überlegen, mit welcher Frage du den geforderten Kasus erfragst. Die dazugehörigen Fragen lauten:

    • Aufgrund wessen ...?
    • Mit wem ...? / Wen oder was ...?
    • Wem ...? / Wer oder was ...?
    • Wessen ...?
    Anschließend musstest du dir überlegen, ob das jeweilige Nomen, (wenn vorhanden) der Artikel sowie das dazugehörige Adjektiv entsprechend des geforderten Falls angeglichen werden müssen, z. B. des schönen Wetters.