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Vergleich von Wirbeltierklassen - Skelett 06:58 min

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Transkript Vergleich von Wirbeltierklassen - Skelett

Hallo! Die Hauskatze, der Grasfrosch, der Falke, des Krokodil und die Forelle - all diese Tiere verbindet, dass sie eine Wirbelsäule haben. Es sind Wirbeltiere. Aber dennoch gibt es in deren Skeletten auch Unterschiede. In diesem Video werden dir diese Unterschiede in den Skeletten der einzelnen Wirbeltierklassen erklärt.

Säugetier

Wir beginnen mit der Klasse, zu der auch der Mensch zählt: Die Säugetiere. Wie bei allen Wirbeltieren gibt die Wirbelsäule dem Säugetierkörper vor allem Halt und stützt ihn. Gleichzeitig schützt sie das empfindliche Rückenmark. Die einzelnen durch knorplige Zwischenwirbelscheiben verbundenen Wirbel, aus denen die Wirbelsäule aufgebaut ist, machen sie ganz besonders beweglich.

Alle Säugetiere - egal ob Maus oder Elefant - besitzen die gleiche Anzahl an Wirbeln, nämlich 24. Die vier Gliedmaßen dienen zum Laufen, Springen und Klettern - denke nur an blitzschnelle Katzen, springende Kängurus oder kletternde Affen. Ausnahmen sind dabei z.b. der Mensch, der nur auf zwei Beinen geht, Wale, die für die Fortbewegung im Wasser Flossen ausgebildet haben, und auch Fledermäuse, bei denen die Vordergliedmaßen zu Flügeln entwickelt sind.

Die inneren Organe werden vom Brustkorb geschützt, der aus einzelnen Rippen besteht. Der Schädelknochen, welcher aus einzelnen miteinander verwachsenen Plattenknochen besteht, schützt wiederum das empfindliche Gehirn.

Lurch

Zu den Lurchen zählen Frösche, Kröten, Salamander und Molche. Frösche und Kröten gehören zu den Froschlurchen und haben ein etwas anderes Skelett als Salamander und Molche, die zu den Schwanzlurchen gehören. Die Wirbelsäule der Froschlurche ist sehr kurz, dafür ist das Becken stark in die Länge gezogen. Die hinteren Gliedmaßen sind stark ausgebildet - die Zehen sind sehr lang.

Das ausgeprägte Becken und die kräftigen Hinterbeine erlauben es den Froschlurchen große Sprünge zu machen. Die langen Zehen bzw. die Schwimmhaut dazwischen erleichtert die Fortbewegung im Wasser.

Schwanzlurche besitzen einen Schwanz. Ihre Wirbelsäule ist lang und ihre Gliedmaßen kurz. Schwanzlurche bewegen sich vorwärts, indem sie ihre kräftige, flexible Wirbelsäule hin und her bewegen und zum richtigen Zeitpunkt ihre kurzen Beine heben oder senken. So entsteht die schlängelnde Fortbewegung der Schwanzlurche.

Weder Frosch- noch Schwanzlurche verfügen über einen ausgeprägten Brustkorb aus Rippen.

Vogel

Schauen wir uns nun die Vögel genauer an. Beim Skelett von Vögeln ist die Umbildung der Vordergliedmaßen zu Flügeln am augenscheinlichsten. Aber Flügel allein reichen zum Fliegen nicht aus. Es ist auch wichtig, dass das Gewicht so gering wie möglich gehalten wird.

Hätte ein Vogel markgefüllte Knochen wie z.b. Säugetiere, könnte er unmöglich abheben. Vogelknochen aber sind dünnwandig und hohl - man spricht von einer Leichtbauweise. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wirbeltieren, ist die Wirbelsäule der Vögel relativ starr - zumindest im Brust- und Lendenwirbelbereich. Der Grund dafür ist, dass beim Schlagen mit den Flügeln große Kräfte entstehen. Nur eine starre Einheit von Brust- und Lendenwirbeln, Brustkorb und Beckenknochen kann diesen Kräften standhalten.

Reptil

Auf den ersten Blick ist das Skelett von Reptilien wie Aligator oder Krokodil denen von Schwanzlurchen sehr ähnlich. Die Wirbelsäule ist lang und beweglich. Die Vordergliedmaßen gehen vom Schultergürtel ab und die hinteren Gliedmaßen vom Beckengürtel. Im Gegensatz zu den Lurchen, deren Skelett hauptsächlich aus Knorpeln besteht, ist das Skelett der Reptilien aber fast gänzlich verknöchert.

An der Wirbelsäule treten Hals-, Brust-, Lenden-, Becken- und Schwanzteil stärker hervor als bei Lurchen. Der Schädel ist fest mit der Wirbelsäule verbunden und trägt meist stark ausgebildete Kieferknochen. Außerdem schützen Rippen die inneren Organe von Reptilien bei fast allen Vertretern auf der gesamten Länge zwischen Schultergürtel und Beckenknochen.

Fisch

So sieht das Skelett eines Fisches aus. Es gliedert sich in Schädelskelett, Wirbelsäule und Flossenskelett. Der Schädel schützt das Gehirn. Die Wirbelsäule ist äußerst biegsam und spielt auch bei Fischen eine große Rolle bei der Fortbewegung. Denn nur mit einer flexiblen Wirbelsäule können sich Fische mühelos durchs Wasser bewegen.

Die an der Wirbelsäule ansetzenden Rippen kennst du bestimmt. Sie heißen auch Gräten. Das Flossenskelett besteht aus den Flossenträgern sowie knöchernen Flossenstrahlen, die der Flosse Form und Halt geben.

Zusammenfassung

Obwohl alle Wirbeltiere über eine Wirbelsäule verfügen und im Grundaufbau gleich sind, ist das Skelett von Säugetieren, Lurchen, Vögeln, Reptilien und Fischen doch sehr verschieden. Es ist jeweils an den Lebensraum und die Lebensweise angepasst. Du siehst also: Das Skelett ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass der Falke fliegen, die Forelle schwimmen, der Grasfrosch springen und das Krokodil fest zubeißen können. Tschüss!

3 Kommentare
  1. einfach Klasse😁😊😉🎓🎓🎓

    Von Iskander1, vor 4 Tagen
  2. Hat wirklich sehr geholfen. Vielen Dank!

    Von Stephanie Canisius, vor fast 2 Jahren
  3. Danke hat wirklich geholfen

    Von Tamara S., vor etwa 2 Jahren

Vergleich von Wirbeltierklassen - Skelett Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vergleich von Wirbeltierklassen - Skelett kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne Strukturen eines Säugetierskeletts.

    Tipps

    Der Mensch gehört ebenfalls zu den Säugetieren. Überlege, an welchen Stellen deines Körpers die Schulterblätter und das Becken zu finden sind.

    Die Wirbelsäule lässt sich in einzelne Abschnitte unterteilen, die sich jeweils aus einzelnen Wirbeln zusammensetzen.

    Lösung

    Säugetiere gehören zu den Wirbeltieren. Sie besitzen folglich eine Wirbelsäule, die mit allen anderen Skelettteilen in Verbindung steht. Die Knochen des Kopfes werden als Schädel zusammengefasst. In dieser Abbildung ist ein Hundeskelett dargestellt. Hunde gehören zu den Landwirbeltieren. Während die Schulterblätter zur Befestigung der Vordergliedmaßen dienen, verankert das Becken die Hintergliedmaße mit der Wirbelsäule. Der Brustkorb befindet sich im Rumpf des Hundes und besteht aus dem Brustbein, den Rippen und der Brustwirbelsäule.

  • Nenne Funktionen der Wirbelsäule.

    Tipps

    Das Rückenmark ist Teil des zentralen Nervensystems der Wirbeltiere. Es stellt die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem peripheren Nervensystem dar.

    Lösung

    Die Wirbelsäule ist das Merkmal, welches alle Wirbeltiere gemeinsam haben. Darin unterscheiden sie sich von den Wirbellosen (z.B. Insekten) und Weichtieren (Muscheln, Quallen etc.). Die Wirbelsäule verleiht dem Körper Stabilität und schützt ihn. Das Rückenmark liegt im Wirbelkanal der Wirbelsäule und wird dadurch geschützt.

  • Vergleiche die charakteristischen Merkmale der Wirbelsäule von verschiedenen Wirbeltieren.

    Tipps

    Der Aufbau der Wirbelsäule hängt meist stark mit der Art der Fortbewegung zusammen.

    Lösung

    Alle Wirbeltiere besitzen eine Wirbelsäule. Diese kann jedoch sehr unterschiedlich aussehen. Froschlurche sind in der Lage große Sprünge durchzuführen. Deshalb weisen sie eine kurze Wirbelsäule und ein stark in die Länge gezogenes Becken auf. Die Wirbelsäule der Alligatoren ist dagegen sehr lang und beweglich, und der Schädel ist fest mit dieser verbunden. Fische besitzen eine sehr biegsame Wirbelsäule, welche ihnen die mühelose Bewegung durch das Wasser ermöglicht. Dagegen ist die Wirbelsäule von Vögeln im Brust und Lendenwirbelbereich relativ starr. Dies gibt dem Vogelkörper besondere Stabilität, da auf ihn große Kräfte beim Schlagen mit den Flügeln wirken. Fast alle Säugetiere weisen eine Wirbelsäule mit sieben Halswirbeln auf.

  • Leite aus dem Skelett her, warum Geparden schnell laufen können.

    Tipps

    Sieh dir das Skelett des Geparden nochmal genau an. Wie sehen die Knochen aus? Wo liegt der Brustkorb?

    Lösung

    Der Aufbau seines Skeletts macht den Geparden zu einem ausgezeichneten Sprinter. Seine Wirbelsäule ist äußerst flexibel. Durch diese Biegsamkeit haben seine langen Beine viel Bewegungsspielraum. Sein Schulterblatt kann beim Laufen und Springen besonders weit ausgelenkt werden. Aus diesen Gründen hat er eine große Schrittlänge von bis zu 8 Metern. Die schlanken Knochen verringern sein Gewicht. Bei Sprüngen mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 100 km/h werden hohe Belastungen auf die Gelenke ausgeübt. Seine kräftigen Bänder halten sie dabei zusammen. Mithilfe seines langen Schwanzes gelingt es ihm auch bei dieser extremen Geschwindigkeit die Balance zu halten, wenn er mal schnell die Richtung ändern muss.

  • Bestimme die Knochen der Vordergliedmaßen verschiedener Säugetiere.

    Tipps

    Zwischen den verschiedenen Säugetieren stimmt die Anordnung der Knochen der Vordergliedmaßen überein.

    Die Handwurzelknochen liegen zwischen Unterarm und Mittelhandknochen. Als gelenkige Verbindung tragen sie zur Stabilität und Beweglichkeit der Hand bei.

    Lösung

    Zu sehen sind die Vordergliedmaßen von Mensch, Fledermaus, Wal und Pferd. Die Anordnung der Knochen ist bei allen Vertretern gleich: Oberarmknochen, zwei Unterarmknochen, Handwurzelknochen, Mittelhandknochen und Fingerknochen. Der Vergleich des Aufbaus der Vordergliedmaßen verschiedener Wirbeltiere ist in der Biologie das Paradebeispiel für Homologie. Homologie liegt dann vor, wenn die grundsätzlichen Übereinstimmungen im Aufbau von Strukturen evolutionären Ursprungs sind, die zu vergleichenden Arten also miteinander verwandt sind.

  • Bestimme, ob es sich bei den Tieren um Wirbeltiere oder Wirbellose handelt.

    Tipps

    Das Seepferdchen gehört zur Klasse der Fische. Weißt du noch, ob diese eine Wirbelsäule besitzen?

    Die Klassen Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische gehören zum Stamm der Wirbeltiere.

    Lösung

    Zu den Wirbeltieren gehören: Fledermaus, Kugelfisch, Seepferdchen, Delfin und Salamander. Diese Tiere besitzen alle eine Wirbelsäule. Die Fledermaus und der Delfin gehören zur Klasse der Säugetiere. Der Kugelfisch und das Seepferdchen sind der Klasse der Fische zuzuordnen. Der Salamander gehört zur Klasse der Amphibien.

    Zum Stamm der wirbellosen Tiere gehören: Biene, Regenwurm, Tintenfisch, Schmetterling, Schnecke und Qualle. Diese Tiere besitzen keine Wirbelsäule.