30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Fortbewegung an Land: Wirbeltiere 03:44 min

Textversion des Videos

Transkript Fortbewegung an Land: Wirbeltiere

Die Beine der Landwirbeltiere haben sich aus den Brust- und Bauchflossen ihrer Fischvorfahren entwickelt. Ihr Körper wird von Knochen im Inneren gestützt, und nicht wie bei Gliederfüßern von einem Außenskelett. Die Fische aus der Verwandtschaft der Quastenflosser und Lungenfische, die im Devon vor 410 bis 360 Millionen Jahren die ersten Schritte an Land wagten, sind längst ausgestorben. Sie dürften aber dem heute lebenden australischen Lungenfisch recht ähnlich gesehen haben. Die Schlammspringer der tropischen Mangrovenwälder stehen zwar in keiner Abstammungslinie zu den Landwirbeltieren und sie sind auch keine lebenden Fossilien. Aber durch ihre Lebensweise und ihre Angepasstheit sind sie in mancher Hinsicht ein lebendes Modell dafür, was sich beim Landgang der urzeitlichen Fische vor rund 400 Millionen Jahren abgespielt haben könnte. Die Lebensweise der Schlammspringer im Gezeitenbereich der Mangrovenküsten ähnelt dem von Amphibien. Sie verbringen den größten Teil ihrer Zeit an Land und schieben sich dabei mit ihren kräftigen Brustflossen über den Schlamm. Aus den Brust- und Bauchflossen der urzeitlichen Fischvorfahren der Devon- Zeit entwickelten sich die Beine der ersten Amphibien und aller darauf folgenden Landwirbeltiere. Amphibien und die mit ihnen verwandten Reptilien sehen beim Laufen meistens recht plump aus. Ein wichtiger Grund dafür liegt im Skelett dieser Tiere. Die Oberarme und Oberschenkel ragen seitlich aus dem Körper heraus und stehen mehr oder weniger waagerecht ab. Nur die Unterarme oder Unterschenkel zeigen nach unten. Deswegen kostet es die Tiere viel Kraft, den Körper vom Boden abzuheben. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Frösche zum Beispiel können durchaus flink sein. Eine besondere Gruppe der Reptilien ist ebenfalls eher schnell. Es sind die Schlangen. Sie haben ihre Beine im Lauf der Evolution wieder verloren. Dafür haben sie viel mehr Wirbel als andere Wirbeltiere. Durch die vielen Wirbel sind sie sehr beweglich. Sie kommen im dichten Unterwuchs besser voran, können sich in die engen Wohnhöhlen ihrer Beutetiere zwängen oder einen Angreifer abschrecken. Die meisten Schlangen bewegen sich durch seitliches Schlängeln fort. Auch ohne Beine kann das sehr schnell gehen. Das Schlängeln ähnelt entfernt dem Hin- und Herwinden der Reptilien und Amphibien mit Beinen. Durch die Seitwärtsstellung der Beine haben sie beim Laufen eine sehr kurze Schrittlänge. Zum Teil gleichen Amphibien und Reptilien diesen Nachteil durch seitliche Bewegungen der Wirbelsäule aus. So entsteht der typische Echsengang. Im Unterschied zu den Amphibien und Reptilien befinden sich bei den Säugetieren die Gliedmaßen unter dem Körper. Oberarme und Oberschenkel ragen nicht mehr seitlich aus dem Körper heraus, sondern sind nach unten gerichtet und können beim Laufen senkrecht pendeln. Ein großer Vorteil bei der Fortbewegung. Der Körper kann ohne großen Kraftaufwand auf den Beinen ruhen.

2 Kommentare
  1. yes

    Von Fehlker, vor mehr als 2 Jahren
  2. hilfreich

    Von Kantchew, vor fast 3 Jahren