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Yves Montand 03:53 min

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Transkript Yves Montand

Am 13. Oktober 1921 wird in Monsummano Terme, einem kleinen Dorf in den Bergen der Toskana Ivo Livi geboren. Der Bauernsohn wird es als Sänger und Schauspieler zu großer Popularität bringen. Unter seinem Künstlernamen Yves Montand kennt man ihn heute auf der ganzen Welt. Vorerst aber durchlebt er eine bewegte Jugend. Seinem Vater, einem überzeugten Sozialisten, zünden die Faschisten den Getreidespeicher an. Daraufhin flüchtet die Familie über die Alpen nach Frankreich. Ivo wächst im Armenviertel von Marseille auf. Man nennt ihn und seine Schulkollegen “Les Crottes“, den Mist von der Straße. Eigentlich sind die Gassenjungen kleine Erwachsene, denn sie müssen sich ebenso mühsam wie ihre Eltern durchschlagen. Mit zwölf Jahren schlägt Ivo bereits Kapital aus seinem unwiderstehlichen Lächeln, um mit einem gefälschten Ausweis Arbeit als Tütenkleber zu finden. Später wird er Friseur. Noch heute erinnert sich der Star gerne an seine Mutter und wie sie ihm vom Fenster aus zurief, „Ivo, monta,“ zu deutsch, Ivo, komm herauf. Ende der dreißiger Jahre beschließt er, zum Theater zu gehen. Als Yves Montand tingelt er mit verschiedenen Varietés. Als 1940 der Krieg über Frankreich hereinbricht, arbeitet Yves in den Docks als Entlader, besucht aber gegen den Willen seiner Eltern weiter Ballettkurse und studiert Gesang und Englisch. Er kommt in die Pariser Music Hall, wo er Edith Piaf trifft. Die Zusammenarbeit erreicht 1946 mit dem Musikfilm “Étoile sans Lumière“ ihren Höhepunkt. Den endgültigen Durchbruch als Sänger und Schauspieler schafft Yves Montand, als ihm der bekannte Regisseur Marcel Carné eine Rolle in dem Film “Die Pforten der Nacht“ gibt. International berühmt wird er 1953 mit dem Thriller “Lohn der Angst“. 1956 mimt Montand den Gegenspieler von Simone Signoret in “Hexen von Salem“. Allerdings nur im Film, denn privat sind die beiden bereits fünf Jahre verheiratet. Der Italo-Franzose hat seinen Stil gefunden. Er ist stets ehrlich, ungekünstelt und engagiert. Yves Montand ist einer der wenigen Stars, die auch politisch Stellung beziehen, als Friedenskämpfer, Antifaschist und Gegner sozialer Ungerechtigkeit. Er gehört keiner Partei an und tritt überall in Erscheinung, in den Fabriken der UdSSR und den Konzertpalästen Amerikas. Montand macht vor allem mit intellektuellen Filmen Karriere. So spielt er in “Der Krieg ist vorbei“ von Alain Resnais und “Tout va bien“ von Jean-Luc Godard. 1968 ist Yves Montand der Hauptdarsteller in Costa-Gavras' politischem Thriller “Z“, einem Film, der in anspruchsvoller Weise die Schrecken der Diktatur aufzeigt. In den letzten Jahren hat Montand kaum noch gesungen und seine Popularität gründet sich neben seinen Filmrollen immer mehr auf seine Stellungnahmen zur Tagespolitik.