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Leben und Werk von R.W. Bunsen 09:38 min

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Textversion des Videos

Transkript Leben und Werk von R.W. Bunsen

Hallo und willkommen zu Chemie.

Erinnere dich einmal an Experimente im Chemieunterricht. Auch an die, die dein Lehrer gemacht hat. Was kam dabei ganz oft zum Einsatz? Genau der Bunsen-Brenner. Aber warum heißt er eigentlich Bunsen-Brenner? Wem er seinen Namen zu verdanken hat werde ich dir in diesem Video vermitteln. Das Video gliedert sich wie folgt. Als erstes erfährst du einige grundlegende Dinge zum Namensgeber des Brenners, Robert Wilhelm Bunsen. Danach sehen wir uns die Stationen seines Lebens an. Was für wichtige Forschungen und Erfindungen auf sein Konto gehen erkläre ich dir im nächsten Abschnitt. Wer waren Bunsens Arbeits- und Zeitgenossen? Das lernst du im 4. Abschnitt. Am Ende gibt es eine kurze Zusammenfassung.

Wer war nun Bunsen. Sein voller Name lautete Robert Wilhelm Bunsen. Er war ein deutscher Chemiker. Geboren wurde er am 30. März 1811 in Göttingen als jüngster von 4 Brüdern. Sein Vater war Literatur-Professor und Bibliothekar. Bunsen studierte Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Göttingen an der er dann 1834 promovierte. Er war also schon mit 23 Jahren ein Doktor. Er starb am 16. August des Jahres 1899 in Heidelberg im Alter von 88 Jahren. So nun weißt schon mal ein paar Eckdaten über Bunsen. Sehen wir mal wohin es ihn in seinem Leben gezogen hat. Geboren wurde er wie du schon weißt in Göttingen. Hier erhielt er im Jahre 1834 seine Lehrbefähigung und übernahm auch einen Lehrstuhl an der Universität an der er selbst gelernt hatte. In Kassel nahm er eine Lehrtätigkeit an einer höheren Gewerbeschule auf. Bei Arbeiten im Labor kam es zu einer Explosion, die ihn am Auge verletzte. Dadurch erblindete er teilweise. Ausserdem forschte er an dem Hochofenprozess in einer Stahlhütte nahe Kassel. Er wurde dann an die Universtät Marburg versetzt. Zu dieser Zeit genoß er schon große Anerkennung aufgrund seines Wirkens und Forschens.

Die Uni Breslau war seine nächste Station. Er nahm ihren Ruf an und begann dort seine Lehrtätigkeit. Dort wurde ihm ein neues, eigenes Labor gebaut. Hier lernte er Gustav Kirchhoff kennen, mit dem er später erfolgreich zusammen arbeiten würde. Seine Zeit in Breslau war allerdings nur kurz. Nach drei Semestern verließ er die Uni und wandte sich nach Heidelberg. Dort nahm er einen Lehrstuhl an und erhielt auch hier ein neues Labor. Er forschte unter anderem an Elektrolyse-Verfahren und an der Spektralanalyse. Für die Spektralanalyse perfektionierte er einen von Micheal Faraday entwickelten Gasbrenner, aber dazu gleich mehr. Im Alter von 88 Jahren starb er in Heidelberg und wurde auch dort bestattet. Du hast jetzt einen kleinen Einblick bekommen wo Bunsen gewirkt hat. An was er in seinem Leben geforscht und was er erfunden hat sehen wir uns nun an. Er entwickelte ein Gegenmittel zur Arsenvergiftung. Dieses wird auch heute immer noch angewandt. Er beschäftigte sich eingehend mit dem Hochofenprozess. Durch eine bessere Nutzung der Verbrennungsgase konnte er die Befeuerung deutlich effizienter gestalten. Er entwickelte die Iodometrie als analytisches Verfahren. Dabei kann man auf die Menge eines Stoffes schließen durch die Reaktion mit Iod. Natürlich stammt der Bunsen-Brenner von ihm. Er entwickelte ihn weiter und konnte so einen Brenner schaffen, der in seiner Flamme einen reduzierenden und oxidierenden Bereich hat. Außerdem erfand er auch eine Zink-Kohle-Batterie. Sie ist in etwa so aufgebaut. Sie war eine preisgünstige Stromquelle für Labore, da es noch kein umfassendes Stromnetz gab.

Weiterhin entwickelte er ein Verfahren zur Gewinnung von reinen unedlen Metallen. Dies geschah durch eine Elektrolyse der Geschmolzenen Chloride des jeweiligen Metalls. Auf diese Weise konnte Lithium, Magnesium, Aluminium und Calcium gewonnen werden. Die Entdeckung der beiden Alkalimetalle Rubidium(Rb) und Cäsium(Cs) sind ebenfalls ihm zuzuschreiben. Eine seine wichtigsten Erfindungen, die bis heute genutzt wird, ist die Spektralanlyse. Sie diente Bunsen zum Nachweis von Alkali- und Erdalkalimetallen und Wasserstoff. Dafür wurde eine Salzprobe in den Bunsen-Brenner eingebracht. Dabei leuchtet es auf. Es zeigt sich dabei ein spezifisches Emissionsspektrum. Das heißt es wird eine bestimmte Wellenlänge abgestrahlt. Dies zeigt sich durch die dazugehörige Farbe wie du in diesem Spektrum sehen kannst. Das war ein Ausschnitt aus Bunsens Wirken und Forschen. Du siehst er hat eine Menge entwickelt, das auch heute noch der Wissenschaft zu gute kommt. Ich möchte dir nun noch ein paar wichtige Arbeits- und Zeitgenossen Bunsens vorstellen. Als erstes Gustav Robert Kirchhoff. Er arbeitete mit Bunsen zusammen an der Spektralanalyse und entwickelte später die Kirchhoffschen Gesetze. In seiner Zeit in Heidelberg hatte er viele Schüler. Er unterrichtete unter anderem Emil Erlenmeyer, den Erfinder der Erlenmeyer-Regel und des Erlenmeyer-Kolbens, der dir bestimmt bekannt ist. Ein anderer Schüler war Adolf von Baeyer. Er erhielt später den Nobelpreis für Chemie für seine Entwicklung eines Färbestoffs. Ein bedeutender Schüler aus Marburg ist Hermann Kolbe. Er machte sich einen Namen durch die Entdeckung und die Herstellung von Salicylsäure. Das war nun ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben von Robert Wilhelm Bunsen. Ich werde das Video nun noch kurz zusammenfassen. Bunsen war ein deutscher Chemiker. Er lehrte an vielen Universitäten, zum Beispiel in Heidelberg. Einige seiner wichtigsten Erfindungen waren: der Bunsen-Brenner, sie Spektralanalyse und die Gewinnung von Elementen durch die Elektrolyse. Ausserdem sind viele bedeutende Chemiker seine Schüler gewesen.

Ich hoffe du heute einiges über diesen herausragenden Mann gelernt. Beim weiteren Lernen wünsche ich dir noch viel Erfolg. Bis zum nächsten Mal. Dein Mathias

1 Kommentar
  1. Default

    Ja

    Von Jgrohmann, vor 5 Monaten