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Harmonielehre

Die Harmonielehre beschäftigt sich nicht nur mit einzelnen Harmonien, sondern auch mit ihren Zusammenhängen und Funktionen in der Musik.

Was sind Harmonien in der Musik?

Sicher kennst du das Wort Harmonie. In der Musiktheorie bedeutet Harmonie aber nicht einfach, dass etwas schön und angenehm klingt. Der Begriff bezeichnet hier den Zusammenklang von Tönen, die gemeinsam einen harmonischen Kontext bilden. Die Harmonielehre beschäftigt sich nicht nur mit einzelnen Zusammenklängen, also Akkorden, sondern vor allem mit den Beziehungen zwischen ihnen und ihren Bedeutungen im Dur-Moll-System.

Harmonielehre

Die leitereigenen Dreiklänge

Fügt man zu den Tönen einer Tonleiter jeweils die Terz und Quinte hinzu, erhält man die leitereigenen Dreiklänge. So entstehen Dur-Dreiklänge auf dem ersten, vierten und fünften Tonleiterton. Sie werden auch Hauptdreiklänge genannt. Auf dem zweiten, dritten und sechsten Tonleiterton entstehen die Nebendreiklänge in Moll. Der siebte Ton ist mit seiner verminderten Quinte ein verminderter Dreiklang. In der Stufentheorie werden die einzelnen Tonleitertöne mit römischen Ziffern, den sogenannten Stufen durchnummeriert. Das ist für Folgendes sinnvoll: Wenn du nun ein Musikstück analysierst, kannst du mit den Stufen mehr aussagen, als wenn du nur die einzelnen Harmonien wie zum Beispiel C-Dur, F-Dur und G-Dur benennst. Durch die Stufen I, IV und V kannst du die Harmonien im gemeinsamen tonalen Kontext von C-Dur verorten und den harmonischen Bauplan strukturell aufzeigen. In der Funktionstheorie werden I, IV und V auch Tonika, Subdominante und Dominante genannt. Diese Begriffe veranschaulichen die Beziehungen, die die Harmonien der verschiedenen Stufen füreinander einnehmen. So bildet die Tonika (I) das tonale Zentrum, auf das sich alle Noten und Akkorde beziehen. Sie ist also das harmonische Zuhause eines Stücks. Die Dominante (V) führt zur Tonika hin. Sie hat eine gewisse Spannung, die durch die Tonika wieder aufgelöst wird. Fügt man der Dominante eine kleine Septime hinzu, wird sie zum Dominantseptakkord. Hier ist die aufzulösende Spannung besonders stark. Die Spannungswirkung der Subdominante (IV) ist deutlich schwächer, dafür offener. Die Subdominante kann zwar ebenfalls die Tonika vorbereiten, wird aber häufig nicht von ihr aufgelöst, sondern anders fortgeführt.

Quintverwandtschaften

Tonika, Subdominante und Dominante zeichnen sich durch ihre Quintverwandtschaft aus. Die Dominante liegt genau eine Quinte über der Tonika. Die Subdominante hingegen liegt eine Quinte unter der Tonika. So erklärt sich auch ihr Name, denn Subdominante bedeutet quasi Unterdominante. Diese drei Harmonien sind also besonders nah verwandt und stehen in einer engen Beziehung.

Der Quintenzirkel

Der Quintenzirkel mag auf den ersten Blick kompliziert aussehen. Wenn du aber einmal verstanden hast, wie sich Tonika, Subdominante und Dominante zueinander verhalten, wird es ganz einfach. Halte dir immer die Quintverwandtschaft vor Augen. Die nach oben gerichtete Quintverwandtschaft der Dominante ist im Quintenzirkel im Uhrzeigersinn angezeigt. G steht direkt rechts neben C und ist die Dominate von C. Noch eins weiter rechts steht D. D wiederum ist die Dominante von G und so weiter. Die Subdominante ist die nach unten gerichtete Quintverwandtschaft und wird gegen den Uhrzeigersinn angezeigt. F steht links von C und ist die Subdominante von C. Der nächste Buchstabe B ist wiederum die Subdominante von F. Es stehen also immer von links nach rechts Subdominante, Tonika und Dominante nebeneinander. Du kannst jeden beliebigen Dreierausschnitt aus dem Quintenzirkel betrachten, es stimmt garantiert!

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