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Harmonielehre

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Team Entdeckungsreise
Harmonielehre
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Grundlagen zum Thema Harmonielehre

Inhalt

Was ist „Harmonie“?

Bevor wir uns die Definition der Harmonielehre anschauen, soll zunächst der Begriff „Harmonie“ erläutert werden. Die Harmonie ist ein Begriff, den man nicht nur in der Musik, sondern auch im Alltag findet. Man kann zum Beispiel sagen, dass verschiedene Kleidungsstücke eines Outfits miteinander harmonieren. Auch wünschen sich viele Menschen ein Zusammenleben in Harmonie, also in Einklang und ohne Streit. In der Musik bezeichnet die Harmonie vor allem die musikalische Wirkung von Akkorden und wie sich diese zueinander verhalten. Schauen wir uns nun die Harmonielehre in der Musik an.

Was versteht man unter Harmonielehre?

Die Harmonielehre ist, einfach erklärt, die Lehre des musikalischen und klanglichen Verhältnisses verschiedener Töne zueinander. Man schaut sich an, welche verschiedenen Stimmungen durch unterschiedlichste Aneinanderreihung von Akkorden erzeugt werden und wie sich diese für das Individuum anfühlen. Im westlichen Kulturkreis sind dies vor allem Akkorde im Dur-Moll-tonalen System.

In der Musiktheorie der Harmonielehre steht häufig im Vordergrund, Akkorde und Akkordfolgen nur durch das Gehör zu erkennen. Die Lehrkraft spielt Akkorde und die Schülerinnen und Schüler entscheiden zunächst, ob es sich um einen Dur- oder Mollakkord handelt.

Als nächsten Schritt schaut man sich in der Harmonielehre verschiedene Akkorde auf unterschiedlichen Stufen an, wie Tonika, Dominante und Subdominante. Eine Stufe bezeichnet dabei, von welchem Ton einer Tonleiter aus ein Akkord gebildet wird. In unseren meist siebenstufigen Tonleitern gibt es also sieben grundlegende Akkorde. Diese setzen sich aus dem Ausgangston, einer (kleinen oder großen) Terz sowie einer Quinte zusammen.

Ein Teilgebiet der klassischen Harmonielehre ist die Funktionstheorie, auch „funktionale Harmonielehre“ genannt. Bei der Funktionstheorie spielen die Kadenzen eine übergeordnete Rolle. All diese Begriffe sind vielleicht noch verwirrend, sie werden nun aber im weiteren Verlauf dieses Textes erläutert, sodass du alles Wichtige über die Harmonielehre erfährst.

Was ist eine Harmonie?

Eine Harmonie ist das gleichzeitige Spielen von verschiedenen Tönen in der Musik. Spielt man beispielsweise ein C auf dem Klavier und dann eine große Terz und die Quinte, erhält man die Harmonie C-Dur. Diese Harmonie wird auch „Dreiklang“ oder „Akkord“ genannt. Würde in diesem Beispiel anstelle der großen eine kleine Terz gespielt werden, würde man C-Moll erhalten.

Wie erkennt man die Tonika?

Die Tonika erkennt man relativ leicht, da man sie aus der Tonart des jeweiligen Liedes direkt bestimmen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Lied um eine G-Dur-Komposition, so entspricht die Tonika auch dem G-Dur-Dreiklang. Was genau Tonika in der Musik bedeutet, lässt sich aus dem Italienischen herleiten. Dort bedeutet tonica nämlich „betont“, was sich wiederum von dem italienischen Wort tonus für „Ton“ ableitet. Die Tonika befindet sich auf der ersten Stufe einer Tonleiter und wird gerne mit der römischen Zahl für eins (I) gekennzeichnet.

Welche Stufe ist die Dominante?

Die Dominante befindet sich auf der fünften Stufe (römisch: V) einer Tonleiter und erklingt immer in Dur. Damit ist also die Frage beantwortet, ob die Dominante immer Dur ist. Sie kann aber durch das Hinzufügen einer kleinen Septime zum Dominantseptakkord werden. Dies wird vor allem gern zum Ende eines Musikstücks eingebaut, um auf den nahenden Abschluss des Liedes hinzuweisen und Spannung aufzubauen. Der Akkord bleibt dann aber weiterhin in Dur, er hat nur eine kleine Verfeinerung erhalten.

Harmonielehre: Was ist eine Kadenz in C-Dur?

Die Kadenzen in der Musik setzen sich aus verschiedenen Akkordfolgen zusammen. Mit der simplen authentischen Kadenz aus Tonika – Dominante – Tonika lassen sich viele einfache Volkslieder begleiten. Aber auch Johann Sebastian Bach hat diese Form oder die ebenfalls simple Grundkadenz bereits verwendet.

Um jetzt genau zu verstehen, wie die Kadenzen in C-Dur aussehen, müssen wir uns zunächst ansehen, was Tonika, Dominante und Subdominante sind. Tonika und Dominante haben wir bereits kennengelernt. Da wir uns in diesem Beispiel in C-Dur befinden, ist die Tonika hier auch C-Dur.

Die Tonika ist immer die erste Stufe (I). Wenn wir jetzt zur vierten und fünften Stufe springen, dann erhalten wir auf der vierten Stufe (IV) die Subdominante und auf der fünften (V) die Dominante. Diese beiden Harmonien werden ebenfalls in Dur gespielt.
Gemeinsam ergeben diese drei Akkorde die Hauptdreiklänge unserer C-Dur-Tonleiter. Bei den übrigen handelt es sich um die Nebendreiklänge, die alle in Moll erklingen. Um genau zu klären, wie die Kadenzen in C-Dur aufgebaut sind, werden in den letzten Abschnitten die verschiedenen Arten von Kadenzen erläutert.

Harmonielehre

Harmonielehre: Was ist eine klassische Kadenz?

In der Harmonielehre unterscheidet man zwischen verschiedenen Kadenzen. Die erste, die wir uns anschauen, ist die klassische Kadenz, die auch „Grundkadenz“ genannt wird. Sie besteht aus der Folge Tonika – Subdominante – Dominante – Tonika. Oft spricht man hier auch von der ersten, vierten, fünften und ersten Stufe, also I – IV – V – I. Diese lassen sich sehr gut in einem Quintenzirkel ablesen.

Geht man im Quintenzirkel einen Schritt im Uhrzeigersinn weiter, so erhält man die Quinte. Geht man jedoch gegen den Uhrzeigersinn einen Schritt zurück, erhält man die Subdominante. In unserem C-Dur-Beispiel würden wir bei der klassischen Kadenz also erst C-Dur, dann F-Dur, gefolgt von G-Dur und abschließend wieder C-Dur spielen.

Harmonielehre: Was ist eine authentische Kadenz?

Im Gegensatz zur klassischen Kadenz gibt es auch die authentische Kadenz. Bei dieser wird einfach die Subdominante weggelassen und direkt die Dominante gespielt. Also in Stufen: I – V – I, bzw. Tonika – Dominante – Tonika. Ein bekanntes Volkslied, das mit der authentischen Kadenz begleitet werden kann ist: O du lieber Augustin.

Transkript Harmonielehre

Thema dieses Films ist die Harmonielehre. Vertragen sich die Schüler miteinander, ist die Stimmung in der Klasse harmonisch. Eine Fußballmannschaft spielt harmonisch, wenn das Zusammenspiel gut funktioniert. Während es im Alltag bei Harmonie also um die positive Beziehung zwischen Menschen geht, bezeichnet Harmonie in der Musik meistens die Beziehung einzelner Akkorde zueinander und deren musikalische Wirkung. In der Musiktheorie steht der übergeordnete Begriff „Harmonik“ für den Zusammenklang der Töne, die sogenannte vertikale Komponente der Musik. Die enger gefasste Harmonielehre beschäftigt sich mit den Akkorden im Dur-Moll-tonalen System. Die Grundlage dafür sind die Dreiklänge, genauer gesagt, die leitereigenen Dreiklänge. Das hier ist die C-Dur-Tonleiter. Wird zu jedem Ton der C-Dur-Tonleiter nun der jeweilige Terzton und Quintton hinzugefügt, also nur leitereigene Töne, ergeben sich daraus die leitereigenen Dreiklänge der C-Dur-Tonleiter, also genau sieben Akkorde. (Musik spielt) Die leitereigenen Dreiklänge werden mit römischen Ziffern durchnummeriert, den sogenannten Stufen. Betrachtet man den Abstand der einzelnen Dreiklangtöne genauer, erkennt man, dass die verschiedenen Stufen sich im Tongeschlecht unterscheiden. Also, in ihrer Zuordnung zu Dur oder Moll. Bei den leitereigenen Dreiklängen aller Tonleitern bestehen die erste, die vierte und die fünfte Stufe aus Grundton, großer Terz und Quinte. Diese Akkorde sind also Durdreiklänge, sie werden auch als Hauptdreiklänge bezeichnet. Zweite, dritte und sechste Stufe setzen sich aus Grundton, kleiner Terz und Quinte zusammen und sind damit Molldreiklänge. Man bezeichnet diese Stufen auch als Nebendreiklänge. Die siebte Stufe stellt einen Sonderfall dar. Sie besteht aus Grundton, kleiner Terz und verminderter Quinte und entspricht damit einem verminderten Dreiklang. Bei den Hauptdreiklängen wird die erste Stufe als Tonika, die vierte Stufe als Subdominante und die fünfte Stufe als Dominante bezeichnet. Setzt man die Subdominante eine Oktave herunter, erkennt man, dass die drei Hauptdreiklänge quintverwandt sind. Das heißt, die Quinte der Subdominante ist mit dem Grundton der Tonika identisch. Und die Quinte der Tonika ist mit dem Grundton der Dominante identisch. Die Quintverwandtschaft ermöglicht es, mit einem altbewährten Hilfsmittel die verschiedenen Hauptdreiklänge der einzelnen Tonarten zu bestimmen, nämlich mit dem Quintenzirkel. Da in ihm ja die Grundtöne der einzelnen Tonleitern im Quintabstand angeordnet sind, entsprechen jeweils drei unmittelbar aneinander angrenzende Felder den Grundtönen von Subdominante, Tonika und Dominante. In diesem Beispiel werden die Hauptdreiklänge von G-Dur gesucht. Die Tonika zu bestimmen, stellt natürlich keine große Herausforderung dar. Es ist der G-Dur-Dreiklang. Für die Subdominante geht man nun im Quintenzirkel von G ausgehend einfach auf das nächste Feld gegen den Uhrzeigersinn und landet so beim Grundton der Subdominante, dem C. Da es sich bei allen Hauptdreiklängen um Durdreiklänge handelt, entspricht die Subdominante dem C-Dur-Dreiklang. Geht man dann vom G aus zum nächsten Feld im Uhrzeigersinn landet man beim D. Also ist der D-Dur-Dreiklang die Dominante in der G-Dur-Tonleiter. Die auf eine Grundtonart bezogene Abfolge von Akkorden, etwa die Verbindung der Hauptdreiklänge, bezeichnet man als Kadenz. Die bekannteste Kadenzform ist die Grundkadenz. Die einfache Abfolge von Tonika, Subdominante, Dominante und wieder Tonika ist eine Dreiklangfolge, die vom 16. Jahrhundert ausgehend bis in unsere Zeit hinein die harmonische Grundlage vieler Musikstücke bildet. Es gibt auch noch einfachere Kadenzformen, wie die authentische Kadenz. Sie entspricht dem Wechsel von der Tonika auf die Dominante und wieder zurück zur Tonika. Die authentische Kadenz kommt also ohne die Subdominante aus. Trotzdem lassen sich mit ihr ganze Volkslieder begleiten. So wie hier. Um das Ende von Musikstücken spannungsgeladener zu gestalten, wird oftmals anstatt des letzten Dominant- Dreiklangs, ein Dominant-Septakkord gespielt. Dieser besteht neben den eigentlichen Dreiklangtönen aus einer zusätzlichen kleinen Septime zum Grundton. So wird die Auflösung zur abschließenden Tonika verstärkt. Bei einfachen Volksliedern funktioniert die Begleitung von Melodien mit den drei Hauptdreiklängen besonders gut. Aber auch die klassischen Komponisten verwendeten gerne einfache Harmonien, wie die Grundkadenz, um eine pompöse Schlusswirkung zu erzeugen. So baut im Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach die Abfolge von Tonika, Subdominante und Dominante in den letzten drei Takten Spannung auf. Diese wird dann, durch den in der Tonika stehenden Schlussakkord, aufgelöst. Das klingt einfach grandios.

Harmonielehre Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Harmonielehre kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschrifte die Funktionen der Dreiklänge.

    Tipps

    Bestimme zuerst die Tonart, anschließend die einzelnen Akkorde.

    Es handelt sich um die Hauptdreiklänge, dementsprechend sind es reine Dur-Dreiklänge. Alle Dreiklänge sind in der Grundstellung dargestellt, das bedeutet, der tiefste Ton ist der Grundton.

    Es ist eine Grundkadenz abgebildet, wobei der erste und der letzte Klang identisch sind.

    Lösung

    Um die Funktionen zu bestimmen, solltest du zunächst die Tonart und die einzelnen Akkorde bestimmen.

    Die Tonart kannst du an den Vorzeichen erkennen und bei Liedern meistens auch am letzten Ton oder Klang. Hier sind keine Vorzeichen vorhanden, der erste und der letzte Klang sind C-Dur-Dreiklänge, dementsprechend lautet die Tonart C-Dur.
    Du siehst hier die leitereigenen Dreiklänge der 1., 4. sowie 5. Tonstufe der C-Dur-Tonleiter. Das sind die Hauptdreiklänge, sie stehen alle in Dur und bilden das harmonische Grundgerüst für Lieder. Diese Akkorde erfüllen bestimmte Funktionen und haben ganz eigene Bezeichnungen.

    • Stufe I entspricht immer der Grundtonart (hier: C-Dur-Dreiklang) und wird Tonika genannt. Diese Bezeichnung kann abgekürzt werden mit T.
    • Stufe IV (hier: F-Dur-Dreiklang) ist die Subdominante, abgekürzt wird sie mit S.
    • Stufe V (hier: G-Dur-Dreiklang) ist die Dominante und steht traditionellerweise oft vor der Tonika. Die Dominante wird abgekürzt mit D.
    Diese Funktionsfolge (T, S, D, T) nennt man auch Grundkadenz, da es eine typische harmonische Abfolge am Ende von Liedern ist.

  • Ordne die Stufen den Haupt- und Nebendreiklängen zu.

    Tipps

    Die Stufen ergeben sich dadurch, dass auf jeden Ton der Tonleiter ein Dreiklang (= Klang bestehend aus drei Tönen) aufgebaut wird. Der Dreiklang besteht nur aus den Tönen der Tonleiter. Beispielsweise werden in der C-Dur-Tonleiter nur Töne von C-Dur verwendet, um die Stufenakkorde aufzubauen. Deswegen spricht man auch von leitereigenen Dreiklängen.

    Finde bei jedem Dreiklang heraus, ob es ein Dur-Dreiklang oder ein Moll-Dreiklang ist.

    Ein Dur-Dreiklang setzt sich zusammen aus großer Terz und kleiner Terz (von unten nach oben).
    Ein Moll-Dreiklang setzt sich zusammen aus kleiner Terz und großer Terz.

    Die Dur-Dreiklänge entsprechen den Hauptdreiklängen.
    Die Moll-Dreiklänge entsprechen den Nebendreiklängen.

    Lösung

    Zu jeder Tonart lassen sich Haupt- und Nebendreiklänge festlegen, die als Harmonien eines Musikstücks eingesetzt werden können.

    Dafür gehst du zunächst von der entsprechenden Tonleiter aus und schreibst unter jeden Ton eine römische Zahl. Der achte Ton der Tonleiter entspricht wieder der römischen Ziffer I, also dem Grundton.

    Über diese Töne der Tonleiter können jeweils Dreiklänge gebildet werden, für die ausschließlich leitereigene Töne benutzt werden, d.h. nur Tonleitertöne tauchen hierin auf.

    Dadurch ergeben sich Dur- und Moll-Dreiklänge.

    • Die Dur-Dreiklänge sind die Stufen I, IV und V. Sie bilden die Hauptdreiklänge der Tonart. Am Beispiel der Tonart C-Dur wären das C-Dur (Stufe I), F-Dur (Stufe IV) und G-Dur (Stufe IV).
    • Die Moll-Dreiklänge sind die Stufen II, III und VI. Sie bilden die Nebendreiklänge der Tonart. Am Beispiel von C-Dur sind das d-Moll (Stufe II), e-Moll (Stufe III) und a-Moll (Stufe VI).
    Stufe VII bildet die Ausnahme, denn sie stellt einen verminderten Dreiklang dar und wird demnach nicht den Haupt- oder Nebendreiklängen zugeordnet.

  • Ermittle die folgenden Akkorde.

    Tipps

    Mit der Tonika beginnt und endet jedes Musikstück. Sie entspricht der Grundtonart.
    Die Subdominante ist die vierte Stufe, die Dominante ist die fünfte Stufe in der Tonleiter der Grundtonart.

    Um Subdominante und Dominante richtig zu bestimmen, nimmst du dir am besten einen Quintenzirkel vor:

    • Gehst du von der Gruntonart aus eine Stufe nach rechts (im Uhrzeigersinn), erhältst du die Dominante.
    • Gehst du von der Gruntonart aus eine Stufe nach links (entgegen des Uhrzeigersinns), erhältst du die Subdominante.

    Lösung

    Die Funktionen Tonika (Stufe I), Subdominante (Stufe IV) und Dominante (Stufe V) bilden das harmonische Grundgerüst einer jeden Tonart. Mit diesen drei Akkorden lassen sich zahlreiche Volkslieder begleiten.

    Besonders einfach ist die Bestimmung der Tonika, denn diese entspricht der Grundtonart. Das heißt: Die Tonika von F-Dur ist F-Dur.

    Wie finde ich nun heraus, was beispielsweise die Subdominante von E-Dur ist?

    Zur Ermittlung von Subdominante und Dominante benötigst du den Quintenzirkel. Dieser zeigt dir, wie du weißt, das Verhältnis der Tonarten an, die alle in einer Quintverwandtschaft stehen.

    • Um die Subdominante herauszufinden, suchst du zunächst deine Grundtonart im Quintenzirkel und wanderst dann eine Stufe nach links bzw. dem Uhrzeigersinn entgegen. Du siehst: Die Subdominante von E-Dur lautet A-Dur.
    • Um die Dominante herauszufinden, suchst du wieder deine Grundtonart im Quintenzirkel, wanderst aber dieses Mal eine Stufe nach rechts bzw. im Uhrzeigersinn weiter. So erkennst du zum Beispiel, wie die Dominante von As-Dur lautet: Es-Dur.
    Genauso kannst du bei allen Beispielen aus der Übung vorgehen.

  • Bestimme die abgebildete Kadenz in dem Lied „Bald gras' ich am Neckar“.

    Tipps

    Die Noten des Liedes sind so aufgebaut, dass du in der ersten Notenzeile die Melodie mit dem Liedtext siehst und darunter eine einfache Begleitung auf dem Klavier. Beide Stimmen stehen im Violinschlüssel.

    Überlege, in welcher Tonart das Lied steht. Die Tonart findest du heraus, indem du auf die Generalvorzeichnung und den letzten Ton des Liedes schaust.

    Bestimme nun die Akkorde der Klavierbegleitung in der zweiten Notenzeile. Die Akkorde wechseln Takt für Takt. Dementsprechend musst du im Kopf alle Töne des Taktes untereinander schreiben. Manche Akkorde bestehen aus drei Tönen, andere aus vier, weil noch ein Ton hinzugefügt wurde.

    Bestimme die Funktionen der Akkorde.

    Zwei Kadenzformen sind dir bekannt: die Grundkadenz und die authentische Kadenz. Welche Kadenzform liegt hier vor?

    Lösung

    Um die Kadenzform des Liedes „Bald gras' ich am Neckar“ zu bestimmen, musst du mehrere Schritte durchlaufen:

    1. Bestimme zunächst die Tonart des Lieds. Du siehst ein fis als Generalvorzeichen, welches für das gesamte Lied und auch für Begleitung gilt. Beim Vorzeichen fis sind zwei Tonarten möglich: G-Dur oder e-Moll. Der letzte Ton g verrät dir, dass es sich nur um G-Dur handeln kann.
    2. Überlege kurz für dich, wie Tonika, Subdominante und Dominante von G-Dur lauten.
    3. Bestimme jetzt die Akkorde der Liedbegleitung. Dazu musst du alle Töne, die in einem Takt in der Klavierbegleitung auftauchen, untereinander schreiben. In jedem Takt taucht ein neuer Akkord auf.
    4. Ein Akkord, der häufiger auftaucht, besteht aus vier Tönen, weil die Septime hinzugefügt wurde. Dies ist der Dominantseptakkord,
    5. Du stellst fest, dass sich der Dominantseptakkord und die Tonika taktweise abwechseln. Dementsprechend handelt es sich um eine authentische Kadenz.
  • Gib alle Akkorde an, die ein Dominantseptakkord sein könnten.

    Tipps

    Ein Dominantseptakkord besteht aus den normalen Dreiklangstönen und einer zusätzlichen kleinen Septime vom Grundton aus.

    Alle Akkorde bestehen aus vier Tönen und stehen in der Grundstellung. Untersuche, ob der tiefste und der höchste Ton den gleichen Notennamen haben.

    Du kannst Dominantseptakkorde am Notenbild dadurch erkennen, dass in der Grundstellung alle vier Töne übereinander auf Notenlinien oder in den Zwischenräumen stecken. Der Akkord sieht aus wie ein Schneemann aus vier Schneekugeln.

    In der Auswahl befinden sich drei Dominantseptakkorde.

    Lösung

    Ein Dominantseptakkord steht häufig am Liedende als vorletzter Akkord, um die Spannung zur Auflösung (Tonika) zu verstärken.

    Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Akkord mit hinzugefügter kleiner Septime. Der Akkord besteht also aus dem Grundton, der großen Terz, der Quinte und einer kleinen Septime. Die kleine Septime ist 10 Halbtonschritte vom Grundton entfernt. Dieses Intervall klingt sehr spannungsgeladen und strebt nach Auflösung. Im Notenbild solltest du immer nach dem Grundton des Akkords suchen und dann überprüfen, ob eine Septime hinzugefügt wurde oder nicht.

    Stehen die Akkorde in der Grundstellung, sind Dominantseptakkorde am Notenbild dadurch zu erkennen, dass alle vier Töne direkt übereinander liegen – entweder liegen alle vier Töne auf übereinanderliegenden Notenlinien oder in übereinander befindlichen Zwischenräumen. Ein Dominantseptakkord sieht dann aus wie ein Schneemann aus vier Schneekugeln.

  • Entscheide, welche Akkorde in die Lücke passen.

    Tipps

    Hör dir den Liedausschnitt mit der Begleitung mehrmals an. Hier hörst du den fehlenden Akkord.

    Zwei von den sechs Akkorden passen in den vorletzten Takt des Liedes.

    Bestimme die Tonart des Liedes und schreibe dir auf, welche Akkorde hinter den Hauptfunktionen stecken (Tonika, Subdominante, Dominante).

    Schau auf die Melodie des vorletzten Takts. Sie enthält bei den beiden Taktschwerpunkten bereits mögliche Töne des Begleitakkords.

    Der vorletzte Akkord eines Liedes ist meistens die Dominante oder sogar ein Dominantseptakkord, der Spannung erzeugen und auf die Auflösung zur Tonika hinführen soll.

    Lösung

    Das Lied „Summ, summ, summ“ steht in der Tonart F-Dur. Das erkennst du am b-Vorzeichen und am letzten Ton des Liedes.

    Um herauszufinden, welche Akkorde hinter den drei Hauptdreiklängen stecken, kannst du einerseits im Quintenzirkel nachsehen. Der nächste Akkord rechts von F-Dur stellt die Dominante dar. Der benachbarte Akkord links von F-Dur ist die Subdominante.
    Andererseits kannst du die Tonleiter von F-Dur notieren, und dann die Dur-Akkorde über der 1., 4. und 5. Stufe bilden.
    So oder so erhältst du folgende Funktionen:

    • F-Dur ist die Tonika
    • B-Dur ist die Subdominante
    • C-Dur ist die Dominante
    Direkt vor der Tonika erklingt fast immer die spannungsgeladene Dominante, die auf die Auflösung hinstrebt und das Ende andeutet. Das Wort „Kadenz“ stammt aus dem Lateinischen. Das Wort cadere (fallen) steht für den Quintfall von der Dominante auf die Tonika, wie in unserem Beispiel von c auf f. So ein Ende findet sich in den allermeisten Volksliedern, es gibt nur wenige Ausnahmen.

    Die Dominante kann noch durch eine zusätzliche kleine Septime ergänzt werden, die für noch mehr Spannung sorgt. Bei der Dominante C-Dur kommt also noch der Ton b als kleine Septime zu den Dreiklangstönen c, e, g hinzu.

    Dementsprechend passen zwei Akkorde in den vorletzten Takt: C-Dur (der fünfte Akkord) oder C7 (der dritte Akkord).

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