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Atemwegserkrankungen 09:12 min

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Transkript Atemwegserkrankungen

Hallo, da bin ich wieder, Eure Sabine Blumenthal. Heute lernst Du etwas über Erkrankungen und den Schutz unserer Atmungsorgane. Du erfährst etwas über die häufigsten Atemwegserkrankungen, welche Ursachen sie haben und wie man sich vor ihnen schützen kann. Das solltest Du bereits wissen: Bau und Funktion unserer Atmungsorgane, die Zusammensetzung unserer Atemluft und den Gasaustausch in der Lunge. Die wohl häufigsten Erkrankungen unserer Atmungsorgane sind Erkältungskrankheiten. Dabei handelt es sich um Infektionen der Luftwege. Betroffen sind also der Nasen-Rachen-Raum, die Luftröhre und die Bronchien. Eine typische Erkältungskrankheit ist die Entzündung des Nasen- und Rachenraumes, besser bekannt als Schnupfen. Die Entzündung der Bronchien kennen wir als Bronchitis. Auch die Luftröhrenentzündung ist eine Erkältungskrankheit. Bei allen Entzündungen der oberen Luftwege röten sich zunächst die Schleimhäute, schwellen dann stark an und sondern sehr viel Schleim ab. Greift die Entzündung auch auf die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen über, so kommt es zu einer sehr schmerzhaften und meist fiebrigen Nasennebenhöhlen- bzw. Stirnhöhlenvereiterung. Ursache aller Erkältungskrankheiten sind Krankheitserreger. Beim Einatmen dringen sie in die oberen Atemwege ein und rufen dort die Entzündungen der Schleimhäute hervor. Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen sind häufige Begleiter von Erkältungskrankheiten. Tritt auch Fieber auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Krankheitserreger können durch Niesen, Husten oder Händeschütteln von kranken auf gesunde Personen übertragen werden. Deshalb zählen Erkältungskrankheiten zu den Infektionskrankheiten. Von Erkältung sprechen wir, weil durch das Auskühlen des Körpers die Schleimhäute in den oberen Luftwegen geringer durchblutet werden und sich dadurch die Infektionsgefahr erhöht. Außerdem besteht eine hohe Ansteckungsgefahr, da die Krankheitserreger durch Husten, Niesen oder Händeschütteln übertragen werden können. Nur wenn unser Körper nicht genügend Abwehrstoffe hat, um die eingeatmeten Krankheitserreger zu vernichten, werden wir auch krank. Die Abhärtung des eigenen Körpers ist daher der beste Schutz vor jeder Erkältungskrankheit. Maßnahmen zur Abhärtung sind z. B. wechselwarmes Duschen, viel Bewegung an frischer Luft, ausreichender Schlaf, eine gesunde, vollwertige Ernährung und natürlich witterungsangepasste, schützende Kleidung. Wie kommt es nun zu Erkrankungen der Lunge? Neben Krankheitserregern können hier auch andere Stoffe Erkrankungen auslösen. Das können z. B. chemische Substanzen aus den Abgasen von Autos, Fabriken oder Heizkraftwerken sein, aber auch Inhaltsstoffe des Tabaks beim Rauchen oder radioaktive Strahlungen können die Lunge schädigen. Sehen wir uns nun einige Erkrankungen der Lunge etwas näher an. Die Lungenentzündung wird durch Krankheitserreger hervorgerufen, die in tiefe Abschnitte der Lunge eindringen. Die entstehende Entzündung behindert den Austausch der Atemgase in der Lunge. Lungenentzündung beginnt meist mit Schüttelfrost. Man bekommt hohes Fieber, spürt stechende Schmerzen in der Brust, bekommt Schweißausbrüche, starken Husten und Atemnot. Die Krankheit wird mit Antibiotika und viel Flüssigkeitsgabe behandelt. Solange man Fieber hat, sollte man unbedingt im Bett bleiben. Eine weitere, durch Krankheitserreger hervorgerufene Lungenerkrankung ist die Lungentuberkulose. Sie wird durch ein spezielles Bakterium verursacht, welches beim Einatmen in unsere Lunge gelangt. Dort ruft dieses Bakterium kleine Entzündungen hervor. Sind genügend Abwehrkräfte im Körper vorhanden, dann verkalken diese kleinen, knötchenartigen Entzündungsherde. Ist die Abwehrkraft des Körpers jedoch nur gering, dann können die kleinen Entzündungsherde sich vergrößern und weite Gebiete der Lunge sich entzünden und sogar zerstört werden. Typische Symptome einer Lungentuberkulose sind Mattigkeit, Nachtschweiß, Fieber und ständiger Husten. Ohne Behandlung breitet sich die Entzündung immer weiter aus. Es kommt zur Zerstörung von Lungengewebe und in der Folge zu starker Atemnot. Bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn können hochwirksame spezielle Medikamente sowie der Aufenthalt in eigens dafür errichteten Lungensanatorien eine Heilung der Krankheit herbeiführen. Die möglichst frühzeitige Erkennung der Krankheit bietet jedoch die besten Chancen auf eine vollständige Ausheilung. In Deutschland war die Lungentuberkulose in früheren Jahrhunderten eine weitverbreitete und sehr gefürchtete Krankheit. Sie war auch bekannt unter dem Namen Schwindsucht. Unterernährung, mangelhafte, hygienische Bedingungen und auch das Fehlen von Medikamenten führten besonders in der armen Bevölkerung meistens zum Tode durch diese Krankheit. Weltweit erkranken auch heute noch immer Millionen von Menschen an Lungentuberkulose. Verbesserte hygienische und soziale Bedingungen in vielen Ländern, vor allem aber die Schutzimpfung der Neugeborenen konnte die Anzahl der Neuerkrankungen insgesamt stark verringern. Dafür hat eine andere Lungenerkrankung in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen: Der Lungenkrebs. Diese Erkrankung wird durch chemische Substanzen aus unserer Umwelt, durch Inhaltsstoffe beim Rauchen und auch durch radioaktive Strahlung hervorgerufen. Dabei beginnen Zellen des Lungengewebes unkontrolliert und vor allem unbegrenzt zu wachsen. Sie werden zu Krebszellen. Diese Krebszellen vermehren sich immer weiter und bilden bösartige Geschwülste, die Tumore. Diese Tumore wachsen und wuchern immer weiter in das sie umgebende Lungengewebe hinein und zerstören es dadurch. Dadurch kommt es zu einer immer größeren Einschränkung des Gasaustauschs in der Lunge. Je früher der Lungenkrebs erkannt wird, desto besser kann man ihn behandeln. Die Behandlung des Lungenkrebses erfolgt meist durch eine Kombination von Operationen, Bestrahlungen und Medikamentengabe. Bei einer Operation wird krankes Lungengewebe entfernt. Bei der Bestrahlung soll die Vermehrung der Krebszellen verhindert werden und durch Medikamente sollen die Krebszellen völlig zerstört werden. Was hast Du nun heute über die Erkrankungen unserer Atmungsorgane gelernt? Über unsere Atmungsorgane nehmen wir Sauerstoff auf und geben Kohlenstoffdioxid wieder ab. Die Erkrankungen können durch Krankheitserreger, chemische Substanzen, rauchen oder radioaktive Strahlung ausgelöst werden. Krankheitserreger rufen Erkältungskrankheiten, Lungenentzündung oder auch Lungentuberkulose hervor. Gelangen bestimmte chemische Substanzen aus der Umwelt, Teerstoffe aus dem Rauch von Tabak oder radioaktive Strahlung in unsere Lunge, dann kann dadurch der meist nicht heilbare Lungenkrebs ausgelöst werden. Nicht in jedem Fall wirst Du Erkrankungen deiner Atmungsorgane verhindern können. Da Du nun aber weißt, wie solche Erkrankungen entstehen, kannst Du Dich durch Dein eigenes Verhalten weitgehend vor ihnen schützen. Das wars für heute. Tschüss bis bald.

3 Kommentare
  1. Gutes Viedio

    Von Marlon W., vor mehr als einem Jahr
  2. Die Bronchien zählen nicht mehr zu den oberen Atemwegen. Somit ist diese Zuordnung nicht korrekt.

    Von Saskia Hinse, vor mehr als einem Jahr
  3. Gutes Video. Ansehen ist einfacher als mitschreiben. Auch weil man auf Papier leider nicht so gestalten kann, wie auf Eurer Wand.

    Von Deleted User 221074, vor fast 5 Jahren

Atemwegserkrankungen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Atemwegserkrankungen kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Erkältungskrankheiten.

    Tipps

    Wird bei einer Erkältung der Schleim nicht abtransportiert, so kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen.

    Lösung

    Zu den Erkältungskrankheiten zählt der Schnupfen, die Nasennebenhöhlenentzündung und die Luftröhrenentzündung. Diese Erkrankungen sind meist gut zu therapieren.

    Die übrigen genannten Erkrankungen der Lunge sind meist von einem schwereren Verlauf gekennzeichnet. Zu ihnen zählen die Lungenentzündung, die Tuberkulose und der Lungenkrebs.

  • Beschreibe einen möglichen Verlauf einer Lungenkrebserkrankung.

    Tipps

    Unkontrolliertes Zellwachstum führt zu Tumoren.

    Lösung

    Bei der Erkrankung Lungenkrebs kann es durch unterschiedlichste Faktoren dazu kommen, dass sich Zellen des Lungengewebes unkontrolliert und unbegrenzt vermehren. Man spricht bezüglich dieser unkontrollierten Vermehrung der Zellen von einer Wucherung. Die beteiligten Zellen sind Krebszellen. Durch diese Wucherungen entstehen Tumore, die in das Lungengewebe hineinwachsen können und so die Funktionsfähigkeit der Lunge erheblich einschränken können.

  • Beschreibe den Aufbau des menschlichen Atemapparats.

    Tipps

    An den Lungenbläschen findet der Gasaustausch der Lunge statt.

    Die Luftröhre verzweigt sich in die beiden Hauptbronchien.

    Lösung

    Die Luft wird über Mund und Nase aufgenommen und dann durch die Luftröhre bis hin zu den Verzweigungen der Bronchien weitergeleitet. Die Lunge besteht aus zwei Flügeln, dem linken und dem rechten Lungenflügel. Die Bronchien verzweigen sich weiter zu den Bronchiolen. Am Ende der Bronchiolen sitzen, traubenförmig angeordnet, die Alveolen, auch Lungenbläschen genannt. Sie sind der Ort des Gasaustausches.

  • Bestimme Charakteristika der Krankheit Mukoviszidose und Tuberkulose.

    Tipps

    Die Abbildung zeigt Charakteristika der Krankheit Mukoviszidose.

    Lösung

    Die Mukoviszidose und die Tuberkulose sind beides Erkrankungen, die ein Lungenleiden beinhalten.

    Die Mukoviszidose ist dabei jedoch genetisch bedingt. Sie wird also vererbt und kann nicht geheilt werden. Bei betroffenen Patienten arbeiten die Drüsen des Körpers nicht richtig, sodass es zur Absonderung von zähflüssigem Schleim kommt. Dieser Schleim verstopft die Drüsen und beeinträchtigt die Atemfunktion. Auch die Funktion des Magen-Darm-Traktes kann hierdurch beeinflusst werden.

    Bei der Tuberkulose kommt es durch das Einatmen eines Bakteriums zur Erkrankung. Die Symptome der Tuberkulose sind Mattigkeit, Nachtschweiß, Fieber, Husten und Atemnot. Durch Medikamente oder auch durch den Aufenthalt in einem Lungensanatorium kann die Krankheit therapiert werden.

  • Beschreibe Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten.

    Tipps

    Sich der Witterung entsprechend zu kleiden kann verhindern, dass man auskühlt und so anfälliger für Infektionen wird.

    Lösung

    Maßnahmen, die vor Erkältungskrankheiten schützen, betreffen alle die Abhärtung des eigenen Körpers. So kann wechselwarmes Duschen sinnvoll sein, aber auch ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft sind sinnvoll, um den Körper vor Erkältungskrankheiten zu schützen. Zudem sollte immer darauf geachtet werden, dass man sich der Witterung entsprechend, also weder zu dünn noch zu dick anzieht.

  • Erkläre, wie es zur Höhenkrankheit kommen kann.

    Tipps

    In großen Höhen (über 3000m) ist weniger Sauerstoff in der Luft vorhanden.

    Lösung

    Bei der Höhenkrankheit kommt es dazu, dass aufgrund eines geringeren Sauerstoffanteils in der Luft weniger Sauerstoff vom Menschen aufgenommen werden kann. Symptome der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Es kann jedoch auch zu Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe) kommen. Diese können auch im Gehirn auftreten, was zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann. Gewöhnt man sich langsam an große Höhen (Akklimatisation), kann dieses Risiko minimiert werden.