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Adverbien – Steigerungsformen und Vergleichsformen 06:24 min

Textversion des Videos

Transkript Adverbien – Steigerungsformen und Vergleichsformen

Hallo, ich bin Martina, und in diesem Video geht es um die Steigerungsformen und die Vergleichsformen der Adverbien. Außerdem werden wir uns einige Sonderformen ansehen. Du solltest auf jeden Fall wissen, was Adverbien sind. Falls du es vergessen hast, sieh dir einfach noch mal das Video zu den Adverbien an. Außerdem solltest du wissen, was Komparativ und Superlativ bedeuten. Ich wünsche dir mit dem Video viel Spaß. Die meisten Adverbien, die du bisher kennengelernt hast, sind nicht komparierbar, das heißt, sie bilden keine Vergleichsform. Wenn man sie dennoch vergleichen möchte, wählt man Umschreibungen mit "mehr" oder "weiter" für den Komparativ und mit Formulierungen wie "am meisten", "am weitesten" für den Superlativ, oder verdoppelt das Adverb einfach, um es zu steigern. Man kann zum Beispiel sagen: "Das Haus ist weiter weg." oder "Das Haus ist am weitesten weg." oder "Das Haus ist sehr, sehr weit weg.". Es gibt jedoch auch wenige Adverbien, die eine Vergleichsform bilden, und hierzu gehören die Adverbien "wenig", "wohl", "oft" und noch einige andere. Ihre Vergleichsformen sind "wenig" - "weniger" - "am wenigsten", und "wohl" - "wohler" - "am wohlsten", und "oft" - "öfter" - "am öftesten". Der Superlativ "am öftesten" wird allerdings nur noch selten gebraucht. Üblicher ist es, zu sagen "am häufigsten", und deshalb wird "oft" auch zu den Adverbien gezählt, die eine unregelmäßige Vergleichsform bilden. Zu den Adverbien, die unregelmäßige Vergleichsformen bilden, gehört also "oft", wenn man den Superlativ "am häufigsten" wählt und außerdem "bald" - "eher" - "am ehesten", "gerne" - "lieber" - "am liebsten", "sehr" - "mehr" - "am meisten". Einige Adverbien bilden den Superlativ auf -ens, wie zum Beispiel "schnellstens", "bestens", und so weiter. Man bezeichnet diese Superlative auch als Elative, denn sie zeigen auch ohne näheren Vergleich einen sehr hohen Grad an, im Gegensatz zu den eben besprochenen Superlativen. Diese werden immer im Vergleich betrachtet. Der Ursprung kann bei diesen Elativen immer ein Adjektiv oder ein Adverb gewesen sein. Adjektiv mit adverbialem Elativ sind zum Beispiel "bestens", "schnellstens", "wärmstens" oder "wenigstens". Wie zum Beispiel in dem Satz: "Du solltest schnellstens nach Hause gehen." oder "Das Buch kann ich dir wärmstens empfehlen.". Es gibt aber auch elative Adverbien. Die können allerdings nicht alleine stehen, sondern brauchen eine Ergänzung. Zu den elativen Adverbien gehören Wörter wie "frühstens", "höchstens", "längstens", "spätestens". Sie müssen durch weitere Angaben, zum Beispiel Zeitangaben, ergänzt werden. Auch hierzu gibt es wieder einige Beispielsätze: "Sie kommt frühstens um drei Uhr nach Hause.", "Du darfst höchstens eine halbe Stunde im Wasser bleiben.", "Der Film ist spätestens um 22.30 Uhr zu Ende.". Es gibt auch noch einige Sonderformen, die Elative mit -igst, oder -ichst bilden wie zum Beispiel "baldigst", "herzlichst", "freundlichst", "Er grüßte herzlichst." oder "Sie lächelte freundlichst.". Außerdem gibt es auch noch adverbiale Genitive wie zum Beispiel "des Öfteren", "des Näheren", "des Weiteren". Diese adverbialen Genitive drücken ebenfalls eine Steigerung aus wie zum Beispiel in dem Satz: "Sie begegnen sich des Öfteren." Und nun sind wir auch schon wieder fas am Ende des Videos angekommen. Wie immer gibt es zum Schluss eine Zusammenfassung. Die meisten Adverbien bilden keine Vergleichsformen. Anstelle einer Vergleichsform wählt man eine Umschreibung mit "mehr" oder "weiter" für den Komparativ, "am meisten" oder "am weitesten" für den Superlativ oder eine Steigerung durch Verdopplung des Adverbs wie zum Beispiel "sehr, sehr". Einige Adverbien bilden Vergleichsformen. Hierzu gehören zum Beispiel "wenig" - "weniger" - "am wenigsten", "wohl" - "wohler" - "am wohlsten". Unregelmäßige Vergleichsformen haben zum Beispiel die Adverbien "bald", "oft", "gern" oder "sehr". Es gibt auch Adverbien, die den Superlativ auf -ens bilden. Da sie ohne näheren Vergleich stehen, nennt man sie Elativ. Wortstamm kann ein Adjektiv oder ein Adverb sein. Es gibt daher Adjektive mit adverbialem Elativ wie zum Beispiel "bestens" oder "schnellstens", und elative Adverbien, die jedoch eine Ergänzung, meist in Form eine Zeitangabe, benötigen. Schließlich gibt es noch die Elative, die auf -igst oder -ichst enden, und die adverbialen Genitive. So, das war es zum Vergleich beziehungsweise der Steigerung der Adverbien. Ich hoffe, dir hat das Video gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina!          

2 Kommentare
  1. Bei den letzten Aufgaben ist es schwierig, die richtigen Wörter zu finden.Sonst sehr inhaltsreich.

    Von Juliane Viola D., vor mehr als 2 Jahren
  2. Ja, ich will der erste sein.

    Von Erikmutzenberger, vor fast 3 Jahren

Adverbien – Steigerungsformen und Vergleichsformen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adverbien – Steigerungsformen und Vergleichsformen kannst du es wiederholen und üben.

  • Zeige auf, wie Komparativ und Superlativ bei Adverbien gebildet werden können.

    Tipps

    Wie unterscheiden sich Komparativ und Superlativ bei Adverbien? Mit welchen Wörtern kann man sie bilden? Welche kann man steigern, und welche sind unregelmäßig?

    Lösung

    Bei Adverbien ist die Steigerung nicht so einfach wie bei Adjektiven. Manche Steigerungen kann man nur umschreiben, z.B. durch mehr, weit oder sehr.

    Die wenigen normal steigerbaren Adverbien lauten zum Beispiel wenig, wohl oder oft, ihre Steigerungsformen z.B. weniger und am wenigsten.

    Natürlich gibt es auch unregelmäßige Steigerungen von steigerbaren Adverbien. Diese sind z.B. bald, gern oder sehr. Eine Steigerung wird hier mit einem anderen Wort weitergeführt, so z.B. lieber und am liebsten als Fortsetzung für gern.

  • Ergänze die Steigerungsformen der Adverbien.

    Tipps

    Bei den Nicht-Elativen wird nur ein Adverb regelmäßig gesteigert, die anderen sind unregelmäßig.

    Lösung

    Es gibt regelmäßig und unregelmäßig gesteigerte Adverbien und die Möglichkeit, mit dem Elativ eine Art Superlativ zu bilden.

    • Das einzige regelmäßige ist hier wohl. Es wird wie ein Adjektiv gesteigert: wohler am wohlsten
    • Die anderen werden unregelmäßig gesteigert und machen die Steigerung mit einem anderen Wort weiter, so z.B. bald: eher am ehesten
    • Die Elative werden gebildet, indem man die Endung -ens, -igst oder -ichst anhängt. Bei herzlich hängt man nur ein -st an, denn ein -ich steht ja schon am Ende des Wortes. Damit wird der Elativ hier herzlichst.
  • Ordne den verschiedenen Arten der Steigerung die Beispiele zu.

    Tipps

    Sieh dir bei einigen Wörtern die Endung an. Andere wiederum teilen dieselbe grammatische Form.

    Fallen dir bei den unveränderten Adverbien die Steigerungsformen ein?

    Lösung

    Wir unterscheiden hier vier verschiedene Steigerungsformen:

    1. Die regelmäßige Steigerung verläuft, wie bei Adjektiven auch, mit -er und am ...-sten. Dazu gehören wenig und wohl: -> wenig -> weniger -> am wenigsten.
    2. Einige Adverbien bilden eine unregelmäßige Steigerung. Hier werden die Steigerungsformen mit anderen, verwandten Wörtern fortgeführt. Hierzu gehören bald, gern und sehr: gern -> lieber -> am liebsten.
    3. Sodann kann man einen sehr hohen Grad mit dem Elativ ausdrücken, der fast dem Superlativ gleichkommt. Dabei hängt man an das Adverb die Endungen -ens, -igst oder -ichst an, so bei bestens, baldigst oder freundlichst.
    4. Am Schluss gibt es die Konstruktion des adverbialen Genitivs, der eine Steigerung ausdrückt. Dazu gehören des Näheren, des Öfteren und des Weiteren.
  • Bilde eine passende Steigerungsform.

    Tipps

    Im Text kommen alle möglichen Steigerungsformen vor: regelmäßig, unregelmäßig, nicht steigerbar, mit Elativ oder auch der adverbiale Genitiv! Probiere alle Formen aus, wenn du nicht weiterweißt, oder schau dir nochmal die Beispiele im Video an.

    Lösung

    Eine schwierige Aufgabe, denn hier kommen alle möglichen Steigerungsformen von Adverbien vor.

    • Die meisten Adverbien können nicht gesteigert werden. Bei ihnen wird die Steigerung mit mehr oder weiter ausgedrückt wie bei weiter oben.
    • Andere Adverbien werden regelmäßig wie Adjektive gesteigert, wie z.B. bei am wohlsten oder weniger. Höchst ist der Superlativ des Adjektivs hoch.
    • Wiederum andere werden unregelmäßig gesteigert wie z.B. am liebsten.
    • Sodann haben wir den Elativ, der mit -ens, -ichst oder -igst gebildet wird. Beispiele sind bestens, schnellstens oder baldigst.
    • Manche Elative verlangen eine Zeitangabe, die ihnen folgt, sie können nicht alleine stehen, wie z.B. längstens fünf Minuten.
    • Und schließlich gibt es noch die adverbialen Genitive wie des Öfteren oder des Weiteren, die z.B. durch öfters oder weiterhin ersetzt werden können.
  • Unterscheide die Elative von den adverbialen Genitiven.

    Tipps

    Welche Endungen kann der Elativ haben? Wie zeigt sich der adverbiale Genitiv?

    Lösung

    Der Elativ und der adverbiale Genitiv sind zwei Formen, wie wir eine Steigerungsform bei Adverbien umschreiben können.

    Der Elativ ist dabei der Ausdruck eines sehr hohen Grades von etwas. Er wird aus einem Adverb wie wenig oder Adjektiven wie schnell gebildet werden und bekommt meist die Endung -ens angehängt. Auch die Endungen -ichst und -igst sind jedoch möglich. Außerdem gibt es einige Elative, die nicht alleine stehen können, sondern eine nachfolgende Zeitangabe benötigen.

    Die adverbialen Genitive bezeichnen die drei Formen des Öfteren, des Weiteren und des Näheren. Sie bezeichnen einen Komparativ und können z.B. ersetzt werden mit öfters, weiterhin/außerdem und näher betrachtet/außerdem.

  • Vervollständige die Ausdrücke mit dem richtigen Adverb im Elativ.

    Tipps

    Die Elative sind gebräuchliche und feststehende deutsche Wendungen. Bei manchen gibt es auch mehrere richtige Lösungen.

    Lösung

    Elative werden von Adjektiven oder Adverbien aus gebildet. Sie bekommen dann die Endungen -ens, -igst oder -ichst angehängt. Dabei ersetzen sie zwar keinen Superlativ, aber sie beschreiben einen sehr hohen Grad wie Ich erwarte baldigste Antwort.

    Häufig werden Elative in feststehenden Wendungen gebraucht, so z.B. wärmstens empfehlen, herzallerliebst, wenigstens ist etwas nicht passiert.