50 % Halbjahreszeugnis-Aktion —
nur bis 24.02.2019

30 Tage kostenlos testen und anschließend clever sparen.

Warum fließt Ketchup? 03:15 min

Textversion des Videos

Transkript Warum fließt Ketchup?

In so mancher Limonade sorgen neuerdings bunte Nanopartikel für eine fruchtig frische Farbe. Speisesalz rieselt besser, Nanoteilchen machen es möglich. Und so mancher Ketchup fließt restlos aus der Flasche und bleibt dennoch an den Pommes haften, den Nanopartikeln sei Dank. Diese Wunderteilchen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen, sie werden künstlich hergestellt und sind viele zehntausendmal feiner als ein menschliches Haar. Nano gilt als die Technologie des dritten Jahrtausends. Dabei sind die Partikel nicht unumschritten, Dr. Wolfgang Kreyling hat erforscht, wie Körperzellen auf die nanokleinen Partikel reagieren. Seine Erkenntnis: Die Partikel können in den Körper gelangen, über die Ernährung, über die Lunge und über die Haut. Und sind sie erst einmal drinnen, werden sie über das Blut im gesamten Körper verteilt. "Wir haben nachweisen können, dass diese Partikel dann in der Leber zu finden sind, in der Milz, in den Nieren. Das heißt also die normalen Organe, aber unabhängig davon haben wir es auch im Herzen und sogar im Gehirn gefunden." Die Nanoteilchen können also bis in das Gehirn gelangen, was sie dort anrichten, ist bislang kaum erforscht. Man weiß jedoch künstliche Nanopartikel sind so widerstandsfähig, dass der Körper sie kaum auflösen kann. Die Folge: Sie lagern sich ein. Organe können erkranken. "Zum einen kann die Herzrhythmusfunktion gestört werden und zum anderen können Gerinnungen gestört werden, sodass man auf der einen Seite als Szenario Herzinfarkt Effekte beobachten kann bzw. thrombotische Effekte." Zwischen so manchen Käsescheiben aus der Packung können Nanopartikel verhindern, dass diese aneinanderkleben, auf einigen Autolacken schützen sie vor dem Ausbleichen in der Sonne und in Sonnencremes stecken genau die gleichen Partikel wie in den Lacken als Lichtschutzfaktor. Die Umweltmedizinerin Barbara Dohmen fürchtet, dass die Risiken von Nanotechnologie noch nicht ausreichend erforscht sind und warnt vor ähnlichen Folgen wie bei Asbest. "Also es zeigt sich auch im Bezug auf Asbest eine Parallele und zwar, dass diese Nanopartikel ähnlich wie das bei den winzigen kleinen Asbestfasern der Fall ist. Von dem Immunsystem, von den entsprechenden Fresszellen nicht richtig aufgegriffen und erfasst werden können. Und auch das ist also aus umweltmedizinischer Sicht äußerst beunruhigend." Nano ist bereits Alltag in fast jedem Haushalt. Doch bis heute gibt es keine besonderen Regeln für den Umgang mit dieser neuen Technologie.

Videos im Thema

Lebensmittel und Gifte (33 Videos)

zur Themenseite