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Béla Bartók 03:48 min

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Transkript Béla Bartók

Am 25. März 1881 wird in Nagyszentmiklós, im heutigen Grenzgebiet von Jugoslawien, Rumänien und Ungarn, Béla Bartók geboren. Er widmet sein Leben der Musik und wird einer der bedeutenden Komponisten der Moderne. Béla Bartóks Kindheit ist von einer Hautkrankheit überschattet, die vielleicht mit ein Grund ist, dass er sich sehr mit dem Klavier und weniger mit gleichaltrigen Kameraden beschäftigt. Seine Liebe zur Musik und sein Talent sind so groß, dass sie ihn bis an die Musikhochschule Budapest führen. Hier studiert er mit Vorliebe Liszt, Wagner und besonders intensiv Beethoven. Die Auswahl seiner Klavierstücke ist von seiner nationalistischen Haltung geleitet. Bartók leidet unter der Zugehörigkeit Ungarns zu Österreich und fühlt sich erst mit dem Zerfall von Österreich-Ungarn befreit. Seine erste wichtige Komposition, die symphonische Dichtung Kossuth entsteht zu dieser Zeit. Sie ist dem ungarischen Politiker Lajos Kossuth gewidmet, der für die Unabhängigkeit Ungarns kämpfte. Mit 24 Jahren, bereits als ausgezeichneter Pianist bekannt, führt seine nationale Gesinnung Bartók noch zu einer anderen Aufgabe. Er beginnt 1905 mit seinem Freund Zoltán Kodály Volkslieder zu sammeln und zu erforschen. 1907 wird Béla Bartók Professor für Klavier an der Hochschule in Budapest. Er schränkt die Konzerttätigkeit stark ein und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Volksliedsammlung und dem komponieren. Eine seiner Schülerinnen, die 16-jährige Márta Ziegler, wird seine Frau. Nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns sympathisiert Bartok mit Bela Kun, dem Organisator der Ungarischen Kommunistischen Partei. Als dieser im März 1919 die Räterepublik proklamiert, kann Bartók an der Hochschule einige Reformen durchführen. Doch die Räterepublik bricht schon nach einem halben Jahr zusammen und der wegen seines Terrorregimes gefürchtete Bela Kun flüchtet ins Ausland. Béla Bartók, von seinen Ämtern enthoben, zieht sich in sein musikalisches Schaffen zurück. Seine Kompositionen aus den zwanziger Jahren sind im Geiste der Wiener Avantgarde verwandt. Zu dieser Zeit lässt er sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratet eine andere Schülerin. Es ist Edith Pásztory, ebenfalls eine ausgezeichnete Pianisten. Ihr ist es zu verdanken, dass Bartók ab 1923 wieder mehr Konzerte gibt und dabei seine Kompositionen auch im Ausland bekannter werden. Die politischen Verwicklungen, in die Ungarn vor dem Zweiten Weltkrieg gerät, bewegen Béla Bartók 1940 in die vereinigten Staaten auszuwandern. Die Konzerte mit seiner Frau und bekannten Musikern und die gelegentlichen Vorlesungen an der Columbia University, die ihm ein Doktorat verleiht, bewahren Bartók nicht vor materieller Not. Durch Krankheit schon lange in seiner Arbeit behindert, stirbt Béla Bartók im September 1945 in New York.