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Musik macht klug 03:54 min

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Transkript Musik macht klug

Manche mögen es am liebsten laut. Andere mögen mehr die sanften Klänge. Und viele finden es toll, wenn sie Musik richtig spüren können. Die Experten sind sich einig: Alle Kinder mögen Musik und sie ist wichtig für ihre gesundheitliche Entwicklung. Die Konzertpianisten und Autorin Dorothée Kreusch-Jacob arbeitet seit über zwanzig Jahren auch als Musikpädagogin. Sie weiß: Musikalität ist Kindern quasi in die Wiege gelegt. Dorothée Kreusch-Jacob: Das beginnt schon im Mutterleib. Ihr Gehörsinn ist schon nach 15 Wochen voll ausgereift und sie erleben eigentlich diesen Klangraum Mutterleib mit dem ganzen Körper: Die Körpergeräusche der Mutter, ihre Atemgeräusche, ihr Herzschlag, und vor allem ihre Stimme. Für die Kinder in dieser Gruppe ist die Welt ein einziger großer Klangraum. Sie reagieren auf das, was sie hören, und setzen auch selbst hörbare Zeichen. Kinder machen Musik unbekümmert, einfach aus dem Spaß heraus. Da spielt es auch keine Rolle, ob mal falsch gespielt oder falsch gesungen wird. Das ist generell wichtig, denn Musikalität ist viel mehr als nur den richtigen Ton zu treffen. Dorothée Kreusch-Jacob: Musikalität ist eine Fähigkeit, von Musik innerlich berührt zu werden, alles wahrzunehmen, was um einen herum klingt oder Geräusche macht, und das Erlebte wieder zum Ausdruck zu bringen. Für die Kindergartenkinder ist Musik Spiel. Eine zu frühe Verschulung kann deshalb ebenso schädlich sein wie gar keine Förderung. Bewegungsspiele und Tänze sprechen alle Sinne an und stärken zudem die musikalischen Fähigkeiten der Kinder. Ganz nebenbei trainieren sie so auch ihre körperliche Geschicklichkeit. Sie lernen aufeinander zu hören, zu führen und zu folgen. Ein wichtiger Faktor für die gesunde Entwicklung ihres Sozialverhaltens. Außerdem fördert Musik auch das räumliche und logische Denken. Dorothée Kreusch-Jacob: Man kann sagen, Musik wirkt begabend. Und Langzeitstudien haben bewiesen, dass eine intensive Transferleistung von der inneren Gefühlswelt zum Verarbeiten von Informationen und zum abstrakten logischen Denken stattfindet, wenn man Musik hört oder wenn man sie aktiv macht. Musikalische Erziehung ist also auch ganzheitliche Förderung. Die Kinder entwickeln Fähigkeiten, die jenseits der Musik liegen. Selbst sprachliche und mathematische Kompetenzen werden verbessert, die Kreativität gefördert, und das seelische Wohlbefinden gesteigert. Die Kinder lernen außerdem sich zu konzentrieren und ganz Ohr zu sein. Dorothée Kreusch-Jacob: Musikhören ist sicher eine wunderbare Möglichkeit, wieder Zuhören zu lernen. Und das fällt ungeheuer schwer in einer Welt der 100000 Hörreize. Spielerisch entdecken die Kinder verschiedene Instrumente und probieren aus, welches zu ihnen passt. Wann der Zeitpunkt gekommen ist sich für ein Instrument zu entscheiden, das erkennen Eltern am Verhalten ihres Kindes. Dorothée Kreusch-Jacob: Wenn man das Gefühl hat, es interessiert sich ernsthaft und leidenschaftlich für ein Instrument – es wagt sich schonmal dran, es versucht Töne oder Melodien oder Tonfolgen zu erfinden – und wenn Eltern bereits sind mitzumachen. Bis dahin haben Kinder vor allen Dingen eins gelernt: Dass Musik Spaß macht.