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Musikgeschichte

Die Musik hat eine ähnlich facettenreiche Entiwcklung hinter sich wie die Menschheit selbst. Dabei war sie oft ein Spiegelbild ihrer Gesellschaft.

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Epochen der Musikgeschichte

Häufig lassen sich die verschiedenen Epochen der Menschheit genauso charakteristisch anhand ihrer Musik beschreiben, wie zum Beispiel an ihrem technischen oder zivilisatorischen Fortschritt. Warum? Weil gesellschaftliche Veränderungen sich natürlich auch auf die Musik auswirken. Häufig dient diese dabei sogar als Spiegelbild ihrer Gesellschaft! Im Folgenden erhältst du einen kurzen Einblick in die musikalische Entwicklung nach dem Mittelalter.

Renaissance

Mit der Renaissance überwand die Menschheit das in vielerlei Hinsicht rückschrittliche Mittelalter und die Kunst der Antike erfuhr seine Wiedergeburt. Philosophie, Literatur, Wissenschaft, Technik, Architektur und folglich auch die Künste und die Musik: Überall besann man sich wieder dieser frühen Epoche. Die Musik selbst wurde zunehmend viel- bzw. mehrstimmig (polyphon), die bis heute üblichen Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass entstanden, die Dreiklangsharmonie begann und die Kirchentonarten wurden durch neue Dur-und Moll-Tonalitäten ergänzt. Die Harmonieregeln waren jedoch immer noch sehr streng. Dissonante, also nicht harmonische, Intervalle waren strikt verboten.

Barock

In der Zeit von 1600 bis 1750 haben wir mit dem Barock die nächste große musikalische Epoche. Prunk und Überladung charakterisierte diese Zeit und dies schlug sich auch in der Musik nieder, die ebenfalls mit reichlich Verzierungen daherkam. Das bereits erwähnte Dur-Moll-System galt fortan als wesentlich für die Musik und neue Werkformen wie etwa das Oratorium, die Oper oder der Generalbass entstanden.

Opernsängerin

Mit dem Generalbass betritt übrigens ein erster, wirklich konzertierender Stil die Bühne - quasi ein Vorläufer der heutigen Konzerte. Ein immer wichtigerer Faktor bei Aufführungen des Barock war, den Zuschauer emotional „mitzunehmen“. Aus heutiger Sicht ist das nichts Neues, doch wirkliche Emotionen wie Liebe, Hass oder Freude in den Menschen entfachen zu wollen (Affektlehre), war für damalige Verhältnis durchaus eine neue Herangehensweise.

Klassik

Dann kam das 18. Jahrhundert und damit das Zeitalter der Aufklärung. Alte soziale Ordnungen begannen zu bröckeln und das Bürgertum gewann an Bedeutung. Drang in der Renaissance der Geist und im Barock die Affekte und Gefühle in die Musik, so ist es in der Klassik der Mensch an sich, sein Handeln und sein wacher, tugendhafter Verstand, der ins Zentrum der Musik rückte.

Unter diesen Voraussetzungen entstand eine erste, wirkliche bürgerliche Musikkultur, die später in der Romantik vollends zum Tragen kam. Haus - und Salonmusik, öffentliche Konzerte, Musikkritik, ein anonymes Publikum oder das Verlagswesen - Musik wurde endgültig zu einem bedeutenden gesamtgesellschaftlichen Ereignis! Unbedingt zu erwähnen sind hier natürlich die drei großen Wiener Meister Haydn, Mozart und Beethoven, die die Stilrichtung der Wiener Klassik maßgeblich prägten.

Beethoven

Romantik

All die Tugendhaftigkeit und all der Verstand wurde den Romantikern irgendwann zu viel. Zu wenig Raum für Gefühle ließ ihnen die Klassik und die aufblühenden Naturwissenschaften würden in ihren Augen sowieso alles Schöne mit dem Verstand ersticken. Ein Rückzug ins Kleine, ins Einfache, ins Natürliche und Übersinnliche war die Konsequenz der Romantik. Die große Zeit der Lieder und kurzen Klavierstücke begann und Volkslieder wurden zur Kunstmusik erhoben. Musik war Gesprächsthema in allen Kreisen und ins Konzert gehen gehörte nun schlicht zum guten Ton für jedermann.

Moderne und 20. / 21. Jahrhundert

Nach der Romantik beginnt die Musik der Neuzeit und diese zeichnet sich vor allem durch eines aus: Vielseitigkeit. Von einheitlichen Epochen kann nun nicht mehr die Rede sein: Vielmehr existieren viele musikalischen Spielarten gleichzeitig nebeneinander, vom Im - und Expressionismus und der Zwölftonmusik, über den Neoklassizismus hin zum Jazz, Rock, Pop, Schlager, Metal und all den unzähligen Genres elektronischer Musik. Die modernen Spielformen „ernster Musik“ mal ausgenommen (wie beispielsweise der Neoklassizismus) wurde Musik mehr und mehr zur Unterhaltungsmusik. Diese „neue Musik” unterscheidet sich aufgrund ihres Unterhaltungscharakters und der spielerischen Einfachheit natürlich grundlegend von den stilistisch stets strengen und anspruchsvollen Spielformen früherer Epochen. Außerdem sorgten neue technische Möglichkeiten der Produktion und des Vertriebs dafür, dass jegliche Musik zur Massenware werden konnte.

Jazzszene