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Groß- und Kleinschreibung - Substantivierte Adjektive 04:25 min

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Transkript Groß- und Kleinschreibung - Substantivierte Adjektive

Hallo, hier folgt der 2. Teil der Groß- und Kleinschreibung im Deutschen. Gehen wir weiter mit der Regel Nummer 6: Substantivierte Adjektive. Substantivierte Adjektive werden meistens immer groß geschrieben, z. B. der Alte, ins Schwarze, das Folgende. Nach den Indefinitpronomen viel, wenig, alles, nichts, manches, etwas werden Adjektive zu Substantiven und werden damit groß geschrieben, z. B. alles Übrige, nichts Richtiges, manches Schöne. Auch in festen Wendungen werden substantivierte Adjektive groß geschrieben, z. B. zum Besten geben, im Dunkeln tappen, auf dem Laufenden sein, aus dem Vollen schöpfen. Aber in bestimmten festen Verbindungen schreibt man das Adjektiv klein, wenn kein Artikel vor dem Adjektiv steht, also wenn es nicht als Substantiv gebraucht wird, z. B. von klein auf, durch dick und dünn, von nah und fern. Verbindungen aus Präpositionen und dekliniertem Adjektiv können klein oder groß geschrieben werden, z. B. von neuem / Neuem, bis auf weiteres / Weiteres, seit längerem / Längerem. Kommen wir nun zur Regel Nummer 7, die Zeitangabe. Zeitangaben werden groß geschrieben, wenn sie Substantive sind, z. B. der Abend, am Morgen, am Montagmorgen. Adverbien als Zeitangabe werden aber kleingeschrieben, z. B. abends, morgens, montagmorgens. Und Tageszeiten nach Adverbien wie heute, morgen, gestern, werden groß geschrieben, z. B. heute Morgen, gestern Abend, morgen Mittag. Eine weitere wichtige Regel ist die Regel Nummer 8, die Paarformeln für Personen. Paarformeln werden groß geschrieben, z. B. Jung und Alt, Klein und Groß, Gleich und Gleich. Regel Nummer 9 behandelt die Sprachbezeichnungen. In Verbindung mit Präpositionen in, bei, auf werden Sprachbezeichnungen groß geschrieben, z. B. auf Deutsch, in Englisch schreiben, auf Französisch sagen. Kommen wir nun zur vorletzten Regel, der Regel Nummer 10, das behandelt die mehrteiligen Eigennamen und feste Verbindungen von Adjektiven und Substantiven. Diese werden groß geschrieben, z. B. bei Personen, der Heilige Vater, die Königliche Hoheit, der Regierende Bürgermeister, oder auch bei besonderen Tagen, der Heilige Abend, der Erste Mai, oder bei historischen Ereignissen, der Zweite Weltkrieg, die Goldenen Zwanziger. Bei den meisten festen Begriffen schreibt man aber das Adjektiv klein. Z. B. das neue Jahr, die schwarze Magie, das große Los. Es gibt aber auch Ausnahmen: Adjektive, die mit dem folgenden Substantiv einen Gesamtbegriff bilden, können klein oder groß geschrieben werden, z. B. die gelbe / Gelbe Karte, ein blauer / Blauer Brief, erste / Erste Hilfe leisten. Kommen wir nun zur letzten wichtigen Regel, der Regel Nummer 11. Sie behandelt geografische Bezeichnungen und Herkunftsbezeichnungen. Diese werden groß geschrieben, z. B. das Rote Meer, der Nahe Osten, der Indische Ozean. Herkunftsbezeichnungen auf Endung -er werden immer groß geschrieben, der Kölner Dom, das Brandenburger Tor, das Bonner Münster. Aber Herkunftsbezeichnungen auf -isch gehören zu den Adjektiven und werden kleingeschrieben, z. B. der indische Tee, die schottischen Muster, und nur wenn sie Teil des Eigennamens sind, werden sie groß geschrieben, z. B. die Mecklenburgische Seenplatte, die Schwäbische Alb. Ich hoffe, ich konnte eure Fragen beantworten und euch einen Überblick geben über die ab 2006 gültige Rechtschreibung. Das wars von mir, tschüs bis zum nächsten Video.

40 Kommentare
  1. 👃nehmen Sie Nasenspray

    Von Itslearning Nutzer 2535 30924, vor 2 Monaten
  2. Sie hören sich so an als hätten sie Schnupfen!

    Von Itslearning Nutzer 2535 30924, vor 2 Monaten
  3. haben sie schnupfen ?hört sich so an ….

    Von Michael W., vor 2 Monaten
  4. hatten sie schnupfen

    Von Lena Viktor, vor 4 Monaten
  5. bei Wort Widio haben sie gesagt:widi.

    Von Pyasser071, vor 7 Monaten
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Groß- und Kleinschreibung - Substantivierte Adjektive Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Groß- und Kleinschreibung - Substantivierte Adjektive kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Regeln zu substantivierten Adjektiven.

    Tipps

    Indefinitpronomen sind unbestimmte Fürwörter. Sie werden verwendet, um etwas zu verallgemeinern.

    Substantive werden immer großgeschrieben. Wie ist das wohl bei substantivierten Adjektiven?

    Ein Artikel deutet meistens darauf hin, dass etwas großgeschrieben werden muss.

    Lösung
    • Substantivierte Adjektive werden in der Regel großgeschrieben. Zum Beispiel sieht man das bei die Große.
    • Nach Indefinitpronomen wie zum Beispiel viel, wenig, alles, nicht, manches oder etwas werden Adjektive zu Substantiven und damit großgeschrieben. Das ist beispielsweise bei alles Schöne der Fall.
    • Auch in festen Wendungen werden Adjektive großgeschrieben. Beispiele hierfür sind im Dunkeln tappen oder auf dem Laufenden sein.
    • In bestimmten festen Verbindungen schreibt man das Adjektiv klein, nämlich dann, wenn es nicht als Substantiv verwendet wird. Das erkennt man daran, dass kein Artikel vor dem Adjektiv steht, z. B. von klein auf oder durch dick und dünn.
    • Verbindungen aus deklinierten Adjektiven und Präpositionen können klein- oder großgeschrieben werden. Zum Beispiel ist dies bei vor Kurzem/kurzem der Fall.
  • Ergänze die Übersicht zur Großschreibung geografischer Bezeichnungen und Herkunftsbezeichnungen.

    Tipps

    Eigennamen werden immer großgeschrieben, weil sie sich auf etwas Einzigartiges beziehen.

    Adjektive werden in einem Satz zumeist auch adjektivisch verwendet. Man kann sie aber auch als Substantive oder Eigennamen verwenden.

    Lösung

    Zu geografischen Bezeichnungen und Herkunftsbezeichnungen solltest du dir Folgendes merken:

    • Geografische Bezeichnungen werden immer großgeschrieben, weil sie wie Eigennamen verwendet werden. Das heißt, es gibt diese Regionen nur einmal. Ein Beispiel dafür ist das Tote Meer oder der Nahe Osten.
    • Enden Herkunftsbezeichnungen auf -er, werden sie ebenfalls großgeschrieben, weil die Adjektive auch hier wie Eigennamen fungieren. So ist es zum Beispiel bei der Wiener Walzer oder der Kölner Dom der Fall. Es gibt nur einen Wiener Walzer und einen Kölner Dom.
    • Enden sie hingegen auf -isch, werden die Herkunftsbezeichnungen kleingeschrieben, da sie in diesem Fall nicht wie Eigennamen verwendet werden. Beim indischen Tee gibt es ganz verschiedene Sorten und nicht nur den einen. Auch schottische Muster gibt es in einer Vielzahl.
    • Wenn Herkunftsbezeichnungen also Teil eines Eigennamens sind, werden sie immer großgeschrieben, z. B. die Schweizerische Nationalbank.
  • Wende die Groß- oder Kleinschreibung auf die vorgegebenen Adjektive an.

    Tipps

    Der Artikel zeigt ein Substantiv oder ein substantiviertes Wort an.

    Substantive und substantivierte Worte werden immer großgeschrieben.

    Lösung

    Adjektive werden dann großgeschrieben, wenn sie substantiviert wurden, also als Substantive in einer Wortgruppe oder in einem Satz gebraucht werden. Dies ist zumeist der Fall, wenn vor ihnen ein Artikel steht und kein zusätzliches Substantiv auftaucht, auf das sie sich beziehen könnten.

    Zusammen mit einem Substantiv beziehen sich die Adjektive auf eben jenes, z. B. bei das schöne Wetter. Das Adjektiv wird hier attributiv verwendet, es beschreibt das Substantiv also genauer. Nicht irgendein Wetter, sondern das schöne Wetter. Der Artikel allein ist also nicht immer das Erkennungsmerkmal für substantivierte Adjektive.

  • Ermittle die Fehler bei der Groß- und Kleinschreibung der Wörter.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie Zeitangaben geschrieben werden, wenn sie als Adverb im Satz verwendet werden.

    Nach Indefinitpronomen werden Adjektive substantiviert und damit großgeschrieben.

    Lösung

    • Morgens fällt mir das Aufstehen immer besonders schwer, da ich abends zu spät ins Bett gehe.
    Abends wurde hier als Adverb verwendet und wird daher kleingeschrieben.

    • Dann möchte ich auch etwas Richtiges essen und das kostet Zeit.
    Das Indefinitpronomen etwas weist darauf hin, dass das Adjektiv großgeschrieben werden muss.

    • Mein Vater regt sich immer darüber auf und berichtet gerne davon, wie er von klein auf ein Frühaufsteher war.
    Hierbei handelt es sich um eine feste Wendung (von klein auf). Das Adjektiv wird daher kleingeschrieben.

    • Am Dienstagmorgen kam ich dann zu spät zur Schule.
    Die Zeitangabe wird hier als Substantiv verwendet und daher großgeschrieben.

    • Mein Lehrer erklärte gerade etwas auf Französisch.
    Wegen der vorangestellten Präposition auf wird das Adjektiv französisch großgeschrieben.

  • Entscheide, wann Zeitangaben klein- und wann großgeschrieben werden.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie Substantive in der Regel geschrieben werden.

    Überlege noch einmal, wie Adverbien in der Regel geschrieben werden.

    Lösung
    • Zeitangaben werden kleingeschrieben, wenn sie als Adverbien verwendet werden. Das sieht man zum Beispiel in dem Satz: Ich fahre morgens immer mit dem Fahrrad zur Schule.
    • Wenn Zeitangaben als Substantive verwendet werden, werden sie großgeschrieben. Ein Beispiel wäre: Am Abend lese ich gerne ein Buch. Abend wird als Substantiv verwendet und dementsprechend großgeschrieben.
    • Folgen nach den Adverbien wie heute, morgen und gestern Tageszeiten, werden diese großgeschrieben. Zum Beispiel heißt es: Morgen Mittag gehe ich mit meinem Freund essen.
  • Entscheide, ob die Adjektive groß- oder kleingeschrieben werden.

    Tipps

    Wenn sich die Wortgruppen auf einmalige oder einzigartige Dinge, Vorgänge oder Personen beziehen, werden die Adjektive großgeschrieben.

    Lösung

    Eigennamen deuten daraufhin, das etwas einzigartig ist bzw. nur einmal existiert. Dazu gehören Einzelpersonen, besondere Feiertage oder auch historische Ereignisse. Sie werden immer großgeschrieben, auch wenn in ihnen ein Adjektiv vorkommt, wie zum Beispiel bei die Goldenen Zwanziger oder die Französische Revolution.

    Feste Wendungen mit Adjektiv und Substantiv sowie bestimmte Herkunftsbezeichnungen können sich aber auch auf Dinge beziehen, die in einer Vielzahl vorhanden sind, wie zum Beispiel das neue Jahr oder der griechische Ouzo.

    Die richtigen Schreibweisen in der Aufgabe lauten wie folgt:

    • der Erste Weltkrieg ist ein Eigenname und bezieht sich auf ein einzigartiges historisches Ereignis.
    • die Neue Deutsche Welle. Eigentlich sind deutsche und neue Adjektive, die kleingeschrieben werden. Hier handelt es sich allerdings um einen Eigennamen für eine einzigartige Strömung in der Musikgeschichte.
    • der Heilige Abend ist ein Eigenname, der sich auf einen einzelnen Feiertag bezieht.
    • der Tag der Deutschen Einheit. Hier gilt das Gleiche wie für den Heiligen Abend.
    • die deutsche Sprache. Hier bestimmt deutsche die Sprache näher. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Sprachen. Das Adjektiv wird adjektivisch benutzt und daher kleingeschrieben.
    • Das Gleiche ist bei die heiligen Schriften der Fall.
    • die Regierende Kanzlerin. Hier hat man es mit einer Verbindung von Adjektiv und Substantiv zu tun, die sich zusammen auf eine Einzelperson beziehen, die es nur einmal gibt.