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Giovanni Pierluigi da Palestrina 04:12 min

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Transkript Giovanni Pierluigi da Palestrina

Im Januar 1526 wird in Palestrina bei Rom der Komponist Giovanni Pierluigi da Palestrina geboren. Über seine Kindheit ist nur wenig bekannt. Wahrscheinlich macht er seine ersten musikalischen Erfahrungen in der Gesangsschule der Kathedrale seiner Heimatstadt San Agapito. Mit der Hilfe seines Bischofs kann Giovanni in Rom studieren, hier wird er auch Mitglied der Sängerknaben der Kirche Santa Maggiore. Schon mit 18 Jahren wird er Organist und Kapellmeister in Palestrina, aber als Kardinal Giovanni Maria del Monte, dessen Freundschaft er genießt, Papst wird, folgt ihm Giovanni da Palestrina als Kapellmeister der Kapelle der Peterskirche nach Rom. Zum Dank widmet Palestrina seinem Gönner die ersten sakralen Kompositionen. Papst Julius III. zeigt wieder sein Wohlwollen, als er Palestrina ohne Aufnahmeprüfung in den Chor der Sixtinischen Kapelle aufnimmt. Seine Nähe zur Kirchenmusik lässt Palestrina weltliche Werte nicht vergessen. Er heiratet Lucrezia Gori. Mit ihr hat er drei Söhne, Rodolfo, Angelo und Iginio. Ab 1567 steht Palestrina vier Jahre lang im Dienst von Kardinal Ippolito d’Este II. in dessen Haus in Tivoli. Die natürlichen und architektonischen Schönheiten der Villa d’Este sind in dieser Zeit eine zusätzliche Inspiration, die in den Werken ihren Niederschlag findet. Im zweiten Band von Palestrinas Messen findet die religiöse Meditation ihren vollendeten Ausdruck. Er enthält auch die Missa Papae Marcelli, eine sechsstimmige Messe für Papst Marcellus II., die als eines der herausragenden Werke gilt. 1571 kehrt er wieder an die Peterskirche zurück, wo er bis an sein Lebensende bleibt. Sein künstlerisches Schaffen wird von einer Reihe familiärer Schicksalsschläge überschattet. Innerhalb weniger Jahre sterben zwei Söhne, der Bruder und seine Frau Lucrezia. In seinem Schmerz beschließt Palestrina Priester zu werden. Aber die Begegnung mit einer Frau hält ihn zurück, das Gelübde abzulegen. Er lernt die reiche römische Witwe Virginia Dormoli und heiratet sie 1581. Der finanzielle Wohlstand erlaubt Palestrina die letzten Jahre seines Lebens in völliger Ruhe seinem Werk zu widmen. In dieser Zeit entstehen noch viele Messen, Madrigale und Motetten. Neben Monteverdi ist Palestrina der größte italienische Musiker des 16. Jahrhunderts. In hohem Ansehen stirbt er am 2. Februar 1594. Sein Leichnam wird in der Capella Nuova beigesetzt. Palestrinas Werk wird als hervorragendes Beispiel der gregorianischen Tradition geschätzt und das Konzil von Trient hat seinen Stil schon am Beginn seines künstlerischen Schaffens als offizielles Vorbild der katholischen Kirchenmusik anerkannt.