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Erzählung – eine Bildergeschichte schreiben 06:58 min

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Transkript Erzählung – eine Bildergeschichte schreiben

Hallo. Schön, dass du heute wieder reinschaust. Heute habe ich dir einige Bilder mitgebracht. Sieh sie dir erst mal in Ruhe an. Das sind die ersten beiden Bilder. Bild 3 und 4 sehen so aus. Und das sind das 5. und 6. Bild.

Und, ist dir etwas aufgefallen? Genau. Die Bilder zeigen eine kleine Geschichte. Es geht um einen Jungen, einen Mann, Wasser und viele Steine. In diesem Video zeige ich dir, wie du mithilfe einer solchen Bildergeschichte eine spannende Erzählung schreiben kannst. Du hast schon eine Idee? Na dann los!

Bevor du mit dem Schreiben anfängst, guckst du dir alle Bilder ganz genau an und überlegst, welche Informationen du erhältst. Die Informationen in unserem Beispiel sind, dass ein Junge und ein Mann Steine ins Wasser werfen, bis am Abend die Steine alle sind und beide das Ufer verlassen.

In der Nacht bringt der Mann mit einer Schubkarre viele Steine zum Ufer und am nächsten Tag ist der Junge erstaunt über all die Steine. Das alles kannst du aus den Bildern entnehmen, wenn du dir die Details, wie die Sonne, den Mond oder die Körpersprache der Personen ansiehst. Wenn du nur das aufschreiben würdest, wäre die Erzählung allerdings noch nicht besonders interessant und auch ziemlich kurz.

Um die Erzählung auszugestalten, musst du sie mit Informationen ausschmücken, die du nicht direkt auf den Bildern sehen kannst. Dabei helfen Fragen. Stell dir ein kleines Kind vor, mit dem du dir gemeinsam die Bilder ansiehst. Was würde es alles wissen wollen?

„Wie heißen der Junge und der Mann?“, “In welcher Beziehung stehen sie zueinander?”, „Warum sieht der Junge so traurig aus?“, Warum holt der Mann so viele Steine?“ und “Was sagt der Junge zu dem Mann?“.

Wenn du Antworten auf diese und weitere Fragen gefunden und dir eine Struktur überlegt hast, kannst du mit dem Schreiben beginnen. Achte darauf, dass du die Erzählung im Präteritum verfasst. Nur die wörtliche Rede sollte im Präsens stehen. Versuche außerdem, eine möglichst lebendige Sprache mit abwechslungsreichen Satzanfängen, Verben und verschiedenene Adjektiven zu verwenden.

Deine Erzählung sollte eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss haben. In der Einleitung erklärst du die Ausgangssituation, also die beteiligten Personen, den Ort und die Zeit des Geschehens und eventuell eine Vorgeschichte. Das könnte so aussehen:

Karsten war mit seiner Familie im Urlaub an der Ostsee. Karsten war schon so groß, dass er keinen Mittagsschlaf mehr machen musste. Deswegen gingen er und sein Vater mittags manchmal zusammen zum Hafen.

Im Hauptteil beschreibst du den Verlauf des Geschehens und die Verhaltensweisen und Reaktionen der einzelnen Personen. Achte auf eine logische Abfolge und überlege dir, wo der Höhepunkt der Erzählung erreicht werden soll. Die Bilder bieten dir dabei eine Orientierung.

Eines Tages kam Karsten auf die Idee, einen Wettbewerb mit seinem Vater zu veranstalten. Er wollte ihm beweisen, dass er Steine weiter ins Wasser werfen könne. Abwechselnd warfen Karsten und sein Vater so weit sie konnten.

Um Spannung aufzubauen und den Text abwechslungsreich zu gestalten, beschreibst du die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen und verwendest direkte oder indirekte wörtliche Rede. Das könnte so aussehen:

Karsten war sehr ehrgeizig. Deswegen wollte er sich nicht zufriedengeben, bis er mindestens ein Mal weiter geworfen hatte als sein Vater. „Das muss doch zu schaffen sein. Einmal versuche ich es noch!“, sagte er sich immer wieder. Mehrmals versuchte sein Vater, ihn zu überreden, endlich nach Hause zu gehen. Erst als Karsten keine Steine mehr finden konnte und die Sonne unterging, ließ er sich überzeugen.

Traurig schlurfte Karsten hinter seinem Vater her. Er hatte verloren. Als Karstens Vater sah, wie enttäuscht sein Sohn wegen der vergeblichen Anstrengungen war, überlegte er, wie er ihm am besten helfen könne. Noch am selben Abend hatte er eine Idee.

Mit einer Schubkarre brachte Karstens Vater nachts viele Steine zum Ufer. Die Schubkarre war so voll und schwer, dass ihm beim Schieben der Schweiß über das Gesicht rann. Karsten sollte genügend Steine haben, um so lange zu üben, wie er wollte. Würde er es schaffen?

Wenn die Spannung am größten ist, beginnst du mit dem Schlussteil. Darin beschreibst du, wie sich die Situation auflöst.

Am nächsten Morgen bettelte Karsten darum, es noch einmal versuchen zu dürfen. „Der wird Augen machen“, dachte sein Vater und ging mit ihm zum Ufer. Als Karsten den großen Steinhaufen sah, kam er aus dem Staunen nicht heraus.

„Woher kommen die alle???“, fragte er seinen Vater. Dieser antwortete ihm mit einem freundlichen Lächeln: „Ich werde dir so lange Steine bringen, bis du schaffst, was du dir vorgenommen hast!“

Zum Schluss denkst du dir noch eine Überschrift aus, die zum Text passt, aber nicht zu viel verrät. Welche Überschrift könnte unsere Geschichte haben?

Du bist mit Einleitung, Hauptteil und Schluss fertig? Hast Gefühle und Gedanken der handelnden Personen beschrieben und die in den Bildern gegebenen Informationen durch weitere Handlungen ergänzt? Dann kannst du nun noch einen letzten kleinen Test machen. Lies dir deine eigene Geschichte durch, ohne auf die Bilder zu sehen. Ist sie so geschrieben, dass ein Leser sie auch ohne Bilder verstehen kann? Dann hast du es geschafft!

149 Kommentare
  1. dieses video war sehr hilfreich

    Von Sylkekluge1, vor 3 Monaten
  2. Dieses video war sehr hilfreich

    Von Leni F., vor 3 Monaten
  3. Gutes Video, war wirklich sehr hilfreich

    Von Bitter Elena, vor 3 Monaten
  4. Gutes Video

    Von Wdewizard, vor 4 Monaten
  5. Dieses Video war wirklich sehr hilfreich

    Von Leo M., vor 4 Monaten
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Erzählung – eine Bildergeschichte schreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erzählung – eine Bildergeschichte schreiben kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe, welche Zeitform und welche Art der Sprache in einer Bildergeschichte verwendet werden sollten.

    Tipps

    Sollte eine Bildergeschichte klar und sachlich oder spannend und lebendig sein?

    Wie wirken immer gleiche Satzanfänge?

    Überlege noch einmal, wie die unterschiedlichen Zeitformen gebildet werden und welche du in einer Geschichte brauchst.

    Lösung

    Um eine Bildergeschichte sehr gut zu schreiben, sind einige Punkte hinsichtlich der Zeitformen und der Sprache zu beachten.

    • Die Erzählung sollte im Präteritum geschrieben sein.
    • Wörtliche Rede steht dann im Präsens.
    • Um die Geschichte spannend zu gestalten, sollte lebendige Sprache verwendet werden.
    • Dafür sollten die Satzanfänge abwechslungsreich sein.
    • Außerdem solltest du viele unterschiedliche Verben und Adjektive verwenden.
    Wenn du all diese Punkte im Hinterkopf behältst, ist eine gute Grundlage für eine spannende Bildergeschichte gelegt. Die Sprache ist sehr wichtig beim Schreiben von Erzählungen.

  • Fasse den Aufbau einer Bildergeschichte zusammen.

    Tipps

    Um die Geschichte zu verstehen, musst du am Anfang grundlegende Infos nennen. Überlege noch einmal, welche das sind.

    An welcher Stelle steht der Höhepunkt?

    Lösung

    Auch eine Bildergeschichte hat ein Grundgerüst, an das man sich halten sollte. Sie besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung wird die Ausgangssituation beschrieben. Das bedeutet, dass du einen Einblick in die Geschichte gibst, aber trotzdem nicht zu viel vorwegnimmst. Außerdem sollten die Beteiligten sowie Zeit und Ort des Geschehens Erwähnung finden. Im Hauptteil wird dann der Verlauf des Geschehens beschrieben. Das sollte immer spannend und abwechslungsreich gestaltet werden. Man muss auch auf eine logische Abfolge achten, damit der Leser alles versteht. Hier sollte auch der Höhepunkt stehen. Das ist der spannendste Punkt der Geschichte. Den Schlussteil leitet man in der Regel ein, wenn die Spannung am größten ist. Ganz am Ende kann man eine Überschrift für die Geschichte finden. Dann hat man den besten Überblick und eine Idee, welcher Titel am besten passt.

  • Zeige die richtige Reihenfolge der Bilder zu der vorgegebenen Geschichte auf.

    Tipps

    Versuche, dir das Geschehen vorzustellen. Wie könnte man die Bilder sinnvoll anordnen?

    Bevor ein Charakter nicht erwähnt wird, war er wahrscheinlich auch nicht auf den Bildern zu sehen.

    Lösung

    Passend zu der oben stehenden Geschichte müssen die Bilder wie folgt organisiert werden:

    1. Tim ist konzentriert und angestrengt. Das Buch, das er in der Hand hält, ist möglicherweise ein Ratgeber zur Bewerbung.
    2. Das Telefon klingelt.
    3. Tims Mutter bleibt hartnäckig beim Gespräch. Mit den in die Hüften gestemmten Händen wirkt sie auch ganz genau so.
    4. Tim backt schließlich den Kuchen, der auf dem nächsten Bild zu sehen ist.
    5. Es wird gesagt, dass Tims Oma bereits gekocht hat. Genau dies ist auf dem Bild zu sehen.
    6. Die bereits abgeschickte Bewerbung ist zu sehen. An früherer Stelle würde sie keinen Sinn ergeben, da Tim noch daran arbeiten wollte.

  • Zeige auf, welche Gefühle in den Sätzen zum Ausdruck kommen.

    Tipps

    Schau dir die Adjektive an, die verwendet werden. Sie geben einen Hinweis auf die beschriebenen Gefühle.

    Lösung
    • Die Sätze Anne hatte zu ihrer Geburtstagsfeier viele Freunde eingeladen. Sie konnte kaum abwarten, die Gäste zu begrüßen und mit ihnen den ganzen Tag zu spielen beschreiben die Gefühle Aufregung und Freude. Wenn man etwas kaum abwarten kann, ist man aufgeregt und freut sich auf das Erwartete.
    • In den nächsten Sätzen Tom erhielt auch eine Einladung. Da er aber noch kein Geschenk hatte, hatte er Sorge, rechtzeitig etwas zu finden wird Toms Angst beschrieben. Wenn man sich um etwas sorgt, ist man ängstlich.
    • Im Abschnitt Bevor die Party losgehen konnte, musste noch vieles eingekauft werden. Da dafür nur noch wenig Zeit war, musste sich Annes Mutter beeilen kommt der Stress, den Annes Mutter fühlt, zum Ausdruck. Stress entsteht, wenn jemand unter dem Druck einer Aufgabe steht.
    • Der Abschnitt Als alle Gäste eintrafen, sah Anne, dass sich ihre beste Freundin Marie das Bein gebrochen hatte. Sie spürte, dass ihr das weh tat. zeigt durch das Verb weh tat, dass Marie Schmerz empfindet und Anne Mitgefühl spürte.
    • Neid kommt im Satz Als Anne ihre Geschenke auspackte, wünschte sich Marie, auch so viele tolle Dinge zu bekommen zum Ausdruck, da Marie gerne an Annes Stelle wäre. Wenn man sich das wünscht, beneidet man jemanden.
  • Gib die Schritte wieder, die du vor dem Schreiben einer Bildergeschichte befolgen musst.

    Tipps

    Was solltest du beim Schreiben einer Bildergeschichte zuerst anschauen?

    Wenn du dir Vordergrund und Hintergrund genau ansiehst, bemerkst du jede Kleinigkeit.

    Lösung

    Bevor du deine Bildergeschichte schreibst, solltest du einige Punkte beachten.

    1. Zuerst solltest du dir die Bilder genau ansehen. Schließlich ist das die Grundlage deiner Erzählung.
    2. Beachte dabei alle Details. Das ist wichtig, um eine spannende und sinnvolle Geschichte zu schreiben. Achte dabei auch auf die einzelnen Figuren im Bild. So kannst du Gefühle und Gedanken besser beschreiben.
    3. Versuche, so viele Informationen wie möglich zu entnehmen, damit deine Geschichte abwechslungsreich und spannend erzählt werden kann. Je mehr Informationen, desto interessanter und lebendiger ist deine Geschichte.
    4. Anschließend kannst du dir überlegen, wie du die Handlung ausschmücken kannst. Das sollte in jedem Fall zu den vorgegebenen Bildern passen. Manchmal helfen dir dabei auch Leitfragen, wie Wo spielt die Handlung?, Wie heißen die Personen?, Was fühlen sie?
    5. Durch viele unterschiedliche Verben und Adjektive wird die Geschichte interessant. Wenn du dich dann noch an die Leitfragen, die oben erwähnt wurden, hältst, kann der Leser besser folgen.

  • Entscheide, welche Sätze zu dieser Bildergeschichte passen.

    Tipps

    Achte auf alle Details in den Bildern. Hast du Herz auf dem Buchcover entdeckt?

    Das Grundgerüst der Geschichte sollte sich an den Bildern orientieren und mit diesen einen Sinn ergeben.

    Karl wollte eigentlich Computer spielen, aber dieser hat nicht funktioniert.

    Lösung

    Die kleine Geschichte über Karl könnte so aussehen:

    Neulich hatte Karl einen freien Tag, den er schon ganz genau geplant hatte. Er wollte ganz viel am Computer spielen oder draußen toben. Da das Wetter aber schrecklich war und es donnerte und blitzte, überlegte Karl, was er drinnen machen könnte. Erst wollte er Computer spielen, aber irgendwie machte sein Computer nicht mit. So beschloss er, ein gutes Buch zu lesen. Er machte sich auf den Weg und kaufte einen Liebesroman, sowas hatte er bisher noch nicht gelesen. Glücklich über sein neues Buch legte sich Karl ins Bett und der Nachmittag war gerettet. Auch das schlechte Wetter konnte ihm die Laune nicht verderben.

    Das ist eine Variante, diese Geschichte zu erzählen. Andere würden sich etwas anderes dazu einfallen lassen. Offensichtliche Tatsachen, wie das schlechte Wetter und den Kauf des Buchs, solltest du aber in deine Geschichte übernehmen. Karls Mutter ist auf keinem der Bilder zu sehen, also kann man davon ausgehen, dass er aus eigenen Stücken ein Buch kaufen möchte und nicht wegen eines Computerverbots.