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Musiktheorie

Hinter jeder Musik steckt immer auch ein Plan, ein Inhalt und eine ganz konkrete Struktur - und diese lässt sich natürlich analysieren. Hier bist du bei der Musiktheorie angelangt.

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Musik als akustisches Phänomen

Musik ist Klang. Musik sind Töne und Geräusche. Logisch. Doch wie kann man diese beschreiben?

Das menschliche Ohr kann mittels seiner hochsensiblen Nervenfasern bis zu 1500 Tonhöhenunterschiede und 325 Stärkestufen als elektrische Impulse wahrnehmen. Das sind nicht gerade wenig. Über das Gehirn werden diese dann für uns in ein logisches oder harmonisches Gesamtbild komprimiert und verarbeitet. Informationsverarbeitung durch intuitive Komposition. Wenn dies nicht passieren würde, wären wir in einer Welt voller Geräusche und Klänge, die pausenlos auf uns eindringen, heillos überfordert.

Taubheit

Für die Musik bedeutet das, dass du sie zwischen Konsonanz und Dissonanz (Wohl - und Missklänge) verortest. Dabei sind verschiedene Akkorde und Modulationen miteinander verwandt und verschiedene musikalische Formen haben jeweils ganz bestimmte Gemeinsamkeiten oder eben Unterschiede in Gestalt und Tonalität. Diese Gemeinsamkeiten oder Unterschiede gilt es zu untersuchen. Töne können nach ihren klanglichen und rhythmischen Eigenschaften beschrieben werden. Und letzten Endes müssen all diese Erkenntnisse noch eine Form und eine Gestalt bekommen, damit wir Musik auch als Noten zu Papier bringen können.

Noten

Was ist also Musiktheorie?

Musik und Gefühl sind also zwei untrennbare Einheiten. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Melodien erwecken Erinnerungen und Emotionen in den Menschen, genau wie ein Komponist mit verschiedenen Gemütslagen ganz bestimmte Melodien assoziiert. Doch wie wir gerade herausgefunden haben, steckt hinter all dem Gefühl immer auch ein Plan, ein Inhalt und eine ganz konkrete Struktur - und diese lässt sich natürlich analysieren.

Hier bist du bei der Musiktheorie angelangt. Du kannst dich mit einer über Jahrhunderte gewachsenen, musiktheoretischen Basis beschäftigen: von der Instrumentenkunde über die Notenlehre und Harmonielehre bis hin zu verschiedensten Untersuchungen von Tonalität, Akustik und Schwingungen. Bei Letzteren wärst du sogar in der Physik gelandet.

Abseits der Musiktheorie kannst du aber noch eine Reihe weiterer musikalischer Zweige beleuchten. Du kannst Musik zum Beispiel auf ihren gesellschaftlichen, psychologischen oder ästhetischen Wert hin untersuchen. Von der Musikpädagogik ganz zu schweigen, in der bereits eine Reihe Erkenntnisse aus den eben erwähnten Forschungen praktisch umgesetzt werden. Diese Bereiche untersuchst du dann in der Musikwissenschaft.