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Tonhöhe 05:52 min

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Transkript Tonhöhe

Thema dieses Films ist die Tonhöhe in der Notenschrift. Die Notenschrift, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich erst ab dem 17. Jahrhundert. Davor wurden Lieder und andere Musikstücke zumeist nur durch Vorsingen und Vorspielen überliefert. Sie hatten sich nach mehreren Generationen oft weit vom Original entfernt. In der heutigen Notenschrift hingegen können zum Beispiel Tempo, Lautstärke und Taktart eines Stücks genau festgehalten werden. Und natürlich die Notenwerte und die Höhen der verschiedenen Töne. Die Tonhöhe wird durch die Lage einer Note im Notenliniensystem angegeben. Dieses besteht aus genau fünf Notenlinien, auf oder zwischen denen die einzelnen Noten als kleine Kreise dargestellt werden. Je höher eine Note im Liniensystem klettert, desto höher ist der Ton, für den die Note steht. Um die Tonhöhe exakt zu bestimmen und den einzelnen Tönen einen Namen zu geben, braucht man jetzt noch einen Notenschlüssel. Am gebräuchlichsten ist der Violinschlüssel, auch G-Schlüssel genannt. Er umkreist mit seinem Bauch die zweite Notenlinie von unten. Damit wird angezeigt, dass auf dieser Linie der Ton G liegt. Auch die anderen Töne im Notensystem werden mit Buchstaben benannt. Das E befindet sich auf der ersten Notenlinie von unten. Für das C wird darunter eine Hilfslinie gezeichnet. Zwischen dieser und der untersten Notenlinie liegt dann, genau, das D. Das E kennen wir bereits. Weiter geht es mit dem F, dem G auf der vom G-Schlüssel umkringelten Linie, mit A und H. Diese sieben Töne werden auch als Stammtöne bezeichnet. Nach dem Ton H beginnt die Reihe der Stammtöne von vorne. Also wieder C, D, E, F, G, A, H. Auch wenn die Noten höher liegen als die Notenlinien reichen, werden also Hilfslinien eingezeichnet, genau wie beim anfänglichen C, das ja auf einer Hilfslinie unterhalb der fünf Notenlinien eingezeichnet wurde. Es kann aber auch ein weiterer Notenschlüssel verwendet werden, zum Beispiel der Bassschlüssel, auch F-Schlüssel genannt. Er markiert mit einer Art Doppelpunkt die zweite Notenlinie von oben, hier befindet sich dann der Ton F. Mit der Kombination aus Bassschlüssel und Violinschlüssel lässt sich nun schon eine beträchtliche Anzahl von Tönen notieren, nämlich genau viermal die Reihe der sieben Stammtöne. Wie sieht das nun auf der Klaviertastatur aus? Hier wiederholt sich auf der Tastatur eine bestimmte Tastenabfolge. Diese Abfolge besteht aus genau zwölf Tasten. Dabei entsprechen die weißen Tasten unseren sieben Stammtönen, C, D, E, F, G, A, H. Zusätzlich zu diesen Stammtönen gibt es aber noch fünf Töne, die mit den schwarzen Tasten gespielt werden können. Bis auf die Töne E und F, sowie H und C sind alle Stammtöne durch solch einen zusätzlichen Ton getrennt. Die Abstände dieser Stammtöne bezeichnet man als Ganztonschritte. E und F, sowie H und C sind wegen des fehlenden Tons dazwischen, nur durch einen Halbtonschritt getrennt. Auch die schwarzen Tasten, beziehungsweise die Töne, die mit ihnen gespielt werden, müssen aber im Notensystem markiert werden können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann der, einem solchen Ton nächstniedrigliegende Stammton, mit einem Kreuzzeichen markiert werden. Die links neben den schwarzen Tasten, also niedrigliegenderen Stammtöne, sind C, D, F, G und A. Im Notensystem werden sie durch das vorangestellte Kreuzzeichen um einen Halbton erhöht. Dadurch ändert sich auch der Name der Töne. An die Bezeichnung des Stammtons wird die Silbe "is" angehängt. Aus C, D, F, G und A werden so die Tonbezeichnungen Cis, Dis, Fis, Gis und Ais. Die Töne der schwarzen Tasten können aber auch notiert werden, indem vor dem nächsthöheren Stammton ein b notiert wird. Dann werden aus den Stammtönen D, E, G, A und H die um einen Halbtonschritt herabgesetzten Töne des, es, ges, as und b. Die Töne der schwarzen Tasten können also entweder durch das Heraufsetzen des nächstniedrigeren Stammtons mithilfe eines Kreuzzeichens oder das Herabsetzen des nächsthöheren Stammtons mithilfe eines b-Zeichens notiert werden. Die Töne haben dann zwar verschiedene Namen, klingen aber genau gleich. Um Lieder vom Blatt, also als Folge des Lesens der Notenschrift spielen zu können, müssen die Noten aber ohnehin praktisch blind auf das Instrument übertragen werden. Und dazu muss man nicht nur die Notenschrift perfekt beherrschen, sondern auch üben, üben, üben.