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Adverbien – Funktion und Gebrauch 07:19 min

Textversion des Videos

Transkript Adverbien – Funktion und Gebrauch

Hallo, ich bin Martina und in diesem Video wollen wir uns mal die grammatische Leistung des Adverbs im Satz ansehen. Das heißt, ob es als adverbiale Bestimmung oder als Attribut gebraucht wird. Zuerst erfährst du aber noch etwas über die Funktion des Adverbs im Satz und über die lexikalische Kategorie, also die Wortart. Damit du alles verstehst, solltest du schon einige Wortarten kennen. Du solltest auf jeden Fall wissen, was ein Adverb ist. Hierzu gibt es ja auch ein Lehrvideo, das kannst du dir vorher ansehen. Und du solltest die anderen Wortarten zum Beispiel Substantive, Verben und Adjektive kennen. Ich wünsche dir mit dem Video viel Spaß! Sehen wir uns zunächst die Wortart näher an: Das Adverb gehört zu den Partikeln, es ist somit unflektierbar, das heißt es verändert - abgesehen von ein paar Ausnahmen - seine Form nicht. Es wurde also nicht gebeugt, im Gegensatz zum Adjektiv. Und das ist wichtig für dich zu wissen: Adjektive werden gebeugt, Adverbien nicht. Adverbien können natürlich auch ihre Form ändern, indem man eine Nachsilbe anhängt, wie zum Beispiel bei "seltsam" und "seltsamerweise". Aber das ist eben auch wieder eine ganz spezielle Eigenschaft der Adverbien. Wichtig ist es für dich dir zu merken, das Adverbien nicht flektierbar sind. Aber welche Funktion hat das Adverb denn nun im Satz? Es hat die Funktion, die Umstände einer Handlung oder eines Geschehens näher zu beschreiben. Und sein Name Adverb lässt vermuten, dass es grundsätzlich zum Verb gehört. Aber das Adverb beschreibt nicht nur Verben, sondern auch Substantive, Adjektive und andere Adverbien und sogar Satzinhalte. Zum Beispiel in dem Satz: "Er sprang kopfüber ins Wasser" beschreibt das Adverb "kopfüber" das Verb "sprang" näher. Aber in dem Satz "Wir treffen uns unten" beschreibt das Adverb "unten" den ganzen Satz näher. Denn wenn man fragt "Wo treffen wir uns?" ist die Antwort "unten" und das bezieht sich auf den ganzen Satz. Das Adverb kann sich aber auch auf ein Adjektiv beziehen. Wenn man zum Beispiel sagt: "Das ist eine besonders fröhliche Katze", dann beschreibt das Adverb "besonders" das Adjektiv "fröhliche" näher. Adverbien können sich aber auch auf Substantive beziehen, wie  im nächsten Satz zum Beispiel: "Das Haus dort ist unseres". Das Adverb "dort" beschreibt das Substantiv "Haus" näher. Und zum Schluss noch ein Beispiel für ein Adverb, das ein anderes Adverb näher beschreibt: "Das Buch steht im Regal links oben". "Oben" ist ein Adverb, das durch das Adverb "links" näher beschrieben wird. Denn wenn ich frage "Wo oben?" dann ist die Antwort "links". Du siehst also das Adverb ist nicht nur Verben zugeordnet, sondern auch Substantiven, Adjektiven, Adverbien oder ganzen Sätzen. Und die Funktion der Adverbien bringt uns nun zu ihrem Gebrauch, das heißt zu der Frage, ob ein Adverb attributiv gebraucht wird, oder ob es eine adverbiale Bestimmung ist. Zuerst sollten wir aber mal klären, was attributiv beziehungsweise Attribut und adverbiale Bestimmung in diesem Zusammenhang bedeuten: Als adverbiale Bestimmung fungiert ein Adverb, wenn es ein Verb näher beschreibt. Es bildet in diesem Fall auch ein eigenes Satzglied. Zum Beispiel in dem Satz "Wir wohnen dort" ist "dort" die adverbiale Bestimmung. Genauer gesagt die adverbiale Bestimmung des Ortes und es bildet neben dem Subjekt und dem Objekt ein eigenes Satzglied. Bezieht sich das Adverb auf andere Wortarten, also auf Substantive, Adjektive oder Adverbien, dann bezeichnet man es als Attribut. Das Attribut ist eine Beifügung, die ihr Bezugswort näher bestimmt, und ist somit Teil eines Satzgliedes. "Das Haus dort ist unseres". "Dort" ist Teil des Satzgliedes "das Haus dort", man beschreibt das Substantiv, nämlich "Haus" näher. Es wurde also attributiv gebraucht. Das Adverb wird ebenfalls attributiv gebraucht, wenn es Adjektive näher beschreibt, wie zum Beispiel hier: "Das ist eine sehr hübsche Blume". "Sehr" ist das Adverb, das das Adjektiv "hübsche" näher beschreibt und gehört somit zu dem Satzglied "eine sehr hübsche Blume". Und wie ich vorhin schon erwähnt habe, können Adverbien auch andere Adverbien näher beschreiben. Und in diesem Fall bezeichnet man sie ebenfalls als Attribut. Bevor du Gelegenheit hast, das Gelernte in einer kleinen Übung zu wiederholen, fasse ich noch einmal alles zusammen: Adverbien gehören zu den Partikeln,  das heißt sie sind unflektierbar, werden also nicht gebeugt. Adverbien beschreiben die Umstände einer Handlung oder eines Geschehens näher. Sie beziehen sich auf Verben, aber auch auf Substantive, Adjektive, andere Adverbien oder ganze Sätze. Wenn sie Verben zugeordnet sind, bezeichnet man sie als adverbiale Bestimmung und sie stellen eigene Satzglieder dar. Wenn sie Substantiven, Adjektiven oder anderen Adverbien zugeordnet sind, bezeichnet man sie als Attribut und manche sind Teil eines Satzgliedes. So, und nun kommen wir zu der kleinen Übung. Finde zunächst in den folgenden Sätzen das Adverb und bestimme dann, ob es sich auf ein Verb, ein Substantiv, ein Adjektiv, ein Adverb oder einen Satz bezieht. Los geht's! "Wir liefen rückwärts", "Der Koffer steht oben", "Der Hund da ist meiner". Drücke jetzt auf "Pause" und wenn du fertig bist, kannst du die Lösungen vergleichen. Die Adverbien sind "rückwärts", "oben" und "da", und sie beziehen sich im ersten Satz auf das Verb, im zweiten Satz auf den ganzen Satz und im letzten Satz auf das Substantiv. Bestimme in der nächsten Übung, ob das Adverb als adverbiale Bestimmung oder als Attribut gebraucht wird. Los geht's! "Die Frau links ist meine Tante", "Wir sind heute besonders früh losgegangen", "Sie laufen rückwärts". Drücke jetzt wieder auf "Pause" und wenn du fertig bist, kannst du die Lösungen vergleichen. Das Adverb im ersten Satz ist "links" und es wird attributiv gebraucht, denn es bezieht sich auf das Subjekt. Das Adverb im zweiten Satz ist "besonders" und es wird ebenfalls attributiv gebraucht, denn es bezieht sich auf das Adverb "früh". Das Adverb im letzten Satz ist "rückwärts" und es ist eine adverbiale Bestimmung, denn es bezieht sich auf das Verb. Und schon sind wir wieder am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina.

14 Kommentare
  1. Hallo Lechhausen,
    alle Videos zu Adverbien findest du hier: https://www.sofatutor.com/franzoesisch/grammatik/adjektive-und-adverbien/adverbien-bildung-und-gebrauch
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Alicia v. L.C., vor 10 Tagen
  2. Wo gibts das Video was erklärt was ein Adverb ist?Weil ich finde es nicht.

    Von Lechhausen, vor 11 Tagen
  3. Es wahr gut aber es war alles nicht verständlich erklärt.

    Von Sahitiblerim, vor 3 Monaten
  4. Aber war Okay

    Von Rebecca F., vor mehr als einem Jahr
  5. Ein kleinesbisschen Lappig!!!!!!!!!

    Von Rebecca F., vor mehr als einem Jahr
  1. gutes video

    Von Meritxell Botello, vor etwa 2 Jahren
  2. Hallo Laurène, nein - "der, die, das" sind (bestimmte) Artikel und somit keine Partikeln. Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Liebe Grüße aus der Deutsch-Redaktion
    Sarah

    Von Sarah Fischer, vor mehr als 4 Jahren
  3. sind Der,Die,Das auch Partikel ?

    Von Laurène S., vor mehr als 4 Jahren
  4. Das war sehr gut danke

    Von Jawadi Shabnam, vor mehr als 4 Jahren
  5. Vielen Dank für euer Feedback! Wir freuen uns zu hören, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Euer Deutschteam

    Von René Perfölz, vor fast 5 Jahren
  6. Danke,das hat mir sehr geholfen

    Von Nassershayesteh1965, vor fast 5 Jahren
  7. Gut

    Von Swnazem, vor mehr als 5 Jahren
  8. Das hab ich auch schon in der 5

    Von Bj Conrad, vor mehr als 6 Jahren
  9. cooles video! hat mir geholfen

    Von Deleted User 71843, vor mehr als 6 Jahren
Mehr Kommentare

Adverbien – Funktion und Gebrauch Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adverbien – Funktion und Gebrauch kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere, was ein Adverb ausmacht.

    Tipps

    Eine Partikel ist ein unflektierbares Wort, das eine Aussage oder einen Ausdruck modifiziert und selbst kein Satzglied ist.

    Lösung

    Bei Adverbien handelt es sich um eine Wortart wie Verben, Nomen oder Adjektive. Sie gehören zu den Partikeln. Das bedeutet auch, dass man ihre Form nicht verändern kann wie es bei Adjektiven der Fall ist. Das Adjektiv schön kann z.B. je nach Verwendung angeglichen werden: ein schönes Haus. Bei Adverbien hingegen kann man nur Präfixe oder Suffixe ansetzen, also Vorsilben wie un- oder Nachsilben wie -weise. Sie sind jedoch nicht flektierbar.

    Mit Adverbien beschreibt man Umstände genauer. Sie können sich dabei auf Verben, Adjektive, Nomen, andere Adverbien oder ganze Sätze beziehen.

  • Gib Beispiele für Adverbien an.

    Tipps

    Überprüfe zunächst, ob die Worte flektierbar sind, also ob du sie in einen anderen Fall setzen kannst (Nomen) oder ob sie sich nach der Person richten (Verben).

    Viele Adjektive können gesteigert werden, z.B. groß, größer. Adverbien jedoch nicht.

    Durch Präpositionen werden Wörter und Wortgruppen miteinander verbunden (anders als bei Adverbien).

    Lösung

    Adverbien zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht flektierbar, das heißt veränderbar sind. Außerdem beschreiben sie Verben als sogenannte adverbiale Bestimmungen genauer oder sie werden Nomen, Adjektiven oder Adverbien als Attribute beigefügt und beschreiben diese genauer.

    • Zunächst bestimmst du also die Wörter, die nicht flektierbar sind, die also weder dekliniert (Nomen, Adjektive) noch konjugiert (Verben) werden. Dazu gehören: dort, spätestens, und, sehr, zwei, unter.
    • Unter bestimmt zwar ein Verhältnis zwischen zwei Dingen und damit die Situation in einem Satz näher, es verbindet aber Wörter und Wortgruppen miteinander. Es handelt sich also um eine Präposition. Adverbien und Präpositionen werden manchmal verwechselt. Oben ist zum Beispiel ein Adverb und verbindet keine Wörter, sondern gibt nur einen Ort an.
    • Das Wort und verbindet Satzteile miteinander, bestimmt aber keine Umstände des Satzes. Es handelt sich hierbei um eine Konjunktion.
    • Zwei ist ein Numeral.
    Alle anderen Wörter sind Adverbien: dort, spätestens und sehr.

  • Bestimme, wann das Adverb adverbial gebraucht wird und wann attributiv.

    Tipps

    Die kursiven Wörter sind die Adverbien, die sich auf die beigefügten Wörter beziehen.

    Adverbien können attributiv ein Nomen, Adjektiv oder ein anderes Adverb näher bestimmen.

    Lösung

    Wir unterscheiden beim Gebrauch von Adverbien die adverbiale Bestimmung und das adverbiale Attribut.

    Die adverbiale Bestimmung bezieht sich immer auf die Situation oder Handlung in einem Satz und damit auf ein Verb (Prädikat), so wie kopfüber springen: kopfüber ist ein Adverb, springen ein Verb.

    Das adverbiale Attribut hingegen bezieht sich auf ein Nomen, ein Adjektiv oder ein anderes Adverb, so wie bei das Haus dort, wo das Haus ein Nomen und dort ein Adverb ist. Besonders ist ein Adverb, fröhlich ein Adjektiv. Links ist ein Adverb, genau wie oben.

  • Bestimme die Adverbien in dem Text, die adverbial gebraucht werden.

    Tipps

    Achte darauf, dass das Wort ein Adverb ist, also unflektierbar bzw. unveränderbar.

    Adverbien können sich auch auf die Gesamtaussage des Satzes beziehen. Dann nennt man sie Satzadverbien.

    Wenn Adverbien adverbial gebraucht werden, beziehen sie sich auf das Verb (die Situation), das sie näher beschreiben.

    Nach adverbial gebrauchten Adverbien kann man fragen, z.B. mit Wo?, Wann? oder Wie?.

    Lösung

    Adverbien werden in der Regel attributiv oder adverbial gebraucht. Sie können sich aber auch auf die Gesamtaussage des Satzes beziehen (=Satzadverbien).

    Wenn sie adverbial gebraucht werden, beziehen sie sich auf das Verb, das sie näher beschreiben. Man kann in diesem Fall nach dem Adverb fragen, z.B. mit Wo?, Wann? oder Wie?. Es gibt nur zwei Fälle in dem Text, bei denen Adverbien adverbial gebraucht werden:

    • um dort ein Theater zu besuchen; Um wo ein Theater zu besuchen? Dort.
    • was uns bald erwartete; Was uns wann erwartete? Bald.
    Sind die Adverbien Bestandteile eines Satzgliedes, dass die näher bestimmen, werden sie attributiv gebraucht:
    • Die immens große Stadt (Akkusativobjekt)
    • Das Theater unweit des Hafens (Subjekt)
    Zum Teil treten auch Adjektive im Text auf, die adverbial gebraucht werden:
    • Wir fuhren fröhlich nach Hamburg; Fröhlich lässt sich steigern: fröhlicher, am fröhlichsten.
    • Als wir jedoch freudigst am Theater ankamen.
    • betraten wir gespannt
    In folgenden Fällen beziehen sich die Adverbien auf die Gesamtaussage des Satzes (Satzadverbien):
    • hatte nämlich den Ruf. Das Adverb nämlich bestimmt nicht die beschriebene Situation näher, sondern die Aussage selbst. Deswegen kann man danach auch nicht fragen.
    • dass die Vorstellung leider ausfallen müsse

  • Bestimme die Adverbien, die sich attributiv auf ein Adjektiv beziehen.

    Tipps

    Bestimme erst, welche Wörter überhaupt ein Adverb sind und dann, zu welcher Wortart das andere Wort gehört.

    Lösung

    Adverbien beschreiben Umstände näher. Dabei können sie sich auf Verben, Nomen, Adjektive, andere Adverbien oder ganze Sätze beziehen. Wenn sie sich auf Adjektive beziehen, werden sie attributiv gebraucht, ebenso wenn sie sich auf Nomen oder Adverbien beziehen würden.

    Um die Aufgabe zu lösen, identifizieren wir zuerst, welches Wort ein Adverb ist. Adverbien sind im Unterschied zu Adjektiven nicht flektierbar, also nicht veränderbar.

    • Überhaupt bleibt immer gleich und ist daher ein Adverb. Keine ist allerdings ein Pronomen, daher ist diese Auswahl falsch.
    • Rechts ist zwar auch ein Adverb, weil es sich nie verändert, jedoch bezieht es sich auf unten – ein weiteres Adverb – und nicht auf ein Adjektiv.
    • Demnächst wiederkehren und geschwind klettern sind Verbindungen von Adverb und Verb, das heißt das Adverb wird hier adverbial gebraucht.
    • Herzlich willkommen ist nicht richtig, da herzlich ein Adjektiv ist. Man kann es flektieren: herzlicher, herzliche etc.

  • Unterscheide zwischen adverbialem und attributivem Gebrauch der Adverbien.

    Tipps

    Den Gebrauch können wir durch die Umstellprobe ermitteln. Dazu musst du versuchen, zusammengehörige Wortgruppen (Satzglieder) vor das Prädikat eines Satzes zu stellen. Adverbiale Bestimmungen können frei umgestellt werden, weil sie eigene Satzglieder bilden. Attribute hingegen werden zusammen mit ihren Bezugswörtern umgestellt.

    Lösung

    Adverbien werden im Satz unterschiedlich gebraucht. Sie können sich auf Verben beziehen (adverbial) oder auf Nomen, Adjektive oder andere Adverbien (attributiv). Unterscheiden können wir das, indem wir die Umstellprobe machen. Dazu musst du versuchen, zusammengehörige Wortgruppen (Satzglieder) vor das Prädikat eines Satzes zu stellen.

    Adverbiale Bestimmungen können vollständig frei umgestellt werden, weil sie eigene Satzglieder bilden, z.B. morgen, plötzlich und gestern. Attribute hingegen bleiben bei ihrem Satzglied stehen, von dem sie abhängig sind und können nicht einzeln bewegt werden: bereits und sehr.

    Immer wieder ist ein besonderer Fall: Denn das Adverb immer bezieht sich auf ein anderes Adverb wieder und ergibt mit ihm zusammen ein Satzglied. Das Adverb wieder hingegen bezieht sich auf die Verben lesen wollen und ist daher eine adverbiale Bestimmung.