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Vererbungsregeln – 2. und 3. Mendelsche Regel 05:00 min

Textversion des Videos

Transkript Vererbungsregeln – 2. und 3. Mendelsche Regel

Hallo, in diesem Video geht es um das 2. und das 3. Mendel'sche Gesetz - das Spaltungsgesetz und das Unabhängigkeitsgesetz. Das 2. Mendel'sche Gesetz, das Spaltungsgesetz, besagt: Die Individuen der 2. Nachkommengeneration, F2, spalten sich phänotypisch im Verhältnis 3:1 auf. Dieses Phänotypen-Verhältnis wird im Genotyp in das Verhältnis 1:2:1 aufgelöst. Als Merkmal nehmen wir uns wieder die Farbe des reifen Erbsensamens. Wir kreuzen die heterozygoten Individuen der 1. Nachkommengeneration F1 untereinander. Die Samen sind gelb, weil das Allel, A, das für die Ausprägung der gelben Farbe verantwortlich ist, über dem Allel, a, das die grüne Farbe ausmacht, dominant ist. Die gebildeten Gameten sind A und a. Wir malen uns ein sogenanntes Kreuzungsrechteck auf und tragen Gameten des einen Elters entlang der waagerechten, Gameten des anderen, entlang der senkrechten Achse auf. So lassen sich alle möglichen Gametenkombinationen, die bei der Befruchtung entstehen, leicht ableiten. Bei der F2-Generation erhalten wir also Individuen mit folgenden Genotypen: AA, 2 heterozygote Individuen mit dem Genotyp Aa und ein Individuum mit dem Genotyp aa. 3 der 4 Nachkommen sind Pflanzen mit gelben Samen und die 4. Pflanze hat grüne Samen. Wir finden ein Genotypen-Verhältnis von 1:2:1 und ein Phänotypen-Verhältnis von 3:1, was dem 2. Mendel'schen Gesetz entspricht. Kommen wir nun zum 3. Mendel'schen Gesetz, dem Unabhängigkeitsgesetz. Das Unabhängigkeitsgesetz besagt: Jedes Merkmalpaar wird nach dem 2. Gesetz vererbt, und zwar unabhängig von anderen Merkmalspaaren. Wir betrachten die Kreuzung zweier homozygoter Erbsenpflanzen, die sich in 2 Merkmalen unterscheiden; Samenfarbe und Samenform. Wir kreuzen eine Pflanze mit gelben, runden Samen mit einer Pflanze mit grünen, kantigen Samen. Das Allelpaar, das die Form der Samen ausmacht, bezeichnen wir mit B bzw. b, wobei das dominante Allel B runde Samen und das rezessive Allel b kantige Samen ausmacht. Die Gameten der Parentalgeneration sind AB und ab. Die dargestellte Kreuzung ergibt in der F1-Generation, nach dem 1. Mendel'schen Gesetz, gleichaussehende, uniforme Nachkommen, Pflanzen mit gelben, runden Samen. Die Individuen der F1-Generation werden nun untereinander gekreuzt. Es gibt 4 mögliche Gametentypen der F1 - AB, Ab, aB und ab. Ihre zufällige Kombination liefern F2-Individuen mit dem im Kreuzungsrechteck dargestellten Phänotypen. Individuen, die mindestens 1 Allel A besitzen sind gelb, Individuen mit 2 Allelen a sind grün, da das Allel A für die gelbe Samenfarbe verantwortlich ist und über dem Allel a dominant ist. Analog sind die Samen, die mindestens 1 Allel B besitzen, rund. Die mit 2 Allelen b kantig. In dem Kreuzungsrechteck haben wir die kantigen Samen durch eine Einrahmung und die grünen Samen durch einen Unterstrich markiert. Wir finden 4 Individuen mit grünen Samen, 12 der 16 Individuen haben gelbe Samen. Hier findet sich also das Phänotypen-Verhältnis 3:1. Auch die genotypische Aufspaltung im Verhältnis 1:2:1 lässt sich im Kreuzungsrechteck finden, worauf wir hier aber nicht näher eingehen werden. Viele Individuen sind im Bezug auf das Allel B homozygot rezessiv, besitzen also 2 Allele b, dies sind Pflanzen mit kantigen Samen. Die anderen 12 haben runde Samen. Auch bei dem 2. Merkmal finden wir also das nach der 2. Mendel'schen Regel vorhergesagten Phänotypen-Verhältnis 3:1. Wir sehen also, dass die einzelnen Merkmale unabhängig voneinander, gemäß dem 1. und dem 2. Mendel'schen Gesetz, an den Nachkommen vererbt werden. Wir sehen auch, dass die unabhängige Merkmalsvererbung neue Phänotypen schafft. In der F2-Generation begegnen uns nämlich gelbe, kantige und grüne, runde Samen. Phänotypen, die weder bei der Parental- noch bei der Filialgeneration 1 aufgetreten sind. Damit haben wir das 2. und das 3. Mendel'sche Gesetz kennengelernt. Ich bedanke mich für euer Interesse und sage Tschüss.

31 Kommentare
  1. Tatjana ohne rahmen

    Hallo Paula Greser,
    „Gamet“ ist der Fachbegriff für eine Keimzelle oder auch Geschlechtszelle. Beim Menschen handelt es sich dabei um die haploiden Spermien und Eizellen.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa 2 Monaten
  2. Default

    Was ist eigentlich ein Gamet? :0

    Von Paula Greser, vor etwa 2 Monaten
  3. Default

    viel zu schnell und schlecht erklärt und Mikro ist schlechr

    Von Natalja Rieder, vor 3 Monaten
  4. Default

    Leider viel zu schnell erklärt.

    Von Carmal71, vor 3 Monaten
  5. Default

    Sehr schlecht erklärt und Vorfällen viel zu schnell!!!

    Von Family Buckram, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    Sehr gut erklärt finde ich! Gutes Video :)

    Von Elian Kivi, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    gutes Video, vielen Dank es hat sehr geholfen alles nochmal zu wiederholen

    Von Hnsfnovalis, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    Du hast den Namen des 3. Gesetzes im Video weder erwähnt noch erklärt!

    Von Kasper936, vor etwa 3 Jahren
  4. Serpil

    Hallo,
    schau dir doch mal dieses Video an. Hier werden die Fachbegriffe erklärt.
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/vererbungslehre-grundlagen

    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  5. Krone

    Das Video war nicht gut es wurde vorher gar nicht richtig die Fachbegriffe erklärt.
    Mfg Delta

    Von Stefan M., vor mehr als 3 Jahren
  6. Serpil

    Hallo Peter,
    phänotypisch spaltet sich die F2-Generation im Verhältnis 3:1 auf, weil 3 gelbe (AA, Aa, Aa) und 1 grüner Samen (aa) auftreten.

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  7. Default

    Bei Minute 1:43 heisst es 1:2:1 da es die Typen(AA 2mal Aa und aa gibt) abere von den Samenfarben her ist es ja 2:1 da es ja 2 mal gelb und 1mal grün gibt!:)

    Von peter k., vor mehr als 3 Jahren
  8. Himmelsscheibe nebra

    Darauf kann nur ein Mitarbeiter der Redaktion antworten.

    Von Roland Hesse, vor fast 4 Jahren
  9. Default

    in welchem jahr wurde dieses video veröffentlicht ?

    Von Jeremias Allescher, vor fast 4 Jahren
  10. Marcel

    Hallo :)
    die 3. Mendelsche Regel beschreibt die Vererbung von zwei Merkmalen. Jedes Merkmal werden 2 Allele zugeschrieben, sodass es insgesamt 4 Allele sind.

    Von Marcel Schenke, vor fast 4 Jahren
  11. Default

    Warum sind das beim 3. Mendelschen Gesetz auf einmal 4 Allele beim Genotyp, sprich AABB bzw aabb?

    Von Emil.Ku, vor fast 4 Jahren
  12. Default

    Geniales Video! super erklärt!!! Vielen Dank

    Von Mandeep B., vor etwa 4 Jahren
  13. Default

    @lucky1982 : Es ist 3 : 1 weil du von den 4 Erbsen 3 gelbe (=3) und 1 grüne (=1) hast, aber nur vom Phänotyp, der das Aussehen bestimmt. Vom Genotyp (Also den Allelen) ist das Verhältnis 1:2:1, weil du 1 x die Allelkombination GG hast (=1) , zweimal Gg (=2) und wiederum einmal gg (=1). Hoffe ich konnte damit weiterhelfen.

    Von Selina Schneider, vor fast 5 Jahren
  14. Default

    vielen dank!

    Von Cem 2015, vor etwa 5 Jahren
  15. Smileys and emoticons 2

    danke !

    Von Jolin, vor mehr als 5 Jahren
  16. Img 3826

    Ganz gut erklärt, aber ich frage mich wieso beim zweiten Gesetz nicht erwähnt wurde, dass er sich um ein Beispiel von dominant-rezessiven Erbgang handelt, da beim intermediären Erbgang die Ausprägung anders wäre, und zwar um genau zu sein :
    1 : 2 : 1

    Von Dascha Vakulenko, vor fast 6 Jahren
  17. Default

    Gut aber viel zu schnell!

    Von Lucarichter, vor etwa 6 Jahren
  18. Marcel

    Ja, bei der 3. Mendelschen Regel ergibt sich eine 9:3:3:1 Ausprägung. Das im Video genannte 3:1 Verhältnis bezieht sich auf die einzelnen Merkmale (Farbe und Form) wenn man sie getrennt betrachtet. Also 12 grüne und 4 gelbe Samen ergeben ein 3:1 Verhältnis. Aber es gibt 9 gelb-runde, 3 grün-runde, 3 gelb-eckige und 1 grün-eckige Samen. 9:3:3:1

    Von Marcel Schenke, vor etwa 6 Jahren
  19. Default

    Ist die Ausprägung in der dritten mendelschen Regel nicht 9:3:3:1?

    Von Sonka, vor etwa 6 Jahren
  20. Default

    geht gar nicht.viel zu schnell...

    Von Nicole.Gewinner, vor etwa 6 Jahren
  21. Himmelsscheibe nebra

    Das Dritte ist das gelungendste Video, wenn auch das Tempo rasant ist. Dennoch sei mir eine Anmerkung gestattet: Warum werden nicht anhand der Kreuzungsbeispiele die "Gesetze" erklärt, dann abgeleitet und formuliert?
    Ich würde lieber von den Mendelschen Regeln sprechen wollen, Gesetze ist so unumstößlich und absolut.

    Von Roland Hesse, vor fast 7 Jahren
  22. 8733 1194151528706 1075966990 30602248 4522575 n

    Zu schnell

    Von Nicolina Linchen, vor mehr als 7 Jahren
  23. Default

    leider ziemlich schell und erklär sicherheitshalber fachbegriffe nocheinmal. danke

    Von B.B.Berlin, vor mehr als 7 Jahren
  24. Default

    du machst das echt gut, nur es ist viel zu schnell!

    lg

    Von Lucky1982, vor fast 9 Jahren
  25. Natural

    Schoen erklaert, etwas langsamer waere jedoch hilfreich gewesen :)

    Von Allubnan, vor etwa 9 Jahren
  26. Default

    Super erklärt (;
    Weiter so

    Von Robin Ms, vor mehr als 9 Jahren
Mehr Kommentare

Vererbungsregeln – 2. und 3. Mendelsche Regel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vererbungsregeln – 2. und 3. Mendelsche Regel kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Merkmale der Mendelschen Regeln.

    Tipps

    Die 3. Mendelsche Regel bezieht sich auf die Veerbung von mindestens zwei Merkmalen.

    Lösung

    Die 2. und die 3. Mendelsche Regel werden auch als Spaltungsregel und Unabhängigkeitsregel bezeichnet. Die 3. Mendelsche Regel besagt, dass die Vererbung mehrerer Merkmale (mindestens 2) nach dem 2. Mendelschen Gesetz erfolgt. Die Vererbung der Merkmale erfolgt hier unabhängig voneinander. Die Spaltungsregel besagt, dass bei der Kreuzung der F$_1$-Generation Nachkommen entstehen, die sich phänotypisch und genotypisch aufspalten: phänotypisch im Verhältnis 3:1 und genotypisch im Verhältnis 1:2:1.

  • Definiere die 2. Mendelsche Regel.

    Tipps

    Die F$_2$-Generation spaltet sich phänotypisch im Verhältnis 3:1.

    Lösung

    Gregor Mendel erhielt bei der Kreuzung der mischerbigen F$_1$-Generation Nachkommen, die sich phänotypisch und genotypisch aufspalteten. Er formulierte die Spaltungsregel, die besagt, dass, wenn man die Individuen der F$_1$-Generation miteinander kreuzt, sich die F$_2$-Generation phänotypisch im Verhältnis 3:1 und genotypisch im Verhältnis 1:2:1 aufspaltet.

  • Bewerte die Aussagen über die vorliegende Vererbung.

    Tipps

    Aus dem Phänotyp der Individuen der F$_1$-Generation kann man erschließen, welche Allele rezessiv vererbt werden.

    Lösung

    Die Individuen der F$_1$-Generation sind alle braun und haben gelocktes Fell. Das heißt, die Allele für diese Merkmale werden dominant vererbt. Wenn man die Individuen der F$_1$-Generation miteinander kreuzt, entstehen sowohl Individuen, die phänotypisch so aussehen wie die Parentalgeneration, als auch welche mit neuen Merkmalskombinationen. Jedoch kann auch bei dieser Vererbung keine Mischform entstehen, weil nur die Allele braun und gelockt dominant vererbt werden und sich gegenüber den anderen Allelen durchsetzen.

  • Definiere die 3. Mendelsche Regel.

    Tipps

    Die 3. Mendelsche Regel wird auch Unabhängigkeitsregel genannt.

    Lösung

    Gregor Mendel fand in weiteren Versuchen mit Individuen, die sich in zwei Merkmalen unterschieden haben, heraus, dass jedes Merkmalspaar nach der 2. Mendelschen Regel vererbt wird und das unabhängig voneinander. In seinem Versuch mit den runden, gelben Samen und den grünen, kantigen Samen konnte er zeigen, dass die Merkmale frei kombiniert werden konnten. Es entstanden in der Folgegeneration:

    • gelbe, runde Samen
    • gelbe, kantige Samen
    • grüne, runde Samen
    • grüne, kantige Samen
    Die F$_2$-Generation spaltete sich phänotypisch, also im Verhältnis 9:3:3:1.

  • Erschließe die genotypische und phänotypische Verteilung der F$_2$-Generation bei der vorliegenden Vererbung.

    Tipps

    Alle Individuen der F$_1$-Generation sind uniform und tragen zwei Allele, R und w. Welcher Mendelschen Regel entspricht das?

    Lösung

    Die 2. Mendelsche Regel, also die Spaltungsregel, besagt, dass sich die Nachkommen der F$_1$-Generation phänotypisch und genotypisch aufspalten. Wenn man sich die Allele der beiden Individuen der F$_1$-Generation anschaut, wird deutlich, dass die Allelkombinationen RR, Rw, Rw, ww möglich sind. Der Genotyp spaltet sich also im Verhältnis 1:2:1 auf. Demnach werden in der F$_2$-Generation sowohl rote als auch weiße Blüten entstehen. Eine Mischfarbe kann bei dieser Vererbung nicht entstehen, weil das Allel „Blütenfarbe rot“ dominant vererbt wird.

  • Ermittle den Genotyp der phänotypischen Merkmalskombinationen.

    Tipps

    Die Allele Fellfarbe scharz = A und Fellmuster ungescheckt = B werden dominant vererbt.

    Lösung

    Der Phänotyp der Individuen der F$_1$-Generation zeigt dir bereits, welche Allele dominant und welche rezessiv vererbt werden. Alle Individuen sind hier ungescheckt und schwarz. Das bedeutet, dass diese Merkmale dominant vererbt werden und sich daher in der F$_1$-Generation durchsetzen. Das wiederum bedeutet: Alle Individuen, die auch nur ein Allel A= schwarze Fellfarbe und ein Allel B= Fellmuster ungescheckt tragen, müssen schwarz und ungescheckt sein. Gescheckt und braun sind nur diejenigen Individuen, die zwei rezessive Allele tragen, also bb und aa. Das heißt, das folgende Genotypen den Phänotypen entsprechen:

    • schwarz und ungescheckt = AaBb
    • braun und ungescheckt = aaBb
    • schwarz und gescheckt = AAbb
    • braun und gescheckt = aabb