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Die Lunge – Ort des Gasaustauschs 07:53 min

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Transkript Die Lunge – Ort des Gasaustauschs

Die Lunge - Ort des Gasaustauschs

Hallo! Ohne atmen, kein Leben - das ist kein Geheimnis. Aber warum ist das Atmen so lebensnotwendig? Was genau ist der Gasaustausch? Was heisst Diffusion und was sind Höhenkrankheit und Taucherkrankheit? In diesem Video wollen wir uns Aufbau und Funktion der Lunge näher ansehen!

Die Zufuhr von Atemluft in die Lunge erfolgt über Nase und Mund. In der Nase wird die Atemluft erwärmt und befeuchtet, Flimmerhärchen halten Schmutzteilchen und Krankheitserreger zurück. Von der Mundhöhle führt der Weg der Atemluft über den Kehlkopf in die Luftröhre. Kräftige Knorpelringe sorgen dafür, dass die Luftröhre nicht zusammengedrückt wird.

Die Luftröhre teilt sich am Ende in die zwei Hauptbronchien, die in den zwei Lungenflügeln enden. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lappen, der linke aus zwei. Die Bronchien in den Lungenflügeln verzweigen sich immer weiter. Die feinsten Atemkanälchen werden Bronchiolen genannt.

Ganz am Ende sitzen -wie winzige Beeren einer Traube- die Lungenbläschen, die Alveolen. Sie sind nicht größer als 0,5mm. Ihre Haut ist sehr dünn und von feinen Blutgefäßen überzogen, deren Gesamtlänge viele Kilometer beträgt. Eine Lunge besitzt bis zu 700 Millionen Lungenbläschen. Die Lunge hat übrigens keine Muskeln.

Um die Lunge zu vergrößern zieht sich die Zwischenrippenmuskulatur zusammen, was den Brustkorb anhebt - das ist die Brustatmung. Das leicht nach oben gewölbte Zwerchfell, das Brust- und Bauchraum trennt, wird durch die Zwerchfellmuskulatur abgeflacht - das ist die Bauchatmung.

Zwischen dem Rippenfell, eine dünnen Haut um die Rippen, und dem Lungenfell, eine dünne Haut um die Lungen, befindet sich eine Art flüssigkeitsgefülltes Vakuum. Wird der Brustraum durch Brust- und oder Bauchatmung gedehnt, dehnt sich die Lunge dadurch automatisch mit. Durch das Dehnen der Lunge, wird Luft angesaugt. Die Luft strömt bis in die Lungenbläschen.

Dort findet der Gasaustausch statt. Beim Gasaustausch wird das Blut mit Sauerstoff angereichert. Den Sauerstoff benötigt der Körper, um aus den Nährstoffen Energie zu gewinnen. Das passiert in allen Zellen des Körpers - vorallem im Gehirn und in den Muskeln. Ohne Gasaustausch fehlt dem Körper schnell die lebensnotwendige Energie, ein Überleben ist nicht möglich. Die Einatemluft besteht aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,03% Kohlendioxid und knapp 1% anderen Gasen.

Den Gasaustausch kannst du dir stark vereinfacht so vorstellen: Die Sauerstoffkonzentration im Blut der feinen Blutgefäße der Lungenbläschen beträgt weniger als 21%. Das Gefälle bewirkt, dass Sauerstoff aus der Einatemluft ins Blut übergeht. Dieses Prinzip heißt Diffusion.

Umgekehrt ist der Kohlendioxidgehalt im Blut an den Lungenbläschen höher als in der Einatemluft in den Lungenbläschen. Kohlendioxid diffundiert über die dünne Haut der Lungenbläschen nach außen. Der gesamte Vorgang heisst Gasaustausch. Die Ausatemluft enthält dann nur noch 17% Sauerstoff, jedoch 4% Kohlendioxid.

Die Lunge ist ein sensibles Organ, das genau auf unseren Lebensraum angepasst ist. In großen Höhen -etwa über 3000 Meter Seehöhe- werden Bergsteiger oft von der Höhenkrankheit befallen. Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel sind die ersten Anzeichen. Da der Luftdruck mit zunehmender Höhe abnimmt, verengen sich die Blutgefäße in der Lunge.

Das vermindert die Sauerstoffaufnahme. Da sich auch der Blutdruck erhöht, besteht die Gefahr von Flüssigkeitsansammlungen in Lunge und Hirn und in weiterer Folge von lebensgefährlichen Ödemen - also einer Schwellung des Gewebes. Durch ein langsames Gewöhnen an die Höhe -die Akklimation- schützen sich Bergsteiger vor der Höhenkrankheit. Auch an die Tiefen des Meeres ist der Mensch und seine Lunge nicht angepasst.

Die Taucherkrankheit -auch Dekompressionskrankheit- ist die große Gefahr beim Auftauchen aus großen Tiefen. Die Ursache dafür ist, dass der Stickstoff, der sich in großen Tiefen vermehrt im Blut ansammelt, beim zu schnellen Auftauchen aus sehr großen Tiefen nicht schnell genug wieder über das Blut und die Ausatemluft abgeben lässt.

Die Folge ist das der viele Stickstoff im Körper als Gas kleine Blasen bildet. Diese Blasen führen zu Verletzungen des Gewebes - etwa in der Lunge. Eine mögliche Unterbrechung der Blutversorgung führt schnell zum Tod. Durch langsames, stufenweises Auftauchen umgehen Taucher die Taucherkrankheit.

Zum Schluss noch ein einfacher Versuch zur Messung deiner Lungenkapazität: Fülle einen durchsichtigen Plastikkanister komplett mit Halb-Liter-Portionen Wasser und bringe entsprechende Markierungen an. Stelle den randvoll gefüllten, geschlossenen Kanister verkehrt rum in eine Wasserwanne und öffne ihn. Blase mit einem Schlauch deine Ausatemluft in den Kanister. An der Skala kannst du ablesen, wieviel Luft du ausgeatmet hast. Wenn du bedenkst, dass auch bei vollständiger Ausatmung stets etwa 1,5 Liter Luft in der Lunge verbleiben, kannst du auch dein Gesamtlungenvolumen errechnen.

Der lebensnotwendige Gasaustausch passiert in den Lungenbläschen, den Alveolen. Sauerstoff, den dein Körper zum arbeiten benötigt, geht ins Blut über, Kohlendioxid wird an die Ausatemluft abgegeben. Beispiele wie Höhenkrankheit oder Taucherkrankheit zeigen, dass die Lunge sehr genau auf unseren natürlichen Lebensraum angepasst ist. Viel Spaß beim Atmen und bis zum nächsten Mal!

19 Kommentare
  1. Hat sehr mir sehr geholfen:) Danke<3

    Von Weidi190475, vor 10 Monaten
  2. JK THX LOL XD <3

    Von Janusz J., vor 11 Monaten
  3. HIIIIIIIIII ICH BIN SWIPER

    Von Janusz J., vor 11 Monaten
  4. Sehr hilfreich danke
    Bio Note gerettet

    Von Cornelius Kik, vor mehr als einem Jahr
  5. Habe ich sofort verstanden 😊. Danke 🙏❤️

    Von Chiara 20, vor mehr als einem Jahr
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Die Lunge – Ort des Gasaustauschs Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Lunge – Ort des Gasaustauschs kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere den Weg, den die Atemluft durch den menschlichen Körper nimmt.

    Tipps

    Durch welche Körperteile nimmst du Luft auf?

    Bronchien und Bronchiolen sind die Äste oder Kanäle des Atemwegs.

    Lösung

    Die Atemluft wird über Mund und Nase aufgenommen. In der Nase wird die Atemluft erwärmt und befeuchtet. Flimmerhärchen in der Nase halten Schmutzpartikel und Krankheitserreger ab. Die Luft wird durch die Luftröhre weitertransportiert, bis sie sich zu den Bronchien aufzweigt. Die Bronchien verzweigen sich weiter zu den Bronchiolen. Am Ende dieser Bronchiolen befinden sich die Lungenbläschen, die traubenförmig angeordnet sind und auch Alveolen genannt werden.

  • Beschreibe den menschlichen Atemapparat.

    Tipps

    Die Alveolen werden auch als Lungenbläschen bezeichnet.

    Lösung

    Die Luft wird über Mund und Nase aufgenommen und dann durch die Luftröhre bis hin zu den Verzweigungen der Bronchien weitergeleitet. Die Lunge besteht aus zwei Flügeln, dem linken und dem rechten Lungenflügel. Die Bronchien verzweigen sich weiter zu den Bronchiolen. Am Ende der Bronchiolen sitzen, traubenförmig angeordnet, die Alveolen, auch Lungenbläschen genannt. Sie sind der Ort des Gasaustausches.

  • Erschließe die Ursachen und Folgen von Höhenkrankheit und Taucherkrankheit.

    Tipps

    Der Effekt der Höhenkrankheit beruht auf einer veränderten Sauerstoffaufnahme.

    Der Effekt der Taucherkrankheit beruht auf einer veränderten Stickstoffaufnahme.

    Lösung

    Bei der Höhenkrankheit kommt es dazu, dass aufgrund eines geringeren Sauerstoffanteils in der Luft weniger Sauerstoff vom Menschen aufgenommen werden kann. Dies kann zu Ödemen führen. Diese können auch im Gehirn vorkommen, was zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann. Gewöhnt man sich langsam an große Höhen (Akklimation) so kann dieses Risiko minimiert werden. Bei der Taucherkrankheit kommt es zu einer vermehrten Stickstoffansammlung im Gewebe dadurch, dass ein sehr hoher Druck auf den Taucher wirkt. Taucht der Taucher zu schnell auf, so kann es zu einer Blasenbildung im Blut kommen. Die Blutzufuhr kann dadurch unterbrochen werden. Dies kann lebensgefährlich sein.

  • Erkläre mögliche Therapieformen der Taucherkrankheit.

    Tipps

    In der Medizin bedeutet Kompression die Ausübung von Druck auf ein Gewebe.

    Lösung

    Kommt es zu einem Tauchunfall, so ist es sehr wichtig, sofort einen Notarzt zu rufen. Die erste Maßnahme, um eine Taucherkrankheit zu therapieren, ist die Gabe von 100% Sauerstoff. Dies kann teils schon ausreichen, milde Symptome zu behandeln. Halten die Symptome allerdings an, so muss der Patient in eine Dekompressionskammer gebracht werden. In einer solchen Überdruckkammer atmet der Patient reinen Sauerstoff ein, während in seiner Umgebung ein erhöhter Druck herrscht. Dadurch kann der Stickstoff, der sich als Bläschen im Blut gebildet hat, langsam wieder entweichen und abgeatmet werden.

  • Erkläre die Funktion einzelner Bestandteile der menschlichen Lunge.

    Tipps

    Am Ende der Bronchiolen sitzen die Alveolen.

    Der linke Lungenflügel besteht aus zwei Lappen.

    Lösung

    Die menschliche Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln, wobei der linke Lungenflügel aus zwei und der rechte Lungenflügel aus drei Lappen besteht. Die Luftröhre leitet die Atemluft, die über Mund und Nase aufgenommen wurde, weiter in die Bronchien. Die Bronchien verzweigen sich weiter und heißen dann Bronchiolen. Am Ende der Bronchiolen befinden sich die Lungenbläschen, die Alveolen. Die Alveolen sind der Ort des Gasaustauschs. Das bedeutet, dass hier das Blut mit Sauerstoff angereichert wird, um den Körperkreislauf damit zu versorgen. Im Umkehrschluss wird Kohlenstoffdioxid von den Lungenbläschen aufgenommen, abtransportiert und schließlich von uns ausgeatmet.

  • Erkläre Ursachen und Symptome der Krankheit Tuberkulose.

    Tipps

    Bei der Lungentuberkulose werden zahlreiche Entzündungen des Lungengewebes ausgelöst.

    Lösung

    Die Krankheit Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Mycobakterien (meist Mycobacterium tuberculosis) ausgelöst wird. Bei einer ersten Infektion kommt es zu Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Bei einigen Patienten bricht die Krankheit jedoch erst später aus. Diese Patienten leiden unter schleimigem Husten, Schmerzen im Brustbereich und Atemnot. Therapiert wird die Erkrankung Tuberkulose meist durch die Gabe von Antibiotika.